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Richtlinien für E-Mail-Absender

Beachten Sie die Richtlinien in diesem Artikel, damit E‑Mails erfolgreich an private Gmail-Konten gesendet und zugestellt werden. Ab 2024 müssen E‑Mail-Absender die hier beschriebenen Anforderungen erfüllen, um E‑Mails an private Gmail-Konten senden zu können. Private Gmail-Konten enden auf @gmail.com oder @googlemail.com.

Aktuelle Informationen zu den Anforderungen an Absender finden Sie in den Häufig gestellten Fragen zu den Richtlinien für E‐Mail-Absender.

Google Workspace-Absender: Wenn Sie über Google Workspace eine große Menge an E-Mails versenden, lesen Sie die Spam- und Missbrauchsrichtlinien in Gmail. Diese Richtlinien sind Teil der Richtlinien zur Fairen Nutzung für Google Workspace.

Aktualisierte Anforderungen an Absender

In der folgenden Tabelle sind die aktualisierten Richtlinien und Anforderungen für Absender aufgeführt:

Anforderung an Absender Hinzugefügt am
Verwendung einer TLS-Verbindung zum Übertragen von E‑Mails Dez. 2023

Anforderungen und Richtlinien für Absender

Beachten Sie diese Richtlinien, damit Nachrichten erwartungsgemäß an Gmail-Konten zugestellt werden und es nicht dazu kommt, dass die Versandfrequenz durch Gmail begrenzt und Nachrichten blockiert oder als Spam gekennzeichnet werden.

Anforderungen an alle Absender

Ab dem 1. Februar 2024 müssen alle E‑Mail-Absender, die E‑Mails an Gmail-Konten senden, die Anforderungen in diesem Abschnitt erfüllen.

Wichtig: Wenn Sie mehr als 5.000 Nachrichten pro Tag an Gmail-Konten senden, beachten Sie die Anforderungen zum Senden von 5.000 oder mehr Nachrichten pro Tag.

  • Richten Sie die SPF- oder DKIM-E‑Mail-Authentifizierung für Ihre Absenderdomains ein.
  • Achten Sie darauf, dass Absenderdomains oder -IP-Adressen über gültige Forward- und Reverse-DNS-Einträge verfügen (auch als PTR-Einträge bezeichnet). Weitere Informationen
  • Verwenden Sie zum Übertragen von E‑Mails eine TLS-Verbindung. Eine Anleitung zur Einrichtung einer TLS-Verbindung in Google Workspace finden Sie im Hilfeartikel Sichere Verbindung für E‑Mails verlangen.
  • Die in Postmaster Tools gemeldeten Spamraten sollten unter 0,3 % liegen. Weitere Informationen zu Spamraten
  • Formatieren Sie Nachrichten entsprechend RFC 5322, einem Internetstandard für Nachrichtenformate.
  • Verfälschen Sie nicht die Absenderinformationen in E-Mail-Headern von Gmail. In Gmail wird im Rahmen der DMARC-Prüfungen zukünftig die Quarantäne-Richtlinie angewendet. Wenn Sie die Absenderinformationen in E-Mail-Headern von Gmail verfälschen, kann sich das negativ auf die Zustellung Ihrer E‑Mails auswirken.
  • Wenn Sie einen Weiterleitungsdienst verwalten, z. B. Mailinglisten oder Eingangsgateways, fügen Sie ausgehenden E‑Mails ARC‑Header hinzu. ARC-Header zeigen an, dass die Nachricht weitergeleitet wurde, und identifizieren Sie als den Nutzer, der die Weiterleitung veranlasst hat. Absender von Mailinglisten sollten ausgehenden Nachrichten außerdem den Header „List-ID:“ hinzufügen, um darüber die Mailingliste anzugeben.
Anforderungen beim Senden von 5.000 oder mehr Nachrichten pro Tag

Ab dem 1. Februar 2024 müssen E‑Mail-Absender, die mehr als 5.000 Nachrichten pro Tag an Gmail-Konten senden, die in diesem Abschnitt genannten Anforderungen erfüllen.

