Finanzprodukte und -dienstleistungen

Wir möchten, dass Nutzer über geeignete Informationen verfügen, um fundierte Finanzentscheidungen zu treffen. Durch unsere Richtlinien soll sichergestellt werden, dass Verbraucher die erforderlichen Informationen erhalten, um die mit Finanzprodukten und -dienstleistungen verbundenen Kosten richtig einschätzen zu können. Außerdem möchten wir die Nutzer vor schädigenden und betrügerischen Praktiken schützen. Im Rahmen dieser Richtlinie sind unter Finanzprodukten und -dienstleistungen Produkte und Leistungen in Zusammenhang mit der Verwaltung oder Anlage von Geld und Kryptowährungen zu verstehen, einschließlich persönlicher Beratung.

Bei der Bewerbung dieser Produkte und Dienstleistungen müssen Sie die Rechtsvorschriften befolgen, die für die Regionen oder Länder gelten, auf die die Anzeigen ausgerichtet sind. Beispielsweise muss eine Anzeige die nach dem jeweiligen Recht erforderlichen Angaben enthalten. Weitere Informationen finden Sie in unserer Liste der länderspezifischen rechtlichen Bedingungen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Im Folgenden sind die Richtlinienanforderungen für Finanzdienstleistungen, Privatkredite und bestimmte eingeschränkt zulässige Finanzprodukte aufgeführt. Da sich die Rahmenbedingungen für Onlinewerbung immer wieder ändern, ergänzen wir die Richtlinie kontinuierlich durch produktspezifische Anforderungen. Informieren Sie sich, was bei Richtlinienverstößen geschieht.

Vorgeschriebene Angaben bei Finanzprodukten und -dienstleistungen

Finanzprodukte und -dienstleistungen sind unter Umständen sehr komplex und manchmal schwer zu verstehen. Die vorgeschriebenen Angaben sorgen für mehr Transparenz und Nutzer können anhand dieser wertvollen Informationen fundierte Entscheidungen treffen. Die Anzeige kann aus folgenden Gründen abgelehnt werden:

 Es fehlen gültige Kontaktdaten für den Standort des beworbenen Unternehmens.

 Anfallende Gebühren sind nicht angegeben.

Hinweis: Vorgeschriebene Angaben dürfen nicht als Rollover-Text dargestellt oder über einen anderen Link bzw. Tab bereitgestellt werden. Sie müssen sofort deutlich sichtbar sein, ohne dass der Nutzer auf etwas klicken oder den Mauszeiger auf etwas bewegen muss.

 Es sind keine Links zu Bestätigungen oder Empfehlungen durch Dritte enthalten, obwohl eine geschäftliche Verbindung behauptet oder angedeutet wird und dies zur Verbesserung des Rufs der Website dient.

Beispiele: Bestätigung der Zugehörigkeit zu Behörden, Bewertungen durch Dritte

Privatkredite

Im Rahmen dieser Richtlinie definieren wir einen Privatkredit als ein einmaliges Darlehen, das eine Einzelperson, ein Unternehmen oder eine Rechtspersönlichkeit einer Privatperson gewährt. Mit einem Privatkredit darf außerdem weder der Kauf eines Anlagegegenstands noch die Aus- bzw. Weiterbildung finanziert werden. Potenzielle Kreditnehmer benötigen Informationen zu Qualität, Merkmalen, Gebühren, Risiken und Vorteilen von Kreditprodukten, um fundiert entscheiden zu können, ob sie einen Kredit aufnehmen.

Beispiele: Kurzzeitkredite, Pfandkredite (Darlehen mit Fahrzeugbrief als Sicherheit), Pfandleihen

Nicht inbegriffen: Hypotheken, Autokredite, Studiendarlehen, revolvierende Kreditlinien (z. B. Kreditkarten oder persönliche Kreditlinien)

Bei der Werbung für Privatkredite müssen auf der Zielwebsite oder in der App gut sichtbar zusätzliche Informationen enthalten sein. Die vorgeschriebenen Angaben sorgen für mehr Transparenz und bieten Nutzern wertvolle Informationen, auf deren Grundlage sie fundierte Entscheidungen treffen können. Die Anzeige kann aus folgenden Gründen abgelehnt werden:

Es ist kein Mindest- und Höchstzeitraum für die Rückzahlung angegeben.

