Video-Fallbacks

Mit Video-Fallbacks, auch als Vermittlungsabfolge oder clientseitige Vermittlung bezeichnet, maximieren Sie die Wahrscheinlichkeit, dass bei der Verwendung von VAST-Weiterleitungen eine Impression erzielt wird. Wenn das Fallback aktiviert ist, ermittelt Google Ad Manager, welche Anzeigen infrage kommen, sortiert sie ihrem Rang entsprechend und gibt dann nicht nur eine, sondern mehrere Anzeigen zurück.

LesezeichenWeiter zu: Eigenständige Fallback-Anzeigen für optimierte Pods | Anforderungen und Voraussetzungen | Fallback aktivieren

Funktionsweise

  1. Ad Manager sendet bei einer Anfrage mehrere Weiterleitungsanzeigen an das SDK.
  2. Über das SDK wird dann die erste Anzeige angefordert.
  3. Falls der Server keine gültige VAST-Antwort zurückgibt, fordert das SDK eine zweite Anzeige an. Dieses sogenannte Fallback wird so lange fortgesetzt, bis entweder ein Creative abgerufen wird und die Anzeige ausgeliefert werden kann oder bis das von Ihnen für Ihr Netzwerk festgelegte Fallback-Limit erreicht ist. Das gezeigte Creative kann ein von Ad Manager gehostetes Creative sein, weil angenommen wird, dass das Creative definitiv gerendert wird.
Das Fallback ist eine Kombination aus VAST-Weiterleitungs-Creative und einem von Ad Manager gehosteten Creative.

Bei einzelnen Videoanzeigen kann das Fallback fortgesetzt werden, bis der erste Frame einer Anzeige wiedergegeben wird. Kann die Anzeige nicht wiedergegeben werden, erscheint eine weitere Fallback-Anzeige.

Mögliche Fallback-Auslöser

  • Das Zeitlimit für die VAST-Antwort wird überschritten.
  • Die VAST-XML-Antwort ist leer.
  • Es liegt ein HTTP-Fehler vor.
  • Die Mediadatei wird nicht geladen (kein Auslöser für ein Pod-Fallback).
  • Das VPAID-Creative wird zwar geladen, aber das Video nicht (kein Auslöser für ein Pod-Fallback).

Eigenständige Fallback-Anzeigen für optimierte Pods

Eigenständige Fallback-Anzeigen können als Fallback für eigenständige Anzeigen verwendet werden, die für optimierte Pods verfügbar sind und nicht Teil der ursprünglichen Anzeigen waren, die in diesem Pod ausgeliefert wurden.

Bei optimierten Pods werden Anzeigen in einer bestimmten Reihenfolge ausgeliefert. Eigenständige Fallback-Anzeigen haben dagegen ihre eigene Reihenfolge.

  • Ad Exchange-Anzeigen können möglicherweise an Fallback-Positionen in optimierten Pod-Antworten ausgeliefert werden.
  • Die Standardanzahl eigenständiger Fallback-Anzeigen liegt bei 3, Sie können aber bis zu 9 Anzeigen erlauben.
  • Anzeigen mit einem Frequency Capping für einen Pod oder Stream können als eigenständige Fallback-Anzeigen präsentiert werden.
  • Wenn eine Werbebuchung mit Konkurrenzausschluss-Label im Haupt-Pod präsentiert wird, werden keine anderen Werbebuchungen mit diesem Label als eigenständige Fallback-Anzeigen ausgeliefert.
  • Eigenständige Fallback-Anzeigen dürfen die maximale Dauer der ursprünglichen Anzeigen im Pod nicht überschreiten. Wenn beispielsweise alle Anzeigen 30 Sekunden dauern, darf eine eigenständige Fallback-Anzeige nicht länger sein.
Beispiel

Wenn in einem optimierten Pod mit drei sequenziellen Anzeigen und drei eigenständigen Fallback-Anzeigen die zweite eine Weiterleitung ist, bei der keine Anzeige zurückgegeben wird, wird die erste eigenständige Fallback-Anzeige ausgewählt.

Anforderungen und Voraussetzungen

  • Für Fallback sind Google Publisher-Video-Tags erforderlich.
  • Wenn Sie das IMA SDK nicht verwenden, muss Ihr Player IAB-konform sein und VAST 3.0 oder höher verwenden.
Das Fallback und eigenständige Fallback-Anzeigen sind eine Standard-IAB-Funktion in VAST 3.0. Falls Sie einen Player verwenden, der eigenständige Fallback-Anzeigen unterstützt, ist das IMA SDK nicht erforderlich.

