Werbetreibende bei der Einhaltung der DSGVO unterstützen

Bei Google steht der Nutzer schon immer im Mittelpunkt. Dazu gehört auch, dass wir niemals personenbezogene Daten verkaufen und Nutzern mit ihrem Google-Konto und mit diversen Funktionen bei der Werbung, die sie sehen, Transparenz und Kontrolle bieten. Gemäß unserer Richtlinie für personalisierte Anzeigen verwenden wir niemals vertrauliche Informationen zur Personalisierung von Anzeigen. Außerdem engagieren wir uns für Initiativen wie die Coalition for Better Ads, die Digital News Initiative, die Google News Initiative und ads.txt, um ein funktionierendes und nachhaltiges Werbeumfeld zu schaffen.

Im August 2017 haben wir angekündigt, uns zur Einhaltung der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu verpflichten, die für alle Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gilt. In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber, wie wir Werbetreibende bei der Umsetzung der DSGVO unterstützen.

Aktualisierung von Verträgen

Seit August 2017 haben wir die Verträge für viele Produkte dahingehend aktualisiert, dass Google nun gemäß dem neuen Gesetz entweder die Rolle eines Auftragsverarbeiters oder eines Verantwortlichen einnimmt.

Weitere Informationen zur Verwendung von Daten in Google Marketing Platform-Produkten und Google Ads:

Funktionen zum Einholen von Einwilligungen

Die DSGVO bringt wesentliche Neuerungen mit sich, die in den von uns angekündigten Änderungen unserer Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung bereits umgesetzt sind. Werbetreibende, die Remarketing-Tags implementieren, müssen im Rahmen dieser Richtlinie die Einwilligung der Nutzern einholen, wenn sie deren Daten für personalisierte Anzeigen erheben. Außerdem ist beim Einsatz von Conversion-Tags zu Analysezwecken die Einwilligung zur Verwendung von Cookies erforderlich.

Auf cookiechoices.org haben wir Beispielformulierungen für die Einwilligungserklärung sowie Informationen zu Drittanbieterlösungen zur Einholung der Einwilligung veröffentlicht, um auf die Fragen unserer Kunden einzugehen.

Falls Sie Werbeprodukte von Google verwenden, die Daten von Ihrer Website oder App erhalten, sollten Sie einen Link zu folgender Webseite bereitstellen: Wie wir Daten von Websites oder Apps verwenden, auf bzw. in denen unsere Dienste genutzt werden. Dort wird erläutert, wie wir die Daten in unseren Werbeprodukten verwalten. Dadurch erfüllen Sie auch eine Anforderung unserer aktualisierten Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung bezüglich der Bereitstellung von Informationen zur Verwendung personenbezogener Nutzerdaten durch Google.

Änderungen bei der Anzeigenbereitstellung und bei Messwertanalysen Dritter

Google Ad Manager, Google Ad Manager, AdSense und AdMob

Wir haben Einstellungen für Anzeigentechnologie-Anbieter für Publisher (Google Ad Exchange, AdMob und AdSense) eingeführt, um sie dabei zu unterstützen, die Anzeigentechnologie-Anbieter auszuwählen, die in ihren Apps und auf ihren Websites im EWR Anzeigen ausliefern und deren Leistung analysieren dürfen. Wenn ein Publisher keine eigene Auswahl trifft, wird eine Liste gängiger Anzeigentechnologie-Anbieter übernommen.

In der Praxis heißt das, bei Ihren Google Ads- und Display & Video 360-Kampagnen wird für eine Anzeigenimpression im EWR nur dann eine Anzeige ausgeliefert, wenn der Publisher die von Ihnen verwendeten Anzeigentechnologie-Anbieter unterstützt und die entsprechende Nutzereinwilligung eingeholt hat. Alle aufgeführten Anbieter haben Google von der DSGVO geforderte Informationen und einen Link zur Verfügung gestellt, in dem ihre Datennutzung erläutert wird. Außerdem haben sie sich damit einverstanden erklärt, unsere Datennutzungsrichtlinien einzuhalten. Anbieter, die mit Ihnen zusammenarbeiten, können bei Google eine Zertifizierung beantragen, um in die Liste der Anzeigentechnologie-Anbieter aufgenommen zu werden.

Wie bereits angekündigt, führen wir auch eine Lösung für nicht personalisierte Anzeigen (Google Ad Exchange, AdMob und AdSense) ein. Damit können Publisher entweder EWR-Nutzer zwischen personalisierten und nicht personalisierten Anzeigen wählen lassen oder allen EWR-Nutzern ausschließlich nicht personalisierte Anzeigen präsentieren. Kampagnen mit einer Ausrichtung auf demografische Merkmale oder App-Kategorien können beispielsweise nur auf personalisiertem Inventar ausgeliefert werden. Auf Websites von Publishern richtet sich die Verfügbarkeit von personalisiertem und nicht personalisiertem Inventar nach der Auswahl, die Nutzer auf diesen Websites treffen. Google Ads und Display & Video 360-Werbetreibende sollten die Kampagnenauslieferung nach dem 25. Mai genau überwachen und bei Bedarf alternative Kampagnenkriterien in Betracht ziehen.

YouTube

Im Januar 2017 haben wir angekündigt, dass Tracking-Pixel von Dritten nur noch sehr eingeschränkt auf YouTube verwendet werden dürfen (ab 21. Mai 2018). Wir haben auch bekannt gegeben, dass wir mit einer kleinen Gruppe von Anbietern, darunter comScore, DoubleVerify, IAS, MOAT, Nielsen, Kantar und Research Now, an der Beurteilung der erneuten Zertifizierung ihrer Pixel arbeiten. Außerdem können Werbetreibende YouTube-Berichte über die Partner, die Ads Data Hub (ADH) integriert haben, aktivieren.

