In diesem Artikel geht es um Google Analytics 4-Properties. Wenn Sie noch eine Universal Analytics-Property verwenden, lesen Sie den Abschnitt zu Universal Analytics. Für diese Properties werden ab 1. Juli 2023 (bzw. ab 1. Oktober 2023 für Analytics 360-Properties) keine Daten mehr verarbeitet.

[GA4] Benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte erstellen

In Google Analytics werden standardmäßig einige Informationen zu Ihren Nutzern und deren Aktivitäten erfasst und anhand von Dimensionen und Messwerten zur Verfügung gestellt.

Wenn in Analytics standardmäßig keine Daten erhoben werden, die für Ihr Unternehmen wichtig sind, können Sie Ihrer Website oder App benutzerdefinierte Ereignisparameter und Nutzereigenschaften hinzufügen, um solche Daten zu erfassen. Nun müssen Sie nur noch die Daten benutzerdefinierten Dimensionen und Messwerten hinzufügen, damit Sie sie in Analytics sehen können.

Best Practices

Bevor Sie benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte erstellen, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Verwenden Sie Dimensionen und Messwerte, die in Analytics standardmäßig erfasst werden. Weitere Informationen
  • Wenn Sie eine Google Analytics 4-Standard-Property haben, sollten Sie keine benutzerdefinierten Dimensionen mit hoher Kardinalität (Dimensionen mit mehr als 500 eindeutigen Werten pro Tag) erstellen. Diese Dimensionen können sich negativ auf Ihre Berichte auswirken und dazu führen, dass Daten in der Zeile „(sonstige)“ zusammengefasst werden. Für eine Dimension mit hoher Kardinalität wie User-ID, also wenn Sie eine ID für jeden einzelnen Nutzer erfassen möchten, sollten Sie z. B. die User-ID-Funktion verwenden.

Umfang

Sie können zwei unterschiedliche Arten von benutzerdefinierten Dimensionen erstellen:

  • Benutzerdefinierte Dimensionen auf Ereignisebene geben Aufschluss über die Aktionen, die Nutzer ausführen, und basieren auf Ereignisparametern. Der Wert einer solchen Dimension kann sich ändern, wenn ein Nutzer verschiedene Aktionen auf Ihrer Website oder in Ihrer App ausführt.
  • Benutzerdefinierte Dimensionen auf Nutzerebene geben Aufschluss über die Personen, die Aktionen ausführen, und basieren auf Nutzereigenschaften. Der Wert einer solchen Dimension ändert sich nur selten, wenn ein Nutzer Ihre Website oder App verwendet.

Für benutzerdefinierte Messwerte muss immer „ereignisbezogen“ verwendet werden.

Beschränkungen

Falls Sie eine dieser Beschränkungen erreichen und weitere benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte erstellen müssen, müssen Sie die nicht verwendeten Elemente archivieren:

Element Beschränkungen für Standard-Properties Beschränkungen für 360-Properties
Benutzerdefinierte Dimensionen auf Ereignisebene 50 125
Benutzerdefinierte Dimensionen auf Nutzerebene 25 100
Alle benutzerdefinierten Messwerte 50 125

So rufen Sie Informationen dazu auf, wie viele benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte Sie erstellt haben:

  1. Wählen Sie im Navigationsbereich links Konfigurieren > Benutzerdefinierte Definitionen.
  2. Klicken Sie oben rechts auf Kontingentinformationen.

Bestimmte benutzerdefinierte Dimensionen sind in Berichten nicht verfügbar, wenn sie mit Daten zu demografischen Merkmalen kombiniert werden. Wenn Sie benutzerdefinierte Dimensionen mit Daten zu demografischen Merkmalen anfordern, kann zu Einschränkungen aufgrund von Grenzwerten oder Inkompatibilitäten kommen.

Benutzerdefinierte Dimensionen erstellen

Sie benötigen die Rolle Bearbeiter, um benutzerdefinierte Dimensionen zu erstellen.

