[GA4] Set up audiences

[GA4] Einführung in Google Analytics-Zielgruppen

Zielgruppen bestehen aus Nutzern mit denselben Merkmalen. Sie können Zielgruppen für von Ihnen verwendete Werbeprodukte wie Google Ads freigeben, um bestimmte Nutzer zu erreichen.

Was ist eine Zielgruppe?

In Google Analytics besteht eine Zielgruppe aus Nutzern Ihrer Website und/oder App, für die ähnliche Verhaltensdaten erfasst wurden oder die demografische oder andere beschreibende Daten gemeinsam haben. Sie können z. B. zur selben Altersgruppe oder zum selben Geschlecht gehören oder über dieselbe Kampagne erreicht worden sein.

Vielleicht möchten Sie eine Zielgruppe mit allen Nutzern erstellen, die etwas bei Ihnen gekauft haben („event_count“ für purchase > 0).

Unter Umständen wird diese Zielgruppe aber zu groß sein, um sie sinnvoll für Ihre Werbekampagnen einzusetzen. In diesem Fall können Sie kleinere Gruppen von Nutzern definieren, die spezifischere Verhaltensweisen und demografische Merkmale gemeinsam haben, z. B.:

  • Nutzer aus Bayern, die bis zu 5 Artikel gekauft haben
  • Nutzer aus München, die in den letzten 7 Tagen bis zu 5 Artikel gekauft haben
  • Nutzer aus München, die in den letzten 7 Tagen bis zu 5 Artikel gekauft und mehr als 100 € ausgegeben haben

Sie können Zielgruppen anhand der von Ihnen erhobenen Daten erstellen und die Zielgruppen so allgemein oder eng gefasst wie nötig definieren: Alle Nutzer, die eine Sonnenbrille gekauft haben oder Alle Nutzer, die eine schwarze Sportsonnenbrille mit polarisierten blauen Gläsern gekauft haben.

Jeder neue Besucher Ihrer Website oder App-Nutzer, dessen Verhaltens- oder beschreibenden Daten den Zielgruppenbedingungen entsprechen, wird in die Zielgruppe aufgenommen. Wie schnell eine Zielgruppe wächst, hängt davon ab, wie oft für Besucher Ihrer Website oder Nutzer Ihrer App Verhaltens- und/oder beschreibende Daten erhoben werden, die der Definition der Zielgruppe entsprechen. Zielgruppen mit weiter gefassten Definitionen (weniger Bedingungen) werden schneller wachsen als enger gefasste Zielgruppen (mehr Bedingungen).

In Analytics werden für Zielgruppen Daten der letzten 30 Tage berücksichtigt, sofern verfügbar. Falls Nutzer der letzten 30 Tage der Zielgruppendefinition entsprechen, werden sie also sofort in die Zielgruppe aufgenommen.

Wofür werden Zielgruppen verwendet?

Zielgruppen können in Berichten und Werbekampagnen verwendet werden.

Berichterstellung

Wenn Sie nichts weiter tun, als die Zielgruppe zu erstellen, können Sie in Analytics einen Bericht dazu aufrufen und sehen, wie viele Nutzer aus dieser Zielgruppe Ihre Website besuchen oder Ihre App verwenden, wie viele Conversions und Sitzungen mit Interaktion erzielt werden und welche Technologien zur Interaktion mit Ihren Inhalten verwendet werden.

Zielgruppen können in Berichten als Grundlage für Vergleiche dienen. Dazu wählen Sie „Name der Zielgruppe“ als Dimension und eine bestimmte Zielgruppe als Dimensionswert aus. Dann können Sie Zielgruppen unter Berücksichtigung derselben Daten vergleichen: Hat meine Zielgruppe mit Kunden aus Hamburg mehr Sonnenbrillen gekauft als meine Zielgruppe mit Kunden aus München? Welche Zielgruppe hat mehr von den wirklich teuren Brillen gekauft?

Im explorativen Analysetool können Sie die Dimensionen „Name der Zielgruppe“ und „Letzter Zielgruppenname“ verwenden, um herauszufinden, welche Methoden zur Akquisition bestimmter Zielgruppen am effektivsten waren, welche Zielgruppen nach der Akquisition weiter interagiert haben und wie sich diese Nutzer durch Ihre Inhalte und durch bestimmte Trichter bewegt haben.

Werbung

Wenn Sie Ihre Analytics-Property mit Google-Produkten für Werbetreibende wie Google Ads, Display & Video 360 oder Search Ads 360 verknüpft haben, können Sie Ihre Analytics-Zielgruppen für diese Produkte freigeben.

Die Zielgruppe „Käufer“ wird in Analytics standardmäßig erstellt, wenn Nutzer Ereignisse vom Typ in_app_purchase oder purchase auslösen. Sie kann in allen verknüpften Werbeprodukten verwendet werden.