  • Richten Sie die E‑Mail-Authentifizierung per SPF und DKIM für Ihre Domain ein.
  • Achten Sie darauf, dass Absenderdomains oder -IP-Adressen über gültige Forward- und Reverse-DNS-Einträge verfügen (auch als PTR-Einträge bezeichnet). Weitere Informationen
  • Verwenden Sie zum Übertragen von E‑Mails eine TLS-Verbindung. Eine Anleitung zur Einrichtung einer TLS-Verbindung in Google Workspace finden Sie im Hilfeartikel Sichere Verbindung für E‑Mails verlangen.
  • Die in Postmaster Tools gemeldeten Spamraten sollten unter 0,3 % liegen. Weitere Informationen zu Spamraten
  • Formatieren Sie Nachrichten entsprechend RFC 5322, einem Internetstandard für Nachrichtenformate.
  • Verfälschen Sie nicht die Absenderinformationen in E-Mail-Headern von Gmail. In Gmail wird im Rahmen der DMARC-Prüfungen zukünftig die Quarantäne-Richtlinie angewendet. Wenn Sie die Absenderinformationen in E-Mail-Headern von Gmail verfälschen, kann sich das negativ auf die Zustellung Ihrer E‑Mails auswirken.
  • Wenn Sie einen Weiterleitungsdienst verwalten, z. B. Mailinglisten oder Eingangsgateways, fügen Sie ausgehenden E‑Mails ARC‑Header hinzu. ARC-Header zeigen an, dass die Nachricht weitergeleitet wurde, und identifizieren Sie als den Nutzer, der die Weiterleitung veranlasst hat. Absender von Mailinglisten sollten ausgehenden Nachrichten außerdem den Header „List-ID:“ hinzufügen, um darüber die Mailingliste anzugeben.
  • Richten Sie die DMARC-E-Mail-Authentifizierung für Ihre Absenderdomain ein. Die DMARC-Richtlinie kann auf none festgelegt werden. Weitere Informationen
  • Bei direkten E-Mails muss die Domain im „From:“-Header des Absenders entweder mit der SPF- oder der DKIM-Domain übereinstimmen. Dies ist erforderlich, um die DMARC-Authentifizierung zu bestehen.
  • Marketingnachrichten und abonnierte Nachrichten müssen die Abmeldung mit einem Klick über einen deutlich sichtbaren Link im Inhalt der Nachricht unterstützen. Weitere Informationen

Wenn Sie vor dem 1. Februar 2024 mehr als 5.000 E-Mails pro Tag senden, setzen Sie möglichst bald die Richtlinien in diesem Artikel um. Die zeitnahe Umsetzung der Richtlinien kann sich positiv auf die Zustellung Ihrer E-Mails auswirken. Sollten Sie die in diesem Artikel beschriebenen Anforderungen nicht umsetzen, werden Ihre E-Mails möglicherweise als Spam markiert oder nicht wie erwartet zugestellt. Hilfe bei Problemen mit der Zustellung von E‑Mails erhalten Sie unter Fehlerbehebung.

Anforderungen und Empfehlungen bezüglich E‑Mail-Authentifizierung

Sie müssen diese E-Mail-Authentifizierungsmethoden für Ihre Domain einrichten. Authentifizierte Nachrichten:

  • schützen Empfänger vor schädlichen Nachrichten wie Spoofing und Phishing.
  • schützen Sie und Ihre Organisation vor Identitätsdiebstahl. 
  • werden seltener abgelehnt oder von Gmail als Spam markiert.

Richten Sie die E‑Mail-Authentifizierung für jede Ihrer Absenderdomains bei Ihrem Domainanbieter ein. Dazu können Sie die von Google bereitgestellten Anleitungen und die Supportinformationen Ihres Domainanbieters zur E‑Mail-Authentifizierung verwenden.

Google führt Prüfungen für an Gmail-Konten gesendete Nachrichten durch, um zu überprüfen, ob sie authentifiziert wurden. Wir empfehlen zur Verbesserung der E‑Mail-Zustellbarkeit, immer SPF, DKIM und DMARC für Ihre Domains einzurichten. Achten Sie darauf, dass Sie die auf dieser Seite beschriebenen Mindestanforderungen an die Authentifizierung erfüllen. Nachrichten, die nicht mit diesen Methoden authentifiziert wurden, werden möglicherweise als Spam markiert oder aufgrund des Fehlers 5.7.26 abgelehnt. 

Wenn Sie einen E‑Mail-Anbieter nutzen, vergewissern Sie sich, dass die E‑Mails in Ihrer Domain mit SPF und DKIM authentifiziert werden.

Wenn Sie regelmäßig E‑Mails weiterleiten oder einen Weiterleitungsdienst verwalten, sollten Sie dafür sorgen, dass weitergeleitete E‑Mails authentifiziert werden. Beachten Sie dazu unsere Best Practices für die Weiterleitung von E‑Mails an Gmail.