Es ist weder ein maximaler effektiver Jahreszins angegeben, der den Zinssatz, die Gebühren und die sonstigen in einem Jahr anfallenden Kosten einbezieht, noch ein ähnlicher gemäß geltendem Recht berechneter Betrag.

Es wird kein typisches Beispiel für die Gesamtkosten des Kredits einschließlich aller Gebühren gezeigt.

 

Wir möchten unsere Nutzer vor betrügerischen oder nachteiligen Finanzprodukten schützen. Deshalb ist Werbung für folgende Inhalte nicht gestattet:

Privatkredite, die innerhalb von maximal 60 Tagen ab dem Datum der Kreditvergabe vollständig zurückgezahlt werden müssen. Wir bezeichnen solche Kredite als kurzfristige Privatkredite. Diese Richtlinie gilt für Werbetreibende, die direkt Kredite anbieten, Leads generieren oder Nutzer mit anderen Kreditgebern zusammenbringen.

Privatkredite mit hohem effektivem Jahreszins

Wir möchten unsere Nutzer vor betrügerischen oder nachteiligen Finanzprodukten schützen, etwa vor Privatkrediten, die mit extrem hohen Kosten verbunden sind. In manchen Fällen gelten landesspezifische Einschränkungen entsprechend den Marktbedingungen des jeweiligen Landes.

Vereinigte Staaten
Produkt Zulässig?
Privatkredite mit einem effektiven Jahreszins von 36 % oder mehr

Nicht zulässig

In den Vereinigten Staaten gestatten wir keine Anzeigen für Privatkredite mit einem effektiven Jahreszins von 36 % oder mehr. Bei der Werbung für Privatkredite in den Vereinigten Staaten muss der maximale effektive Jahreszins angegeben werden, der wie im Truth in Lending Act (TILA) vorgesehen zu berechnen ist.

Diese Richtlinie gilt für Werbetreibende, die direkt Kredite vergeben, Leads generieren oder Nutzer mit anderen Kreditgebern zusammenbringen.

Tipp

Die TILA-Bestimmungen finden Sie unter 12 CFR Part 1026. Welche Kosten in die Berechnung der finanziellen Belastungen einfließen, ist in Section 1026.4 beschrieben. Die Berechnungsweise des effektiven Jahreszinses für unbefristete Kredite ist in Section 1026.14 angegeben und die Berechnung für befristete Kredite finden Sie in Section 1026.22.

Hypothekenänderung

Wir möchten, dass Nutzer fundierte Entscheidungen im Hinblick auf Hypotheken und Zwangsversteigerungen von Immobilien treffen. Zum Schutz der Nutzer vor betrügerischen und schädigenden Praktiken können Anzeigen für Websites und Apps, die Hypotheken oder Zwangsversteigerung zum Thema haben, aus folgenden Gründen abgelehnt werden:

Auf der Website bzw. in der App wird die Hypothekenänderung oder die Abwendung einer Zwangsversteigerung garantiert.

Obwohl die Dienstleistung nicht von einer Anwaltskanzlei erbracht wird, werden Gebühren im Voraus erhoben.

Nutzer werden aufgefordert, Eigentumsrechte zu übertragen oder abzutreten, oder es wird der Kauf von Grundeigentum unter Marktwert angeboten.

Nutzer werden aufgefordert, den Kreditgeber zu umgehen und Zahlungen direkt an das Unternehmen oder einen Dritten zu leisten.

Nutzern wird davon abgeraten, sich mit ihrem Kreditgeber, Anwalt, Schuldnerberater oder Immobilienberater in Verbindung zu setzen.

Binäre Optionen

Wegen des hohen finanziellen Verlustrisikos beim Handel mit binären Optionen ist Folgendes nicht zulässig:
 
 Anzeigen für binäre Optionen oder ähnliche Finanzprodukte
 
Beispiele: Anzeigen für digitale oder binäre Optionen, Digital 100s, Optionen mit fester Rendite oder "Alles oder nichts"-Optionen

Komplexe spekulative Finanzprodukte 

Da der Handel mit den folgenden Arten von Finanzprodukten sehr komplex und mit Risiken verbunden ist, dürfen Sie nur unter bestimmten Umständen dafür werben.

