Smarte Shopping-Kampagnen

Mit smarten Shopping-Kampagnen können Sie die Kampagnenverwaltung vereinfachen, den Conversion-Wert maximieren und Ihre Reichweite erhöhen. Dieser Untertyp einer Shopping-Kampagne ist eine Kombination aus einer regulären Shopping-Kampagne und einer Remarketing-Kampagne im Displaynetzwerk. Smarte Shopping-Kampagnen umfassen automatische Gebotseinstellungen und Anzeigen-Placements, damit Ihre Produkte und Ihr Unternehmen netzwerkübergreifend beworben werden. In diesem Artikel erfahren Sie in Grundzügen, wie diese Kampagnen funktionieren. Wie Sie smarte Shopping-Kampagnen einrichten, erfahren Sie hier.

Funktionsweise

Bei smarten Shopping-Kampagnen werden Ihr bestehender Produktfeed und Ihre Assets mit dem maschinellen Lernen von Google kombiniert, um über Werbenetzwerke hinweg unterschiedliche Anzeigen auszuliefern. Dazu stellen Sie eine Verknüpfung mit einem Merchant Center-Konto her, legen ein Budget fest, laden Assets hoch und teilen uns das Absatzland mit. Unsere Systeme greifen dann auf Ihren Produktfeed zu und testen verschiedene Kombinationen aus dem von Ihnen bereitgestellten Bild und Text. Anschließend werden die relevantesten Anzeigen in verschiedenen Google-Werbenetzwerken ausgeliefert, einschließlich Google Suchnetzwerk, Google Displaynetzwerk, YouTube und Gmail. In Europa können smarte Shopping-Kampagnen in jedem Preisvergleichsportal verwendet werden, mit dem Sie zusammenarbeiten. Die Anzeigen werden auf allgemeinen Suchergebnisseiten und auf anderen Plattformen ausgeliefert, die vom Preisvergleichsportal genutzt werden.

Damit jede Anzeige ihre optimale Wirkung entfaltet, automatisiert Google auch Anzeigen-Placements und Gebote, sodass ein maximaler Conversion-Wert – entsprechend Ihrem Budget – erzielt wird.

Anforderungen

Bevor Sie eine smarte Shopping-Kampagne erstellen können, müssen Sie Conversion-Tracking mit transaktionsspezifischen Conversion-Werten einrichten. Mithilfe von Conversion-Tracking können Sie ermitteln, wann Ihre Anzeigen zu Verkäufen auf Ihrer Website führen. Sie benötigen ein aktives verifiziertes Conversion-Tracking-Tag, um eine smarte Shopping-Kampagne einzurichten. Weitere Informationen zum Einrichten von Conversion-Tracking für Ihre Website

Außerdem müssen Sie ein allgemeines Website-Tag auf Ihrer Website einfügen und eine Remarketing-Liste von mindestens 100 aktiven Nutzern haben, die Ihrem Konto zugeordnet ist. So haben Sie die Möglichkeit, Ihre Anzeigen für dynamisches Remarketing zu verwenden, d. h. sie für Nutzer zu personalisieren, die Ihre Website zuvor besucht haben. Wenn Sie Google Analytics nutzen, können Sie eine Verknüpfung zu Ihrem Google Analytics-Konto erstellen und dort Tags einrichten, anstatt das allgemeine Website-Tag zu verwenden. Sie müssen keine nicht kommerziellen Seiten Ihrer Website mit Tags versehen.

Zu guter Letzt müssen die Anforderungen für Shopping-Kampagnen sowie die Richtlinien für Shopping-Anzeigen eingehalten werden. Google lässt keine sensiblen Interessenkategorien zu, um relevante Anzeigen an Personen auszuliefern oder um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Weitere Informationen zur Richtlinie für personalisierte Anzeigen

Wir empfehlen die Verwendung einer Standard-Shopping-Kampagne mit der Gebotsstrategie "Klicks maximieren", um den Conversion- und Remarketing-Anforderungen zu entsprechen. Wenn diese Anforderungen erfüllt sind, kann Google die Leistung erbringen, die Sie erwarten. Sollten diese Anforderungen nicht eingehalten werden, können Sie keine smarte Shopping-Kampagne einsetzen.