Wir empfehlen Ihnen, die E‑Mail-Authentifizierung immer für die Domain einzurichten, auf der Ihre öffentliche Website gehostet wird.

SPF

Über einen SPF-Eintrag können Sie verhindern, dass Spammer nicht autorisierte Nachrichten senden, die den Anschein erwecken, von Ihrer Domain zu stammen. Zum Einrichten von SPF können Sie einen SPF-Eintrag unter Ihrer Domain veröffentlichen. Der SPF-Eintrag für Ihre Domain sollte alle E‑Mail-Absender für diese Domain enthalten. Wenn Ihre Drittanbieter-Absender nicht in Ihrem SPF‑Eintrag enthalten sind, werden Nachrichten von diesen Absendern eher als Spam markiert. In den Anleitungen finden Sie weitere Informationen dazu, wie Sie Ihren SPF‑Eintrag definieren und zu Ihrer Domain hinzufügen.

DKIM

Aktivieren Sie DKIM für die Domain, über die Ihre E-Mails gesendet werden. Bei Empfängerservern wird mithilfe der DKIM-Signatur geprüft, ob eine Nachricht auch wirklich vom Domaininhaber gesendet wurde. Wenn Sie Google Workspace zum Senden von E‑Mails verwenden, lesen Sie hier, wie Sie DKIM für Ihre Domain aktivieren. Wenn Sie nicht Google Workspace zum Senden von E‑Mails verwenden, können Sie eines der vielen verfügbaren Internettools verwenden, um Ihre DKIM-Schlüssel zu erstellen. Alternativ können Sie sich auch an Ihren Domainanbieter wenden.

Wichtig: Für das Senden an private Gmail-Konten ist ein DKIM-Schlüssel mit einer Länge von mindestens 1.024 Bit erforderlich. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir die Verwendung eines 2.048-Bit-Schlüssels, wenn dies von Ihrem Domainanbieter unterstützt wird. Weitere Informationen zur Länge von DKIM-Schlüsseln

DMARC

Mit DMARC wird für Empfängerserver festgelegt, was mit Ihren Nachrichten geschehen soll, die die SPF- oder DKIM‑Prüfung nicht bestehen. Zum Einrichten von DMARC veröffentlichen Sie einen DMARC-Eintrag für Ihre Domain. Nachrichten müssen durch SPF, DKIM oder durch beide authentifiziert werden, um die DMARC‑Authentifizierung zu bestehen. Die authentifizierende Domain muss mit der Domain im „From:“-Nachrichtenheader übereinstimmen. Weitere Informationen zum Hinzufügen eines DMARC-Eintrags in Ihrer Domain

Wir empfehlen, DMARC-Berichterstattung einzurichten, damit Sie E-Mails beobachten können, die von Ihrer Domain gesendet wurden oder diesen Anschein erwecken. Mit DMARC-Berichten können Sie Absender identifizieren, die Ihre Domain missbräuchlich in der Absenderadresse verwenden. Weitere Informationen zu DMARC-Berichten

ARC

ARC prüft den vorherigen Authentifizierungsstatus weitergeleiteter Nachrichten. Wenn eine weitergeleitete Nachricht die SPF- oder DKIM-Authentifizierung besteht, in ARC aber eine vorherige fehlgeschlagene Authentifizierung angezeigt wird, wird die Nachricht in Gmail als nicht authentifiziert behandelt.

Wir empfehlen Absendern, die ARC‑Authentifizierung zu verwenden, insbesondere wenn sie regelmäßig E‑Mails weiterleiten. Weitere Informationen zur ARC-Authentifizierung

Infrastrukturkonfiguration

IP‑Adressen

Wichtig: Die Absender-IP‑Adresse muss mit der IP‑Adresse des im Pointer-Eintrag (PTR) angegebenen Hostnamens übereinstimmen. 

Die öffentliche IP‑Adresse eines sendenden SMTP‑Servers muss einen entsprechenden PTR‑Eintrag haben, der einem Hostnamen zugeordnet ist. Dieser Vorgang wird als umgekehrter DNS‑Lookup bezeichnet. Der Hostname muss auch einen A‑Eintrag (für IPv4) oder einen AAAA‑Eintrag (für IPv6) haben, der der öffentlichen IP‑Adresse zugeordnet ist, die vom Absenderserver verwendet wird. Dieser Vorgang wird als Forward DNS‑Lookup bezeichnet.

