Falsche Darstellung

Nutzer sollen sich nicht durch Anzeigen getäuscht fühlen. Daher erwarten wir, dass die Anzeigen offen und ehrlich formuliert sind und den Nutzern Informationen liefern, die ihnen fundierte Entscheidungen ermöglichen. Anzeigen und Anzeigenziele, mit denen die Nutzer durch das Weglassen relevanter Informationen bzw. durch die Bereitstellung irreführender Informationen zu Produkten, Dienstleistungen oder Unternehmen getäuscht werden sollen, sind unzulässig.

Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für Richtlinienverstöße bei Anzeigen. Informieren Sie sich, was bei Richtlinienverstößen geschieht.

Fehlende Informationen

Folgendes ist nicht zulässig:

Keine klare und deutliche Offenlegung des Zahlungsmodells und der Gesamtkosten, die der Nutzer zu tragen hat

Beispiele: Preise, Versandkosten und andere abrechnungsbezogene Informationen, Zinssätze, Verzugszinsen oder wiederkehrende Abogebühren, Telefonnummern mit teuren Tarifen in Anruferweiterungen

Keine Angabe gültiger Kontaktdaten für ein Finanzdienstleistungsunternehmen oder Weglassen wesentlicher Details zu kurzfristigen Krediten, Hypothekenänderungen oder kurzfristigen Darlehen

Beispiele: Eine Bank, die ihre Anschrift nicht angibt, oder ein Kreditunternehmen, das keine Angaben zum monatlichen Zinssatz oder Entschädigungsbetrag bei Zahlungsverzug macht.

Siehe Anforderungen für Finanzdienstleistungen

Bei einem Spendenaufruf zu wohltätigen oder politischen Zwecken wesentliche, also wichtige und relevante Informationen nicht angeben

Beispiel: Keine Angabe einer Wohltätigkeitsorganisations- oder Steuerbefreiungsnummer bei Spenden für wohltätige Zwecke; unzureichende Informationen darüber, ob politische Spenden steuerbefreit sind

Fehlerbehebung: Fehlende Informationen
  1. Prüfen Sie die Anzeige und ihr Ziel, um herauszufinden, wo unter Umständen wichtige Informationen fehlen. Beispiele:
    • Zahlungsmodell und Zahlungsinformationen: Auf Ihrer Website oder in Ihrer App müssen Sie die gesamten Kosten, die einem Nutzer berechnet werden, unmissverständlich und deutlich sichtbar angeben und Ihr Abrechnungsverfahren beschreiben. Bei der Beurteilung, ob etwas unmissverständlich und deutlich sichtbar ist, wird unter anderem berücksichtigt: 
      • Ob die Preise für den Nutzer gut sichtbar und als solche erkennbar sind. Preise sollten direkt auf der Landingpage angegeben und nicht versteckt werden. Nutzer sollten diese Informationen kennen, bevor sie den Dienst verwenden.
      • Ob Kunden die anfallenden Kosten gut lesen und nachvollziehen können. Preise sollten nicht schwer lesbar oder Angaben zu den Kosten schwer verständlich sein. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Preise in grauer Schrift vor grauem Hintergrund oder in sehr kleiner Schrift angezeigt werden, oder wenn sie von anderen Seitenelementen verdeckt werden.
      • Ob die Gebührenstruktur leicht nachvollziehbar ist. Die angegebene Formel zur Berechnung der Kosten für einen Dienst sollte möglichst einfach und leicht verständlich sein. 
        Beispiel: Die Kosten, die einem Nutzer beim Anruf einer Sonderrufnummer entstehen, müssen unmissverständlich und deutlich sichtbar angegeben sein. Es sollte der Preis pro Anruf und/oder pro Minute für einen Anruf aufgelistet werden. 
    • Spenden: Wenn Sie in Ihrer Anzeige oder auf Ihrer Landingpage um Spenden bitten, die steuerbefreit sind, geben Sie Ihren Steuerbefreiungsstatus auf der Landingpage oder der Spendenseite zusammen mit der Nummer Ihrer Wohltätigkeitsorganisation an. Beispielsweise erkennt man die erforderliche Steuerbefreiung in den USA anhand des Status "501(c)(3)" oder "501(c)(4)".
    • App-Installationen: Wenn Ihre App kostenpflichtig ist, darf die Anzeige keine Inhalte umfassen, die den Eindruck erwecken, dass die App kostenlos heruntergeladen werden kann.
  2. Korrigieren Sie das Ziel der Anzeige. Geben Sie alle erforderlichen Informationen ein. Falls sich das Problem nicht beheben lässt, verwenden Sie für die Anzeige ein Ziel, das den Richtlinien entspricht.
  3. Bearbeiten Sie die Anzeige. Geben Sie alle erforderlichen Informationen ein. Falls die Anzeige bereits den Richtlinien entspricht, Sie aber Änderungen an ihrem Ziel vorgenommen haben, bearbeiten Sie die Anzeige und speichern Sie sie. Dadurch werden die Anzeige und ihr Ziel noch einmal zur Überprüfung eingereicht.

