Anzeigenformate mit Abweichungen zwischen erwarteten Google Ads-Klicks und Analytics-Sitzungen

Bei einigen Anzeigenformaten sind Abweichungen aufgrund des Anzeigentyps und der Abrechnungsmethode (auch als abrechnungsfähige Aktion bezeichnet) ganz normal.

Bei der abrechnungsfähigen Aktion handelt es sich um den Moment, an dem Ihnen als Werbetreibenden Kosten für die Anzeigenschaltung entstehen. So werden Anzeigen, die im Google Suchnetzwerk geschaltet werden, nach dem Cost-per-Click-Modell abgerechnet. Der Klick ist der Moment, an dem Ihnen als Werbetreibenden Kosten für die Anzeige berechnet werden. Bei einigen neueren interaktionsbasierten Anzeigenformaten kommen andere Ereignisse als Klicks zum Einsatz, um den Moment für die Abrechnung zu bestimmen.

Themen in diesem Artikel:

YouTube-Anzeigenformate

Weitere Informationen zu YouTube-Anzeigenformaten

TrueView-Anzeigen

TrueView-Anzeigen werden hauptsächlich für Branding und Markenbekanntheit eingesetzt. Für dieses Anzeigenformat gibt es eine abrechnungsfähige Aktion. Diese tritt auf, wenn ein Nutzer:

  • 30 Sekunden des Videos bzw. im Fall von kürzeren Clips das komplette Video ansieht.
  • auf den Kanaltitel oder -avatar klickt.
  • auf den Videotitel klickt.
  • auf den Infokartenteaser klickt.
  • auf Teilen klickt.
  • auf das Companion-Banner oder die Videowand klickt.
  • auf das Overlay mit Call-to-Action klickt.
  • auf einen Link zur Website des Werbetreibenden klickt.
  • in einer Werbung für mobile Apps auf Installieren klickt.

Die abrechnungsfähige Aktion wird unter dem Messwert Bezahlte Aufrufe des neuen Berichts für Videokampagnen erfasst. Diesen Bericht finden Sie unter Akquisition > Google Ads > Videokampagnen in Google Analytics. Für einen bezahlten Aufruf ist häufig keine eigene Sitzung vorhanden.

TrueView-Anzeigen sind jedoch oft mit einer Ziel-URL verknüpft, sodass Nutzer durch einen Klick auf die Anzeige zu Ihrer Website weitergeleitet werden. Diese Klicks werden unter dem Messwert Website-Klicks erfasst, selbst wenn Ihnen kein bezahlter Aufruf berechnet wird. Sie gelten daher als kostenlose Klicks.

Wenn Sie Website-Klicks mit Sitzungen vergleichen, sollten Sie sich auf größere Unterschiede zwischen Klicks und Sitzungen als üblich einstellen. Ursachen hierfür sind das TrueView-Anzeigenformat sowie die Tatsache, dass diese Art von Anzeigen häufig indirekte Zugriffe auf die Website generieren.

Wenn Sie diese Zugriffe analysieren möchten, sollten Sie sich die neuen Berichte zu Impressionen im Google Displaynetzwerk ansehen. Sie geben einen Einblick in Conversions, die durch Impressionen oder Videaufrufe ohne Klicks ausgelöst wurden. In diesen Berichten sehen Sie, wie Sie mithilfe von TrueView-Anzeigen nicht nur mit direkten Website-Klicks Wert für Ihre Unternehmen schöpfen und wie Impressionen, Aufrufe und Klicks direkt oder indirekt zu Conversions auf Ihrer Website geführt haben.

Overlays mit Call-to-Action auf YouTube

Hier wird der Parameter für die automatische Tag-Kennzeichnung (GCLID) nicht ausgegeben. Wenn Sie Klicks auf Overlays mit Call-to-Action erfassen möchten, müssen Sie die manuelle Tag-Kennzeichnung für Kampagnen verwenden.

