In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie kampagnenspezifische Conversion-Zielvorhaben in Ihren Google Ads-Kampagnen verwalten.
Mit der Einstellung für kampagnenspezifische Zielvorhaben können Sie die Standardzielvorhaben auf Kontoebene überschreiben und festlegen, welche Zielvorhaben für Conversion-Berichte und Gebote in einer bestimmten Kampagne verwendet werden sollen.
Themen in diesem Hilfeartikel
Funktionsweise
Die Standardzielvorhaben auf Kontoebene sollten für die meisten Kampagnen geeignet sein. Es kann aber Situationen geben, in denen Sie eine genauere Kontrolle darüber haben möchten, welche Conversion-Zielvorhaben für Gebote und Berichte in einer Kampagne verwendet werden.
Beispiel
Sie verkaufen auf Ihrer Website Schuhe und Ihr Standardzielvorhaben auf Kontoebene enthält zwei verschiedene Conversion-Aktionen: eine, über die erfasst wird, wenn Nutzer etwas in den Einkaufswagen legen, und eine für Verkäufe von Schuhen. Für eine Kampagne, die ausschließlich auf den Verkauf von Schuhen ausgerichtet ist, bietet es sich hier an, die Einstellung für kampagnenspezifische Zielvorhaben zu verwenden und nur Verkäufe von Schuhen zu berücksichtigen. Die Kampagne wird dann nur für die relevanteste Conversion-Aktion optimiert.
Hinweis: Wenn Sie mehrere Conversion-Aktionen haben, die für Ihr Unternehmen unterschiedliche Werte liefern, sollten Sie nicht die Conversion-Einstellung auf Kampagnenebene verwenden, sondern alle Conversion-Aktionen auf Kontoebene erfassen und die Gebotsstrategie „Ziel-ROAS“ oder „Conversion-Wert maximieren“ mit unterschiedlichen Werten für jede Aktion verwenden, um ohne Datenverlust effektiv zu optimieren.
Sie sollten alle Zielvorhaben auf Kontoebene berücksichtigen. Änderungen, die Sie daran vornehmen, werden nämlich nicht für Kampagnen übernommen, bei denen nicht ausdrücklich Zielvorhaben auf Kontoebene verwendet werden.
Wenn Sie eine Kampagne für ein kampagnenspezifisches Zielvorhaben optimieren und alle Conversion-Aktionen aus diesem Zielvorhaben entfernen, werden automatisch die Standard-Conversion-Zielvorhaben des Kontos für die Gebote und Berichte der Kampagne verwendet.
Wenn Sie kampagnenspezifische Zielvorhaben anwenden, können Sie entweder auf die Standardzielvorhaben von Google zurückgreifen oder ein benutzerdefiniertes Zielvorhaben erstellen.
Standardzielvorhaben
Sie können festlegen, welche Standard-Conversion-Zielvorhaben auf eine bestimmte Kampagne angewendet werden sollen. Mit der Einstellung für kampagnenspezifische Zielvorhaben lässt sich anpassen, welche Standardzielvorhaben auf eine bestimmte Kampagne angewendet werden. Beispiel: Sie haben „Kauf“ und „In den Einkaufswagen“ als Standardzielvorhaben auf Kontoebene festgelegt, möchten für eine Ihrer Kampagnen aber nur das Zielvorhaben „Kauf“ erfassen.
Benutzerdefinierte Zielvorhaben
Falls keines der Standardzielvorhaben in Ihrem Konto Ihre Anforderungen für eine bestimmte Kampagne erfüllt, können Sie ein benutzerdefiniertes Zielvorhaben erstellen. Dabei lassen sich primäre und sekundäre Conversion-Aktionen beliebig kombinieren. In seltenen Fällen, in denen Sie ein nicht standardmäßiges Werbeziel verfolgen, sollten Sie benutzerdefinierte Zielvorhaben verwenden.
Sie haben auch die Möglichkeit, auf eine Kombination aus benutzerdefinierten und Standardzielvorhaben für Ihre Kampagne zurückzugreifen. Pro Kampagne kann nur ein benutzerdefiniertes Zielvorhaben verwendet werden.
Generell ist es am besten, die Standardzielvorhaben auf Kontoebene für alle Kampagnen zu verwenden, anstatt kampagnenspezifische Zielvorhaben zu erstellen. So können Ihre Kampagnen voneinander lernen und die Gebote weiter optimiert werden.
Beispiel: Sie können ein benutzerdefiniertes Zielvorhaben mit einer primären Conversion-Aktion „Kauf“ und einer sekundären Conversion-Aktion „Lead-Formular senden“ erstellen. Wenn Sie das benutzerdefinierte Zielvorhaben auf eine Kampagne anwenden, wird die Kampagne für beide Conversion-Aktionen optimiert.
