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Benutzerdefinierte Variablentypen für das Web

Sie können benutzerdefinierte Variablen für das Web in Google Tag Manager erstellen, um bestimmte Anforderungen zu erfüllen, die von den integrierten Variablen möglicherweise nicht abgedeckt werden.

So erstellen Sie eine benutzerdefinierte Variable:

  1. Klicken Sie in der linken Navigationsleiste auf Variablen.
  2. Klicken Sie unter "Benutzerdefinierte Variablen" auf Neu.
  3. Klicken Sie auf Variable konfigurieren und wählen Sie den gewünschten Variablentyp aus.
  4. Machen Sie die erforderlichen Angaben für den ausgewählten Variablentyp.
  5. Benennen Sie die Variable. Verwenden Sie ein Benennungsschema, mit dem die Funktion der Variable beschrieben wird, zum Beispiel Datenschichtvariable – Produktname.
  6. Klicken Sie auf Speichern.

Folgende benutzerdefinierte Variablentypen für das Web werden von Tag Manager unterstützt:

HTTP-Verweis-URL

Als Wert wird die HTTP-Verweis-URL festgelegt, also die Seite, die der Nutzer zuvor besucht hat. Wenn ein Nutzer zum Beispiel von der Startseite aus eine Ihrer Produktseiten aufruft, ist die HTTP-Verweis-URL die Startseite. Eine Instanz dieses Variablentyps wird in Tag Manager automatisch erstellt. Sie können jedoch weitere Instanzen erstellen, wenn Sie verschiedene Komponenten der Verweis-URL ermitteln möchten.

URL

Mit diesem Variablentyp lassen sich URL-Komponenten parsen und ermitteln. In Tag Manager werden automatisch drei Instanzen dieses Variablentyps erstellt: Vollständige URL, Hostname und Pfad. Sie können weitere Instanzen erstellen, um andere Komponenten der URL zu ermitteln, darunter Protokoll, Hostname, Port, Pfad, Suchanfrage, Fragment und Dateinamenserweiterung. Der für Variablen dieses Typs festgelegte Eingabewert ist die URL der Seite, auf der sich der Nutzer aktuell befindet und die von document.location abgerufen wird. Sie können die Einstellung unter URL-Quelle ändern, um in Tag Manager eine andere Variable als Quelle des URL-Werts zu verwenden.

Seitenvariablen

Als Wert wird das eigene Cookie festgelegt, dessen Name der Domain entspricht, auf der sich der Nutzer gerade befindet. Falls mehrere Cookies mit demselben Namen in derselben Domain vorhanden sind, wird der erste Wert ausgewählt. Wenn Sie document.cookie innerhalb einer Seite aufrufen und das erste Ergebnis auswählen, würde dies zum selben Wert führen.

Benutzerdefiniertes JavaScript

Als Wert wird das Ergebnis einer JavaScript-Funktion festgelegt. Dabei muss es sich um eine anonyme Funktion handeln, durch die ein Wert zurückgegeben wird. Sie können beispielsweise eine benutzerdefinierte JavaScript-Variable erstellen, mit der alle Instanzen der vordefinierten Variable {{url}} in Kleinbuchstaben konvertiert werden:

function () {
  return {{url}}.toLowerCase();
}

Datenschichtvariable

Der Wert wird festgelegt, wenn Daten über dataLayer.push() an die Datenschicht übertragen werden:
dataLayer.push({'Data Layer Name': 'value'}).

Sie können festlegen, wie Punkte (".") in Tag Manager im Schlüsselnamen interpretiert werden sollen:

  • Variante 1: Punkte in Schlüsselnamen zulassen. Für dataLayer.push('a.b.c': 'value') wird beispielsweise a.b.c (also {'a.b.c': 'value'}) als Schlüsselname interpretiert.
  • Variante 2: Punkte als verschachtelte Werte interpretieren. dataLayer.push({'a.b.c': 'value'}) wird beispielsweise als drei verschachtelte Ebenen interpretiert: {a: {b: {c: 'value'}}}.

JavaScript-Variable

Als Wert wird die von Ihnen angegebene globale JavaScript-Variable festgelegt. Wenn der erforderliche Wert nicht in der Datenschicht konfiguriert wurde (siehe Datenschichtvariable) und nicht im DOM angezeigt wird (siehe DOM-Element), kann er eventuell aus einer JavaScript-Variable abgerufen werden. Verwenden Sie diesen Variablentyp, wenn Sie den Wert im Quellcode der Seite in Form einer globalen JavaScript-Variable finden.

Seitenelemente

Variable für automatisches Ereignis

Damit werden Informationen zu einem Element erfasst, durch das ein Ereignis ausgelöst wurde, z. B. Klicks, das Senden von Formularen oder die Anzeige eines Elements.

