Einbindung von Google Ads in das IAB Transparency & Consent Framework (TCF)

IAB Europe hat die mit dem IAB Tech Lab und gemeinsamen Partnerunternehmen entwickelte Version 2.0 seines Transparency & Consent Framework (TCF) nun fertiggestellt. Durch die Google-Einbindung in TCF 2.0 wird die direkte Nutzung des IAB TCF 2.0 vereinfacht. Sie können auch eine Plattform zur Einwilligungsverwaltung (Consent Management Platform, CMP) mit dem IAB-TCF 2.0 verwenden, um Einwilligungssignale an Google zu übertragen.

Am 15. August 2020 nahm das Interactive Advertising Bureau (IAB) die Umstellung von TCF Version 1 auf Version 2.0 vor. 

Ablauf

Ab dem 13. August 2020 wird das IAB TCF 2.0 von Google unterstützt. Das bedeutet, dass in Google Ads der Transparency & Consent (TC)-String des TCF 2.0 für Conversion-Tracking-Tags gelesen und interpretiert werden kann. Dadurch werden wiederum Plattformen zur Einwilligungsverwaltung aktiviert, über die TCF 2.0-Strings erstellt werden. Mit diesen Strings werden Einwilligungssignale an Google Ads gesendet, und zwar basierend auf der jeweiligen Auswahl des Nutzers.

Durch die Einbindung in TCF 2.0 können unsere Google Ads-Produkte den Transparency & Consent-String lesen. Das Verhalten der verknüpften Google-Tags wird basierend auf dem Inhalt des TC-Strings angepasst.

Transparency & Consent Framework 2.0 einrichten

Wenn Sie den TCF 2.0-String für Ihre Google Ads-Tags verwenden möchten, müssen Sie die Aktivierung vornehmen. Fügen Sie hierzu oberhalb Ihrer Tags eine Codezeile ein, damit der TCF-String richtig gelesen werden kann. So aktivieren Sie die TCF 2.0-Unterstützung:

Folgende Codezeile muss auf allen Seiten mit Google Ads-Tags oberhalb des allgemeinen Website-Tags bzw. des Google Tag Manager-Snippets eingefügt werden: 

window ['gtag_enable_tcf_support'] = true;

Beispielcode

Um die TCF 2.0-Unterstützung zu gewährleisten, muss der Code irgendwo oberhalb Ihres allgemeinen Website-Tags bzw. Google Tag Manager-Container-Snippets platziert werden. Nachfolgend ist ein Beispiel für eine TCF-Codezeile zu sehen, die oberhalb eines allgemeinen Website-Tags positioniert wurde.

<script>

    window ['gtag_enable_tcf_support'] = true;  

 </script>

 

<!-- Allgemeines Website-Tag (gtag.js) – Google Ads: CONVERSION_ID -->

  <script async src="https://www.googletagmanager.com/gtag/js?id=AW-CONVERSION_ID"></script>

  <script>

    window.dataLayer = window.dataLayer || [];

    function gtag(){dataLayer.push(arguments);}

    gtag('js', new Date());

 

    gtag('config','AW-CONVERSION_ID');

  </script>

 

Auswirkungen auf Google Ads durch den Transparency & Consent Framework 2.0

Im TCF werden Datenverarbeitungsvorgänge anhand von „Zwecken“ organisiert. Jeder Zweck hat eine entsprechende rechtliche Grundlage, entweder „Einwilligung“ oder „berechtigtes Interesse“. Über Google Tag Manager oder das allgemeine Website-Tag implementierte Google Ads-Conversion-Tracking-Tags verarbeiten Anfragen mit dem Consent-String folgendermaßen: 

Zweck Von Google registrierte rechtsgültige Grundlage Beschreibung Auswirkungen auf Google Ads, falls nicht vorhanden
1 Einwilligung Informationen auf einem Gerät speichern und/oder darauf zugreifen Cookies für Mess- oder Personalisierungszwecke werden von Google Ads weder erstellt noch verwendet. In den Remarketing-Listen werden keine Daten für Nutzer ohne Einwilligung erfasst. Außerdem sind die Attributionsberichte unter Umständen stärker begrenzt.
3 & 4 Einwilligung Personalisiertes Anzeigenprofil erstellen und nutzen Ereignisse können nicht für personalisierte Anzeigen verwendet werden und werden nicht für Remarketing-Listen genutzt. Nutzer, die bereits in die Zielgruppenlisten aufgenommen wurden, sind davon nicht betroffen.
7 * Flexibel – Standardeinstellung: „berechtigtes Interesse“ Anzeigenleistung messen In Google Ads ist dieser Zweck für alle Conversions erforderlich. Andernfalls wird die Conversion in Google Ads nicht erfasst.
9 * Flexibel – Standardeinstellung: „berechtigtes Interesse“ Marktforschungsdaten nutzen, um Zielgruppeninformationen zu gewinnen In Google Ads ist dieser Zweck für alle Conversions erforderlich. Andernfalls wird die Conversion in Google Ads nicht erfasst.
10 * Flexibel – Standardeinstellung: „berechtigtes Interesse“ Produkte entwickeln und verbessern In Google Ads ist dieser Zweck für alle Conversions erforderlich. Andernfalls wird die Conversion in Google Ads nicht erfasst.
SP1 Berechtigtes Interesse Sicherheit gewährleisten, Betrug verhindern und Fehler beheben Dieser Zweck ist im TCF immer vorhanden und verfügbar.