Conversion-Einstellung für Smart Bidding verwenden
Bei Smart Bidding (einschließlich der Gebotsstrategien „Ziel-CPA“ und „Ziel-ROAS“) werden für die Optimierung nur Elemente aus der Spalte „Conversions“ berücksichtigt. Es dauert eine Weile, bis Gebotsmodelle, die auf der KI von Google basieren, Änderungen an der Konfiguration Ihrer Conversions berücksichtigen. Das gilt sowohl auf Konto- als auch auf Kampagnenebene. Falls Sie Ihre Conversion-Zielvorhaben also auf Kampagnenebene mithilfe der Conversion-Einstellung für Suchkampagnen oder der Conversion-Zielvorhaben-Einstellung für Shopping-Kampagnen ändern möchten, sollten Sie Ihre Ziele nach und nach aktualisieren. Die Gebotsmodelle passen sich nämlich erst mit der Zeit an neu erfasste Conversion-Daten an. Andernfalls kann es bei den Ausgaben zu unerwünschten Schwankungen kommen. Smarte Kampagnen werden nur für eine kleinere Gruppe von Zielvorhaben optimiert.
Ladenbesuche unterscheiden sich von anderen Conversion-Aktionen. Hier erfolgt sofort eine Smart Bidding-Reaktion, wenn das entsprechende Conversion-Zielvorhaben hinzugefügt oder entfernt wird. Sie sollten Ihre Ziele daher aktualisieren, sobald Ladenbesuche in der Spalte „Conversions“ hinzugefügt oder daraus entfernt werden.
Beispiel: Auf Kontoebene haben Sie Käufe mit einem bisherigen Cost-per-Action von 100 € in die Spalte „Conversions“ aufgenommen. Sie entscheiden, dass Sie anstatt von Käufen testweise in der Spalte „Conversions“ Registrierungen für eine bestimmte Kampagne berücksichtigen möchten, da diese Nutzeraktion häufiger vorkommt und somit einen niedrigeren CPA hat. Wenn Sie die Conversion-Einstellung auf Kampagnenebene so anpassen, dass in der Spalte „Conversions“ nur Registrierungen erfasst werden, anstatt direkt einen viel niedrigeren CPA festzulegen, korrigieren Sie Ihren Ziel-CPA im Laufe der Zeit schrittweise nach unten. So bleiben die Kampagnenausgaben einigermaßen stabil.
Anleitung
Kampagnenspezifische Conversion-Zielvorhaben anwenden
- Klicken Sie im Menü Kampagnen
auf Kampagnen.
- Klicken Sie auf den Tab Einstellungen.
- Wählen Sie die Kampagne aus, der Sie Conversion-Zielvorhaben hinzufügen möchten.
- Öffnen Sie im Menü „Einstellungen“ das Drop-down-Menü „Conversion-Zielvorhaben“.
- Wählen Sie im Drop-down-Menü das gewünschte Conversion-Zielvorhaben aus.
- Klicken Sie auf Speichern.
Kampagnenspezifische Conversion-Einstellung im Bulk bearbeiten
Über die Tabelle „Kampagnen“ ist auch die Bulk-Bearbeitung der kampagnenspezifischen Conversion-Einstellung möglich:
- Klicken Sie im Menü Kampagnen
auf Kampagnen.
- Wählen Sie in der Tabelle „Kampagnen“ die Kampagnen aus, für die Sie die kampagnenspezifische Conversion-Einstellung bearbeiten möchten.
- Wählen Sie Bearbeiten aus.
- Wählen Sie im Drop-down-Menü die Option Conversion-Zielvorhaben aktualisieren aus.
Conversion-Zielvorhaben für alle Kampagnen aufrufen
Sie können die Spalte „Conversion-Zielvorhaben“ in die Tabelle „Kampagnen“ einfügen. So sehen Sie die jeweiligen Conversion-Zielvorhaben für alle Kampagnen auf einen Blick.
- Klicken Sie im Menü Kampagnen
auf Kampagnen.
- Wählen Sie das Symbol Spalten
aus.
- Wählen Sie Spalten anpassen aus.
- Danach klicken Sie auf Attribute.
- Wählen Sie Conversion-Zielvorhaben aus.
- Klicken Sie auf Anwenden.
Benutzerdefiniertes Zielvorhaben erstellen
- Klicken Sie im Menü Zielvorhaben
auf Zusammenfassung.
- Scrollen Sie auf der Seite mit der Conversion-Übersicht ganz nach unten und wählen Sie Benutzerdefinierte Zielvorhaben aus, um den Bereich zu maximieren.
- Wählen Sie Benutzerdefiniertes Zielvorhaben hinzufügen aus.
- Erstellen Sie das benutzerdefinierte Zielvorhaben, indem Sie die erforderlichen Conversion-Aktionen auswählen, und klicken Sie auf Speichern.