Abweichungen zwischen den Daten in Google Ads und Analytics

Für die Google Ads-Berichte in Google Analytics werden Daten direkt aus dem Google Ads-System importiert. Die Daten in Google Ads und Analytics sind normalerweise konsistent, können aber unter bestimmten Umständen voneinander abweichen:

  • Wenn längere Zeiträume miteinander verglichen werden, können Abschnitte enthalten sein, in denen die Konten nicht miteinander verknüpft waren.
  • Wenn mehrere Google Ads-Konten mit derselben Analytics-Datenansicht verknüpft werden, können die Informationen in den Berichten zu komplex werden.
  • Durch Filter werden eventuell einige Daten aus den Analytics-Berichten entfernt. Achten Sie darauf, dass die finalen URLs Ihrer Kampagnen nicht durch Filter geändert werden.
  • Google Ads-Daten werden in Analytics importiert, wenn Sie den Bericht aufrufen. Die angezeigten Daten sind daher auf die Stunde aktuell.

Sie können Ihre Konfiguration mithilfe der Checkliste unten überprüfen. In diesem Artikel sind außerdem weitere mögliche Ursachen von Datenabweichungen beschrieben.

Themen in diesem Artikel:

Checkliste für die Konfiguration

In vielen Fällen sind abweichende Daten auf eine fehlerhafte Konfiguration zurückzuführen. Anhand der folgenden Checkliste können Sie überprüfen, ob alles korrekt eingerichtet ist.

  • Vergewissern Sie sich, dass Ihr Google Ads-Konto und die Analytics-Property richtig miteinander verknüpft sind. Weitere Informationen
  • Stellen Sie sicher, dass die Landingpages Ihrer Anzeigen den Tracking-Code für die richtige Analytics-Property enthalten. Weitere Informationen
  • Überprüfen Sie, ob die automatische Tag-Kennzeichnung auf Ihrer Website verwendet werden kann. Weitere Informationen
  • Falls die automatische Tag-Kennzeichnung auf Ihrer Website unterstützt wird, aktivieren Sie diese Funktion. Weitere Informationen
  • Achten Sie darauf, dass die finalen URLs in Ihren Anzeigen korrekt mit Tags gekennzeichnet sind. Weitere Informationen
  • Vergewissern Sie sich, dass keine Google Ads-Daten durch Ihre Filter entfernt werden. Weitere Informationen

Abweichungen bei Klick- und Sitzungsdaten

Wenn die Daten für Klicks und Sitzungen wie unten beschrieben voneinander abweichen, können Sie auf die Fehlerbehebung bei Differenzen zwischen Klicks und Sitzungen zurückgreifen.

Wenn für die Google Ads-Daten der Wert "(not set)" angezeigt wird (z. B. als Wert für die Dimension "Konto" oder "Kampagne"), können Sie anhand der Fehlerbehebung für Daten mit Wert "(not set)" mögliche Ursachen identifizieren und beheben.

Wenn die Daten für Klicks und Sitzungen in Google Ads und Analytics voneinander abweichen, kann dies unterschiedliche Gründe haben:

