Bei vielen Werbetreibenden beginnt ein Conversion-Pfad online und endet offline. Beispiel: Jemand klickt auf eine Anzeige, informiert sich über ein Produkt und ruft dann ein Callcenter an, um den Kauf abzuschließen.
Der Onlineteil dieses Ablaufs wird in Search Ads 360 automatisch erfasst, wenn Sie ein Floodlight-Tag eingerichtet haben. Wenn Sie Daten zum Offlineteil bereitstellen möchten (für erweiterte Berichte, automatisierte Regeln oder die Optimierung bei Gebotsstrategien), müssen Sie sie hochladen.
Optionen zum Hochladen von Offlinedaten
Es gibt fünf Hauptmöglichkeiten, Daten zu Offline-Conversions hochzuladen. Die von Ihnen gewählte Methode bestimmt die Regeln und Beschränkungen für Ihre Daten.
Data Manager (ohne Code / Point-and-Click)
Mit Data Manager können Sie externe Datenquellen ohne Code mit Google verbinden. Dieses Tool bietet eine zentrale Point-and-Click-Oberfläche zum Importieren selbst erhobener Daten und zum Aktivieren dieser Daten für den Import von Offline-Conversions.
So rufen Sie die Data Manager-Seite auf:
- Melden Sie sich in Ihrem Search Ads 360-Konto an.
- Rufen Sie ein Kundenkonto auf.
- Wählen Sie im Seitenmenü unter „Einrichtung“ die Option Data Manager aus.
Unterstützte Datenquellen
Mit Data Manager können Sie Ihre selbst erhobenen Daten importieren und dann für die Verwendung in Google-Zielen wie Kundenabgleich und Offline-Conversion-Aufnahme aktivieren. Weitere Informationen zu den unterstützten Datenquellen für Data Manager
Upload über die Campaign Manager 360 API (direkte Integration)
Die Campaign Manager 360 API ist die bevorzugte Lösung für Entwickler, die eine benutzerdefinierte Integration erstellen möchten, insbesondere wenn Sie bereits Campaign Manager 360 für Displaykampagnen verwenden und mehr Kontrolle benötigen, als Data Manager bietet.
- Benutzerdefinierte Variablen: Benutzerdefinierte Floodlight-Variablen werden bei dieser Methode unterstützt.
- Berichterstellung: Die hier hochgeladenen Daten erscheinen in Campaign Manager 360-Berichten.
Upload über eine Bulk-Liste
Dazu müssen Sie eine Tabellendatei manuell hochladen. Für das Hochladen von Conversions über Bulk-Listen gelten dieselben Beschränkungen wie für das Hochladen mit der Search Ads 360 API.
So laden Sie Conversion-Daten in eine Tabelle hoch:
- Melden Sie sich in Ihrem Search Ads 360-Konto an.
- Rufen Sie ein Kundenkonto auf.
- Klicken Sie im Seitenmenü unter „Tools und Einstellungen“ auf Conversions.
- Klicken Sie auf Uploads.
- Klicken Sie auf das Pluszeichen
, um einen neuen Upload zu erstellen.
Über die Search Ads 360 API
Für die Search Ads 360 API sind programmatische Integrationen wie unten beschrieben erforderlich:
- Methode: Ihr Entwicklerteam schreibt ein Programm (mit REST-Aufrufen), um Daten automatisch aus Ihren internen Systemen in Search Ads 360 zu übertragen.
- Beschränkung: Die Implementierung erfordert einen Programmierer oder Entwicklerressourcen.
Integration mit Anruf-Tracking-Diensten
Sie können einen unterstützten Anbieter verwenden, um Conversion-Daten aus Callcentern automatisch hochladen zu lassen.
