Mobilgeräte-IDs für das Remarketing

Mit Mobilgeräte-IDs (MDIDs) für das Remarketing können Sie Nutzer basierend auf ihren Aktivitäten in Ihrer App bei Google Shopping, in der Suche sowie auf YouTube wieder ansprechen und mit ihnen interagieren. Außerdem stehen Ihnen die folgenden Möglichkeiten zur Verwendung von MDID-Listen zur Verfügung:

  • Die MDID-Daten, die Sie von Ihren Nutzern mit deren Einwilligung erhoben haben, hochladen und die hochgeladene Liste verwenden, um diese Nutzer wieder anzusprechen und mit ihnen zu interagieren
  • Die MDID-Daten mit Firebase, dem Software Development Kit (SDK) und Analysetool von Google für Apps, oder dem App-Analysetool eines Drittanbieters erfassen, über das Ereignisse anhand der Nutzeraktionen in Ihrer App ausgelöst werden, sowie Regeln einrichten, mit denen Listen basierend auf den für Sie relevanten Nutzeraktionen erstellt werden

Hinweis: Die Ausrichtung auf eine Liste von Mobilgeräte-IDs bzw. ihr Ausschluss ist nur bei Suchanfragen in der Google App möglich.

Vorteile

Die Verwendung von MDID-Listen für das Remarketing hat unter anderem folgende Vorteile:

  • Vorteil von MDID-Remarketing-Listen gegenüber dem Kundenabgleich:
    • Mit MDID-Remarketing-Listen können Sie über Ihre Google Ads-Kampagnen auch Nutzer erreichen, die direkt mit Ihrer App interagieren.
  • Vorteile gegenüber Remarketing-Listen für Suchanzeigen:
    • Wenn Sie Firebase oder ein App-Analysetool eines Drittanbieters nutzen, können Sie Listen erstellen, die auf bestimmten Nutzeraktionen in Ihrer App basieren.
    • Sie erreichen auch Nutzer, die Ihre Website nicht besuchen, sondern nur mit Ihrer mobilen App interagieren.
    • Sie können die MDID-Liste Ihrer Nutzer hochladen, um diese in Google Ads anzusprechen.

Mobilgeräte-IDs für das Remarketing verwenden

Werbetreibende, die Mobilgeräte-IDs für das Remarketing verwenden möchten, müssen folgende Schritte ausführen:

  1. Die MDIDs für die Liste erfassen, die in Google Ads hochgeladen werden kann
  2. Anhand der erfassten MDIDs die Nutzerliste erstellen, die für Google Ads-Kampagnen verwendet werden soll

Funktionsweise

MDIDs für die Liste erfassen

Angenommen, Sie sind der Werbetreibende und Inhaber der App für die Website https://www.example.com/beispielressource.

  • URL-Schema = https
  • Pfad = www.example.com/beispielressource

Sie können das Demoprojekt als Beispiel verwenden.

  • Android: https://www.example.com/beispielressource?gmpaid=1:300830567303:android:9b9ba2ce17104d0c&adid={IDFA}&anid=applovin&aclid={GERÄTE-ID}&cs=AppLovin&cm={ANZEIGENTYP}&cn={KAMPAGNENNAME}
  • iOS: https://www.example.com/beispielressource?gmpaid=1:300830567303:ios:09b1ab1d3ca29bda&idfa={IDFA}&anid=applovin&aclid={GERÄTE-ID}&cs=AppLovin&cm={ANZEIGENTYP}&cn={KAMPAGNENNAME}

Wenn ein Nutzer in der App auf den Link "https://www.example.com/beispielressource" klickt, werden die Werte für {IDFA}, {GERÄTE-ID}, {ANZEIGENTYP} und {KAMPAGNENNAME} vom Analysepartner ausgefüllt. Der Deeplink sieht so aus: https://www.example.com/beispielressource?gmpaid=1:300830567303:android:9b9ba2ce17104d0c&adid=testAAID&anid=applovin&aclid=testClickID&cs=AppLovin&cm=testAdType&cn=testCampaign
In Ihren Webprotokollen sehen Sie jetzt, dass mit der Geräte-ID "testAAID" eine bestimmte Aktion in Ihrer App ausgeführt wurde. Wenn Sie diese Geräte-ID in eine "Upload-Liste für Geräte-IDs" aufnehmen, können Sie den entsprechenden Nutzer wieder ansprechen und mit ihm interagieren.

Sie haben die Möglichkeit, die Geräte-ID mit BigQuery zu exportieren, um den Vorgang zu eskalieren. Weitere Informationen zum BigQuery Export-Schema

Hinweis: Sie können außer GA4F auch Drittanbieter wie Emma, Appsflyer und Adjust verwenden.

