Mithilfe von Artikeldaten können Sie Ihren gesamten Produktkatalog in Analytics importieren und so Nutzerverhalten, Websitezugriffe, Umsatz und Schlüsselereignisse mit artikelspezifischen Informationen wie Größe, Farbe, Stil oder anderen relevanten Dimensionen messen.
Durch den Import von Artikeldaten in Analytics lassen sich die E-Commerce-Daten, die Sie zusammen mit Ereignissen senden müssen, vereinfachen und reduzieren: Eine einzelne Artikel-ID oder Artikelnummer, die zum Zeitpunkt der Erfassung an Analytics gesendet wird, kann mit den importierten Artikeldaten zusammengeführt werden, um E-Commerce-Dimensionen und ‑Messwerte in Ihren Berichten darzustellen.
Themen in diesem Hilfeartikel
Artikeldaten importieren
Sie können diese Funktion nur verwenden, wenn Sie empfohlene Ereignisse für Onlineverkäufe erfassen.
Beim Import von Artikeldaten werden den importierten Feldwerten die „item_ids“ oder benutzerdefinierten Dimensionen auf Artikelebene der bisher erfassten Ereignisse zugeordnet und danach anstelle der ursprünglich erfassten die hochgeladenen Werte in Zielgruppen, Berichten und explorativen Datenanalysen verarbeitet und aufgeführt. Wird also beispielsweise in einem einzelnen oder zusammengefassten Bericht eine „item_id“ verwendet, ersetzt Analytics den ursprünglich erfassten durch den hochgeladenen Wert und letzterer ist im Bericht zu sehen. So lassen sich erfasste Werte korrigieren oder aktualisieren, um die Daten neu zu strukturieren oder wieder nutzbar zu machen. Falls zum Zeitpunkt der Abfrage neuere hochgeladene Werte vorhanden sind, die noch nicht verarbeitet wurden, werden in Analytics diese neueren Werte anstelle der verarbeiteten Werte verwendet. Beim Import von Artikeldaten haben Sie mehr Flexibilität bei der Auswahl von Schlüssel- und Importdimensionen.
Überlegen Sie zuerst, welche zusätzlichen Daten Sie in Ihre Berichte und explorativen Datenanalysen aufnehmen möchten. Wurden diese Informationen noch nicht in Analytics erfasst und ist keiner der anderen Importtypen geeignet, können Sie Artikeldaten als Datentyp verwenden, um diese Informationen mit Ihren Analytics-Daten zusammenzuführen. Anschließend lassen sich benutzerdefinierte Berichte erstellen, um die importierten Daten auf Artikelebene neben den standardmäßigen Analytics-Daten zu sehen.
Hinweis
Damit Sie Artikeldaten importieren können, benötigen Sie auf Property-Ebene die Rolle Bearbeiter (oder höher).
Für den Import von Artikeldaten müssen Sie in Ihrer Google Analytics-Property benutzerdefinierte Dimensionen auf Artikelebene einrichten. Diese Dimensionen müssen korrekt eingerichtet sein, bevor Sie mit dem Importieren Ihrer Artikeldaten beginnen.
Hinweis:
- Beim Import von Artikeldaten werden nur benutzerdefinierte Dimensionen auf Artikelebene unterstützt. Weitere Informationen zum Einrichten benutzerdefinierter Dimensionen
- Daten zur Abfragezeit, z. B. importierte Artikeldaten, sind nicht verfügbar, wenn Sie Zielgruppen in Analytics erstellen oder Segmente im explorativen Analysetool erstellen. Weitere Informationen zum Unterschied zwischen Abfragezeit und Verarbeitungszeit beim Zusammenführen von Daten
Analyse und Aktivitäten
Die Standarddimensionen für Artikel (z. B. Artikelmarke, ‑kategorie und ‑name) werden im Bericht E-Commerce-Käufe aufgeführt.
Im explorativen Analysetool können Sie anhand von Artikeldaten Trichter und Segmentüberschneidungen analysieren.
Außerdem lassen sich Nutzer in diesem Tool basierend auf den importierten Artikeldaten nach Kaufverhalten segmentieren.
Daten hochladen
Das allgemeine Uploadverfahren wird im Artikel Datenimport beschrieben.
Wählen Sie beim Erstellen der Datenquelle Artikeldaten als Datentyp aus.
Nachdem Sie ausgewählt haben, ob Sie die Daten aus einer CSV-Datei oder von einem SFTP-Server hochladen möchten, müssen Sie die importierten Felder den Feldern in Google Analytics zuordnen.
In der Tabelle „Schlüsselfelder“:
- Klicken Sie auf Felder hinzufügen, um Google Analytics-Felder hinzuzufügen, in die Sie die importierten Daten einfügen möchten. Diese Felder werden auch als „Schemaschlüssel“ bezeichnet.
- In der Spalte „Analytics-Feld“ steht der Name des ausgewählten Google Analytics-Felds.
- In der Spalte „Analytics-Artikelparameter“ sehen Sie den zugehörigen Analytics-Artikelparameter für das Analytics-Feld.
- Hinweis: Wenn Standardfelder ausgewählt sind, wird der Analytics-Artikelparameter auf „– (Standard)“ gesetzt.
