Ähnliche Segmente im Displaynetzwerk

Wir haben in Google Ads folgende Verbesserungen vorgenommen, damit Sie eine umfassende und konsolidierte Ansicht Ihrer Zielgruppen aufrufen und die Zielgruppenverwaltung und -optimierung einfacher wird:

  • Neue Zielgruppenberichte
    Detaillierte Berichte zu demografischen Merkmalen, Segmenten und Ausschlüssen für Zielgruppen sind jetzt auf dem Tab „Zielgruppen“ im linken Seitenmenü enthalten. Über diesen Tab können Sie Ihre Zielgruppen auch ganz einfach verwalten. Weitere Informationen zu Zielgruppenberichten
  • Neue Begriffe
    In Zielgruppenberichten und in Google Ads werden neue Begriffe verwendet. Beispielsweise werden „Zielgruppentypen“ (ähnliche, benutzerdefinierte, kaufbereite und mit gemeinsamen Interessen) nun als „Zielgruppensegmente“ und „Remarketing“ als „selbst erhobene Daten“ bezeichnet. Weitere Informationen zu den Änderungen an Begriffen im Zusammenhang mit Zielgruppen

Mit der Ausrichtungsfunktion „Ähnliche Segmente“ können Sie Ihre Reichweite vergrößern und so neue potenzielle Kunden erreichen, die ähnliche Merkmale wie Bestandskunden oder Nutzer haben, die Ihre Website besucht oder Ihre App verwendet haben. Dazu werden Ihre Segmente mit selbst erhobenen Daten eingesetzt.

Hinweise

Die Ausrichtung auf ähnliche Segmente steht für das Displaynetzwerk, das Suchnetzwerk, YouTube, Gmail, den Kundenabgleich und Apps zur Verfügung. Ähnliche Segmente werden automatisch in Echtzeit erstellt und aktualisiert, sobald Sie in Google Ads in der Audience Center-Bibliothek mindestens eine geeignete Liste eingerichtet haben. Wir empfehlen, zuerst eine Datenstrategie zu entwickeln, bevor Sie ähnliche Segmente nutzen. Weitere Informationen zur Ausrichtung auf Datensegmente

Vorteile

  • Größere Reichweite: Sie können die Reichweite Ihrer Kampagne ausbauen, um neue Nutzer anzusprechen, die Ihren bestehenden Nutzern ähneln. So erreichen Sie bis zu fünfmal mehr potenzielle Kunden als nur mit Segmenten mit selbst erhobenen Daten.
  • Mehr Conversions: Sie können 41 % mehr Conversions erzielen, wenn Sie ähnliche Segmente mit Displaykampagnen kombinieren.
  • Maschinelles Lernen: Ähnliche Segmente werden durch maschinelles Lernen in Echtzeit aktualisiert. Dabei werden Millionen von Signalen analysiert, um die Leistung zu optimieren.
  • Einfache Verwaltung: Ähnliche Segmente werden automatisch in Google Ads-Konten angezeigt, die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. Ob ein Konto infrage kommt, wird bestimmt, sobald zwischen den neuen Nutzern und den Besuchern Ihrer Website und/oder App genügend statistisch signifikante Ähnlichkeiten gefunden wurden.
  • Effiziente Ausrichtung: Bestandskunden und Nutzer, die Ihre Website besucht oder Ihre App verwendet haben, werden automatisch aus ähnlichen Segmenten ausgeschlossen. So lässt sich gewährleisten, dass Ihre Anzeigen nur auf neue Nutzer ausgerichtet werden.

Einfache Ausrichtung auf Zielgruppen

Bei der Ausrichtung auf ähnliche Segmente werden neue Zielgruppen ermittelt. Dazu wird automatisch nach Nutzern gesucht, die Ihren Bestandskunden oder Websitebesuchern ähneln. In Google Ads wird durch maschinelles Lernen bestimmt, was die Nutzer auf Ihren vorhandenen Listen gemeinsam haben, um mehr gleichgesinnte potenzielle Kunden zu finden. Mithilfe von ähnlichen Segmenten erreichen Sie potenzielle Kunden, die Ihren Bestandskunden ähneln. Dabei können Sie Kriterien einbinden wie Themen, die den Nutzern gefallen, und Websites, die sie regelmäßig besuchen.