Richten Sie gültige Reverse-DNS-Einträge der IP-Adressen des Absendeservers ein, die auf Ihre Domain verweisen. Suchen Sie mit dem Dig-Befehl der Google Admin Toolbox nach einem PTR-Eintrag.

Wichtig: Die Absender-IP‑Adresse muss mit der IP‑Adresse des im Pointer-Eintrag (PTR) angegebenen Hostnamens übereinstimmen.

Gemeinsame IP‑Adressen

Gemeinsame IP‑Adressen werden von mehr als einem E‑Mail-Absender verwendet. Die Aktivitäten aller Absender, die eine gemeinsame IP‑Adresse verwenden, wirken sich auf den Ruf aller Absender für diese IP‑Adresse aus. Das kann wiederum die Zustellungsrate negativ beeinflussen.

Wenn Sie eine gemeinsame IP‑Adresse zum Senden von E‑Mails verwenden:

  • Achten Sie darauf, dass sich die gemeinsame IP‑Adresse nicht auf einer Sperrliste im Internet befindet. Nachrichten, die von IP‑Adressen auf einer Sperrliste gesendet werden, werden eher als Spam markiert.
  • Wenn Sie einen E‑Mail-Anbieter für Ihre gemeinsame IP‑Adresse verwenden, können Sie deren Ruf mithilfe von Postmaster Tools überprüfen.

Abonnements

Senden Sie E‑Mails nur an Nutzer, die Ihre Nachrichten auch wirklich lesen möchten. Bei diesen Empfängern ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie Ihre Nachrichten als Spam melden.

Wenn E‑Mails von Ihrer Domain regelmäßig als Spam gemeldet werden, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass künftige Nachrichten von Ihnen als Spam markiert werden. Wenn Nutzer dies häufig tun, kann das mit der Zeit dem Ruf Ihrer Domain schaden. Sie können den Ruf Ihrer Domain mit Postmaster Tools überprüfen.

Abonnieren leicht gemacht

So sorgen Sie für interessierte Empfänger:

  • Lassen Sie Empfänger aktiv zustimmen, dass sie Nachrichten von Ihnen erhalten möchten.
  • Schicken Sie an jeden Empfänger eine Bestätigungsanfrage, bevor Sie dessen E-Mail-Adresse in Ihren Verteiler aufnehmen.
  • Senden Sie in regelmäßigen Abständen Nachrichten, in denen Sie die Empfänger um Bestätigung des E-Mail-Abonnements bitten.
  • Nehmen Sie Empfänger, die Ihre E-Mails nicht öffnen oder lesen, aus dem Verteiler.

Abmelden leicht gemacht

Bieten Sie Empfängern immer eine einfache Möglichkeit, sich von Ihren Nachrichten abzumelden. Dadurch können Sie die Öffnungsrate, die Klickrate (Click-through-Rate, CTR) und die Effizienz beim Senden von Nachrichten verbessern. 

Wichtig: Wenn Sie mehr als 5.000 Nachrichten pro Tag senden, müssen Ihre Marketingnachrichten und abonnierten Nachrichten das Abmelden mit nur einem Klick unterstützen.

Wenn Sie die Abmeldung von Gmail-Nachrichten mit nur einem Klick einrichten möchten, fügen Sie einen oder beide dieser Header in Ihre ausgehenden Nachrichten ein:

  • List-Unsubscribe-Post: List-Unsubscribe=One-Click
  • List-Unsubscribe: <https://solarmora.com/unsubscribe/example>

Wenn sich ein Empfänger auf diese Weise abmeldet, erhalten Sie die folgende POST-Anfrage:

"POST /unsubscribe/example HTTP/1.1
Host: solarmora.com
Content-Type: application/x-www-form-urlencoded
Content-Length: 26
List-Unsubscribe=One-Click"

Weitere Informationen zu „List-Unsubscribe“-Headern finden Sie in RFC 2369 und RFC 8058.

Die folgenden Optionen zur Abmeldung können zusätzlich verwendet werden, sollten das Abmelden mit nur einem Klick jedoch nicht ersetzen:

  • Geben Sie den Empfängern einen Überblick über alle von ihnen abonnierten Mailinglisten. Ermöglichen Sie das Abmelden von einzelnen Listen oder von allen Listen auf einmal.
  • Nehmen Sie Empfänger automatisch aus dem Verteiler, von denen Sie mehrfach Unzustellbarkeitsnachrichten erhalten haben.

