[GA4] Attributionseinstellungen auswählen

Attributionsmodell für Berichte und Conversion-Tracking-Zeitraum für die Property auswählen

Mithilfe der Attribution lässt sich feststellen, inwieweit Anzeigen, Klicks und andere Faktoren im Conversion-Pfad des Nutzers zu einer Conversion beigetragen haben. Mit der Rolle „Bearbeiter“ für eine Google Analytics 4-Property können Sie vier Einstellungen anpassen, die sich auf die Attribution der Property auswirken: das Attributionsmodell für die Berichterstellung, Channels zum Erhalt des mit Google Ads geteilten Beitrags zu Web-Conversions sowie die Conversion-Tracking-Zeiträume für (1) Conversion-Ereignisse vom Typ „Akquisition“ und (2) alle anderen Conversion-Ereignisse.

Themen in diesem Artikel

Attributionsmodell für die Berichterstellung

Ein Attributionsmodell kann eine Regel, eine Gruppe von Regeln oder ein datengetriebener Algorithmus sein, über den festgelegt wird, wie Conversions den jeweiligen Touchpoints in Conversion-Pfaden zugeordnet werden. In den Attributionseinstellungen können Sie die datengetriebene Attribution, regelbasierte Modelle für bezahlte und organische Channels wie Zeitverlauf (bezahlte und organische Channels) oder das Modell Letzter Klick (bezahlte Google-Channels) auswählen. Weitere Informationen

Hinweis: Die Attributionsmodelle „Erster Klick“, „Linear“, „Zeitverlauf“ und „Positionsbasiert“ sind seit November 2023 nicht mehr verfügbar. Weitere Informationen zu den eingestellten Modellen

Im Bereich Attributionsmodell für die Berichterstellung können Sie auswählen, welches Modell für den Beitrag zu Conversions in Berichten über Ihre Analytics-Property sowie in Berichten über Conversions aller verknüpften Firebase-Projekte verwendet werden soll. Eine Änderung des Attributionsmodells wirkt sich sowohl auf bisherige als auch auf zukünftige Daten aus.

Diese Änderungen werden in allen Berichten berücksichtigt, in denen ereignisbezogene Traffic-Dimensionen verwendet werden, z. B. Quelle, Medium, Kampagne und Standard-Channelgruppierung. Dazu gehören die Conversion-Detailberichte und das explorative Analysetool. In diesem Tool sehen Sie eine Liste aller Dimensionen, die mit den Attributionsmodellen kompatibel sind. Auf die Traffic-Dimensionen auf Nutzer- und Sitzungsebene, z. B. Sitzungsquelle oder Erstes Nutzermedium, haben solche Änderungen des Attributionsmodells keine Auswirkungen.

Hinweis: Die verschiedenen Attributionsmodelle wurden nicht gleichzeitig eingeführt (siehe unten). Wenn Sie also einen Zeitraum auswählen, der vor dem Einführungsdatum eines Modells beginnt, sehen Sie unvollständige Daten.

  • Datengetriebene Attribution für bezahlte und organische Channels: 1. November 2021
  • Regelbasierte Modelle für bezahlte und organische Channels: 14. Juni 2021

Je nach ausgewähltem Attributionsmodell werden Ihnen Änderungen an den folgenden Messwerten auffallen, wenn Sie sie mit ereignisbezogenen Traffic-Dimensionen verwenden: Conversions, Gesamtumsatz, Umsatz aus Käufen und Gesamtumsatz aus Anzeige. Falls Sie zu einem Attributionsmodell wechseln, bei dem nicht nur der letzte Klick berücksichtigt wird, sehen Sie in diesen Spalten möglicherweise erstmals Dezimalzahlen bzw. Werte zur anteiligen Zuordnung. Der Beitrag zu einer Conversion wird dann nämlich entsprechend dem ausgewählten Attributionsmodell auf verschiedene Anzeigeninteraktionen verteilt.

Beispiel
Sie wählen das Modell Linear aus. Ein Nutzer folgt dem Pfad „keyword1 > keyword2“ und führt dann eine Conversion aus. Hier wird für jedes Keyword in der Spalte Conversions „0,5“ erfasst.
Das Attributionsmodell, das Sie auf Property-Ebene auswählen, hat keine Auswirkungen auf die Berichte unter Werbung > Attribution. Jeder Nutzer mit der Rolle „Betrachter“ kann das Attributionsmodell in den Berichten Modellvergleich und Conversion-Pfade anpassen.