    Die meisten Anzeigen werden innerhalb eines Werktags überprüft. Ist eine umfassendere Prüfung erforderlich, kann es auch länger dauern.

Falls Sie diese Verstöße nicht beheben können oder möchten, entfernen Sie die Anzeige. So verhindern Sie, dass Ihr Konto zu einem späteren Zeitpunkt gesperrt wird, weil es zu viele abgelehnte Anzeigen enthält.

Nicht verfügbare Angebote

Folgendes ist nicht zulässig:

 Produkte, Dienstleistungen oder Werbeangebote bewerben, die auf der Zielseite nicht sofort zu finden sind

Beispiele: Werbung für Produkte, die nicht auf Lager sind; Werbung für einen Deal, der nicht mehr aktiv ist; Werbung mit einem unzutreffenden Preis; Anzeigen mit einem Call-to-Action, der sich nicht ohne Weiteres auf der Zielseite durchführen lässt

Konkretes Beispiel: Der Anzeigentext lautet "Tablets schon ab 40 €". Wenn Nutzer auf die Anzeige klicken, finden sie jedoch kein einziges Tablet zu diesem Preis.

Hinweis: Erstellen Sie keine Anzeigen für bestimmte Angebote, wenn Sie deren Inhalt nicht aktualisieren können, falls sich Ihr Inventar oder Ihre Angebote ändern. Wenn Sie beispielsweise eine Anzeige für einen Aktionsrabatt erstellen, der nur einen Tag lang gilt, dürfen Sie nicht vergessen, die Anzeige am nächsten Tag, wenn das Angebot nicht mehr gültig ist, zu aktualisieren oder zu entfernen. Wenn Sie das Inventar oder die Preise auf Ihrer Website häufig ändern, können Sie auch dynamische Suchnetzwerk-Anzeigen einrichten, die automatisch in Abhängigkeit vom Inhalt Ihrer Website erstellt werden.

Irreführende Inhalte

Folgendes ist nicht zulässig:

Nicht zulässig Falsche Angaben zu Ihrer Identität oder Ihren Qualifikationen

Beispiel: ein Student, der vorgibt, Rechtsanwalt zu sein, oder ein Installateur, der behauptet, qualifiziert zu sein

Not allowed Falsche Behauptungen oder Behauptungen, mit denen die Nutzer durch Versprechungen eines unwahrscheinlichen, jedoch durchaus möglichen Ergebnisses angelockt werden sollen

Beispiele: "Wunderheilungen" für gesundheitliche Leiden, Produkte oder Programme für einen extremen Gewichtsverlust, "Schnell reich werden"-Programme oder Versprechungen riesiger Renditen bei minimalem Einsatz; Informationen zu öffentlichen Abstimmungsverfahren, die den Angaben von offiziellen Regierungsquellen widersprechen; unwahre Behauptungen zum Ableben von Personen des öffentlichen Lebens oder deren Verwicklung in einen Unfall

Konkretes Beispiel: eine Anzeige zur Gewichtsreduzierung, in der behauptet wird, dass Nutzer alles essen können, was sie möchten, und dabei 5 kg pro Monat abnehmen

Hinweis: Wenn Sie bestimmte Ergebnisse garantieren, sollte es eine eindeutige und leicht zu findende Richtlinie zur Rückbuchung ("Geld zurück") geben. Erfahrungsberichte, in denen behauptet wird, dass bestimmte Ergebnisse erzielt wurden, müssen einen gut sichtbaren Haftungsausschluss enthalten, in dem darauf hingewiesen wird, dass es keine Garantie für bestimmte Ergebnisse gibt und dass diese unterschiedlich ausfallen können. Nehmen Sie Links zur Bestätigung durch Dritte bzw. relevante und gut sichtbare Haftungsausschlüsse auf, wenn durch Erfahrungsberichte und Empfehlungen angedeutet wird, dass die Ergebnisse typisch sind. Bei gesundheitsbezogenen Aussagen einschließlich Erfahrungsberichten richten wir uns bei der Durchsetzung dieser Richtlinien unter Umständen nach den örtlichen behördlichen Bestimmungen.

Nicht zulässig Unwahre Andeutung einer Verbindung zu einer anderen Person, einer Organisation, einem Produkt oder einer Dienstleistung bzw. einer entsprechenden Befürwortung

Beispiele: Irreführende Verwendung oder Nachahmung von offiziellen Regierungswebsites, Stempeln, Siegeln oder Behördennamen

Konkretes Beispiel: ein Werbetreibender, der das Layout und Design der Website einer Behörde nachahmt

Nicht zulässig Anzeigen, mit denen Nutzer irregeführt und zu ungewollten Interaktionen verleitet werden