Nachrichten formatieren

Beachten Sie die folgenden Formatierungsrichtlinien für Nachrichten, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Ihre Nachrichten in Gmail an den Posteingang zugestellt werden und nicht an den Spamordner:

  • Formatieren Sie Nachrichten wie im Internetstandard Internet Message Format RFC 5322 angegeben.
  • Wenn Ihre Nachrichten in HTML vorliegen, formatieren Sie sie gemäß den HTML-Standards.
  • Verwenden Sie HTML und CSS nicht, um Inhalte in Ihren Nachrichten zu verbergen. Verborgene Inhalte können dazu führen, dass Nachrichten als Spam markiert werden.
  • „From“-Nachrichtenheader dürfen jeweils nur eine E-Mail-Adresse enthalten. Beispiel:
    Von: benachrichtigungen@solarmora.com
  • Jede Nachricht muss eine gültige Nachrichten-ID (RFC 5322) enthalten.
  • Nachrichtenheader mit einer einzelnen Instanz dürfen nur einmal in einer Nachricht enthalten sein. Beispiele für Header mit einer einzelnen Instanz sind „From“, „To“, „Subject“ und „Date“ (RFC 5322).
  • Vermeiden Sie zu große Nachrichtenheader. Weitere Informationen zu Beschränkungen für Gmail-Nachrichtenheader.
  • Weblinks im Nachrichtentext sollten sichtbar und leicht verständlich sein. Die Empfänger sollten wissen, was sie beim Klicken auf einen Link erwartet.
  • Die Absenderangaben müssen klar und deutlich sichtbar sein.
  • Der Betreff der Nachricht sollte aussagekräftig und nicht irreführend sein.
  • Formatieren Sie die folgenden internationalen Domains gemäß den äußerst strengen („Highly Restrictive“) Richtlinien in Abschnitt 5.2 des Unicode Technical Standard Nr. 39 Restriction-Level Detection:
    • die authentifizierende Domain
    • die Domain, die als Envelope Sender verwendet wird
    • die im E-Mail-Text hinterlegte Domain
    • die „Reply-To“-Domain
    • die Domain des Absenders

Richtlinien für das Senden

Folgen Sie den Best Practices in diesem Abschnitt, damit Nachrichten von Ihrer Domain möglichst nicht im Spamordner landen oder von Gmail blockiert werden.

  • Authentifizieren Sie E‑Mails mit SPF und DKIM, die auf Organisationsebene aufeinander abgestimmt sind. Wenn Sie einen E‑Mail-Anbieter nutzen, vergewissern Sie sich, dass der Anbieter dies unterstützt.
  • Senden Sie am besten alle Nachrichten von derselben IP‑Adresse aus. Wenn Sie Nachrichten von mehreren IP‑Adressen senden müssen, verwenden Sie für jeden Nachrichtentyp eine andere IP‑Adresse. Von einer IP‑Adresse senden Sie dann beispielsweise nur Kontobenachrichtigungen und von der anderen nur Werbeinhalte.
  • Nachrichten derselben Kategorie sollten dieselbe „From:“-E-Mail-Adresse haben. „From:“-Adressen der Nachrichten einer Domain mit dem Namen solarmora.com könnten beispielsweise so aussehen:
    • Nachrichten mit Kaufbelegen: vertrieb@solarmora.com
    • Nachrichten mit Werbung: angebot@solarmora.com
    • Kontobenachrichtigungen: benachrichtigung@solarmora.com
  • Nachrichten mit einer Absenderadresse, die in den Kontakten des Empfängers steht, werden weniger wahrscheinlich als Spam eingestuft.

Das sollten Sie beim Senden vermeiden

  • Mischen Sie nicht verschiedene Inhaltskategorien innerhalb einer Nachricht. So sollten Sie z. B. keine Verkaufsaktionen in Nachrichten mit Kaufbelegen einfügen.
  • Stehlen Sie nicht die Identität anderer Domains oder Absender und geben Sie nicht vor, Nachrichten von diesen aus zu senden. Eine solche Vorgehensweise wird als Spoofing bezeichnet und kann dazu führen, dass Gmail die Nachrichten als Spam kategorisiert.
  • Markieren Sie interne Nachrichten nicht als Spam. Das kann sich negativ auf den Ruf Ihrer Domain auswirken und zur Folge haben, dass künftige Nachrichten als Spam markiert werden.
  • Kaufen Sie keine E-Mail-Adressen von anderen Unternehmen.
  • Senden Sie keine E-Mails an Personen, die Nachrichten von Ihnen nicht abonniert haben. Diese Empfänger können Ihre Nachrichten als Spam markieren. Zukünftige Nachrichten an diese Empfänger werden dann als Spam markiert.
  • Nutzen Sie keine Anmeldeformulare, in denen die Zustimmung bereits angekreuzt ist, sodass Nutzer Ihre Nachrichten automatisch abonnieren. In einigen Ländern und Regionen gelten Einschränkungen für die automatische Einwilligung. Bevor Sie die automatische Einwilligung verwenden, prüfen Sie die Vorschriften in Ihrer Region.

