[GA4] User-ID für plattformübergreifende Analysen

Sie möchten wissen, wo Sie die Mess-ID finden, um Daten für Ihre Website zu erheben? Lesen Sie stattdessen hier weiter.
Dieser Artikel richtet sich an Nutzer, deren Unternehmen eigene User-IDs generieren, die sie in ihre Analytics-Daten aufnehmen möchten.

Die User-ID ist eine erweiterte Funktion, mit der Sie in Analytics plattform- und geräteübergreifende Daten zum Nutzerverhalten sehen können. Anhand aller Daten, die mit derselben User-ID verknüpft sind, wird in Analytics das Verhalten einzelner Nutzer analysiert.

Damit Sie diese Funktion verwenden können, müssen Sie eindeutige bleibende IDs erstellen, Nutzern diese IDs konsequent zuweisen und die IDs den an Analytics gesendeten Daten hinzufügen.

In Analytics können User-IDs nicht über die Benutzeroberfläche gesendet werden. In den folgenden Artikeln finden Sie Informationen dazu, wie Sie User-IDs in die Daten einfügen, die an Analytics gesendet werden:

  • Google Analytics 4-Tags: In diesem Artikel zu Google Tag Manager wird erläutert, wie Sie User-IDs mithilfe des Google Analytics 4-Ereignis-Tags festlegen.
  • Google Analytics-User-ID: In diesem Artikel zu Google Tag Manager geht es um Universal Analytics-Properties. Die Informationen gelten jedoch auch für Google Analytics 4-Properties.
  • Cookies und Nutzeridentifizierung (in englischer Sprache): In diesem Google Developers-Artikel wird beschrieben, wie Sie eine User-ID über den Messcode einfügen.
Daten zur User-ID können seit dem 16. Juli 2019 abgerufen werden.

Identität für die Berichterstellung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Nutzerdaten für die Berichterstellung zu ermitteln:

  • Nach User-ID, Google-Signalen und Gerät (verfügbar, wenn Sie Google-Signale aktiviert haben): Bei dieser Methode wird die präzisere User-ID verwendet (sofern sie erfasst wird), um einzelne Nutzer zu identifizieren und alle zugehörigen Ereignisse in Berichten und Analysen zusammenzuführen. Wenn keine User-ID erfasst wird, werden in Analytics Informationen aus Google-Signalen angezeigt, sofern sie verfügbar sind. Wenn weder Informationen zur User-ID noch zu Google-Signalen verfügbar sind, wird in Analytics eine Geräte-ID zur Nutzeridentifikation verwendet. Das kann entweder das Analytics-Cookie für Websites oder die App-Instanz-ID für Apps sein.

    Wenn Sie Google-Signale aktivieren, werden in Analytics Daten zu demografischen Merkmalen und Interessen erfasst (sofern verfügbar). Für Ihre Berichte gelten daher entsprechende Grenzwerte.
  • Nach User-ID und Gerät (verfügbar, wenn Sie Google-Signale nicht aktiviert haben): Bei dieser Methode wird die präzisere User-ID verwendet (sofern sie erfasst wird), um einzelne Nutzer zu identifizieren und alle zugehörigen Ereignisse in Berichten und Analysen zusammenzuführen. Sollten keine User-ID-Informationen verfügbar sein, wird der Nutzer in Analytics anhand einer Geräte-ID identifiziert (Analytics-Cookie für Websites oder App-Instanz-ID für Apps).
  • Nach Gerät: Bei dieser Methode wird nur die Geräte-ID (Analytics-Cookie für Websites oder App-Instanz-ID für Apps) verwendet, um einen Nutzer zu identifizieren. Erfasste User-IDs werden ignoriert.

Diese Optionen finden Sie in der Analytics-Verwaltung unter Standardmäßige Identität für die Berichterstellung (siehe unten).

Die von Ihnen ausgewählte Option hat keinen Einfluss auf die Datenerfassung oder -verarbeitung. Sie können ohne dauerhafte Auswirkungen auf die Daten jederzeit zwischen den Optionen wechseln.