- Nord-, Mittel- und Südamerika: CallCap, DC-Storm, DialogTech, Infinity Tracking, Invoca, LiveRamp, Marchex, ResponseTap
- Vereinigtes Königreich / Europa: Bellmetric, Calltracks, DC-Storm, Freespee, Infinity Tracking, MaTelSo, ResponseTap, VisualDNA
- Australien/Südostasien: AVANSER, Delacon, Jet Interactive
Beschränkungen und Verlaufsdaten: Search Ads 360 im Vergleich zu Campaign Manager 360/Data Manager
Die Regeln für das Hochladen, Bearbeiten und Zuweisen von Verlaufsdaten unterscheiden sich je nach verwendetem Backend-System.
Hinweis: Da Data Manager das Campaign Manager 360 API-Backend verwendet, gelten dieselben Beschränkungen wie für die Campaign Manager 360 API. Da für Bulk-Listen das Search Ads 360 API-Backend verwendet wird, gelten dieselben Beschränkungen wie für die Search Ads 360 API.
Vergleich der Uploadbeschränkungen
| Funktion/Beschränkung | Search Ads 360 API (und Bulk-Listen) | Campaign Manager 360 API und Data Manager |
| Maximales Alter der Conversion | 90 Tage | 28 Tage |
| Maximales Alter der GCLID (Google Click ID) | 90 Tage | 60 Tage |
| Floodlight-Conversion-Tracking-Zeitraum | Ignoriert (vom Modell „Letzter Klick“) | Berücksichtigt |
| Bearbeiten von Conversions | Aktualisieren oder Löschen von Conversions ist möglich | Kann nur aktualisiert werden (zum Löschen müssen Sie die Menge/den Wert auf 0 ändern) |
| Zielgruppen | Nicht unterstützt | Unterstützt (Remarketing-Listen können automatisch befüllt werden) |
| Mobilgeräte-IDs | Eingeschränkte Unterstützung (die Mobilgeräte-IDs erscheinen möglicherweise nicht in Berichten) | Unterstützt |
| Zukünftige Uploads | Dürfen nicht mehr als 2 Stunden in der Zukunft liegen | Dürfen nicht mehr als 2 Stunden in der Zukunft liegen |
| Latenz beim Hochladen | Mindestens zwei Stunden nach dem Upload | Mindestens zwei Stunden nach dem Klick oder dem Erfassen der Übereinstimmungs-ID |
Hier finden Sie einen detaillierten Vergleich der Search Ads 360 API und der Campaign Manager API.
Spezifikationen für Uploadmethoden
Campaign Manager 360 API und Data Manager
Die Informationen gelten für Conversions, die über die Campaign Manager 360 API oder Data Manager hochgeladen werden.
Verhalten von Attributionsmodellen
- Das Attributionsmodell „Letzter Klick“ wird für Conversions verwendet, die über Keywords, Anzeigen, Produktgruppen oder Besuche erfasst werden.
- Auf Conversions, die GCLIDs zugeordnet sind und länger als 60 Tage zurückliegen, wird das Attributionsmodell „Letzter Klick“ angewendet.
Übereinstimmung mit Floodlight-Conversion-Tracking-Zeiträumen
- Im Gegensatz zur Search Ads 360 API werden in Data Manager und der Campaign Manager 360 API die von Ihnen festgelegten Floodlight-Conversion-Tracking-Zeiträume berücksichtigt. Ein Upload schlägt fehl, wenn er außerhalb des definierten Zeitraums liegt.
Deduplizierung und Zeitpunkt des Uploads
- Duplikate mit dem Ordinalparameter verwalten: Conversions werden dedupliziert, wenn sie dieselbe Klick-ID, denselben Zeitstempel und dieselbe Ordinalzahl haben. Damit einzelne Conversions nicht dedupliziert werden, muss bei jedem Upload ein eindeutiger Ordinalwert verwendet werden (z. B. die Transaktions-ID).
- Verwenden Sie nicht für alle Uploads einen statischen Wert wie etwa „1“.
- Wichtiger Hinweis: Laden Sie auf keinen Fall dieselbe Conversion sowohl in Data Manager bzw. die Campaign Manager 360 API als auch in die Search Ads 360 API hoch. Die entsprechenden Conversion-Daten können nicht dedupliziert werden und führen zu Doppelzählungen.