Einige legitime Nachrichten werden möglicherweise als Spam markiert. Empfänger können Spammarkierungen für legitime Nachrichten wieder aufheben, damit künftige E-Mails des Absenders an den Posteingang gesendet werden.

Sendevolumen langsam steigern

Beachten Sie beim Erhöhen des Sendevolumens Folgendes:

  • Wenn Sie das Sendevolumen zu schnell erhöhen, kann es zu Zustellungsproblemen kommen. Wenn Sie das Sendevolumen schrittweise erhöhen, verwenden Sie Postmaster Tools, um zu verfolgen, wie gut die E‑Mail-Zustellung funktioniert.
  • Für Google Workspace-Konten von Unternehmen und Bildungseinrichtungen gelten Sendebeschränkungen auch dann, wenn sich die Empfänger in unterschiedlichen Google Workspace-Domains befinden. Sie senden z. B. E‑Mails an Nutzer mit E‑Mail-Adressen in den Domains IhrUnternehmen.de und solarmora.com. Auch wenn sich diese Domains unterscheiden, werden an sie gesendete Nachrichten auf Ihr Limit angerechnet, wenn beide google.com als MX-Eintrag haben.
  • Wenn Sie Google Workspace oder Gmail zum Senden verwenden: Sobald Sie die Sendebeschränkung erreicht haben, wird ein Limit für die Versandfrequenz für die Absender-IP‑Adresse festgelegt.

Wir empfehlen Ihnen Folgendes, wenn Sie viele E‑Mails senden:

  • Senden Sie E-Mails in regelmäßigen Abständen. Vermeiden Sie das Senden von E-Mails in unerwarteten Schüben.
  • Beginnen Sie mit einem niedrigen Sendevolumen an interessierte Nutzer, das Sie dann im Laufe der Zeit langsam erhöhen.
  • Prüfen Sie dabei regelmäßig die Serverantworten, die Spamrate und den Ruf der Domain, von der gesendet wird. Eine regelmäßige Prüfung gibt Ihnen die Möglichkeit, schnell zu reagieren, wenn die Senderate begrenzt wird, die Spamrate gestiegen ist oder sich der Ruf der Domain, von der gesendet wird, verschlechtert.
  • Achten Sie darauf, dass es nicht zu einem plötzlichen Anstieg des Sendevolumens kommt, wenn das in der Vergangenheit nicht der Fall war. Beispielsweise kann eine sofortige Verdoppelung des gesendeten Volumens schlagartig zu einer Ratenbegrenzung oder zu einem schlechteren Ruf führen.
  • Wenn Sie das Format Ihrer Massen-E‑Mails ändern, sollten Sie das Sendevolumen der mit dem neuen Format gesendeten Nachrichten schrittweise erhöhen.
  • Wenn Sie wesentliche Änderungen an Ihrer Sendeinfrastruktur oder an der Struktur von E‑Mail-Headern vorgenommen haben, sollten Sie für den Anteil des geänderten E‑Mail-Verkehr wieder mit einem niedrigen Sendevolumen beginnen und dieses separat erhöhen.
  • Wenn Nachrichten zurückgesendet oder verzögert zugestellt werden, verringern Sie das Sendevolumen, bis die SMTP-Fehlerrate sinkt. Danach erhöhen Sie es langsam wieder. Wenn Nachrichten trotz niedrigem Volumen weiter zurückgesendet oder verzögert zugestellt werden, prüfen Sie einzelne Nachrichten, um Probleme zu identifizieren. Sie können z. B. eine leere Testnachricht senden und prüfen, ob dabei Probleme auftreten.
  • Halten Sie die IP-Beschränkungen beim Senden ein:
    • Beachten Sie die Gmail-Sendebeschränkungen, wenn Sie von Domains mit einem MX-Host von Google.com senden.
    • Beschränken Sie das Senden von E-Mails von einer einzelnen IP-Adresse basierend auf der Domain des MX-Eintrags und nicht auf der Domain in der E-Mail-Adresse des Empfängers.
    • Behalten Sie die Antworten im Blick, sodass Sie die Sendefrequenz nach Bedarf ändern können, um diese Grenzwerte einzuhalten.