  • Element: Gibt das Elementobjekt zurück. Kann wie ein Objekt für benutzerdefiniertes JavaScript, z. B. {{Element}}.title, oder in CSS-Selektoren behandelt werden, z. B. {{Element}} stimmt mit CSS-Selektor div.foo überein.
  • Elementtyp: Gibt den Wert element.tagName. zurück, z. B. A, BUTTON, IMG.
  • Elementattribut: Wenn Sie einen Attributnamen angeben, wird der Wert des Attributs zurückgegeben.
  • Elementklassen: Gibt die Liste der Klassen aus dem Attribut class des Elements zurück.
  • Element-ID: Gibt den Wert des Attributs id zurück.
  • Elementziel: Gibt den Wert des Attributs target zurück, z. B. _blank.
  • Elementtext: Gibt den Wert des Textinhalts des Elements zurück.
  • Element-URL: Gibt die URL des Elements zurück, die aus dem Attribut href oder action stammt.
  • Verlauf – neues URL-Fragment: Gibt das neue URL-Fragment aus dem Browserverlauf zurück, z. B. #summary.
  • Verlauf – bisheriges URL-Fragment: Gibt das alte URL-Fragment aus dem Browserverlauf zurück, z. B. #intro.
  • Verlauf – neuer Status: Das neue Statusobjekt im Verlauf, das über die pushState-Aufrufe der Website gesteuert wird.
  • Verlauf – bisheriger Status: Das alte Statusobjekt im Verlauf, das über die pushState-Aufrufe der Website gesteuert wird.
  • Quelle der Verlaufsänderung: Gibt das Ereignis zurück, das eine Verlaufsänderung ausgelöst hat, z. B. pushState oder replaceState.

DOM-Element

Als Wert wird der Text des DOM-Elements (Document Object Model) oder der Wert des angegebenen DOM-Elementattributs festgelegt. Wenn der gesuchte Wert in der Datenschicht nicht konfiguriert wurde (siehe Datenschichtvariable), kann der Wert eventuell aus dem DOM abgerufen werden. Verwenden Sie diesen Variablentyp, wenn Sie den Wert im DOM finden können.

Wenn der optionale Attributname festgelegt ist, wird als Wert der Variable der über dieses Attribut angegebene Wert zurückgegeben, z. B. data-food="cupcake". Andernfalls entspricht die Variable dem Text im DOM-Element.

Sichtbarkeit von Elementen

Für den Wert wird der sichtbare Status des angegebenen DOM-Elements herangezogen. Im Gegensatz zum Trigger für die Elementsichtbarkeit kann eine einzelne Variable dieses Typs nur die Sichtbarkeit eines einzelnen Elements melden. Legen Sie fest, ob ein Element basierend auf der Element-ID oder anhand eines CSS-Selektors ausgewählt werden soll. Wenn es bei einem angegebenen CSS-Selektor Übereinstimmungen mit mehreren Elementen gibt, wird das erste übereinstimmende Element verwendet.

Sie können den Ausgabetyp für diese Variable bestimmen:

  • Wahr/Falsch: Boolescher Wert, der angibt, ob das ausgewählte Element sichtbar ist, wenn auf die Variable verwiesen wird 
  • Prozent: Numerischer Wert zwischen 0 und 100, der angibt, wie viel des ausgewählten Elements auf dem Bildschirm sichtbar ist, wenn auf die Variable verwiesen wird

Wenn Sie als Ausgabetyp Wahr/Falsch auswählen, können Sie auch einen Wert für die Mindestsichtbarkeit in Prozent festlegen. Damit bestimmen Sie, wie viel des ausgewählten Elements auf dem Bildschirm sichtbar sein muss, damit die Variable "Wahr" zurückgibt.

Dienstprogramme

Konstant

Als Wert wird der von Ihnen angegebene String festgelegt. Variablen des Typs "Konstanter String" kommen für gewöhnlich zum Einsatz, wenn mehrere Tags dieselbe Kontonummer verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Google Analytics-Einstellungen.

Benutzerdefiniertes Ereignis

Als Wert wird der Name des benutzerdefinierten Ereignisses festgelegt, das an die Datenschicht übertragen wurde.

Umgebungsname

Gibt den Namen der Umgebung zurück, die im Vorschaumodus angezeigt wird.

Google Analytics-Einstellungen

Die Variable für Google Analytics-Einstellungen wird in Universal Analytics-Tags in Webcontainern und mobilen Containern (Firebase) verwendet. Mit ihr können Sie gemeinsame Google Analytics-Einstellungen, die für mehrere Tags gelten, konfigurieren und teilen. Wenn Sie ein Google Analytics-Tag mithilfe von Universal Analytics erstellen, werden Sie in Tag Manager aufgefordert, eine Variable für Google Analytics-Einstellungen auszuwählen oder zu erstellen. Weitere Informationen

Suchtabelle

Der Wert wird entsprechend den Anleitungen in der Suchtabelle festgelegt. Die Tabelle hat zwei Spalten, ist hier jedoch noch leer, da weiter unten dargestellt wird, wie Daten verwendet werden.