Änderungen an Nutzermesswerten

Wenn Sie die User-ID implementieren, wird in Analytics damit begonnen, die User-IDs (sofern in Analytics erfasst) für jedes Ereignis zu verarbeiten. So wird das Verhalten der angemeldeten Nutzer plattform- und geräteübergreifend besser widergespiegelt. Daher sollten Sie davon ausgehen, dass sich die Nutzermesswerte ab dem Zeitpunkt der Implementierung ändern.

Die Art der Änderung hängt davon ab, wie Nutzer mit Ihrem Unternehmen interagieren. Beispiel: Beim Messwert „Aktive Nutzer“, mit dem aktive Nutzer über einen bestimmten Zeitraum (z. B. 7, 14 oder 28 Tage) gezählt werden, kann es unmittelbar nach der Implementierung zu Schwankungen kommen. Einzelne Nutzer werden dann unter Umständen doppelt gezählt, nämlich als an- und abgemeldet. Das ist normal. Nach Ablauf des entsprechenden Zeitraums (z. B. 7, 14 oder 28 Tage) sollte alles wieder wie gewohnt funktionieren.

Implementierung

Sie implementieren die User-ID zuerst auf Ihrer Website oder in Ihrer App und dann in der Analytics-Verwaltung.

Website oder App

In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie die User-ID mithilfe des allgemeinen Website-Tags auf Ihrer Website einbetten können.

Wenn Sie die User-ID per SDK in Ihrer App implementieren möchten, folgen Sie der Anleitung für iOS oder Android.

Analytics-Verwaltung

Nachdem Sie die Erfassung von User-IDs auf Ihrer Website oder in Ihrer App aktiviert haben, können Sie die Property-Konfiguration in der Analytics-Verwaltung aktualisieren, um die gewünschte Identität für die Berichterstellung zu ändern.

  1. Melden Sie sich in Google Analytics an.
  2. Klicken Sie auf Verwaltung und rufen Sie die zu bearbeitende Property auf.
  3. Klicken Sie in der Spalte Property auf Standardmäßige Identität für die Berichterstellung.
  4. Wählen Sie Nach User-ID, danach Google-Signale, dann Gerät, Nach User-ID und Gerät oder Nur nach Gerät aus.
  5. Klicken Sie auf Speichern.

Berichte vergleichen

Nachdem Sie die User-ID auf Ihrer Website bzw. in Ihrer App implementiert und die Einstellungen Ihrer Analytics-Property bestätigt haben, können Sie Ihren Berichten Vergleiche hinzufügen, um die Daten angemeldeter Nutzer mit anderen Arten von Daten zu vergleichen.

Ohne den Vergleich werden alle Daten angemeldeter und nicht angemeldeter Nutzer zusammen angezeigt.

Wenn Sie nach Daten angemeldeter Nutzer filtern, werden diese Nutzer in Analytics dedupliziert. Deshalb kann es bei den Daten zu Abweichungen kommen:

  • Geringere Anzahl von Nutzern
  • Höhere Werte pro Nutzer

Außerdem werden zusätzliche Daten angezeigt – zum Beispiel, wie viele dieser Nutzer auf mehreren Plattformen mit Ihrem Unternehmen interagiert haben.

Personalisierte Werbung

User-IDs, die Sie in Google Analytics hochladen, werden zur Verarbeitung von Zielgruppenlisten verwendet. Diese können dann für alle verknüpften Werbedienste verfügbar gemacht werden, unter anderem für personalisierte Anzeigen. Derzeit ist nur die Ausrichtung auf das Gerät möglich, das zuletzt von einer bestimmten User-ID verwendet wurde. Sie können Kriterien konfigurieren, die eine Verwendung auf mehreren Geräten/Plattformen erfordern. Ein Beispiel dafür ist eine Zielgruppe, bei der ein Kaufereignis sowohl über Web- als auch über App-Streams erforderlich ist. Sie können auch gerätespezifische oder streamspezifische Kriterien konfigurieren, um gerätebezogene Zielgruppen zu verwalten.

Beschränkungen und Richtlinien

Weitere Informationen zu den Beschränkungen und Richtlinien, die Sie beachten müssen, finden Sie im Artikel Beschränkungen und Hinweise für User-IDs.

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