Google ist flexibel für die TCF-Zwecke 2, 5, 6, 7, 9 und 10 registriert und nutzt standardmäßig berechtigtes Interesse. Wenn Sie Ihre CMP nicht so konfigurieren, dass Google auf die Einwilligung für diese Zwecke beschränkt ist, nutzt Google das berechtigte Interesse für die Fälle, in denen dies über die CMP mit dem Nutzer festgelegt wurde. Google ist für die Zwecke 1, 3 und 4 nicht flexibel registriert; folglich ist für sie immer die Einwilligung erforderlich. Die übrigen TCF-Zwecke werden nicht von Conversion-Tracking-Tags von Google Ads, möglicherweise aber von anderen Google-Produkten verwendet.

Hinweis: In Google Tag Manager und im allgemeinen Website-Tag werden nur TCF-Strings akzeptiert, die gemäß den Richtlinien zum TCF und den technischen Spezifikationen korrekt implementiert sind. Außerdem müssen Sie für die Einhaltung der Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung sorgen. Wenn Ihre Plattform zur Einwilligungsverwaltung (Consent Management Platform, CMP) nicht innerhalb von 500 Millisekunden reagiert oder der Status „error“, „stub“ oder „loading“ angezeigt wird, fährt das Tag im eingeschränkten Modus fort: 

  • Das Platzieren und Lesen von Drittanbieter- und eigenen Conversion-Cookies in Google Ads wird eingeschränkt.
  • Die Google Analytics-Werbefunktionen sind in die Version 2.0 des IAB TCF eingebunden. Deshalb werden die genannten Anfragen so behandelt, als wäre die Nutzung für jegliche Zwecke abgelehnt worden. Die Auswirkungen finden Sie oben in der Tabelle oben.
  • Remarketing-Funktionen werden deaktiviert.

Fehlermeldungen beheben

Wenn Ihre Plattform zur Einwilligungsverwaltung nicht innerhalb von 500 Millisekunden reagiert oder der Status „error“, „stub“ oder „loading“ angezeigt wird, fährt das Tag im eingeschränkten Modus fort. So beheben Sie das Problem:

Wenn Sie die Funktion zum Auslösen des Conversion-Tags manuell aufrufen:

  • Die Antwort auf getTCData TCData.eventStatus = 'tcloaded' ODER 'cmpuishowed' + 'useractioncomplete' muss innerhalb von 500 Millisekunden gesendet werden. Diese zeigen an, dass die CMP dem Nutzer eine Auswahlmöglichkeit hinsichtlich der Einwilligung bieten kann.

Wenn Sie die Funktion zum Senden eines Conversion-Tags nicht manuell aufrufen:

  • Arbeiten Sie mit Ihrem CPM-Anbieter zusammen, um sicherzustellen, dass getTCData and return TCData.eventStatus = 'tcloaded' ODER 'cmpuishowd' + 'useractioncomplete' als Antwort berücksichtigt wird. Dies zeigt an, dass die Nutzereinwilligung über die API innerhalb von 500 Millisekunden verwendet werden kann.

Auswirkungen auf personalisierte Anzeigen, den Einwilligungsmodus und andere Signale durch den TCF

Für den Fall, dass Google mehrere widersprüchliche Signale erhält, wird zum Schutz der Privatsphäre die konservativste Signalkombination verwendet. Beispiel:

Dieselbe Vorgehensweise gilt für den Fall, dass es beim TCF und dem Parameter für die eingeschränkte Datenverarbeitung zu Konflikten kommt. 

Damit die Tag-Kennzeichnung möglichst wenig aufwendig ist und es nicht zu unbeabsichtigten Interaktionen kommt, sollte entweder das TCF 2.0 oder der Einwilligungsmodus implementiert werden. Beides kann so eingerichtet werden, dass die Nutzereinwilligung interpretiert und das Tag-Verhalten entsprechend angepasst wird.  

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