Beispiel
Angenommen, Sie haben eine Kundenliste mit Nutzern erstellt, die Steakmesser in Ihrem Onlineshop für Küchenutensilien gekauft haben. Statt Ihre Anzeigen auf ein eher allgemeines Thema wie „Kochen“ auszurichten, können Sie ähnliche Segmente verwenden. Dafür wird ermittelt, wonach die Nutzer auf der Kundenliste vor dem Aufruf Ihrer Website und dem Kauf der Steakmesser gesucht haben. Vermutlich haben sie sich Websites mit Informationen zum Zubereiten von Steaks und qualitativ hochwertigen Messersets angesehen. Auf der Grundlage dieser Informationen werden dann Nutzer gesucht, die ähnliche Aktivitäten durchgeführt haben.

Ähnliche Segmente werden automatisch aktualisiert, wenn sich die ursprüngliche Kundenliste verändert oder andere Browseraktivitäten auftreten. Sie müssen sie nach der Erstellung also nicht mehr anpassen.

Potenzielle Kunden erreichen

Mit ähnlichen Segmenten, die anhand Ihrer Daten erstellt wurden, können Sie die Reichweite Ihrer Kampagnen vergrößern. Außerdem sprechen Sie neue Nutzer an, die sich vermutlich auch für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung interessieren.

Wenn Sie das allgemeine Website-Tag in Ihre Website eingebettet haben, erreichen Sie potenzielle Kunden, die Ihre Website besucht oder Ihre App verwendet haben und Teil Ihrer ähnlichen Segmente sind, auch in Zukunft – also auch dann, wenn sie nicht sofort etwas auf Ihrer Website gekauft haben. Wenn Sie die Ausrichtung auf ähnliche Segmente einsetzen, rufen voraussichtlich mehr Besucher Ihre Website auf, die dann intuitiv und ohne großen Verwaltungsaufwand in Ihre Segmente mit selbst erhobenen Daten aufgenommen werden.

Fallstudie: ZOOT

ZOOT ist ein Onlinehändler für Bekleidung mit Hauptsitz in Prag. Das Unternehmen suchte nach Möglichkeiten, mehr potenzielle Kunden seiner Zielgruppe für sich zu gewinnen und mit seiner Kampagne die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Daher implementierte das Team von ZOOT ähnliche Segmente und dynamische Displayanzeigen. In den dynamischen Displayanzeigen präsentierte das Unternehmen Produkte, für die sich die Nutzer interessierten. So konnte es im Vergleich zu seinen vorherigen Kampagneneinstellungen die Zahl der Verkäufe erhöhen und den Return on Investment insgesamt verdoppeln. Mithilfe von ähnlichen Segmenten konnte das Team von ZOOT neue Nutzer ansprechen, die es mit seinen vorherigen Kampagnen nicht erreicht hatte. Die Funktion „Ähnliche Segmente“ war so wirkungsvoll, dass 63 % der Zugriffe auf die Website von ZOOT im Rahmen der Kampagne von neuen Nutzern stammten.

Funktionsweise

In Google Ads wird anhand der Browseraktivitäten im Displaynetzwerk in den letzten 30 Tagen und anhand der Inhalte, die sich der Nutzer ansieht, ermittelt, welche gemeinsamen Interessen und Merkmale die Nutzer in Ihrem Datensegment haben. Auf der Grundlage dieser Informationen sucht Google Ads automatisch neue potenzielle Kunden, deren Interessen und Merkmale denen Ihrer Website- oder App-Nutzer oder denen der Nutzer auf Ihren Kundenlisten ähneln. Je mehr Merkmale und Interessen die Nutzer Ihrer Website und App gemeinsam haben, desto besser funktionieren ähnliche Segmente.

Bei der Suche nach ähnlichen Segmenten werden in Google Ads Millionen von Apps und Websites im Displaynetzwerk berücksichtigt. Wenn Sie die Datensegmente ändern, werden die ähnlichen Segmente entsprechend angepasst. Ähnliche Segmente werden mithilfe von maschinellem Lernen erstellt und dynamisch an sich ändernde Märkte und Trends angepasst. Mit diesen Modellen finden Sie Nutzer, die Ihren Bestandskunden ähneln und über die Sie daher potenziell Umsatz erzielen.