Berichte
- Mit diesen Methoden hochgeladene Conversions sind in Campaign Manager 360-Berichten sichtbar.
Search Ads 360 API und Bulk-Listen
Die Informationen in diesem Abschnitt gelten nur für Conversions, die über Search Ads 360-Bulk-Listen oder die Search Ads 360 API hochgeladen wurden.
Verhalten von Attributionsmodellen
- Das Attributionsmodell „Letzter Klick“ wird für Conversions verwendet, die über Keywords, Anzeigen, Produktgruppen oder Besuche erfasst werden.
- Auf Conversions, die GCLIDs zugeordnet sind und länger als 60 Tage zurückliegen, wird das Attributionsmodell „Letzter Klick“ angewendet.
Floodlight-Conversion-Tracking-Zeiträume werden bei hochgeladenen Conversions ignoriert
Das gilt nur für diese Uploadmethoden.
- Funktionsweise: Wenn Sie das Standard-Attributionsmodell „Letzter Klick“ verwenden, werden die in Campaign Manager 360 festgelegten Floodlight-Conversion-Zeiträume beim Hochladen über Bulk-Listen oder die Search Ads 360 API in Search Ads 360 ignoriert. Wenn Ihr Klick-Conversion-Tracking-Zeitraum 10 Tage beträgt, Sie aber eine Conversion für einen Klick hochladen, der vor 15 Tagen erfolgt ist, wird sie in Search Ads 360 trotzdem gezählt.
- Best Practice: Um unerwünschte Attributionen zu vermeiden, filtern Sie Ihre Daten vor dem Hochladen. Entfernen Sie mithilfe der Zeitstempel in Ihren Webprotokollen Klicks, die außerhalb des gewünschten Lookback-Windows liegen.
Einschränkungen bei Berichten
- Conversions, die über die Search Ads 360 API oder über Bulk-Listen hochgeladen werden, werden nicht an Campaign Manager 360 gesendet. Sie werden nicht im Campaign Manager 360 Report Builder oder in Datenübertragungsdateien angezeigt.
- Normalerweise sind die Daten innerhalb von 6 Stunden nach einem erfolgreichen Upload in der Search Ads 360-Benutzeroberfläche verfügbar.
Sonstige Beschränkungen:
- Floodlight-Anweisungen: Search Ads 360 wendet keine Floodlight-Anweisungen auf Conversions an, die über die Search Ads 360 API hochgeladen werden.
Allgemeine Voraussetzungen und Best Practices für den Upload
Erforderliche Berechtigungen
Wenn Sie Conversions hochladen möchten, benötigen Sie Bearbeitungszugriff auf das untergeordnete Verwaltungskonto, zu dem die Conversion gehört.
- Gemeinsam genutzte Floodlight-Konfigurationen: In einer gemeinsam genutzten Floodlight-Konfiguration benötigen Sie Bearbeitungszugriff für jedes untergeordnete Verwaltungskonto, in das Sie Daten hochladen.
- Klick-IDs: Sie benötigen Bearbeitungszugriff auf das untergeordnete Verwaltungskonto, in dem die Klick-ID (GCLID oder Übereinstimmungs-ID) generiert wurde. Andernfalls schlägt der Upload fehl.
- Besonderheiten von Data Manager: Data Manager ermöglicht kollaborative Workflows unter Beibehaltung der erforderlichen Datenberechtigungen.
Platzhalter-Floodlight-Tag verwenden
Für Ihre Offline-Uploads sollten Sie ein Platzhalter-Floodlight-Tag verwenden (d. h. ein Tag, das nicht auf einer Website implementiert ist).
- Datenbereinigung: Dadurch werden Ihre Offlinedaten von den Onlinedaten getrennt. Das macht die Qualitätssicherung und die Berichterstellung viel einfacher.
- Gebotssicherheit: Dadurch wird verhindert, dass durch einen plötzlichen Upload von Offlinedaten die Leistungs- und Gebotsalgorithmen für eine vorhandene Online-Conversion-Aktion verzerrt werden.