Häufig gestellte Fragen zu AdWords-Klicks und Analytics-Sitzungen

Lesen Sie zuerst den Hilfeartikel über die Gründe für die Unterschiede zwischen AdWords-Klicks und Analytics-Sitzungen in Berichten, bevor Sie sich die folgenden Fragen und Antworten ansehen.

Warum gibt es mehr Sitzungen als Klicks?

Das ist ganz normal und deutet auf eine positive Interaktion mit Ihrer Website hin. Wenn die automatische Tag-Kennzeichnung aktiviert ist und ein Nutzer auf eine Ihrer AdWords-Anzeigen klickt, wird ihm eine eindeutige Klick-ID, ein sogenannter gclid-Wert, zugewiesen.

Greift dieser Nutzer dann erneut direkt, beispielsweise über die Eingabe der Website-URL oder ein Lesezeichen, auf Ihre Website zu, wird für diese zusätzlichen Sitzungen an Stelle anderer Verweisinformationen die letzte bekannte Kampagnenquelle erfasst. In diesem Fall handelt es sich bei der letzten bekannten Kampagne um eine AdWords-Kampagne.

Alle direkten erneuten Zugriffe nach dem ersten AdWords-Klick werden als weitere Sitzungen für die AdWords-Kampagne dargestellt. So kann ein einzelner AdWords-Klick zu mehreren Sitzungen in Google Analytics führen.

Tipp: Verwenden Sie erweiterte Segmente, um neue und wiederkehrende Sitzungen für eine Kampagne zu vergleichen und zu überprüfen, ob die größere Anzahl an Sitzungen zum Teil auf wiederkehrende Nutzer zurückzuführen ist.

Warum werden Sitzungen für eine alte (pausierte oder gelöschte) AdWords-Kampagne angezeigt?

Wie im Beispiel oben werden auch hier aufgrund von wiederkehrenden Nutzern mehr Sitzungen als Klicks für eine bestimmte Kampagne dargestellt. Wenn eine AdWords-Kampagne pausiert ist, werden für Nutzer, die über diese Kampagne auf die Website zugegriffen haben und später direkt zu ihr zurückgekehrt sind, wiederholte direkte Sitzungen mit der AdWords-Kampagne als Quelle erfasst.

Manchmal kann das dazu führen, dass Sitzungen auch noch über sechs Monate nach dem Pausieren oder Löschen für eine Kampagne angezeigt werden.

Tipp: Wie im Beispiel oben können Sie diese Sitzungen ebenfalls nach neuen und wiederkehrenden Nutzern segmentieren, um zu überprüfen, ob die Daten auf Letztere zurückzuführen sind.

Warum werden neue Sitzungen für alte oder pausierte AdWords-Kampagnen in Analytics angezeigt?

Hinsichtlich der Erfassung neuer Sitzungen für alte (pausierte oder gelöschte) Kampagnen sind mehrere Beispielszenarien denkbar:

Szenario 1: Nutzer A klickt auf eine Anzeige und gelangt auf Ihre Website. Wenn die automatische Tag-Kennzeichnung aktiviert ist, sieht die Ziel-URL eventuell so aus:

http://www.example.com/?gclid=TeSt123Abc

"gclid" ist hier der Parameter für die automatische Tag-Kennzeichnung.

Nun kopiert Nutzer A diese URL einschließlich des Parameters für die automatische Tag-Kennzeichnung und postet sie an einem anderen Ort (z. B. in einem öffentlichen Diskussionsforum oder sozialen Netzwerk) oder leitet sie in einer E-Mail oder Chat-Nachricht an andere Nutzer weiter.

Daraufhin klickt Nutzer B auf den Link mit dem gclid-Wert und gelangt auf Ihre Website. Obwohl Nutzer B Ihre Website noch nie besucht hat, wird seine erste Sitzung derselben Klick-ID bzw. demselben gclid-Wert wie Nutzer A zugewiesen. Aus diesem Grund werden neue Sitzungen (von Nutzer B) für eine alte Kampagne angezeigt.

Derzeit gibt es keine Behelfslösung für diesen Fall.

Beispielszenario 2: Das zweite Szenario ähnelt dem ersten. Angenommen, ein Nutzer klickt auf Ihre Anzeige und gelangt auf eine Seite, deren URL den gclid-Parameter enthält, etwa http://www.example.com/?gclid=TeSt123Abc.