Channels zum Erhalt des mit Google Ads geteilten Beitrags zu Conversions

Google Analytics-Conversions lassen sich in verknüpfte Google Ads-Konten importieren. Mit dieser Einstellung können Sie auswählen, welche Channels einen Beitrag zu Conversions erhalten können, wenn Web-Conversions mit Google Ads geteilt werden.

  • Bezahlte Google Channels: Beiträge zu Conversions sind nur bei bezahlten Google Ads-Channels möglich.
  • Bezahlte und organische Channels: Beiträge zu einer Conversion können sowohl bezahlten als auch organischen Channels zugeschrieben werden. In Ihren Google Ads-Konten erscheinen jedoch nur die den Google Ads-Channels zugeordneten Beiträge.

Änderungen an dieser Einstellung gelten ab sofort, aber nicht rückwirkend, für alle verknüpften Google Ads-Konten. Das kann sich auf die Conversions auswirken, die Sie in Google Ads für Gebote und Berichte importieren. Es kann einige Tage dauern, bis diese Änderungen in Ihren Google Ads-Kampagnen und -Berichten sichtbar werden. Diese Einstellung wirkt sich nicht auf Berichte in Google Analytics 4 aus.

Weitere Informationen zum Importieren von Conversions in Google Ads

Conversion-Tracking-Zeitraum

Conversions können Tage oder Wochen nach der Interaktion des Nutzers mit der Anzeige erfolgen.

Mit dem Conversion-Tracking-Zeitraum geben Sie an, wie weit ein Touchpoint in der Vergangenheit liegen darf, um noch als Beitrag zur Conversion berücksichtigt zu werden. So bewirkt etwa ein Zeitraum von 30 Tagen, dass Conversions vom 30. Januar nur Touchpoints zugeordnet werden, die zwischen dem 1. und dem 30. Januar liegen.

Der Conversion-Tracking-Zeitraum wird auf alle Attributionsmodelle und alle Conversion-Typen angewendet. Änderungen, die Sie an dem Zeitraum vornehmen, gelten ab sofort für alle Berichte innerhalb Ihrer Analytics-Property.

Für Conversion-Ereignisse vom Typ „Akquisition“ (first_open und first_visit) beträgt der standardmäßige Conversion-Tracking-Zeitraum 30 Tage. Sie können den Zeitraum in 7 Tage ändern, wenn Sie andere Attributionsanforderungen haben.

Bei allen anderen Conversion-Ereignissen beträgt der standardmäßige Conversion-Tracking-Zeitraum 90 Tage. Sie können ihn aber auch auf 30 oder 60 Tage festlegen.

Hinweis: Der ausgewählte Conversion-Tracking-Zeitraum gilt auch für die Sitzungsattribution.

Attributionseinstellungen auswählen

Wenn Sie ein Attributionsmodell und einen Conversion-Tracking-Zeitraum für eine Google Analytics 4-Property auswählen möchten, benötigen Sie die Rolle „Bearbeiter“ oder „Administrator“ für die Property.

  1. Klicken Sie auf der Seite Verwaltung unter Datenanzeige auf Attributionseinstellungen.
  2. Wählen Sie unter Attributionsmodell für die Berichterstellung ein Attributionsmodell aus dem Drop-down-Menü aus. Weitere Informationen zu Attributionsmodellen für Berichte
  3. Wählen Sie unter Conversion-Tracking-Zeitraum den Zeitraum für Conversion-Ereignisse vom Typ „Akquisition“ und alle anderen Conversion-Ereignisse aus. Mit der Option Alle anderen Conversion-Ereignisse werden auch die Einstellungen für die Sitzungsattribution gesteuert.
  4. Klicken Sie auf Speichern.

Diese Attributionseinstellungen wirken sich nicht auf die Attributionsmodelle aus, die in den Berichten im Bereich „Werbung“ ausgewählt werden. Alle Nutzer können Attributionsmodelle für den persönlichen Gebrauch in den Berichten im Arbeitsbereich „Werbung“ auswählen. Wenn Sie Attributionsmodelle in diesem Bereich auswählen, hat dies keinen Einfluss auf die Datenansicht anderer Nutzer oder wie Daten in Berichten außerhalb des Bereichs „Werbung“ berechnet werden.

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