Die folgenden Faktoren beeinflussen, wie schnell Sie das Sendevolumen erhöhen können:

  • Anzahl der gesendeten E-Mails: Je mehr E-Mails Sie senden, desto langsamer sollten Sie das Sendevolumen erhöhen.
  • Häufigkeit der gesendeten E-Mails: Sie können das Sendevolumen schneller erhöhen, wenn Sie täglich statt wöchentlich senden.
  • Empfängerfeedback zu Ihren Nachrichten: Senden Sie Nachrichten nur an Personen, die Ihre E‑Mails abonniert haben, und geben Sie ihnen die Möglichkeit, sich abzumelden.

Bei einem kurzfristigen starken Anstieg der E‑Mail-Aktivität empfehlen wir, die Anforderungen und Richtlinien auf dieser Seite einzuhalten, damit die Zustellbarkeitsprobleme bei nachfolgenden Übermittlungen automatisch behoben werden.

Besonderheiten

Wenn Sie einen E‑Mail-Anbieter nutzen

Von Gmail werden Anfragen ignoriert, Absender von E‑Mail-Anbietern auf die Zulassungsliste zu setzen. Wir können nicht garantieren, dass Nachrichten, die von E-Mail-Anbietern gesendet werden, die Spamfilter von Gmail passieren.

Wenn Sie einen Drittanbieter zum Senden von E‑Mails für Ihre Domain nutzen, ist Folgendes zu beachten:

  • Gehen Sie sicher, dass der Anbieter die auf dieser Seite beschriebenen Richtlinien einhält. Große Anbieter wie Google, AOL und Yahoo tun das normalerweise.
  • Achten Sie darauf, dass der SPF‑Eintrag für Ihre Domain alle E‑Mail-Absender für diese Domain enthält. Wenn Drittanbieter-Absender nicht in Ihrem SPF-Eintrag enthalten sind, werden Nachrichten von diesen Anbietern mit höherer Wahrscheinlichkeit als Spam markiert. Weitere Informationen zum Einrichten des SPF-Eintrags

Wenn Sie einen Domainanbieter verwenden, aber Ihre E‑Mails selbst verwalten, empfehlen wir Ihnen Folgendes:

  • Lesen Sie die Anforderungen und Richtlinien auf dieser Seite und halten Sie sie ein.
  • Verwenden Sie Postmaster Tools, um Informationen über Nachrichten im Blick zu behalten, die von Ihrer Domain an Gmail-Konten gesendet wurden.

Wenn Sie ein E‑Mail-Drittanbieter sind

Wenn Kunden Ihren Dienst zum Senden von E‑Mails verwenden, sind Sie für deren Versandverhalten verantwortlich. Ergreifen Sie deshalb folgende Maßnahmen, um angemessen auf die Versandaktivität Ihrer Kunden reagieren zu können:

  • Geben Sie eine E‑Mail-Adresse an, an die E‑Mail-Missbrauch gemeldet werden kann, z. B. missbrauch@IhrUnternehmen.de.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kontaktdaten in Ihrem WHOIS-Eintrag und bei abuse.net auf dem neuesten Stand sind.
  • Entfernen Sie sofort alle Kunden, die Ihren Dienst zum Senden von Spam verwenden.

Affiliate-Marketing

Wenn Sie Affiliate-Marketing nutzen, bieten Sie Prämien für Unternehmen oder Einzelpersonen an, die Besucher auf Ihre Website leiten. Spammer können diese Programme jedoch missbrauchen. Wenn Ihr Unternehmen mit Marketing-Spam in Verbindung gebracht wird, werden andere von Ihnen gesendete Nachrichten möglicherweise auch als Spam markiert.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Partner im Blick zu behalten und sich von ihnen zu trennen, falls sie Spam versenden.

Phishing-Tests

Senden Sie keine Test-Phishing-Nachrichten oder Testkampagnen von Ihrer Domain aus. Das könnte dem Ruf Ihrer Domain schaden und zur Folge haben, dass sie auf Internet-Sperrlisten gesetzt wird.