Der Nutzer speichert der Seite umgehend als Lesezeichen. Die Lesezeichen-URL enthält den Parameter "gclid" für die automatische Tag-Kennzeichnung (die Klick-ID). Er leert jedoch regelmäßig den Cache und löscht die Cookies auf seinem Gerät.

Wenn diese Cookies entfernt werden und der Nutzer über die Lesezeichen-URL zu Ihrer Website zurückkehrt, wird er in Analytics als neuer (erstmaliger) Nutzer erfasst. Aufgrund des gclid-Werts wird die Sitzung in Analytics als neue Sitzung behandelt und der ursprünglichen AdWords-Kampagne zugewiesen.

Genau wie für das erste Szenario gibt es auch hier noch keine Behelfslösung.

Beispielszenario 3: Werden URLs mit dem Parameter "gclid" von einem Bot oder anderen Spider, z. B. dem Googlebot) erkannt, erfolgt unter Umständen eine Indexierung, infolge diese URLs eventuell auf Google-Suchergebnisseiten erscheinen. Um dies schnell zu prüfen, geben Sie die URL Ihrer Website gemeinsam mit dem Begriff gclid in das Google-Suchfeld ein.

Screenshot ansehen

Nutzer, die in diesen Situationen auf einen organischen Eintrag klicken, erscheinen als neue Sitzungen einer Google AdWords-Kampagne, auf die der indexierte Wert "gclid" verweist.

Lösung: Erstellen Sie eine robots.txt-Datei, mithilfe der URLs von der Indexierung ausgeschlossen werden, die bestimmte Suchparameter enthalten, in diesem Fall gclid. Außerdem finden Sie in der Search Console ein Tool zur Parameterbehandlung, mit dem mehrere Parameter leichter ausgeschlossen werden können.

Wofür stehen der Parameter "gclid" und sein Wert?

Bei dem Parameter "gclid" für die automatische Tag-Kennzeichnung handelt es sich um einen codierten Hash-Wert, der auf einen bestimmten AdWords-Klick (d. h. eine Klick-ID) verweist. Dieser Klick-ID-Wert kann in Analytics decodiert und in nützliche Daten umgewandelt werden.

Beispiel:

  1. Kampagne
  2. Anzeigengruppe
  3. Keyword
  4. Anzeige
  5. Suchanfrage
  6. Übereinstimmungstyp
  7. Eventuelle sonstige Daten

Weitere Informationen zu den Vorteilen der automatischen Tag-Kennzeichnung finden Sie hier.

Muss bei der manuellen Tag-Kennzeichnung etwas Bestimmtes beachtet werden?

Ja. Zunächst möchten wir erwähnen, dass Probleme mit Berichten zu Klicks und Sitzungen häufig allein durch die Implementierung der automatischen Tag-Kennzeichnung behoben werden können.

Informieren Sie sich außerdem über die Vorteile der automatischen Tag-Kennzeichnung. Einige AdWords-Funktionen sowie zukünftige Optimierungen für AdWords-Berichte in Analytics stehen nur für Nutzer zur Verfügung, die die automatische Tag-Kennzeichnung aktiviert haben.

Die Sitzungsanzahl ist bei der manuellen Tag-Kennzeichnung in der Regel niedriger. Dies liegt daran, dass bei der automatischen Tag-Kennzeichnung auf jeden Klick die Generierung eines eindeutigen gclid-Werts folgt, mit dem eine neue Sitzung in Analytics gestartet wird.

Bei der manuellen Tag-Kennzeichnung wird keine eindeutige Kampagnen-URL (Klick-ID) für jeden Klick erstellt. Aus diesem Grund ist es möglich, dass ein Nutzer im Zeitraum von 30 Minuten mehrmals auf dieselbe Anzeige klickt, aber nur eine Sitzung in Analytics erfasst wird.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Sitzungsdefinition in Google Analytics. Sehen Sie sich auch den darin enthaltenen Abschnitt "Automatische Tag-Kennzeichnung von AdWords" an.

Warum wird in Analytics-Berichten "(not set)" angezeigt?

Kann der gclid-Wert für die automatische Tag-Kennzeichnung in Analytics nicht erkannt werden, wird für Ihre Sitzung Quelle/Medium: google/cpc erfasst, da es sich offensichtlich um eine bezahlte Sitzung handelt.

Alle andere Kampagnendaten, etwa Kampagnenname, Anzeigengruppe und Keyword, werden jedoch unter "(not set)" zusammengefasst.