  1. Klicken Sie im Navigationsbereich links auf Konfigurieren > Benutzerdefinierte Definitionen.
  2. Klicken Sie auf Benutzerdefinierte Dimensionen erstellen.
  3. Geben Sie einen Namen für die benutzerdefinierte Dimension ein.
    Der Name darf keine Bindestriche enthalten. Sie können jedoch Unterstriche und Leerzeichen verwenden.
  4. Wählen Sie eine Ebene (Ereignis- oder Nutzerebene) für die benutzerdefinierte Dimension aus. Weitere Informationen
  5. Geben Sie eine Beschreibung für die benutzerdefinierte Dimension ein.
  6. Wählen Sie einen Ereignisparameter oder eine Nutzereigenschaft aus der Liste aus oder geben Sie den Namen eines Ereignisparameters oder einer Nutzereigenschaft ein, die künftig erfasst werden soll.
  7. Klicken Sie auf Speichern.

Für eine benutzerdefinierte Dimension wird in den ersten 48 Stunden der Wert (nicht festgelegt) angezeigt.

Benutzerdefinierte Messwerte erstellen

Sie benötigen die Rolle Bearbeiter, um benutzerdefinierte Messwerte zu erstellen.

  1. Klicken Sie im Navigationsbereich links auf Konfigurieren > Benutzerdefinierte Definitionen.
  2. Klicken Sie auf Benutzerdefinierte Messwerte erstellen.
  3. Geben Sie einen Namen für den benutzerdefinierten Messwert ein.
    Der Name darf keine Bindestriche enthalten. Sie können jedoch Unterstriche und Leerzeichen verwenden.
  4. Geben Sie eine Beschreibung für die benutzerdefinierte Dimension ein.
  5. Wählen Sie aus der Liste einen Ereignisparameter aus oder geben Sie den Namen eines künftig zu erfassenden Parameters ein.
  6. Wählen Sie im Drop-down-Menü eine Maßeinheit aus.
    Wenn Sie Währung als Maßeinheit auswählen, müssen Sie den benutzerdefinierten Messwert unter Datentyp auch als Kosten- und/oder Umsatzmesswert angeben. Der Zugriff auf Kosten- und/oder Umsatzmesswerte lässt sich beschränken. Konfigurieren Sie dazu entsprechende Nutzerrollen.
  7. Klicken Sie auf Speichern.

Es kann 24 bis 48 Stunden dauern, bis benutzerdefinierte Messwerte mit Daten gefüllt werden.

Benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte bearbeiten

Sie benötigen die Rolle Bearbeiter, um benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte zu bearbeiten.

  1. Klicken Sie im Navigationsbereich links auf Konfigurieren > Benutzerdefinierte Definitionen.
  2. Klicken Sie in der Zeile mit der Dimension oder dem Messwert auf das Dreipunkt-Menü Dreipunkt-Menü und anschließend auf Bearbeiten.
  3. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor und klicken Sie auf Speichern.

Benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte archivieren

Wenn das Kontingentlimit erreicht ist, können Sie nicht mehr verwendete benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte archivieren, damit weitere benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte erstellt werden können.

Wenn Sie benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte archivieren, wirkt sich das auf alle Zielgruppen, explorativen Datenanalysen und Segmente aus, die auf der archivierten Dimension oder dem archivierten Messwert basieren.

Diese Änderung kann nicht rückgängig gemacht werden. Die betroffenen Daten lassen sich nicht wiederherstellen.

So archivieren Sie benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte:

  1. Klicken Sie im Navigationsbereich links auf Konfigurieren > Benutzerdefinierte Definitionen.
  2. Klicken Sie in der Zeile mit der benutzerdefinierten Dimension oder dem benutzerdefinierten Messwert auf das Dreipunkt-Menü Dreipunkt-Menü und anschließend auf Archivieren.

Sie sehen nun eine Liste der anderen Entitäten in Analytics (z. B. Zielgruppen, explorative Datenanalysen), in denen die benutzerdefinierte Definition verwendet wird.

Zielgruppen

Wenn Sie eine benutzerdefinierte Dimension oder einen benutzerdefinierten Messwert archivieren, die bzw. der zur Definition einer Zielgruppe verwendet wird, wird diese Definition ungültig und für die betreffende Zielgruppe werden keine neuen Nutzer mehr erfasst.

Die Verlaufsdaten für die Zielgruppe bleiben erhalten, neue Daten werden aber nicht mehr generiert, weil die Zielgruppe ungültig ist.

