Kontobudgets (bisher: Budgetaufträge) werden von Werbetreibenden verwendet, die die monatliche Rechnungsstellung nutzen. Wenn Sie ein Kontobudget erstellen, müssen Sie einen gewissen Geldbetrag festlegen, den Sie über einen bestimmten Zeitraum ausgeben möchten. Mithilfe der Kontobudgets lassen sich Ihre Ausgaben zusätzlich zu den durchschnittlichen Tagesbudgets für Kampagnen steuern.
Beispiel: Als Agentur weisen Sie dem Konto Ihres Kunden einen monatlichen Festbetrag zu. Zusätzlich zum durchschnittlichen Tagesbudget der Kampagne können Sie ein Kontobudget verwenden. So lässt sich verhindern, dass die monatlichen Kosten diesen Betrag übersteigen.
Beträge mit vorangestelltem grünen Pluszeichen (+) oder rotem Minuszeichen (-)In bestimmten Fällen sehen Sie vor Ihrem Kontobudget ein grünes Pluszeichen (+) oder ein rotes Minuszeichen (-). Die Bedeutung wird im Folgenden erläutert:
Grünes Pluszeichen (+)
Ein Betrag kann mit einem grünen Pluszeichen versehen werden. In dem Fall wurde eine Gutschriftkorrektur vorgenommen. In beiden Fällen gibt der Betrag hinter dem grünen Pluszeichen das Budget an, das Ihnen zusätzlich zur Verfügung steht. Dadurch wird die Gutschriftkorrektur ausgeglichen.
Unser System berechnet Ihren Budgetbetrag, der durch ungültige Klicks gekürzt wurde. Da Ihnen ungültige Klicks nicht in Rechnung gestellt werden, wird dieser Betrag vom System wieder zu Ihrem Budget hinzugerechnet, sodass Sie den ursprünglich geplanten Betrag ausgeben können.
Rotes Minuszeichen (-)
Beträge, denen ein rotes Minuszeichen vorangestellt ist, können Sie noch nicht nutzen. Dies ist normalerweise der Fall, wenn Sie gerade erst Ihr bestehendes Budget erhöht haben und dies noch nicht vollständig verarbeitet wurde. Sobald das zusätzliche Budget zum verfügbaren Betrag hinzugerechnet wurde, verschwindet dieser Hinweis.
Durchschnittliche Tagesbudgets für Kampagnen und Kontobudget
Ein Kontobudget dient als kampagnenübergreifende Ausgabenobergrenze. Sollten Ihre Gesamtausgaben den als Kontobudget festgelegten Betrag vor dem Enddatum erreichen, werden keine Anzeigen dieses Kontos mehr ausgeliefert. Wenn Sie ein Kontobudget festlegen, werden Ihre Ausgaben nicht auf Ihre Kampagnen oder über einen bestimmten Zeitraum verteilt. Dafür brauchen Sie Tagesbudgets für Kampagnen.
Beispiel
Angenommen Sie haben zwei Kampagnen in Ihrem Google Ads-Konto. Sie erstellen ein Kontobudget von 1.000 € für den Zeitraum vom 1. bis zum 30. April. Wenn sich für Ihr Konto noch vor Ende dieses Zeitraums Kosten in Höhe von 1.000 € ansammeln, wird die Anzeigenbereitstellung für Ihr Konto bis zum Beginn des nächsten Kontobudgets ausgesetzt.
Um diese 1.000 € gleichmäßig über den gesamten Monat zu verteilen, werden durchschnittliche Tagesbudgets auf Kampagnenebene verwendet. Zuerst entscheiden Sie, wie viel Sie für jede Kampagne ausgeben möchten. In diesem Beispiel können Sie festlegen, dass 750 € für Kampagne Nummer 1 und 250 € für Kampagne Nummer 2 zur Verfügung stehen. Anschließend teilen Sie jeden Betrag durch 30 (Anzahl der Tage im Monat), um Ihr durchschnittliches Tagesbudget zu ermitteln:
- 750 € ÷ 30 = 25 €
- 250 € ÷ 30 = 8,33 €
Sie weisen Kampagne Nummer 1 ein durchschnittliches Tagesbudget in Höhe von 25 € zu und Kampagne Nummer 2 eins in Höhe von 8,33 €.
Wichtig
- In der Spalte Kontobudget sehen Sie den Gesamtbetrag, der für ein Budget angefordert oder freigegeben wurde. Beim Kontobudget wird Unbegrenzt angezeigt, wenn Ihre Google Ads-Kampagnen nicht auf einen bestimmten Betrag beschränkt sind, sondern auf die durchschnittlichen Tagesbudgets, die Sie für die einzelnen Kampagnen festgelegt haben.
- In der Spalte Ausgaben (%) sehen Sie den Gesamtbetrag, der bisher für ein Budget ausgegeben wurde. Dieser Wert kann höher sein als der, der in der Spalte „Budget“ angegeben ist, wenn Sie beispielsweise eine Gutschrift für Ihr Budget erhalten haben. Unterhalb des Ausgabenbetrags sehen Sie, welcher Prozentsatz des aktuellen Budgets bereits ausgegeben wurde.
Kosten für andere Werbedienste
Bald können Sie auch andere Werbedienste wie zeitbasierte YouTube-Reservierungskampagnen in Google Ads aufrufen. Dazu gehören unter anderem die Abrechnungsmodelle „Cost-per-Hour“ (CPH, Kosten pro Stunde) und „Cost-per-Day“ (CPD, Kosten pro Tag).
Diese Werbedienste sind nicht mit Ihrem Google Ads-Kontobudget verknüpft und werden nicht darüber abgerechnet. Die Ausgabengrenze Ihres Kontobudgets wird für diese Dienste nicht berücksichtigt und die Kosten werden auf einer separaten Seite angezeigt, die keinem Kontobudget zugeordnet ist. Auf der Seite „Kontoübersicht“ werden für diese Kosten zusätzliche Zeilen ohne Namen eines Kontobudgets eingeblendet.
Auch wenn diese Kosten unabhängig von Ihrem Kontobudget behandelt werden, erhalten Sie für Ihre Google Ads-Kampagnen und diese anderen Werbedienste eine einzige, vereinfachte Rechnung.