Geräte-ID-Listen über Google Ads hochladen

  1. Melden Sie sich in Ihrem Google Ads-Konto an.
  2. Klicken Sie oben rechts auf das Werkzeugsymbol  und dann unter "Gemeinsam genutzte Bibliothek" auf Zielgruppenverwaltung.
  3. Klicken Sie im Seitenmenü links auf Zielgruppenlisten.
  4. Klicken Sie auf das Pluszeichen , um eine neue Zielgruppenliste zu erstellen.
  5. Wählen Sie Kundenliste aus.
  6. Geben Sie einen Namen für die Zielgruppenliste ein.
  7. Klicken Sie neben "Listenmitglieder" auf den Drop-down-Pfeil und wählen Sie Mobilgeräte-IDs hochladen aus.
  8. Wählen Sie die Plattform für mobile Apps aus und suchen Sie nach dem Namen Ihrer App. Pro hochgeladener Liste können Sie nur eine App auswählen, die mit dem Typ der hochgeladenen IDs übereinstimmt. Außerdem darf die Liste nur eine Art von Werbe-IDs enthalten, entweder IDFA (Apple) oder AdID (Android).
  9. Erstellen Sie die MDID-Datei mit einer üblichen Werbe-ID, entweder IDFA (Apple) oder AdID (Android). Beide in einer Datei zu verwenden, ist nicht zulässig. Sie können diese Vorlage verwenden oder eine nicht gehashte CSV-Datei im Nur-Text-Format hochladen, die nur die Spalte "Mobile Device ID" enthält. Mobilgeräte-IDs dürfen nicht mit anderen Kundendaten kombiniert werden (E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Postleitzahlen usw.).
  10. Klicken Sie auf Datei auswählen und laden Sie die Liste mit Nutzer-IDs gemäß den Formatierungsrichtlinien hoch. Klicken Sie danach das Kästchen an, mit dem Sie die Richtlinien zum Kundenabgleich von Google akzeptieren.
  11. Klicken Sie auf den Kreis, um die Gültigkeitsdauer und Beschreibung anzupassen.
  12. Klicken Sie auf Hochladen und dann auf Liste speichern. Nun wird die Meldung "Die Kundenliste wurde gespeichert" angezeigt. Falls die Datei Formatierungsfehler enthält, werden Sie entsprechend benachrichtigt.
  13. Nachdem Sie eine Liste gespeichert haben, wird der Status "In Bearbeitung" angezeigt, bis der Upload abgeschlossen ist. Das kann bis zu 24 Stunden dauern. Wenn die Datei hochgeladen und zugeordnet wurde und für die Auslieferung infrage kommt (die Mindestanzahl an IDs enthält), ändert sich der Listenstatus in Google Ads. Wenn "In Bearbeitung" länger als 24 Stunden angezeigt wird oder Sie die Meldung "Fehler beim letzten Upload" sehen, gab es eine Zeitüberschreitung im System. In diesem Fall müssen Sie Ihren Kunden bitten, die Liste noch einmal hochzuladen, um das Problem zu beheben.

Geräte-ID-Listen über die Google Ads API hochladen

  • Das Feld "mobile_id" ist Teil des Typs UserIdentifier in OfflineUserDataJobService. Zugelassene Nutzer können so Nutzerdaten basierend auf Android-Werbe-IDs (Android Advertising IDs, AAIDs) und Kennungen für Werbetreibende (Identifier For Advertisers, IDFAs) hochladen.
  • Beim Upload der mobilen IDs ist Folgendes zu beachten: In der Nutzerliste muss der Typ upload_key_type auf MOBILE_ADVERTISING_ID festgelegt sein.

Weitere Informationen zum Remarketing und zur Ausrichtung auf Zielgruppen über die API

Über die Google Ads-Benutzeroberfläche und die Google Ads API können Sie Kunden auch einer aktuellen Liste hinzufügen oder davon entfernen. Außerdem haben Sie dort die Möglichkeit, eine bestehende Kundenliste durch eine neue zu ersetzen.

Nutzerlisten zusammenstellen

Je nach den Interaktionen mit Ihren Nutzern gibt es mehrere Möglichkeiten, Listen zusammenzustellen.

  1. Sie können die Geräte Ihrer Kunden bei Ladenbesuchen erfassen oder entsprechende Daten auf andere Weise offline erheben. Dabei sind die Google-Richtlinien zur Nutzung von selbst erhobenen Daten einzuhalten. Wenn Sie eine Liste mit den erhobenen MDIDs erstellen möchten, können Sie sie über die Google Ads-Benutzeroberfläche oder die API hochladen.
  2. Mit Firebase oder einem App-Analysetool eines Drittanbieters können Sie App-Ereignisse basierend auf den Nutzeraktionen in Ihrer App erfassen. Möchten Sie Regeln für relevante App-Ereignisse einrichten, lässt sich eine Zielgruppenliste anhand der erhobenen Ereignisdaten erstellen.

Nachdem Sie alle Daten gesammelt und Ihre Listen erstellt haben, steht eine Zielgruppenliste zur Verfügung, die in Google Ads verwendet werden kann.

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