  • Klicks und Sitzungen sind unterschiedliche Messwerte.
    In Google Ads werden Klicks erfasst, in Analytics jedoch Sitzungen. Klickt ein Nutzer binnen 30 Minuten zweimal auf Ihre Anzeige, ohne dass er den Browser zwischendurch geschlossen hat, wird dies in Analytics als eine Sitzung gezählt. Dies gilt auch dann, wenn der Nutzer Ihre Website zwischendurch verlassen hat und dann zurückgekehrt ist. Wenn ein Nutzer beispielsweise einmal auf Ihre Anzeige, danach auf die Schaltfläche "Zurück" und dann noch einmal auf Ihre Anzeige klickt, zählt dies in Google Ads als zwei Klicks, während in Analytics nur eine Sitzung registriert wird.
  • In Google Ads werden ungültige Klicks aus den Berichten herausgefiltert, während in Analytics sämtliche Daten angezeigt werden.
    In Google Ads werden bestimmte Klicks automatisch aus Ihren Berichten entfernt, während Berichte in Analytics alle resultierenden Sitzungen enthalten. Die aus Ihren Google Ads-Berichten herausgefilterten Klicks beziehen sich auf gelegentliche Fälle, in denen ein Nutzer wiederholt auf Ihre Anzeige klickt, um die Kosten oder die Klickrate (Click-through-Rate, CTR) zu erhöhen. Diese Klicks werden von Google Ads als ungültig erachtet und automatisch aus Ihren Google Ads-Berichten herausgefiltert. Diese potenziell ungültigen Klicks werden Ihnen nicht in Rechnung gestellt.
  • Sie haben die automatische Tag-Kennzeichnung für URLs in Ihrem Google Ads-Konto deaktiviert.
    Wenn die automatische Tag-Kennzeichnung deaktiviert ist und Sie den finalen URLs nicht manuell Tags mit Kampagnen-Tracking-Variablen hinzugefügt haben, werden Zugriffe nicht als Google CPC (Klicks über Google Ads-Anzeigen) markiert. Stattdessen werden sie möglicherweise der organischen Google-Suche zugeordnet (Klicks, die von organischen Suchergebnissen der Google-Suche stammen). Achten Sie darauf, dass in Ihrem Google Ads-Konto entweder die automatische Tag-Kennzeichnung aktiviert ist oder Kampagnen-Tracking-Variablen an das Ende jeder finalen URL angehängt sind.

    Weitere Informationen zur automatischen Tag-Kennzeichnung
  • Die Import- und Exporteinstellungen in Google Ads müssen korrekt sein.
    Wenn Sie sicher sind, dass die Konten verknüpft wurden, Sie aber trotzdem keine Klick- oder Kostendaten sehen: Überprüfen Sie, ob die Option ausgewählt ist, mit der Daten aus dem verknüpften Konto in die relevante Datenansicht importiert werden.

    Weitere Informationen zu den Import- und Exporteinstellungen in Google Ads
  • Für Ihre Website ist eine serverseitige URL-Überschreibung festgelegt.
    Das Hinzufügen weiterer Parameter zu Ihrer URL kann die Überschreibungsregel beschädigen. Für einige Websites sind beliebige Parameter in der URL nicht zulässig. In diesem Fall werden Fehlerseiten angezeigt, sobald Parameter hinzugefügt werden. Bitten Sie Ihren Webmaster, beliebige URL-Parameter zuzulassen.
  • Von Ihrer Landingpage erfolgt eine Weiterleitung auf eine andere Seite.
    Durch Weiterleitungen in Landingpages wird häufig die Ausführung des Analytics-Codes verhindert. Dadurch kann nicht festgestellt werden, ob ein Zugriff von einer bezahlten Kampagne im Such-Werbenetzwerk stammt. Wenn Ihre Anzeige beispielsweise zur http://www.meinedomain.de/index.html führt, Sie jedoch einen 301-, 302- oder JavaScript-Verweis von dieser URL auf http://www.meinedomain.de/seite2.html erstellt haben, gehen die Kampagneninformationen, die ursprünglich an die Landingpage angehängt waren, bei dem Verweis verloren.