Wenn Sie Produktverknüpfungen zwischen Analytics und Werbeprodukten erstellen und die Option zum Aktivieren personalisierter Anzeigen auswählen, lassen sich die Zielgruppen in den Werbeprodukten verwenden, um Nutzern Werbung auf Grundlage ihres spezifischen Onlineverhaltens zu präsentieren. Das können z. B. Remarketing-Anzeigen für Produkte sein, die sie auf Ihrer Website angesehen, aber noch nicht gekauft haben.

Wenn Ihre Zielgruppen in den Google-Produkten für Werbetreibende verfügbar sind, können Sie damit festlegen, wem Ihre Anzeigen präsentiert werden sollen. Angenommen, Sie verwenden die Zielgruppe Alle Nutzer, die Sonnenbrillen gekauft haben. Wenn ein Nutzer aus dieser Zielgruppe eine Website besucht oder eine App öffnet, in der Sie werben, wird automatisch ein Gebot für Ihre Anzeige abgegeben, damit sie ihm präsentiert werden kann. So geben Sie Ihr Werbebudget für Nutzer aus, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Ihre Anzeigen reagieren werden.

Unterschiede zwischen Universal Analytics- und Google Analytics 4-Zielgruppen

In Universal Analytics und Google Analytics 4 werden nicht genau dieselben Daten erhoben. Bestimmte Dimensionen sind in beiden Versionen identisch (z. B. Land, Ort, Alter oder Geschlecht), für andere (wie Quelle und Medium) werden jedoch unterschiedliche Daten erfasst. Wenn Sie z. B. den Parameter utm_source verwenden, um Daten zu erfassen, erhalten Sie in Universal Analytics Werte für die Dimension Quelle, in Google Analytics 4 dagegen für Quelle, Erste Nutzerinteraktion – Quelle und Sitzung – Quelle. In Universal Analytics gibt es den Nutzermesswert Anzahl der Sitzungen pro Nutzer, in Google Analytics 4 nicht.

Viele der Daten, die Sie zum Definieren von Zielgruppen verwenden, unterscheiden sich in Universal Analytics und Google Analytics 4. Deshalb lassen sich Ihre Universal Analytics-Zielgruppen derzeit nur manuell in Google Analytics 4 migrieren. Dazu müssen Sie sich die Zielgruppendefinitionen ansehen und sie in Google Analytics 4 mit den Daten, die am ehesten übereinstimmen, neu erstellen.

Abgesehen von den Unterschieden bei den Daten sind Zielgruppen in beiden Versionen im Wesentlichen gleich: Sie werden auf dieselbe Weise erstellt, und zwar mit Bedingungen, die auf Daten beruhen, wie z. B. „Nutzer einschließen, die eine Sonnenbrille gekauft haben“ oder „Nutzer einschließen, die eine Sonnenbrille in ihren Einkaufswagen gelegt, aber nicht gekauft haben“.

Ein großer Unterschied besteht darin, dass in Google Analytics 4 Prognosezielgruppen verfügbar sind, in Universal Analytics aber nicht. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie mehr über Prognosezielgruppen.

Prognosezielgruppen

Eine Prognosezielgruppe hat mindestens eine Bedingung, die auf einem Prognosemesswert beruht. In Analytics werden Prognosemesswerte generiert. Dazu werden die von Ihnen erhobenen Daten modelliert (sofern die Mindestmengen der erforderlichen Daten erfasst werden). Außerdem wird vorhergesagt, welche Nutzer sich auf eine bestimmte Weise verhalten werden. Mit Prognosemodellen werden Ihre Daten ausgewertet, um herauszufinden, welche Nutzer wahrscheinlich etwas kaufen, welche Nutzer wahrscheinlich abwandern (Ihre Website oder App nicht mehr verwenden) und wie viel Umsatz Nutzer wahrscheinlich generieren.

Mithilfe von Prognosezielgruppen lässt sich leichter einschätzen, für wen Sie Ihr Marketingbudget ausgeben sollten. Das können z. B. alle Nutzer sein, die schon einmal etwas bei Ihnen gekauft haben, oder nur die Nutzer, die in den nächsten sieben Tagen wahrscheinlich etwas kaufen werden.

Sie können die Prognosemesswerte, die in Analytics für Ihre Property generiert werden, verwenden, um eigene Zielgruppen zu erstellen, z. B. „Nutzer aus München einschließen UND Nutzer, die in den nächsten 7 Tagen wahrscheinlich etwas kaufen“.

Ein weiterer Vorteil der Prognosemesswerte von Analytics besteht darin, dass damit Prognosezielgruppen wie Nutzer, die in den nächsten sieben Tagen wahrscheinlich kaufen und Umsatzstärkste Nutzer (28 Tage) generiert werden, die Sie unverändert übernehmen oder als Grundlage eigener benutzerdefinierter Zielgruppen verwenden können.

Weitere Informationen zu Prognosemesswerten und Prognosezielgruppen

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