Arten von Anzeigen und wo sie erscheinen können

Zu smarten Shopping-Kampagnen zählen Produkt-Shopping-Anzeigen, Anzeigen mit lokalem Inventar und Displayanzeigen (einschließlich Remarketing-Anzeigen und ähnlicher Zielgruppen), die im Google Suchnetzwerk, im Google Displaynetzwerk, auf YouTube und in Gmail ausgeliefert werden können.

Anzeigenerstellung und -Placement sind automatisiert, sodass Ihre Anzeigen auf den Werbeflächen ausgeliefert werden, auf denen sie relevant sind. Außerdem werden Ihre Gebote so festgelegt, dass der Conversion-Wert maximiert wird.

In der Google-Suche wird anhand der Suchanfragen und der prognostizierten Absicht der Nutzer ermittelt, welches Produkt aus Ihrem Feed präsentiert werden soll. Im Displaynetzwerk werden Anzeigen auf Basis der Interaktion von Nutzern mit Ihrer Website personalisiert. Hat der Nutzer beispielsweise bereits Ihre Website besucht und dort Interesse an Produkten gezeigt, wird mithilfe Ihres Produktfeeds automatisch eine relevante Anzeige erstellt.

Berichterstellung für Kampagnen

Mithilfe von Conversion-Werten und ROAS-Berichten (Return on Advertising Spend) lässt sich die Leistung Ihrer Kampagne auswerten. Sie können auch vordefinierte Berichte abrufen, die in bestimmte Produktattribute unterteilt sind, etwa Kategorie, Produkttyp und benutzerdefiniertes Label. Dazu klicken Sie rechts oben auf das Berichtssymbol , wählen Vordefinierte Berichte (früher unter "Dimensionen") aus und klicken dann auf Shopping. Jetzt können Sie im Drop-down-Menü den gewünschten Bericht auswählen.

Typische Berichte, etwa zu Klicks, Conversions und Impressionen, sind ebenfalls verfügbar.

Best Practices

Mit unseren Best Practices können Sie Ihre Kampagne optimal nutzen.

Budget

Sie können Ihre Gesamtausgaben auf einem ähnlichen Niveau halten, indem Sie den täglichen Ausgabenverlauf Ihrer aktuellen Standard-Shopping-Kampagnen und Remarketing-Kampagnen im Displaynetzwerk heranziehen und damit ein Budget für Ihre neue Kampagne festlegen. In einem Konto haben smarte Shopping-Kampagnen Priorität vor Standard-Shopping-Kampagnen und Remarketing-Kampagnen im Displaynetzwerk.

Ziel-ROAS

Bei smarten Shopping-Kampagnen wird der Conversion-Wert automatisch so weit maximiert, wie es das Budget zulässt. Haben Sie für Ihre Kampagne ein Mindestrenditeziel festgelegt, können Sie auch einen Ziel-ROAS angeben. Wenn Ihr Zielvorhaben für die Kampagne beispielsweise 5 € Umsatz für jeden Euro beträgt, den Sie in Anzeigen investiert haben, können Sie den Ziel-ROAS auf 500 % festlegen. Sobald Sie einen Ziel-ROAS festgelegt haben, werden Ihre Gebote so optimiert, dass Sie Ihre Zielvorgaben im Rahmen des Tagesbudgets erreichen. Ist Ihr ROAS zu hoch, wird ein Teil des Budgets möglicherweise nicht ausgegeben und Ihr Gesamtumsatz geht zurück.

Hinweis: Der Ziel-ROAS ist das Gegenteil einer effektiven Umsatzbeteiligung (Effective Revenue Share, ERS). Der ERS-Wert ist ein Messwert für die Ausgaben geteilt durch den Umsatz. Der tatsächliche ROAS kann von Ihrem Ziel-ROAS abweichen.

Produkte

Sie können Ihre Kampagne optimieren, indem Sie ihr so viele relevante Produkte wie möglich hinzufügen. Damit Sie Ihre Ausgaben und Umsätze auf einem konstanten Niveau halten oder sogar verbessern können, empfehlen wir, die Produkte für Ihre neue Kampagne so auszuwählen, dass sie mit früheren Kampagnen vergleichbar sind. Dynamische Remarketing-Anzeigen enthalten häufig mehrere Produkte derselben Kampagne. Je mehr Produkte also innerhalb einer Kampagne ausgewählt werden können, desto besser ist die Leistung.