    Weitere Informationen zum Tracking von Weiterleitungsseiten
  • Stellen Sie sicher, dass Tracking für die Landingpage Ihrer Anzeigen aktiviert ist.
    Falls die Landingpage der Anzeigen nicht erfasst wird, werden die Kampagneninformationen nicht an Analytics übergeben. Deshalb muss das Tracking für alle Landingpages Ihrer Google Anzeigen aktiviert sein.
  • Eventuell können aufgrund der Browsereinstellungen der Nutzer keine Daten von Websites mit Analytics erhoben werden.
    Nutzer, die über Google Ads auf Ihre Website gelangen, haben möglicherweise JavaScript oder Bilder deaktiviert. Unter Umständen verwenden sie auch andere Technologien, durch die die Erstellung von Berichten zu den Nutzern Ihrer Website in Analytics verhindert wird, etwa das Browser-Add-on zur Deaktivierung von Analytics. In solchen Fällen werden diese Nutzer in Analytics eventuell nicht erfasst, während sie in Google Ads berücksichtigt werden.
  • Auf der Landingpage muss der Code richtig geladen werden können.
    Wenn Klicks in Google Ads gezählt werden, aber nicht in Analytics, besteht das Problem möglicherweise zwischen dem Klickereignis in Google Ads und dem Laden des Tracking-Codes auf der Landingpage. Wenn dies der Fall ist, vergewissern Sie sich, dass die Webhosting-Server ordnungsgemäß funktionieren, die Seite bei allen potenziellen Nutzern und IP-Adressen fehlerfrei lädt und der Tracking-Code richtig auf Ihren Webseiten eingebunden ist.

    Wie Sie prüfen können, ob Sie den Analytics-Code korrekt installiert haben, erfahren Sie hier
  • Nutzer kehren zurück, bevor die Kampagne beendet ist.
    Besucht ein Nutzer während der Laufzeit einer Kampagne Ihre Website erneut, wird er der entsprechenden Kampagne zugeordnet. In einem solchen Fall können Sie davon ausgehen, mehr Sitzungen als Klicks angezeigt zu bekommen. Um zu erfahren, wie viele Sitzungen von wiederkehrenden Nutzern generiert wurden, rufen Sie die Kampagne nach Nutzertyp segmentübergreifend auf.
  • Nutzer kehren über Lesezeichen auf die Website zurück.
    Bei Analytics werden die Zugriffe über Google Ads-Anzeigen mithilfe des gclid-Parameters in Ihren finalen URLs ermittelt. Der Parameter gclid ist Bestandteil der Landingpage-URL, wenn ein Nutzer von Ihrer Anzeige aus auf die Website gelangt. Wenn Ihre Website-URL beispielsweise www.ihremusterdomain.de ist und ein Nutzer auf Ihre Anzeige klickt, kann folgende URL in der Adresszeile des Browsers angezeigt werden:

    www.example.com/?gclid=123xyz

    Wenn Nutzer Ihre Website zusammen mit dem Parameter gclid als Lesezeichen speichern, betrachtet Analytics Zugriffe über diese Lesezeichen als von Ihren Google Ads-Anzeigen ausgehend. Dabei werden in Google Ads jedoch keine Klicks gezählt. Werbetreibenden werden diese Sitzungen nicht in Rechnung gestellt, weil keine tatsächlichen Klicks auf die Anzeigen erfolgen.
  • Serverlatenz
    Wenn ein Nutzer von einer Anzeige auf Ihre Website weitergeleitet wird, und dieser die Landingpage noch vor dem Ausführen des Tracking-Codes wieder verlässt, wird der Parameter gclid nicht an die Google-Server weitergegeben und der Klick wird der Sitzung nicht zugeordnet. Dadurch entstehen Diskrepanzen zwischen Klicks und Sitzungen.

Abweichungen bei der Conversion-Rate

In Analytics gibt die Conversion-Rate den Prozentsatz der Nutzer an, die für mindestens eines der für die Datenansicht definierten Zielvorhaben eine Conversion ausgeführt haben. Diese Rate unterscheidet sich von der Google Ads-Conversion-Rate, die in Ihrem Google Ads-Konto angezeigt wird. Hier bezeichnet die Conversion-Rate den Prozentsatz an Klicks, die zu einer Google Ads-Conversion geführt haben – gemäß der Definition im entsprechenden Conversion-Tracking-Code. Mehr über die Unterschiede zwischen diesen beiden Arten von Conversion-Tracking erfahren Sie in diesem Artikel.

Weitere Informationen

Conversion-Messwerte in Analytics und Google Ads vergleichen

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