Ein möglicher Grund hierfür ist, dass Nutzer über das AdWords-Konto, in dem der Klick erfolgte, an eine Web-Property weitergeleitet werden. Diese wird von einer Analytics-Datenansicht erfasst, die noch nicht mit dem AdWords-Konto verknüpft ist.

Eventuell erscheint "(not set)" auch, weil der ursprüngliche gclid-Wert geändert wurde, sodass er in Analytics nicht mehr erkannt wird. Dies beruht häufig auf einer Konvertierung in Kleinbuchstaben, die wiederum oft Ergebnis einer Weiterleitung auf Ihrer Website ist.

Der Wert "(not set)" wird auch angezeigt, wenn Sie einen gclid-Testwert verwenden (z. B. gclid=TeSt1234Abc). Nutzer mit einem nicht erkannten bzw. einem geänderten gclid-Wert kehren eventuell regelmäßig auf Ihre Website zurück, die Sitzungen dieser wiederkehrenden Nutzer werden jedoch unter Umständen mit "(not set)" gekennzeichnet.

Weitere Informationen finden Sie unter Warum werden Sitzungen für eine alte (pausierte oder gelöschte) AdWords-Kampagne angezeigt?.

Aus all diesen Gründen wird ein kleiner Bruchteil der Sitzungen in Ihren AdWords-Berichten häufig mit "(not set)" gekennzeichnet, auch wenn alles richtig konfiguriert wurde.

Falls Probleme mit "(not set)" oder ähnliche Probleme auftreten, können Sie diese mithilfe der Fehlerbehebung identifizieren und lösen.

Warum sehe ich in Google Analytics Landingpages für bezahlte Zugriffe, die in meinem AdWords-Konto nicht als Ziel-URLs festgelegt wurden?

Zuerst sollten Sie sich mit den folgenden beiden Dimensionen in Analytics vertraut machen:

  1. Ziel-URL: Diese Dimension ist nur in den Bereichen für AdWords-Berichte von Analytics verfügbar. Sie gibt die Ziel-URL Ihrer Anzeige an, die zum Zeitpunkt des AdWords-Klicks erfasst wurde.
  2. Landingpage: Dabei handelt es sich um den ersten aufgezeichneten Seitenaufruf in einer Analytics-Sitzung.

Weitere Informationen zur Definition von Sitzungen finden Sie unter Sitzungsdefinition in Google Analytics.

Bei der ersten aufgezeichneten Sitzung nach einem AdWords-Klick enthalten diese Dimensionen oft dieselbe URL1.

Angenommen, ein Nutzer gelangt nach dem AdWords-Klick auf Ihre Landingpage. Die Landingpage der ersten Sitzung ist: http://www.example.com/landingpage. Nehmen wir weiter an, dass er während dieser ersten Sitzung zurück zu Ihrer Startseite (http://www.example.com/) geht und ein Lesezeichen für die URL speichert.

Am nächsten Tag kehrt er über die Lesezeichen-URL zu Ihrer Website zurück und startet so eine neue Sitzung auf der Landingpage (www.example.com/). Da die Kampagnenquelle in Analytics jedoch wieder der letzten nicht direkten Kampagne zugeordnet wird, wird diese direkte Sitzung2 AdWords zugewiesen.

Für die Dimension "Landingpage" dieser wiederkehrenden Sitzung wird nun "/" (die Startseite) angezeigt. Obwohl die Startseite nie als Ziel-URL in AdWords angegeben wurde, wird sie nun in Analytics als Zielseiten-URL gemeldet.

Vergleichen Sie die Segmente für neue und wiederkehrende Nutzer dieser URLs, um dieses Verhalten zu bestätigen.

Hinweis: Bei wiederkehrenden Nutzern muss die Ziel-URL weiterhin auf die in AdWords angegebene URL verweisen, für die Dimension "Landingpage" wird jedoch die Landingpage der Besuche von wiederkehrenden Nutzern aufgezeichnet.

1Eine Ausnahme stellt die Verwendung einer Tracking-URL in AdWords dar, über die Nutzer nach dem Klick auf die tatsächliche Landingpage der Website weitergeleitet werden. Angenommen, Sie verwenden die folgenden Ziel-URL in AdWords: www.trackingservice.com/?tracking-parameter1=abc&tracking-parameter2=1234. Diese URL leitet Nutzer nach dem Klick auf Ihre Website, www.example.com/landingpage, weiter. In diesem Beispiel ist die erste URL die Ziel-URL und die zweite URL die Landingpage.

2In Berichten zu Multi-Channel-Trichtern wird für diese Sitzung direkt angezeigt.

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