Hinweis: Die bestehenden Websitebesucher oder App-Nutzer werden automatisch aus Ihren ähnlichen Segmenten ausgeschlossen. Wenn also Besucher aus einem ähnlichen Segment in Ihr Segment für Websitebesucher oder App-Nutzer aufgenommen werden, sind sie nicht mehr Teil des ähnlichen Segments.

Voraussetzungen für ähnliche Segmente

Google ermittelt automatisch, welche Datensegmente für ähnliche Segmente infrage kommen. Dabei werden unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Mindestens 100 Besucher in der Quellliste (Ihre Datensegmente)
  • Wann die Besucher in das ursprüngliche Segment aufgenommen wurden
  • Welche Arten von Websites die Besucher aufgerufen haben
  • Die Liste gehört zu Ihrem Konto und ist nicht freigegeben

Ähnliche Segmente können mithilfe vieler Arten von Datensegmenten generiert werden, etwa mit Websitebesuchern, App-Nutzern, dem Kundenabgleich, YouTube-Nutzern, CRMs und Google Analytics. Benutzerdefinierte Listen sind nicht zulässig. In manchen Fällen sind nicht genügend Informationen vorhanden, um ähnliche Segmente zu erstellen. Die Liste wird dann in der Zielgruppenverwaltung möglicherweise mit „Nicht verfügbar“ gekennzeichnet.

Ähnliche Segmente werden auf der Grundlage von Nutzern erstellt, die dieselben Merkmale haben wie die Nutzer in den Quelllisten. Dabei gibt es keine Einschränkungen im Hinblick auf den Standort. Wenn ein Unternehmen beispielsweise in Kanada ansässig ist, müssen sich die Nutzer in den ähnlichen Segmenten nicht unbedingt in Kanada befinden.

Die in der Zielgruppenverwaltung verfügbare Listengröße gibt Aufschluss über die Abdeckung für alle möglichen Regionen. Wenn Sie eine neue Kampagne erstellen und die Reichweitenschätzung nur einen Teil der Regionen umfassen soll, wenden Sie Standortbeschränkungen an.

Wichtige Hinweise

In Google lassen sich keine ähnlichen Segmente für Listen erstellen, die auf sensiblen Kategorien wie der ethnischen Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung oder Gesundheit basieren. Die Verwendung ähnlicher Segmente unterliegt unserer Richtlinie zu personalisierter Werbung. Nutzer, die nicht in ähnliche Segmente aufgenommen werden möchten, können die entsprechende Option in den Einstellungen für Werbung deaktivieren.

Es kann bis zu 72 Stunden dauern, bis die Liste für die Auslieferung eingesetzt wird.