Werbebuchungstypen und die Fallback-Kette

  • Das Fallback wird nur bei Werbebuchungen mit Gruppen aus VAST-Weiterleitungs-Creatives ausgelöst. Die Fallback-Kette kann jedoch auch Werbebuchungen mit anderen Creative-Typen enthalten.
  • Anzeigen, die über die dynamische Zuordnung oder programmatisch garantierte Deals ausgeliefert werden, können sich in der Regel nur an erster Position in der Fallback-Kette befinden. Es gibt einige Szenarien mit optimierten Videopods, bei denen zusätzliche Anzeigen zurückgegeben werden können.
  • Bei den meisten Werbebuchungstypen wird für jede Prioritätsstufe innerhalb der Fallback-Reihenfolge jeweils nur eine Werbebuchung zurückgegeben. Damit mehrere Werbebuchungen desselben Typs in der Antwort gesendet werden, müssen sie unterschiedliche Prioritäten haben.

    Für prozentuale Werbebuchungen müssen keine unterschiedlichen Prioritäten im Rahmen des Fallbacks ausgewählt werden. 

  • Bestimmte Werbebuchungs- und/oder Creative-Einstellungen können verhindern, dass eine Anzeige als Teil der Fallback-Kette ausgewählt wird. Werbebuchungen mit sequenzieller Creative-Rotation sind beispielsweise von der Auswahl für das Fallback ausgeschlossen, da sie nicht sicher angezeigt werden und die Creative-Rotation somit durch sie unterbrochen werden kann. Möglicherweise sind zusätzliche Einstellungen für Werbebuchungen vorhanden, die die Auswahl einer Anzeige verhindern.
Außerdem können Fehler auftreten, wenn die Anzeige wiedergegeben wird und kein Fallback auslöst (z. B. 202). Fehler bei den Zeitlimits der Mediadateien oder bei den VPAID-Creatives der Anzeigen in den Pods werden nicht erkannt.

Video-Fallbacks und eigenständige Fallback-Anzeigen für Videos aktivieren

  1. Melden Sie sich in Google Ad Manager an.

  2. Klicken Sie auf Admin und dann Video und Audio und dann Video- und Audioeinstellungen.
  3. Aktivieren Sie Video-Fallbacks und Eigenständige Fallback-Anzeigen für Videos.

    Wenn Sie „Eigenständige Fallback-Anzeigen für Videos“ aktivieren, können Sie 9 als maximale Anzahl festlegen.
  4. Klicken Sie auf Speichern.

Wenn Sie die Option auf Netzwerkebene aktivieren, wird das Fallback für alle Videos mit IMA3 SDK und Google Publisher-Tags verwendet.

Sie können nofb=1 einfügen, um das Fallback bei einzelnen Tags zu deaktivieren.

Bericht zur Fallback-Position erstellen

  1. Melden Sie sich in Google Ad Manager an.

  2. Erstellen Sie einen Bericht.
  3. Wählen Sie in den Berichtsdimensionen unter „Video“ die Option Fallback-Position aus. Sie sehen dann Impressionen, Klicks, Conversions sowie andere Messwerte zu Anzeigen, die mit und ohne Fallback ausgeliefert wurden.

Berichtsmesswerte für den VAST 3-Fallback nach Fehlercode aufrufen

Wenn Sie VAST 3 nutzen, enthält Ihr Bericht VAST-Fehler, die nach Codes zum Antwortstatus kategorisiert sind. Ermitteln Sie anhand dieser Messwerte, wie oft ein Fallback für ein bestimmtes Creative oder eine bestimmte Werbebuchung eingesetzt wurde.

  • Die VAST-Fehler 300, 301, 302 und 303 weisen auf Probleme auf Anzeigenanfragenebene hin, bei denen ein Fallback ausgelöst wird.
  • Die VAST-Fehler 400 bis 403, 405, 900 und 901 entsprechen Fehlern während der Assetwiedergabe, bei denen ein Fallback auf Assetebene ausgelöst wird.

Fallback auf Assetebene

Beim herkömmlichen Fallback versucht das IMA SDK, Anzeigen nacheinander auszuliefern. Es wird nur dann auf die nächste Anzeige zurückgegriffen, wenn der VAST-Wrapper selbst nicht in eine Inline-Anzeige aufgelöst wird. Beim Fallback auf Assetebene geht das Ganze noch einen Schritt weiter: Wenn der einzelne VAST-Wrapper zwar in eine Inline-Anzeige aufgelöst wird, aber andere Fehler auftreten (z. B. wenn ein VPAID keine Impression erfasst, wenn bei einer Mediadatei eine Zeitüberschreitung auftritt oder wenn ein sonstiger VAST-Fehler vorliegt), greift das SDK auf die nächste Anzeige in der Liste zurück.

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