Beispiele: Anzeigen, die wie Warnungen oder Fehlermeldungen des Betriebssystems bzw. der Website aussehen oder mit denen Mitteilungen, Dialogfelder, Menüs oder Benachrichtigungen zu Anfragen vorgetäuscht werden; gehostete Anzeigen, die sich nicht von anderen Inhalten abheben; Anzeigen, in denen nicht funktionierende Elemente dargestellt werden (z. B. Schaltflächen zum Schließen, Texteingabefelder oder Auswahloptionen); Schaltflächen zum Herunterladen oder Installieren in Bildanzeigen; Anzeigen mit transparentem Hintergrund; segmentierte Bilder; Anzeigen, in denen dasselbe Bild mehrfach verwendet wird; Bilder, die den Eindruck vermitteln, als seien mehrere Anzeigen zu sehen; animierte und Klicks ausführende Cursorpfeile

Hinweis: In animierten und in der Anzeigengalerie erstellten Anzeigen sind Animationen zulässig, die Funktionen oder Symbole simulieren, sofern die Funktion tatsächlich ausgeführt werden kann oder der Zweck dieser Funktionen auf der Zielseite klar wird.

Nicht zulässig Angabe des Namens eines Unternehmens, der nicht der Domain, dem anerkannten Namen des Werbetreibenden oder der herunterladbaren App entspricht, für die geworben wird

Fehlerbehebung: Irreführende Inhalte
  1. Prüfen Sie die Anzeige und ihr Ziel, um die irreführenden Inhalte zu finden.

    Vergewissern Sie sich bei der Verwendung von App-Anzeigen, dass Nutzer auf der Installationsseite eindeutig über den Inhalt und die Funktionen Ihrer App sowie alle erforderlichen Voraussetzungen wie andere Apps, Peripheriegeräte oder Sensoren informiert werden. Die erforderlichen Apps müssen im entsprechenden App-Store erhältlich sein und unseren Richtlinien entsprechen.

  2. Korrigieren Sie das Ziel der Anzeige. Entfernen Sie alle Inhalte, die nicht den Richtlinien entsprechen. Falls das nicht möglich ist, aktualisieren Sie die Anzeige und fügen Sie ein neues Ziel hinzu, das den Richtlinien entspricht.
  3. Bearbeiten Sie die Anzeige. Entfernen Sie alle nicht zulässigen Inhalte. Falls die Anzeige bereits den Richtlinien entspricht, Sie aber Änderungen an ihrem Ziel vorgenommen haben, bearbeiten Sie die Anzeige und speichern Sie sie. Dadurch werden die Anzeige und ihr Ziel noch einmal zur Überprüfung eingereicht.
Falls Sie diese Verstöße nicht beheben können oder möchten, entfernen Sie die Anzeige. So verhindern Sie, dass Ihr Konto zu einem späteren Zeitpunkt gesperrt wird, weil es zu viele abgelehnte Anzeigen enthält.

Unklare Relevanz

Folgendes ist nicht zulässig:

 Werbung, die für die Zielseite nicht relevant ist

Beispiele: Eine Anzeige, bei der die Keyword-Platzhalter-Funktion verwendet wird, ohne dass ein relevantes Standard-Keyword festgelegt wurde; ein Anzeigentitel, der für den Anzeigentext nicht relevant ist; Anzeigen, in denen nicht deutlich darauf hingewiesen wird, dass es sich bei der entsprechenden Zielseite um eine Suchergebnisseite handelt; Anzeigen, aus denen nicht klar hervorgeht, was Nutzer auf der Zielseite erwartet; Anzeigen, für die zu allgemeine Keywords verwendet werden oder die unnötige Keywords enthalten (Keyword-Spam)

Hinweis: Wenn Sie Keyword-Platzhalter verwenden, fügen Sie Standard-Anzeigentext ein, der eindeutig und leicht verständlich ist.

Inakzeptable Geschäftspraktiken

Folgendes ist nicht zulässig:

 Informationen über das Unternehmen, das Produkt oder die Dienstleistung verbergen oder unrichtig darstellen

Beispiele: Nutzer unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu veranlassen, Geld zu bezahlen oder Informationen preiszugeben; eine falsche Identität, einen falschen Unternehmensnamen oder falsche Kontaktdaten verwenden; Ursprungsland oder andere wichtige Details falsch angeben oder verbergen, wenn Sie Inhalte mit Bezug zu politischen und sozialen Themen oder Belangen von öffentlichem Interesse an Nutzer in einem anderen Land richten

 Anzeigenziele, bei denen versucht wird, über Phishingangriffe an Nutzerdaten zu gelangen

Wir nehmen unlautere Geschäftspraktiken sehr ernst und betrachten sie als eklatanten Verstoß gegen unsere Richtlinien. Sollten wir in Ihrem Konto solche Praktiken feststellen, kann es gesperrt werden. Werbetreibende oder Betreiber von Websites, die unlautere Geschäftspraktiken anwenden, dürfen keine Anzeigen mehr auf Google schalten. Achten Sie daher darauf, dass die Informationen zum Produkt, zum Unternehmen oder zur Dienstleistung, die Sie bewerben, präzise sind. Um zu entscheiden, ob ein Werbetreibender oder eine Zielseite gegen diese Richtlinie verstößt, werten wir Informationen aus mehreren Quellen aus. Hierzu zählen neben der Anzeige, der Website und den Konten auch externe Quellen.

 

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