Best Practices für ähnliche Segmente

  • Automatische Gebotseinstellung verwenden: Der Cost-per-Conversion kann für ähnliche Segmente bis zu 25 % höher sein als bei einer Ausrichtung auf Websitebesucher, App-Nutzer und Bestandskunden. Grund dafür ist, das bei der Ausrichtung auf ähnliche Segmente neue Nutzer erreicht werden. Mit einem Ziel-CPA oder -ROAS erzielen Sie möglicherweise bessere Ergebnisse. Wenn „Conversion“ Ihr wichtigster Erfolgsmesswert ist, sollten Sie sich für den Ziel-CPA entscheiden. Möchten Sie stattdessen möglichst viele Klicks erzielen, verwenden Sie das Gebotsmodell „Auto-optimierter CPC“.
  • Responsive Anzeigen verwenden: Wir empfehlen responsive Anzeigen, um potenzielle Kunden mit gezielten Werbebotschaften anzusprechen. Probieren Sie außerdem verschiedene Varianten von Calls-to-Action, Bildern und anderen Elementen aus.
  • Gebote ändern: Je nach Leistung Ihrer Kampagnen können Sie das Gebot erhöhen, um sich von Ihren Mitbewerbern abzuheben, oder es senken, um Ihr Budget zu schonen. Sie können auch Smart Bidding verwenden, sodass Ihre Gebote auf der Grundlage der Impressionen angepasst werden.
  • Standorte und Sprachen: Ermitteln Sie, ob Sie aufgrund von Besonderheiten Ihres Unternehmens Änderungen an Standorten und Sprachen vornehmen sollten. Das könnte beispielsweise nützlich sein, wenn Ihr Unternehmen nur in bestimmten Regionen tätig ist oder die Website nur in ausgewählten Sprachen zur Verfügung steht.
  • Mit Drittanbietern kommunizieren: Falls bei Ihren Kampagnen Leistungsprobleme auftreten und Sie eine Komponente eines Drittanbieters nutzen, wenden Sie sich an den Support des Drittanbieters, um zu erfahren, ob es bekannte Probleme gibt.
  • Kampagnenaufbau: Sie können ähnliche Segmente in einer bereits vorhandenen Kampagne, die auf Ihren Daten basiert, in einer separaten Anzeigengruppe einsetzen. Wir empfehlen jedoch, eine separate Kampagne zu erstellen, damit Sie Budget, Anzeigentexte und Analysen besser steuern können.
  • Listenstrategie: Machen Sie sich Gedanken über die Strategie für Ihre Datensegmente. Ihre Strategie beeinflusst, welche Arten von ähnlichen Segmenten erstellt werden. Idealerweise sollten Sie Ihre Pläne und Ziele klar vor Augen haben, bevor Sie die ersten Datensegmente einrichten. Wir empfehlen, eine Kampagne mit Ihren erfolgreichsten Segmenten zu starten. Das kann beispielsweise die Liste mit den meisten Nutzern oder eine Liste vom Typ „Ähnlich wie Nutzer, die eine Conversion ausgeführt haben“ sein.

Häufige Probleme mit ähnlichen Segmenten

Die Reichweite ist zu gering (oder die ähnlichen Segmente sind zu klein)

  • Erhöhen Sie das Gebot und überprüfen Sie die Impressionswerte. Niedrige Gebote können dazu führen, dass Ihnen Impressionen entgehen, während bei hohen Geboten möglicherweise Ihr Budget zu schnell aufgebraucht wird. Ein kleines Budget beeinträchtigt unter Umständen, wie oft Ihre Anzeigen ausgeliefert werden, während ein großes Budget möglicherweise zu hohen Kosten für Ihre Kampagnen führt.
  • Fügen Sie der Ausrichtung ein weiteres oder größeres ähnliches Segment hinzu. Unter Umständen ist das von Ihnen ausgewählte Segment zu klein.

Es werden keine ähnlichen Segmente generiert

  • Nachdem die Quellliste erstellt wurde, kann es bis zu 48 Stunden dauern, bis die ähnlichen Segmente generiert wurden.
  • Bei kleinen Datensegmenten mit unter 500 Nutzern ist es eher unwahrscheinlich, dass sich ähnliche Segmente daraus ableiten lassen.

Der CPA ist zu hoch

  • Verringern Sie den Ziel-CPA oder das Gebot. Die empfohlene Vorgehensweise zur Senkung des CPA ist, das Ende der etwa zweiwöchigen Lernphase abzuwarten und den CPA dann basierend auf der Listenleistung um 20 % im Vergleich zur Vorwoche zu verringern. Falls Ihr Gebot bereits niedrig ist, probieren Sie es mit einem höheren. Mit einem niedrigen Gebot haben Sie eventuell keinen Zugang zu qualitativ hochwertigem Inventar.
  • Probieren Sie neue Creatives und/oder Landingpages aus. Möglicherweise enthalten Ihre Anzeigen nicht genügend Informationen oder sind nicht überzeugend genug, um Nutzer zum Kauf zu bewegen. Jedes Mal, wenn Sie Änderungen an Creatives vornehmen, benötigt der Algorithmus etwas Zeit, um sich daran anzupassen und neue Muster zu finden.
  • Wenn Sie planen, wie Sie neue Nutzer gewinnen, sollten Sie sich auch überlegen, welche Attribute der Nutzer für Ihre Kampagne am wichtigsten sind. Machen Sie sich außerdem Gedanken darüber, welche Bedeutung View-through-Conversions haben sollen.

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