Best Practices für Rich Media-Dateien

Welche Dateitypen kann Google indexieren?

Google kann die meisten Arten von Seiten und Dateien indexieren. Im Folgenden finden Sie Informationen zu bestimmten Rich Media-Typen:

Allgemeine Best Practices

Wenn Sie Rich Media-Elemente auf Ihrer Website verwenden möchten, erhalten Sie im Folgenden einige Empfehlungen, mit denen Sie eventuelle Probleme vermeiden können.

  • Verwenden Sie Rich Media-Formate nur, wenn es erforderlich ist. Wir empfehlen, für Content und Navigation HTML zu verwenden. 
  • Stellen Sie Textversionen von Seiten bereit. Wenn Sie auf der Startseite einen Nicht-HTML-Startbildschirm verwenden, achten Sie darauf, einen regulären HTML-Link zu einer textbasierten Seite hinzuzufügen, über den Nutzer oder der Googlebot zu Ihrer Website navigieren können, ohne Rich Media-Inhalte abzurufen.

Suchmaschinen sind im Allgemeinen textbasiert. Dies bedeutet, dass Content im Textformat vorliegen muss, um gecrawlt und indexiert zu werden. Google kann im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen jetzt auch in Flash-Dateien enthaltene Textinhalte indexieren.

Dies heißt nicht, dass Sie keine Rich Media-Inhalte wie Flash, Silverlight oder Videos auf Ihrer Website einfügen können. Es bedeutet nur, dass sämtlicher in diese Dateien eingebetteter Content auch im Textformat verfügbar sein sollte, da möglicherweise nicht alle Suchmaschinen darauf zugreifen können. In den unten stehenden Beispielen werden die am häufigsten verwendeten Typen von Nicht-Text-Content aufgeführt, die Richtlinien gelten jedoch auch für beliebige andere Formate: Stellen Sie Textentsprechungen für alle Nicht-Textdateien bereit. Beachten Sie auch, dass Flash in den meisten mobilen Browsern nicht mehr funktioniert.

Auf diese Weise optimieren Sie nicht nur das erfolgreiche Crawlen und Indexieren durch den Googlebot, sondern Ihr Content wird dadurch auch besser zugänglich. Viele Nutzer, beispielsweise Menschen mit Sehbehinderungen, Personen, die Bildschirmleseprogramme verwenden oder über Internetverbindungen mit niedriger Bandbreite verfügen, sehen keine Bilder auf Websites, daher vergrößern Textentsprechungen auch Ihr Publikum.

Video

Siehe Best Practices für Videos.

iFrames

iFrames werden manchmal zur Darstellung von Inhalten auf Webseiten verwendet. In iFrames angezeigter Inhalt kann nicht indexiert werden und erscheint nicht in den Suchergebnissen von Google. Wir empfehlen, Inhalte nicht mithilfe von iFrames anzuzeigen. Falls Sie iFrames verwenden, achten Sie darauf, dass Sie zusätzliche textbasierte Links zu den dort angezeigten Inhalten angeben, damit der Googlebot diese Inhalte crawlen und indexieren kann.

Flash

Flash wird von den meisten mobilen Webbrowsern nicht mehr unterstützt und soll 2020 von Adobe eingestellt werden. Wir empfehlen die Verwendung eines anderen Formats, z. B. HTML5.

Der Googlebot kann fast alle Texte indexieren, die Nutzern angezeigt werden, wenn sie mit Flash-SWF-Dateien auf Ihrer Website interagieren. Anhand dieser Texte kann der Googlebot Snippets generieren oder in der Google-Suche angefragte Begriffe abgleichen. Außerdem kann der Googlebot URLs in SWF-Dateien erkennen, beispielsweise Links zu anderen Seiten Ihrer Website, und diesen folgen.

Diese Inhalte werden auf die gleiche Art und Weise wie die restlichen Inhalte auf Ihrer Website gecrawlt und indexiert, sodass Sie keine zusätzlichen Aktionen durchführen müssen. Wir können jedoch keine Garantie geben, dass sämtliche Inhalte gecrawlt und indexiert werden, ganz gleich, ob es sich um Flash handelt oder nicht.

Wenn eine SWF-Datei Inhalte aus einer anderen Datei lädt – beispielsweise einer Text-, HTML-, XML- oder einer weiteren SWF-Datei –, kann Google diese externen Inhalte ebenfalls indexieren und sie mit der übergeordneten SWF-Datei und allen Dokumenten verknüpfen, die sie einbetten.

Wir arbeiten ständig daran, die Indexierung von Flash-Dateien zu verbessern, möchten jedoch in diesem Zusammenhang noch auf einige Einschränkungen hinweisen. Inhalte in bidirektionalen Sprachen, wie beispielsweise Hebräisch und Arabisch, in Flash-Dateien können derzeit nicht indexiert werden.

Beachten Sie, dass Google die in Flash-Dateien enthaltenen Inhalte indexieren kann, andere Suchmaschinen möglicherweise jedoch nicht. Daher empfiehlt es sich, Rich Media-Technologien wie Flash in erster Linie für dekorative Zwecke einzusetzen und für Inhalte und Navigation eher HTML zu verwenden. Auf diese Weise wird Ihre Website "Crawler-freundlicher" und außerdem einfacher zugänglich für einen größeren Nutzerkreis, etwa Leser mit Sehbehinderungen, die Screenreader verwenden, Nutzer mit veralteten oder Nicht-Standardbrowsern sowie Nutzer mit eingeschränkter oder niedriger Bandbreite, die z. B. von einem Handy oder einem anderen mobilen Gerät aus auf Ihre Website zugreifen. Ein weiterer Vorteil? Wenn Sie für die Navigation HTML verwenden, können Nutzer Ihre Inhalte mit Lesezeichen versehen und direkte Links über E-Mail versenden.

Sie könnten auch die Verwendung von sIFR (Scalable Inman Flash Replacement) in Betracht ziehen. sIFR ist ein Open-Source-Projekt, mit dem Webmaster Textelemente durch Flash-Äquivalente ersetzen können. Mit dieser Methode werden Inhalte und Navigationselemente durch ein eingebettetes Flash-Objekt angezeigt; da die Inhalte jedoch in der HTML-Quelle enthalten sind, können sie auch von Nicht-Flash-Nutzern (einschließlich Suchmaschinen) gelesen werden.

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