Was ist ein Content ID-Anspruch?

Wenn du ein Video hochlädst, das urheberrechtlich geschütztes Material enthält, kann es passieren, dass ein Content ID-Anspruch auf das Video erhoben wird. Solche Ansprüche kommen von Unternehmen, die die Eigentumsrechte an einem geschützten Werk haben. Dabei kann es sich beispielsweise um Musik, einen Film, eine TV-Sendung oder ein Videospiel handeln.

Die Inhaber der Rechte können festlegen, dass ein Video auf YouTube mithilfe von Content ID gesperrt wird, wenn Anspruch darauf erhoben wurde. Die Rechteinhaber können auch erlauben, dass das Video auf YouTube verfügbar bleibt und Anzeigen eingeblendet werden. In diesen Fällen erhält der Urheberrechtsinhaber die Werbeeinnahmen für die jeweiligen Inhalte.

Du hast eine Urheberrechtsverwarnung erhalten? In diesem Artikel findest du grundlegende Informationen zu diesem Thema.

Wo finde ich die Content ID-Ansprüche, die meinen Kanal betreffen?

Ob Content ID-Ansprüche auf deine Videos erhoben wurden, kannst du auf der Seite "Videos" in YouTube Studio sehen. Wenn dein Video oder Konto betroffen ist, informieren wir dich unter Umständen auch per E-Mail über den Content ID-Anspruch.

Anleitung für Creator Studio Classic

Ob Content ID-Ansprüche auf deine Videos erhoben wurden, kannst du im Video-Manager im Abschnitt Urheberrechtshinweise sehen. Wenn dein Video oder Konto betroffen ist, informieren wir dich unter Umständen auch per E-Mail über den Content ID-Anspruch.

Muss ich mit ernsthaften Konsequenzen rechnen?

Wahrscheinlich nicht. Content ID-Ansprüche bedeuten normalerweise, dass wir auf deinem YouTube-Kanal Inhalte gefunden haben, die einem anderen Rechteinhaber gehören.

Urheberrechtsinhaber können frei entscheiden, ob andere Nutzer ihre Originalinhalte weiterverwenden dürfen oder nicht. Häufig sind die Urheberrechtsinhaber damit einverstanden, wenn im Gegenzug Anzeigen im betreffenden Video eingeblendet werden. Diese Werbung wird normalerweise vor dem eigentlichen Video eingeblendet. Bei einer Videolänge von über zehn Minuten sind auch Werbeunterbrechungen während der Wiedergabe möglich.

Wenn Urheberrechtsinhaber nicht möchten, dass ihr Material wiederverwendet wird, können sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Video sperren: Der Urheberrechtsinhaber kann entscheiden, dass dein Video gesperrt werden soll. In diesem Fall können andere YouTube-Nutzer dieses Video nicht mehr ansehen. Manchmal gilt eine solche Sperrung weltweit; manchmal sind nur bestimmte Länder/Regionen betroffen.

  • Inhalte werden auf bestimmten Plattformen blockiert: Der Urheberrechtsinhaber kann die Verfügbarkeit seiner geschützten Inhalte für bestimmte Apps oder Websites näher festlegen. Die Verfügbarkeit der betreffenden Videos auf YouTube.com ändert sich dadurch aber nicht.

In manchen Fällen kannst du bei Videos, die von einem Content ID-Anspruch betroffen sind, keine Einnahmen erzielen. Stattdessen kann der jeweilige Rechteinhaber sein Recht wahrnehmen, mit diesem Video Einnahmen zu erzielen. In anderen Fällen kannst du vielleicht die Werbeeinnahmen für ein Video mit dem Rechteinhaber teilen – zum Beispiel, wenn dein Videos urheberrechtlich geschützte Musik enthält.

Wie kann ich auf einen Anspruch reagieren?

Je nach Situation hast du verschiedene Möglichkeiten, falls ein Content ID-Anspruch für ein Video auf deinem Kanal eingeht:

  • Nichts tun: Falls der Anspruch berechtigt und du mit ihm einverstanden bist, musst du nichts unternehmen. Solltest du später deine Meinung ändern, kannst du die Zustimmung auch jederzeit wieder rückgängig machen.
  • Musik entfernen: Falls der Anspruch einen Musiktitel in deinem Video betrifft, kannst du den Song möglicherweise direkt entfernen. Das geht natürlich viel schneller, als das Video zu bearbeiten und neu hochzuladen. Weitere Informationen zum Entfernen von Musik

  • Musik austauschen: Du kannst die urheberrechtlich geschützte Musik in deinem Video durch andere, bei Google verfügbare Musik ersetzen, die frei von Urheberrechten ist. Weitere Informationen zum Austauschen von Musik

  • Umsätze teilen: Falls dein Video urheberrechtlich geschützte Musik enthält und du an unserem YouTube-Partnerprogramm teilnimmst, kannst du möglicherweise deinen Umsatz mit dem Rechteinhaber teilen. Weitere Informationen zur Umsatzbeteiligung

  • Einspruch erheben: Wenn du über die erforderlichen Rechte zur Nutzung der urheberrechtlich geschützten Inhalte in deinem Video verfügst oder der Meinung bist, dass eine unzutreffende Identifizierung vorliegt, hast du die Möglichkeit, Einspruch gegen den urheberrechtlichen Anspruch zu erheben.

So erhebst du Einspruch gegen Content ID-Ansprüche

  1. Melde dich in YouTube Studio an.
  2. Wähle im Menü links Videos aus.
  3. Klicke auf den Abwärtspfeil über "Beschwerde wegen Urheberrechtsverletzung". Diese Option findest du neben dem entsprechenden Video unter der Spalte Monetarisierung, sofern verfügbar. Falls diese Option dort nicht angezeigt wird, findest du sie in der Spalte Sichtbarkeit.
  4. Klicke auf Details der Beschwerde wegen Urheberrechtsverletzung ansehen.
  5. Dadurch öffnet sich die Seite mit Informationen zu Video-Urheberrechten. Hier erfährst du unter anderem, auf welche Inhalte im Video Anspruch erhoben wurde und wer den Anspruch erhoben hat.
  6. Klicke unter AKTION AUSWÄHLEN auf Einspruch.

Anleitung für Creator Studio Classic

  1. Melde dich in YouTube an.
  2. Gehe zu Creator Studio Classic und dann Video-Manager und dann Urheberrechtshinweise.
  3. Klicke auf den Link rechts neben dem Menü Bearbeiten des Videos. Dadurch öffnet sich eine Seite mit näheren Informationen zu den geschützten Inhalten, einschließlich der zugehörigen Rechteinhaber.
  4. Dort hast du die Möglichkeit, Einspruch zu erheben.

Vorsicht: Falls sich herausstellt, dass dieser Einspruch unbegründet ist, kann der Rechteinhaber dein Video deaktivieren. In diesem Fall erhält dein Konto eine Urheberrechtsverwarnung.

Weitere Informationen

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