Identitätsüberprüfung bei Wahlwerbung in der Europäischen Union

Google benötigt von Werbetreibenden, die Wahlwerbung in der Europäischen Union schalten möchten, einen Identitätsnachweis. Wurde ein Google Ads-Kontos bereits von Google überprüft und ist zur Schaltung von Wahlwerbung in der EU berechtigt, ist kein erneuter Nachweis notwendig.

Die Überprüfung ist für alle Anzeigenformate und -erweiterungen erforderlich. Ihre Beantragung kann bis zu zwei Schritte umfassen und bis zu fünf Werktage dauern. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen für die Überprüfung finden Sie in diesem Artikel.

Wichtiger Hinweis zum Thema Wahlwerbung

 
Bei Wahlwerbung muss offengelegt werden, wer für die Anzeige bezahlt hat. Für die meisten Anzeigenformate erstellt Google automatisch eine Offenlegung mit der Bezeichnung "Bezahlt von". Dazu werden die Informationen verwendet, die bei der Überprüfung angegeben wurden. In dieser Offenlegung wird für Nutzer, die die Anzeige sehen, der Name der Rechtspersönlichkeit eingeblendet, die für die Anzeige bezahlt hat.

Offenlegung in verschiedenen Anzeigenformaten 

  • In der Google-Suche und auf Partnerwebsites im Suchnetzwerk wird die Offenlegung direkt in den Anzeigen eingeblendet.
  • Auf YouTube erscheint die Offenlegung unter "Warum sehe ich diese Werbung?". Der Zugriff erfolgt über das Infosymbol  oder das Dreipunkt-Menü 
  • Auf Websites und in Apps, die von Google-Geschäftspartnern im Displaynetzwerk betrieben werden, ist die Offenlegung unter "Warum sehe ich diese Werbung?" zu sehen. Der Zugriff erfolgt über das Datenschutzinfo-Symbol AdChoices icon

Bei einigen Anzeigenformaten und -funktionen ist der Werbetreibende dafür verantwortlich, Offenlegungen zu EU-Wahlwerbung in die Anzeigen einzufügen. Weitere Informationen zu den Richtlinien

Google veröffentlicht außerdem einen Transparenzbericht für politische Werbung sowie eine Bibliothek für politische Anzeigen und Informationen zur Finanzierung von Wahlwerbung, deren Höhe usw. Hiermit möchten wir unsere Nutzer besser über diese Form der Werbung informieren.

Voraussetzungen für die Überprüfung

Sie können sich überprüfen lassen, wenn Sie die unten beschriebenen Voraussetzungen erfüllen. Sollten Sie eine Agentur haben oder mehrere Google Ads-Konten verwalten, ist für jedes einzelne Konto, über das Wahlwerbung geschaltet werden soll, die Anmeldung zur Überprüfung erforderlich.

Schritt 1: Berechtigung zum Schalten von Wahlwerbung bestätigen

Sie können die beiden Schritte der Überprüfung nur durchlaufen, wenn Sie ein bevollmächtigter Vertreter Ihrer Organisation sind. Es kann bis zu fünf Werktage dauern, bis die Berechtigung zum Schalten von Wahlwerbung überprüft ist. Im Antragsformular müssen Sie als bevollmächtigter Vertreter Folgendes angeben bzw. anhängen:

  • Ihre Google Ads-Kundennummer.

  • Die von Ihrer Organisation verwendete E-Mail-Adresse.

  • Das Land, in dem Ihre Organisation registriert ist.

  • Den Namen der Organisation. Dieser Name ist in der Offenlegung mit der Bezeichnung "Bezahlt von" sowie im Transparenzbericht für politische Werbung und in der Bibliothek für politische Anzeigen zu sehen.

  • Die Registrierungsnummer, z. B. die Steuernummer des Unternehmens.

  • Ein Dokument, in dem der Name der Organisation bestätigt wird. Beispiele: genehmigter Registrierungsantrag für eine EU-Wahl (Wahl zum Europäischen Parlament, Präsidentschafts- oder Parlamentswahl in einem EU-Mitgliedstaat). Bank- oder Kreditkartenauszüge oder Versicherungsbelege oder Schreiben dieser Institute; Miet- oder Hypothekenunterlagen, Bescheinigung einer Regierungsbehörde; Original oder Kopie einer gerichtlichen oder behördlichen Entscheidung über die Registrierung.

  • Die offizielle Adresse. Diese muss eine Adresse in der EU sein.

  • Ein Adressnachweis. Sie müssen ein Dokument einreichen, in dem die Adresse nachgewiesen wird. Folgende Dokumente werden akzeptiert: Registrierungsdokumente, Rechnungen, Aufträge, Strom-, Wasser- oder Gasrechnungen; Bank-, Kreditkarten- oder Versicherungsdatenauszüge oder Schreiben dieser Institute, Miet- oder Hypothekenunterlagen. Sie dürfen nicht älter als ein Jahr sein.

  • Eine Bestätigung dafür, dass es sich bei dem Bevollmächtigten um einen Bürger eines EU-Mitgliedstaats handelt. 