Monitoring und Fehlerbehebung

Postmaster Tools

Verwenden Sie Postmaster Tools, um Informationen über an Gmail-Nutzer gesendete E‑Mails zu erhalten, zum Beispiel:

  • wenn Empfänger Ihre Nachrichten als Spam markieren
  • warum E-Mails möglicherweise nicht zugestellt werden
  • ob Ihre Nachrichten authentifiziert wurden
  • welchen Ruf Ihre Domain bzw. IP-Adresse hat und wie sich das auf die Zustellungsraten von Nachrichten auswirkt

Spamrate

  • Behalten Sie die Spamrate Ihrer Domain regelmäßig in Postmaster Tools im Auge.

  • Die in Postmaster Tools gemeldeten Spamraten sollten immer unter 0,10 % liegen. Eine Spamrate von 0,30 % oder mehr ist dringend zu vermeiden. Weitere Informationen 
  • Bei einer niedrigen Spamrate sind die Absender besser vor gelegentlichen Spitzen beim Nutzerfeedback geschützt.
  • Eine hohe Spamrate führt dazu, dass mehr E‑Mails als Spam klassifiziert werden. Es kann einige Zeit dauern, bis eine Verbesserung der Spamrate die Spamklassifizierung positiv beeinflusst.

Anteil geöffneter Nachrichten

  • Google prüft die Öffnungsraten nicht explizit.
  • Google kann die Richtigkeit der von Drittanbietern gemeldeten Öffnungsraten nicht überprüfen.
  • Niedrige Öffnungsraten sind kein präziser Indikator für Probleme hinsichtlich Zustellbarkeit oder Spamklassifizierung.

Fehlerbehebung

Warnbanner

  • Sehen Sie regelmäßig unter Google Safe Browsing nach, ob Ihre Domain als unsicher gelistet ist.
  • Geben Sie dazu einfach Ihre Domain auf der Seite Safe Browsing-Websitestatus ein.
  • Überprüfen Sie regelmäßig den Status aller Domains, die mit Ihrer Domain verknüpft sind.

Zustellprobleme beim Senden über E‑Mail-Dienstanbieter

Wenn Sie Probleme mit der Zustellung von E-Mails haben, die von einem Dienstanbieter gesendet wurden, prüfen Sie, ob die in diesem Artikel aufgeführten Best Practices eingehalten werden.

Domaineinstellungen mit Google Admin Toolbox überprüfen

Mit der Google Admin Toolbox können Sie die Einstellungen für Ihre Domain überprüfen und korrigieren.

Ursache für abgelehnte E-Mails beheben

Wenn Ihre Nachrichten abgelehnt werden, erhalten Sie möglicherweise eine Fehlermeldung. Sie sollten weitere Informationen zum Fehler einholen, damit Sie das Problem beheben können. Häufige Fehlermeldungen:

  • 421, "4.7.0": Nachrichten werden abgelehnt, da die IP-Adresse des Absenderservers nicht in der Zulassungsliste der Empfängerdomain enthalten ist.
  • 550, "5.7.1": Nachrichten werden abgelehnt, weil die IP-Adresse des Absenderservers auf einer Liste mit gesperrten IP-Adressen steht. Dieser Fehler tritt möglicherweise auf, wenn Sie E-Mails über eine gemeinsame IP-Adresse mit schlechtem Ruf senden.

Weitere Informationen zu E-Mail- und SMTP-Fehlermeldungen:

IPv6-Autorisierungsfehler beheben

Ein IPv6-Autorisierungsfehler kann bedeuten, dass der PTR-Eintrag für den Absenderserver nicht IPv6 verwendet. Wenn Sie einen E-Mail-Anbieter nutzen, fragen Sie ihn, ob er einen PTR-Eintrag mit IPv6 verwendet.

Beispiel für einen IPv6-Autorisierungsfehler:

550-5.7.1: Die Nachricht entspricht hinsichtlich PTR-Einträgen und Authentifizierung nicht den IPv6-Senderichtlinien.

Tool zur Fehlerbehebung verwenden

Wenn Sie den Empfehlungen in diesem Artikel gefolgt sind und trotzdem weiter Probleme mit der E-Mail-Zustellung haben, versuchen Sie es mit den Methoden im Hilfeartikel Fehlerbehebung für Absender mit Problemen bei der E-Mail-Zustellung.

Übersetzungen unserer Richtlinien sind lediglich als Hilfestellung gedacht. Bei Widersprüchen zwischen dem vorliegenden Wortlaut der Richtlinien und dem Wortlaut der englischsprachigen Version der Richtlinien hat die englischsprachige Version Vorrang.

Weitere Informationen

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