Ungültige Zielgruppen können nicht in andere Produkte exportiert werden (z. B. in Google Ads oder Optimize).

Wenn Sie die Zielgruppe vorher bereits in andere Produkte exportiert haben, funktioniert sie weiterhin korrekt. Allerdings werden in der Zielgruppe keine neuen Nutzer mehr erfasst. Und da die Gültigkeitsdauer für bestehende Nutzer begrenzt ist, sinkt die Nutzerzahl allmählich, bis die Zielgruppe schließlich keine Nutzer mehr enthält.

Falls eine Zielgruppe archivierte benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte enthält, wird in der Zielgruppenliste neben dem Namen der Zielgruppe ein Warnsymbol angezeigt:

Wenn Sie die Zielgruppendefinition bearbeiten, wird außerdem angegeben, dass die Zielgruppe eine archivierte benutzerdefinierte Dimension bzw. einen archivierten benutzerdefinierten Messwert enthält:

Sie können keine Zielgruppenbedingungen bearbeiten. Wenn Sie eine Version ohne die archivierten benutzerdefinierten Dimensionen oder Messwerte erstellen möchten, müssen Sie eine neue Zielgruppe einrichten.
Explorative Datenanalysen und Segmente

Im explorativen Analysetool werden für explorative Datenanalysen oder Segmente, die archivierte benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte enthalten, Warnsymbole angezeigt. Diese ähneln denen für archivierte Zielgruppen. Mit dem Warnsymbol werden außerdem benutzerdefinierte Definitionen in den Dimensions- und Messwertlisten explorativer Datenanalysen gekennzeichnet.

Ebenso wie bei Zielgruppen gilt: Explorative Datenanalysen und Segmente mit archivierten benutzerdefinierten Definitionen sind ungültig und werden nicht geladen.

Wenn Sie die archivierte benutzerdefinierte Definition entfernen, wird die explorative Datenanalyse bzw. das Segment wieder geladen.

Archivierte benutzerdefinierte Definitionen werden zwar in den Dimensions- und Messwertlisten aufgeführt (wenn auch mit einem Warnhinweis), aber es ist nicht möglich, sie explorativen Datenanalysen oder Segmenten hinzuzufügen.

Berichte mit benutzerdefinierten Parametern werden eingestellt

Bei ereignisbezogenen benutzerdefinierten Dimensionen und Messwerten werden Parameter für Dimensionen und Messwerte auf Property-Ebene identifiziert. So können Sie eine Dimension oder einen Messwert basierend auf einem Parameter erstellen und Berichte für beliebig viele Ereignisse abrufen. Bisher wurden in Berichten mit benutzerdefinierten Parametern Parameter für einzelne Ereignisse identifiziert. Wenn Sie also einen Bericht für einen Parameter für fünf verschiedene Ereignisse erstellen wollten, mussten Sie fünf der im Kontingent verfügbaren 100 benutzerdefinierten Dimensionen und Messwerte nutzen.

Berichte mit benutzerdefinierten Parametern können in Analytics nicht mehr erstellt werden. Die bereits vorhandenen ereignisbezogenen aggregierten Daten stehen aber weiterhin zur Verfügung und können durch neue Daten ergänzt werden. Wenn ein Parameter für mehrere Ereignisse registriert wurde, wird ihm in Analytics ein Dimensions- oder Messwertname zugewiesen, um so zwischen den Parametern zu unterscheiden. Diese Bezeichnung enthält den Namen des aktuell zugewiesenen Ereignisses, (z. B. „Name_der_benutzerdefinierten_Dimension [Ereignisname]“).

Wir empfehlen, doppelte benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte zu entfernen, die für mehrere Ereignisse registriert wurden, damit das Kontingent nicht zu schnell aufgebraucht wird.

Dank der benutzerdefinierten Dimensionen auf Nutzerebene brauchen Sie sich keine Gedanken über Slots zu machen. Nutzereigenschaften werden zu Aliassen für Slots mit benutzerdefinierten Dimensionen auf Nutzerebene. So können sich Entwickler auf die Erfassung aussagekräftig benannter Datenpunkte konzentrieren, ohne jeden Datenpunkt mit einer willkürlichen Slotnummer verknüpfen zu müssen.

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