TrueView Discovery

Über diese Thumbnail-Anzeigenformate werden Nutzer auf die Seite eines YouTube-Kanals geleitet. Daher wird in Analytics keine entsprechende Sitzung erfasst.

Enthält Ihr Werbevideo am Ende einen Call-to-Action, über den Nutzer mit einem Klick auf Ihre Website weitergeleitet werden, müssen Sie die manuelle Tag-Kennzeichnung für Kampagnen verwenden, um diese kostenlosen Klicks zu erfassen. Da sie nicht abrechnungsfähig sind, wird kein Parameter für die automatische Tag-Kennzeichnung (GCLID) ausgegeben.

Anruferweiterungen und Click-to-Call

Wie der Name schon sagt, werden Nutzer beim Anklicken von Click-to-Call-Anzeigen direkt mit einer Telefonnummer verbunden. Daher wird auf Ihrer Website keine Sitzung gestartet und in Analytics keine Sitzung erfasst.

AdWords Express-Konten

Wenn Ihr AdWords Express-Konto so konfiguriert ist, dass Besucher auf lokale Google+ Seiten geleitet werden, wird keine entsprechende Sitzung in Analytics aufgezeichnet, da Sie Analytics-Tracking auf lokalen Google+ Seiten nicht installieren können.

Sie können die Statistiken zu Ihrem Brancheneintrag aufrufen, um zu sehen, wie Besucher auf Ihre Seite gelangen.

Standorterweiterungen

Klicks auf interaktive Links wie Wegbeschreibung abrufen bewirken in Google Ads ein abrechenbares Ereignis (Klick). In Analytics gibt es jedoch keine entsprechende Sitzung, da dieser Klick keine Besucher auf Ihre Website führt.

Gmail-Anzeigen

Klicks auf Gmail-Anzeigen in der E-Mail-Konversationsliste führen zu einer abrechnungsfähigen Aktion (Klick) in Google Ads. Für einen bezahlten Klick ist häufig keine eigene Sitzung vorhanden. Das liegt daran, dass durch einen Klick auf eine Gmail-Anzeige oft der maximierte Anzeigentext im Posteingang des Nutzers geöffnet wird und nicht die Website direkt. Klicken Nutzer allerdings auf den maximierten Anzeigentext, werden sie zur Website weitergeleitet. Diese Website-Klicks werden in Google Ads mit dem Messwert Gmail-Klicks zur Website erfasst. Ihnen entstehen keine Kosten, wenn Nutzer mit der maximierten Anzeige interagieren. Sie zahlen nur für den Klick, mit dem Ihre Anzeige maximiert wird.

Beim Vergleich von Klicks mit Sitzungen in Gmail-Anzeigen sollten Sie sich auf größere Unterschiede zwischen Klicks und Sitzungen einstellen. Grund dafür ist das Gmail-Anzeigenformat.

Discovery-Anzeigen

Mithilfe von Discovery-Kampagnen erreichen Sie potenzielle Kunden in verschiedenen beliebten Google-Produkten wie Gmail. Klicks auf Gmail-Anzeigen in der E-Mail-Konversationsliste führen zu einer abrechnungsfähigen Aktion (Klick) in Google Ads. Für einen bezahlten Klick ist häufig keine eigene Sitzung vorhanden. Das liegt daran, dass durch einen Klick auf eine Gmail-Anzeige oft der maximierte Anzeigentext im Posteingang des Nutzers geöffnet wird und nicht die Website direkt. Klicken Nutzer allerdings auf den maximierten Anzeigentext, werden sie zur Website weitergeleitet. Ihnen entstehen keine Kosten, wenn Nutzer mit der maximierten Anzeige interagieren. Sie zahlen nur für den Klick, mit dem Ihre Anzeige maximiert wird.

Beim Vergleich von Klicks mit Sitzungen in Gmail-Anzeigen sollten Sie sich auf größere Unterschiede zwischen Klicks und Sitzungen einstellen. Grund dafür ist das Gmail-Anzeigenformat.

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