Datenerhebung, Datenlöschung und Einstellungen für die Datenaufbewahrung

Zielgruppenlisten in Google Ads/Google Marketing Platform

  • Google Ads-Zielgruppen zum Kundenabgleich: Wir speichern Ihre Datendateien nur so lange, wie es zum Erstellen der Zielgruppen zum Kundenabgleich und Überprüfen der Einhaltung unserer Richtlinien erforderlich ist (siehe Verwendung von Daten zum Kundenabgleich durch Google). Sobald diese Vorgänge abgeschlossen sind, löschen wir umgehend die Datendateien, die Sie in Google Ads oder über die Google Ads API (AdWords API) hochgeladen haben. Informationen zum Aktualisieren oder Ersetzen bestehender Zielgruppen zum Kundenabgleich finden Sie hier.
  • Remarketing mit Google Ads- oder Floodlight-Tags: Werbetreibende legen fest, welche Nutzer Remarketing-Listen hinzugefügt werden und wie lange sie auf der Liste bleiben. Wenn Sie das Google Ads- oder Floodlight-Tag für Remarketing verwenden, darf das Tag nicht für Nutzer aktiviert sein, die keine personalisierten Anzeigen sehen möchten. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Sie sollten Ihren Webmaster nach potenziellen Lösungen fragen, einschließlich Google Tag Manager. Falls Sie das Google Analytics-Tag für Google Ads-Remarketing verwenden, lesen Sie bitte unten den Abschnitt "Google Analytics-Daten".
  • Über Campaign Manager bereitgestellte Listen: Werbetreibende können festlegen, wie lange Cookies auf einer bestimmten Zielgruppenliste bleiben. Wenn Sie einen Nutzer aus einer Liste entfernen möchten, fügen Sie einfach eine "1" neben der entsprechenden Cookie-ID ein. Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel Bereitgestellte Listen unter Dateiformat > Datei-Headers > Optional: delete.

Google Analytics-Daten

In Google Analytics sind schon lange Funktionen und Richtlinien zum Schutz Ihrer Daten verfügbar. Insbesondere folgende Funktionen sind hilfreich, wenn Sie die Auswirkungen der DSGVO auf Ihr Unternehmen und Ihre Analytics-Implementierung beurteilen.

  • Datenaufbewahrung: Mit den Einstellungen für die Datenaufbewahrung können Sie festlegen, wie lange Nutzer- und Ereignisdaten auf unseren Servern gespeichert werden.
  • Nutzer: Mit der User Deletion API lassen sich alle mit einem einzelnen Nutzer (z. B. einem Websitebesucher) verknüpften Daten in Google Analytics- und/oder Google Marketing Platform-Properties löschen.
  • Properties und Konten: Google Analytics-Nutzer können Daten für ihre Properties und/oder Konten löschen.
  • Remarketing: Werbetreibende legen fest, welche Nutzer Remarketing-Listen hinzugefügt werden. Wenn Sie Google Analytics verwenden, können Sie die Werbefunktionen für Nutzer deaktivieren, die keine personalisierten Anzeigen sehen möchten. Informationen zum Deaktivieren der Werbefunktionen für diese Nutzer, einschließlich Funktionen für Remarketing und Werbeberichte, finden Sie auf der Google Developers-Website unter "Leitfäden" > Disable advertising features (Werbefunktionen deaktivieren).

Mit dem IAB Transparency & Consent Framework arbeiten

Inventar von Google Ad Manager, Google Ad Manager und AdSense kaufen:

  • Sobald Google auf der Global Vendor List des IAB registriert ist, liefert Display & Video 360 über Google Ad Manager nicht personalisierte programmatische Anzeigen bei Publishern aus, sofern der Nutzer Google seine Einwilligung für Zweck 1 ("Information storage and access", Datenspeicherung und -zugriff) und Zweck 3 ("Ad selection, delivery, reporting", Anzeigenauswahl, Auslieferung und Berichte) gemäß dem Transparency & Consent Framework des IAB Europe gegeben hat.

  • Ab Anfang Juni wird die Auslieferung personalisierter Anzeigen in Google Ad Manager für Publisher unterstützt, die das Transparency & Consent Framework des IAB Europe verwenden. Dies ist eine vorläufige Lösung, mit der die über das IAB-Framework erhobenen Einwilligungen in die Einstellungen der Google Ad Manager-Anzeigentechnologie-Anbieter übertragen werden. Wenn allen diesen Publishern für Zweck 1, 2 und 3 des Transparency & Consent Framework eine Einwilligung erteilt wurde, dürfen personalisierte Anzeigen ausgeliefert werden.

  • Bis zum August sollte die Integration von Google Ad Manager mit dem Transparency & Consent Framework des IAB Europe abgeschlossen sein. Publisher können dann basierend auf der Einwilligung eines Nutzers und je nach Anbieter personalisierte Anzeigen ausliefern oder sich für nicht personalisierte Anzeigen entscheiden.

Inventar von Drittanbieter-Anzeigenplattformen kaufen

Sobald Google auf der Global Vendor List des IAB registriert ist, können Display & Video 360-Nutzer Inventar von den Drittanbieter-Anzeigenplattformen kaufen, die mit uns zusammenarbeiten und die der Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung von Google unterliegen. Voraussetzung dafür ist, dass uns die jeweilige Drittanbieter-Anzeigenplattform Anfragen über das IAB-Framework senden, die in der Gebotsanfrage den expliziten Zweck sowie die Anbietereinwilligung enthalten. Liegt eine gültige Einwilligung vor, können mit Display & Video 360 personalisierte Anzeigen über diese Anzeigenplattformen ausgeliefert werden.

War dieser Artikel hilfreich?
Wie können wir die Seite verbessern?