  • Eine Bestätigung dafür, dass die zu überprüfende Organisation nach den Gesetzen eines der EU-Mitgliedstaaten organisiert oder dort ansässig ist und gesetzlich berechtigt ist, in der Europäischen Union Wahlwerbung zu betreiben.

  • Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen von Google in Bezug auf Wahlwerbung.

Schritt 2: Identität bestätigen

Wenn Google die Berechtigung Ihrer Organisation zum Schalten von Wahlwerbung bestätigt, erhalten Sie eine E-Mail. Zusätzlich wird in einer roten Leiste oben in Ihrem Google Ads-Konto eine Benachrichtigung angezeigt. Darin wird die Identitätsüberprüfung in Google Ads beschrieben.

Wie bereits oben erwähnt, müssen Sie ein bevollmächtigter Vertreter der Organisation sein, um diesen Schritt auszuführen.

Bei der Überprüfung werden Sie um folgende Angaben gebeten:

  • Name der Organisation.

  • Adresse der Organisation.

  • Adressnachweis der Organisation. Sie müssen ein Dokument einreichen, mit dem die Adresse nachgewiesen wird. Folgende Dokumente werden akzeptiert: Registrierungsdokumente, Rechnungen, Aufträge, Strom-, Wasser- oder Gasrechnungen; Bank-, Kreditkartenauszüge oder Versicherungsbelege oder Schreiben dieser Institute, Miet- oder Hypothekenunterlagen.

  • Registrierungsdokument oder Registrierungsnummer der Organisation. Sie können die folgenden Dokumente einreichen: genehmigten Registrierungsantrag für eine EU-Wahl (Wahl zum Europäischen Parlament, Präsidentschafts- oder Parlamentswahl in einem EU-Mitgliedstaat), Bank- oder Kreditkartenauszüge oder Versicherungsbelege oder Schreiben dieser Institute; Miet- oder Hypothekenunterlagen,

  • Name des bevollmächtigten Vertreters. Er muss genau mit dem Namen im amtlichen Lichtbildausweis übereinstimmen, den Sie einreichen. Groß-/Kleinschreibung und Zeichensetzung werden berücksichtigt.

  • Die Adresse des Bevollmächtigten.

  • Eine Kopie des amtlichen Lichtbildausweises. Einen aktuellen Reisepass, Personalausweis eines EU-Mitgliedstaats oder einen gültigen Führerschein, der von einem EU-Mitgliedstaat ausgestellt wurde.

  • Eine Bestätigung dafür, dass es sich bei dem Bevollmächtigten um einen Bürger eines EU-Mitgliedstaats handelt. 

  • Eine Bestätigung dafür, dass die zu überprüfende Organisation nach den Gesetzen eines der EU-Mitgliedstaaten organisiert oder dort ansässig ist und gesetzlich berechtigt ist, in der Europäischen Union Wahlwerbung zu betreiben.

  • Die Zustimmung im Namen der Organisation zu den Nutzungsbedingungen von Google in Bezug auf Wahlwerbung.

So beantragen Sie die Überprüfung

Sie können die Überprüfung in diesem Formular beantragen. Folgen Sie dabei der Anleitung oben für Organisationen.

Google überprüft Ihren Antrag und sendet Ihnen innerhalb von fünf Werktagen eine E-Mail zum Status der Überprüfung.

 

Hinweis

  • Da für die Überprüfung die Daten im Google Ads-Zahlungsprofil herangezogen werden, müssen Sie bei Änderungen am Zahlungsprofil auch die Identitätsüberprüfung nochmals durchlaufen. Wenn dies erforderlich ist, erhalten Sie eine Benachrichtigung im Konto.

  • Sollten wir feststellen, dass Sie gegen unsere Richtlinien für Wahlwerbung verstoßen oder im Rahmen der Überprüfung falsche Angaben gemacht haben, wird Ihre Berechtigung aufgehoben. Ihr Konto kann dann gesperrt werden.

  • Die Überprüfung muss regelmäßig wiederholt werden. Sie werden benachrichtigt, wenn eine erneute Überprüfung erforderlich ist.

  • Wenn Sie die Rechnungseinrichtung in Ihrem Konto ändern, muss das Konto noch einmal überprüft werden, damit Sie Wahlwerbung in der EU betreiben dürfen.

  • Google kann diese Überprüfungsanforderungen jederzeit ändern.

Verwendung Ihrer Informationen durch Google

Anhand der Angaben, die Sie im Rahmen der Überprüfung machen, bestätigt Google Ihre Identität und Ihre Berechtigung zum Schalten von Wahlwerbung.

  • Für Wahlwerbung gilt Folgendes:

    • Google legt, wenn möglich, durch einen entsprechenden Hinweis in der Anzeige offen, wer für die Werbung bezahlt hat. Ihr Name oder der Ihrer Organisation ist also in der Anzeige für Nutzer sichtbar.

    • Google veröffentlicht einen frei zugänglichen Transparenzbericht für politische Werbung sowie eine Bibliothek für politische Anzeigen und Informationen zur Finanzierung von Wahlwerbung, deren Höhe usw.

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