Assets

Mit einem Logo von hoher Qualität und mit Bild-Assets machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam. Das Logo sollte bereits in Ihrem Merchant Center-Konto festgelegt sein. Diese Bild-Assets werden in Kombination mit Textinhalten verwendet, um responsive Remarketing-Anzeigen zu erstellen. Sie werden im Displaynetzwerk und auf YouTube für Nutzer eingeblendet, die Ihre Website zwar besucht, jedoch noch kein Interesse an einem bestimmten Produkt zum Ausdruck gebracht haben. Lässt ein Nutzer Interesse an einem bestimmten Produkt erkennen (aufgrund seiner Interaktion mit Ihrer Website), verwendet Google die relevanten Produktinformationen aus Ihrem Feed.

Benutzerdefinierte Parameter

Mithilfe von benutzerdefinierten Parametern kann Google ermitteln, an welchen Produkten Besucher Ihrer Website interessiert sind. Sie können smarte Shopping-Kampagnen zwar auch ohne diese Parameter verwenden, es wird jedoch empfohlen, benutzerdefinierte Parameter für den Einzelhandel einzurichten, um die Kampagnenleistung zu steigern.

Wenn Sie keine benutzerdefinierten Parameter einrichten, wird maschinelles Lernen verwendet. Dabei werden die Produkte aus Ihrem Feed auf Basis der Statistiken von Ihrem Google Analytics-Tag oder dem allgemeinen Website-Tag abgeglichen (z. B. Ihren Seitentiteln und Zielseiten).

Test

Warten, bis maschinelles Lernen optimiert ist: Verwenden Sie die Gebotsstrategie bei einer neuen Kampagne etwa 15 Tage lang, bevor Sie mit der Bewertung ihrer Leistung beginnen. Diese Zeit ist für entsprechende Anpassungen erforderlich. Dabei werden auch Conversion-Verzögerungen berücksichtigt.

Genügend Daten einbeziehen: Warten Sie, bis Sie genügend Daten haben, um die Leistung der Gebotsstrategie bewerten zu können. Normalerweise reicht es, wenn der Werbetreibende nach der Lernphase zwei bis drei Wochen wartet, bevor er die Leistung beurteilt.

Äußere Faktoren berücksichtigen: Mehrere Faktoren können Ihre Ergebnisse über einen bestimmten Zeitraum hinweg beeinflussen, z. B. Feiertage, Wochenenden, spezielle Aktionen, Änderungen an Ihren Produktdaten und Ihre Mitbewerber bei der Auktion.

Schwerpunkt auf Conversion-Wert legen, nicht auf Klicks: Möglicherweise sinkt die Anzahl der Klicks zuerst. Das ist sogar zu erwarten, da durch die Gebotsstrategie für diese Kampagnen Gebote für Klicks reduziert werden, die Ihren Conversion-Wert nicht maximieren. Das so gesparte Geld wird dann verwendet, um höhere Gebote für Klicks abzugeben, die den Conversion-Wert wahrscheinlich steigern. Aus demselben Grund wird Ihr Cost-per-Click variieren.

Conversion-Verzögerungen berücksichtigen: Einige Conversions benötigen mehr Zeit als andere, manchmal ganze Tage oder sogar Wochen. Wenn Sie die aktuelle Kampagnenleistung mit der bisherigen Leistung vergleichen, kann die aktuelle Leistung aufgrund von Verzögerungen bei den Conversions schlechter erscheinen. Informationen zum Abrufen eines Berichts zu Verzögerungen bei Conversions

Andere Kampagnen anhalten

Bei identischen Produkten und Produktgruppen haben smarte Shopping-Kampagnen Vorrang vor Standard-Shopping-Kampagnen und Remarketing-Kampagnen im Displaynetzwerk für dasselbe Konto. Ist also ein bestimmtes Produkt sowohl Teil einer Standard- als auch einer smarten Shopping-Kampagne, können die Anzeigen der smarten Kampagne ausgeliefert werden (statt der Produkte aus Standard-Shopping-Kampagnen oder Remarketing-Kampagnen im Displaynetzwerk). Wir empfehlen, diese anderen Kampagnen zu pausieren, damit das maschinelle Lernen von smarten Shopping-Kampagnen nicht gestört wird.

Weitere Informationen

Smarte Shopping-Kampagne erstellen
Shopping-Kampagnen und -Anzeigen
Remarketing

War dieser Artikel hilfreich?
Wie können wir die Seite verbessern?