Programmrichtlinien für Ad Manager und Ad Exchange

Personalisierte und nicht personalisierte Anzeigen im Rahmen des LGPD

In diesem Artikel werden die Unterschiede zwischen personalisierten und nicht personalisierten Anzeigen im Zusammenhang mit dem brasilianischen Datenschutzgesetz (Lei Geral de Proteção de Dados, LGPD) beschrieben. Weitere Informationen zum LGPD-Datenschutzgesetz

Personalisierte Anzeigen

Personalisierte Anzeigen (früher "interessenbezogene Werbung") sind ein effektives Mittel, mit dem Werbetreibende die Relevanz von Anzeigen für Nutzer erhöhen und den ROI steigern können. In allen unseren Publisher-Produkten ziehen wir auf Grundlage der von Nutzern besuchten Websites oder verwendeten Apps Rückschlüsse auf deren Interessen. Werbetreibende nutzen diese Informationen, um ihre Kampagnen an diesen Interessen auszurichten, was für Nutzer und Werbetreibende gleichermaßen von Vorteil ist.

Für Google sind Anzeigen dann personalisiert, wenn erfasste oder bekannte Daten die Anzeigenauswahl bestimmen oder beeinflussen. Dazu zählen unter anderem frühere Suchanfragen, Aktivitäten, Websitebesuche, die Verwendung von Apps, demografische und Standortinformationen. Im Einzelnen umfasst dies: demografisches Targeting, Targeting auf Interessenkategorien, Remarketing sowie Targeting auf Listen zum Kundenabgleich und Zielgruppenlisten, die in Display & Video 360 oder Campaign Manager hochgeladen wurden.

Nicht personalisierte Anzeigen (NPA)

Nicht personalisierte Anzeigen basieren nicht auf früherem Nutzerverhalten. Beim Targeting werden Kontextinformationen herangezogen, unter anderem ein grobes (z. B. auf Stadt-, aber nicht auf Postleitzahl-Ebene) geografisches Targeting basierend auf dem aktuellen Standort, der Content auf der aktuellen Website oder in der App sowie aktuelle Suchbegriffe. Google unterbindet jedwedes interessenbasiertes Zielgruppen-Targeting, auch demografisches Targeting und Targeting auf Basis von Nutzerlisten.

Zwar werden bei nicht personalisierten Anzeigen für das Targeting keine Cookies oder mobilen Anzeigenkennzeichnungen eingesetzt, jedoch durchaus für das Frequency Capping, für zusammengefasste Anzeigenberichte und zur Bekämpfung von Betrug und Missbrauch.

Wenn ein angemeldeter Google-Nutzer in Brasilien auf Google direkte Angaben zu seinem Alter gemacht hat, die darauf hinweisen, dass der Nutzer noch nicht volljährig ist, liefert Google diesem Nutzer nur nicht personalisierte Anzeigen aus, unabhängig davon, ob der Publisher ein Signal für nicht personalisierte Anzeigen im Anzeigen-Tag weitergibt oder nicht.

Nicht personalisierte Anzeigen für programmatische Transaktionen

Wird ein Signal für nicht personalisierte Anzeigen im Anzeigen-Tag weitergegeben, passiert bei programmatischen Transaktionen Folgendes:

"Programmatische Transaktionen" sind Transaktionen aus offenen Auktionen, privaten Auktionen, Vorschauen, Preferred Deals und "Programmatisch garantierten" Kampagnen.
  • Bei der Anzeigenbereitstellung werden keine Informationen zum bisherigen Verhalten des Nutzers verwendet.
  • Google zeichnet keine Informationen zu Nutzerkennzeichnungen auf, um sie im Rahmen des Targetings oder zur Erfassung von Messwerten für personalisierte Anzeigen einzusetzen.
  • Bei der Anzeigenbereitstellung wird kein interessenbasiertes Zielgruppen-Targeting angewendet, einschließlich Targeting auf demografische Merkmale und auf Remarketing-Listen.
  • Bei der Anzeigenbereitstellung über das Google Displaynetzwerk und Display & Video 360 wird nur Kontext- und Placement-Targeting genutzt. Bei diesen Anzeigen kann die IP-Adresse für ein grobes geografisches Targeting (auf Stadtebene) und zum Verhindern von ungültigen Aktivitäten herangezogen werden. Außerdem werden bei diesen Anzeigen Cookies und/oder IDFAs und AdIDs für das Frequency Capping, zusammengefasste Anzeigenberichte und zum Bekämpfen von Betrug und Missbrauch eingesetzt.
  • Bei nicht personalisierten Anzeigen werden keine Drittanbieter-Käufer und kein Anzeigen-Tracking durch Drittanbieter unterstützt.

Nicht personalisierte Anzeigen für nicht programmatische Werbebuchungen

Wird ein Signal für nicht personalisierte Anzeigen im Anzeigen-Tag weitergegeben, passiert bei nicht programmatischen Werbebuchungen Folgendes:

"Nicht programmatische Werbebuchungen" sind Werbebuchungen, die nicht Teil von "programmatisch garantierten" Kampagnen oder programmatischen Deals in Ad Manager, Ad Exchange oder AdSense sind.
  • Bei der Anzeigenbereitstellung wird kein interessenbasiertes Zielgruppen-Targeting angewendet. Dies schließt Targeting auf demografische Merkmale und auf Remarketing-Listen mit ein.
  • Google zeichnet keine Informationen zu Nutzerkennzeichnungen auf, um sie im Rahmen des Targetings oder zur Erfassung von Messwerten für personalisierte Anzeigen einzusetzen.
  • Nicht personalisierte Anzeigen werden bei Reservierungen nur dann ausgeliefert, wenn keine Anzeigentechnologie-Anbieter angegeben oder erkannt wurden.

Nicht personalisierte Anzeigen für Ertragsgruppen

Wird ein Signal für nicht personalisierte Anzeigen im Anzeigen-Tag weitergegeben, passiert Folgendes für Ertragsgruppen, die Open Bidding und die Vermittlung für mobile Apps einsetzen:

  • Open Bidding wird deaktiviert und es werden keine Callouts an Open Bidding-Bieter gesendet.
  • Die Vermittlung für mobile Apps wird nicht deaktiviert.

Häufig verwendete Funktionen, die von der Bereitstellung nicht personalisierter Anzeigen betroffen sind:

  • Das Targeting nach Lösungen für Zielgruppen ist bei Anfragen für NPA nicht verfügbar.
  • Das Ad Manager-Targeting auf Mobilfunkanbieter ist bei Anfragen für NPA nicht verfügbar.
  • Das Ad Manager-Bandbreiten-Targeting ist bei Anfragen für NPA nicht verfügbar.
  • Bestimmte Felder in der Datenübertragung sind nicht verfügbar, etwa "UserId".
  • Deals mit Käufern, die nicht Display & Video 360 verwenden, sind bei Anfragen für NPA nicht zulässig.
  • Deals mit Display & Video 360-Käufern können beeinträchtigt sein, wenn Drittanbieterpixel oder das Zielgruppen-Targeting bei Anfragen für NPA verwendet werden.

Berichtsunterschiede bei nicht personalisierten Anzeigen

  • Einige Felder in der Ad Manager-Datenübertragung sind bei nicht personalisierten Anzeigen leer, etwa "UserId", "AudienceSegmentIds", "Bandwidth" und "MobileCarrier".
  • Die Genauigkeit der Ad Manager-Reichweitenberichte kann beeinträchtigt sein.
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