Wenn [Variable auswählen] gleich [Diese Variable] festlegen auf
   

Mit dem Variablentyp "Suchtabelle" können Sie eine Variable erstellen, deren Wert sich nach dem Wert einer anderen Variable richtet. Dies ist sinnvoll, wenn Ihre Website so eingerichtet ist, dass der entsprechende Wert (z. B. eine Conversion-ID) der URL, dem DOM-Element oder einem anderen Aspekt der Seite zugeordnet werden kann. In diesem Beispiel wird die Variable Conversion-ID erstellt. Wenn die URL /danke/kaufen1.html enthält, wird der Wert auf 12345 festgelegt. Für die URL danke/kaufen2.html wird der Wert 34567 verwendet.

Wenn {{url}} enthält {{Conversion-ID}} festlegen auf
/danke/kaufen1.html 12345
/danke/kaufen2.html 34567
/danke/kaufen3.html 56789

Zufallszahl

Als Wert wird eine Zufallszahl zwischen 0 und 2147483647 festgelegt.

RegEx-Tabelle

Variablen vom Typ "RegEx-Tabelle" funktionieren so ähnlich wie Variablen vom Typ "Suchtabelle". Zusätzlich können aber reguläre Ausdrücke für die gewünschten Elemente eingesetzt werden.

Beispielkonfiguration einer RegEx-Tabelle:

Muster Ausgabe
.*/seite[1-3]\.html.* foo
.*/seite[4-6]\.html.* bar
.*/seite[7-9]\.html.* baz

Für die Variable ergeben sich dann folgende Ausgabewerte:

Übereinstimmung Wert
http://example.com/seite1.html foo
http://www.example.com/seite1.html foo
http://example.com/seite2.html#details foo
http://example.com/seite5.html bar
http://example.com/seite5.html?status=neu bar
http://example.com/seite6.html bar
https://example.com/seite9.html baz

RegEx-Tabellen-Suchvorgänge durchlaufen die Liste von oben nach unten. Bei einer Übereinstimmung wird der entsprechende Ausgabewert zurückgegeben.

Wählen Sie Standardwert festlegen aus, um einen Ausgabewert festzulegen, der verwendet wird, wenn es keine Übereinstimmung gibt.

Standardmäßig müssen Muster dem kompletten Eingabestring entsprechen. Außerdem wird die Groß-/Kleinschreibung beachtet. Unter Erweiterte Einstellungen können Sie folgende Änderungen vornehmen:

  • Groß-/Kleinschreibung ignorieren: Die Groß-/Kleinschreibung wird nicht beachtet. Die verschiedenen Varianten müssen nicht in den regulären Ausdruck integriert werden.

  • Nur vollständige Übereinstimmungen: Ist diese Option aktiviert, müssen die Muster der Eingabe genau entsprechen. Sie würden dasselbe Ergebnis erzielen, wenn Sie das Muster in Start- (^) und End-Anchor-Tags ($) setzen. Wenn Sie diese Option deaktivieren, wird eine Übereinstimmung zurückgegeben, sollte sich das Muster irgendwo in der Eingabe befinden.

  • Erfassungsgruppen und Ersetzungsfunktionalität aktivieren: Wenn diese Option aktiviert ist, können Sie Text durch Kombinationen mit dem Dollarzeichen ersetzen, um Teile der Eingabe (z. B. aus Erfassungsgruppen im übereinstimmenden Muster) in die Ausgabe aufzunehmen. Ist der übereinstimmende reguläre Ausdruck beispielsweise /(news)/seite(2)\.html, können Sie $1 für die erste Erfassungsgruppe (news) und $2 für die zweite Erfassungsgruppe (2) verwenden.

Wenn "Nur vollständige Übereinstimmungen" deaktiviert ist, kann es zu unerwartetem Verhalten im Zusammenhang mit Erfassungsgruppen und der Ersetzungsfunktionalität kommen. Eventuell wird dann der gesamte Eingabewert mit dem ersetzten Teil zurückgegeben.

Containerdaten

Container-ID

Gibt die ID des Tag Manager-Containers zurück, z. B. GTM-101010.

Containerversionsnummer

Wenn der Container im Vorschaumodus angezeigt wird, wird mit dieser Variable eine Vorschau der Nummer der Containerversion zurückgegeben. Andernfalls wird die aktuelle Versionsnummer des veröffentlichten Containers zurückgegeben.

Debug-Modus

Der Wert wird auf true gesetzt, wenn der Container im Vorschau- und Debug-Modus angezeigt wird. Andernfalls ist er false.

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