Anzeigen für diese komplexen spekulativen Finanzprodukte sind nur zulässig, wenn der Werbetreibende ein lizenzierter Anbieter ist, die Produkte und Anzeigen den Gesetzen und Branchenstandards in den jeweiligen Ländern entsprechen und das Konto von Google zertifiziert ist. 

Differenzkontrakte, Financial Spread Betting, Devisenkassageschäfte und ähnliche Arten spekulativer Produkte

Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, können Sie die Zertifizierung beantragen. Falls Sie in mehreren Ländern Anzeigen schalten möchten, muss für jedes Land bzw. jede Gruppe von Ländern ein separater Antrag eingereicht werden.   Zulässige Länder

Anzeigen für komplexe spekulative Finanzprodukte sind in den folgenden Ländern zulässig:

Australien
Österreich
Bulgarien
Kroatien
Republik Zypern
Tschechien
Dänemark
Estland
Finnland
Deutschland
Griechenland
Hongkong
Ungarn
Island
Irland
Italien
Japan
Lettland
Litauen
Luxemburg
Malta
Niederlande
Neuseeland
Norwegen
Polen
Portugal
Rumänien
Russland
Singapur
Slowakei
Slowenien
Südafrika
Spanien
Schweden
Schweiz
Republik China
Vereinigtes Königreich
Vereinigte Staaten von Amerika

 

Folgendes ist unzulässig:

 Anzeigen, die auf Minderjährige oder nicht freigegebene Länder ausgerichtet sind
 

 Anzeigenziele, auf denen Anbieter komplexer spekulativer Finanzprodukte aufgeführt oder bewertet bzw. Signale für den Handel mit diesen Produkten bereitgestellt werden

Beispiele: Handelssignale, Tipps oder Informationen zu Spekulationsgeschäften; Aggregatoren oder Affiliate-Websites mit zugehörigen Inhalten oder Brokerbeurteilungen

Kryptowährungen

Da die gesetzlichen Vorschriften zu Kryptowährungen sowie zugehörigen Produkten und Dienstleistungen komplex sind und sich ständig weiterentwickeln, dürfen Sie nur unter bestimmten Umständen dafür werben.
 
Folgendes ist zulässig:
 
Produkte und Dienstleistungen in Zusammenhang mit Krypto-Mining, sofern vor der Aktivierung oder dem Einsatz von Rechenressourcen die ausdrückliche Einwilligung des Nutzers eingeholt wird
 
Beispiele: Hardwareprodukte und Anleitungen für Krypto-Mining; cloudbasierte Krypto-Mining-Dienste
 
Die folgenden Kryptowährungsprodukte und -dienstleistungen dürfen nur beworben werden, wenn der Werbetreibende ein lizenzierter Anbieter ist, die Produkte und Anzeigen den Gesetzen und Branchenstandards in den jeweiligen Ländern entsprechen und das Konto von Google zertifiziert ist.
 

Börsen für Kryptowährungen

Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, können Sie die Zertifizierung beantragen. Falls Sie in mehreren Ländern Anzeigen schalten möchten, müssen Sie für jedes Land einen separaten Antrag einreichen.

Zulässige Länder

Die Bewerbung von Börsen für Kryptowährungen ist in den folgenden Ländern zulässig:

Japan
Vereinigte Staaten


Folgendes ist nicht zulässig:

 Anzeigen für Initial Coin Offerings (ICOs) und für den Verkauf von Kryptowährungs-Tokens; sonstige Werbung für den Kauf oder Verkauf von bzw. den Handel mit Kryptowährungen oder zugehörigen Produkten (sofern weiter oben in der Richtlinie nicht ausdrücklich als zulässig angegeben)
 
Beispiele: Anzeigen für den ICO-Vorverkauf; Werbung für den Kauf oder Verkauf bestimmter Kryptowährungen sowie Bewerbung von Wallets für Kryptowährungen
 

 Anzeigenziele, auf denen Herausgeber von Kryptowährungen oder zugehörigen Produkten aufgeführt oder verglichen werden

Beispiele: Handelssignale für Kryptowährungen; Beratung für den Handel mit oder die Anlage in Kryptowährungen; Aggregatoren oder Affiliate-Websites mit zugehörigen Inhalten oder Brokerbeurteilungen

So korrigieren Sie abgelehnte Anzeigen oder Erweiterungen.

 

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