In der Tabelle „Importfelder“:
- Klicken Sie auf Felder hinzufügen, um die Felder auszuwählen, die Sie über den ausgewählten Join-Schlüssel in Ihre Daten aufnehmen möchten. Dazu haben Sie mehrere Möglichkeiten:
- Wählen Sie ein Standardfeld und/oder eine benutzerdefinierte Dimension aus.
- Geben Sie über die Schaltfläche „+“ einen Artikelparameter ein, der keiner benutzerdefinierten Dimension zugewiesen ist.
- In der Spalte „Analytics-Feld“ steht der Name des ausgewählten Google Analytics-Felds.
- Hinweis: Wenn Sie Artikelparameter selbst eingeben, wird die Spalte „Analytics-Feld“ auf „–“ gesetzt. Achten Sie darauf, dass diese Parameter den erwarteten Namenskonventionen für Artikel entsprechen. Weitere Informationen zu den Namenskonventionen für Artikel
- In der Spalte „Analytics-Artikelparameter“ sehen Sie den zugehörigen Analytics-Artikelparameter für das Analytics-Feld.
- Hinweis: Wenn Standardfelder ausgewählt sind, wird der Analytics-Artikelparameter auf „– (Standard)“ gesetzt.
Wählen Sie in der Spalte „Importfeld“ das Feld der Importdatei aus, das mit dem Analytics-Feld übereinstimmt:
Nachdem Sie die Daten hochgeladen haben, kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis sie in Berichten, Zielgruppen und explorativen Datenanalysen verfügbar sind.
Beim Import von Artikeldaten wird der Join-Typ „Berichtszeitraum/Abfragezeit“ verwendet. Bereits verarbeitete Daten werden nicht geändert. Deshalb können Sie eine Datenquelle mit Artikeldaten einfach aus dem Datenuploaddienst löschen. Die Daten werden dann auch aus Analytics-Berichten entfernt.
Details zur Datenquelle
Legende
- Umfang: Anhand des Umfangs wird bestimmt, welche Ereignisse den Werten der Importdimension zugeordnet werden. Er ist in vier Ebenen untergliedert: Nutzer, Sitzung, Ereignis und Artikel. Der Import von Artikeldaten wird verwendet, um innerhalb von E-Commerce-Ereignissen mehr Metadaten auf Artikelebene zu erhalten.
- Schemaschlüssel: Hier sind die Schlüsseldimensionen oder ‑messwerte aufgelistet. Anhand des Schlüssels werden die hochgeladenen mit den vorhandenen Daten in Ihren Ereignissen für diesen Datenquellentyp zusammengeführt.
- Importierte Daten: Hier sind die verfügbaren Dimensionen und Messwerte für die Daten aufgelistet, die Sie in Analytics hochladen.
Die für das Schema aufgeführten Dimensionen und Messwerte dienen nur als Referenz und sind möglicherweise nicht vollständig. Die tatsächlich verfügbaren Dimensionen und Messwerte sind auf der Benutzeroberfläche zu sehen, wenn Sie die Datenquelle erstellen.
| Umfang | Auf Artikelebene |
|---|---|
| Schemaschlüssel |
Mindestens EINE und bis zu ZWEI Dimensionen insgesamt, bestehend aus Dimensionen aus den unten aufgeführten Kategorien: Artikelfelder
Benutzerdefinierte Dimensionen
Wenn eine als Schlüsselfeld in der Datenquelle verwendete benutzerdefinierte Dimension gelöscht wird, schlägt der Import fehl. |
| Importierte Daten |
Dimensionen
Benutzerdefinierte Dimensionen
Neue „item“-Parameter
Wenn eine als Importfeld verwendete benutzerdefinierte Dimension in der Datenquelle gelöscht wird, funktioniert der Import weiterhin, auch wenn diese benutzerdefinierte Dimension im Bericht nicht mehr verfügbar ist. |
| Hinweise |
|
Vorlage
Hier sehen Sie eine CSV-Vorlage für Artikeldaten. Sie können sie verwenden, wenn Sie Ihre Uploaddateien manuell erstellen müssen.
| item_id | item_name | item_cat1 | item_cat2 | item_cat3 | item_cat4 | item_cat5 | brand | Variante |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| p100001 | itemname1 | Kat1a | Kat2b | Kat3c | Kat4d | Kat5e | brand_foo | variant_small |
| p100002 | itemname2 | Kat1s | Kat2b | Kat3c | Kat4d | Kat5e | brand_bar | variant_medium |
| p100003 | itemname3 | Kat1v | Kat2w | Kat3x | Kat4y | Kat5z | brand_bar | variant_large |
Einschränkungen beim Import von Artikeldaten
- Wenn Sie eine Artikeldatenquelle aus dem Datenuploaddienst löschen, werden die in den Artikeldimensionen für die betroffenen Artikel gespeicherten Werte nicht gelöscht, weil sie sich unter Umständen geändert haben.
- Für importierte Artikeldaten sind sowohl Abfragezeit als auch Verarbeitungszeit für die Berichterstellung erforderlich. Das kann bis zu 24 Stunden dauern. Wenn eine Datenquelle gelöscht wird, bevor eingehende Daten vollständig verarbeitet wurden, werden Artikeldimensionen wie „item_name“ möglicherweise als „(nicht festgelegt)“ erfasst. Weitere Informationen zum Wert „(nicht festgelegt)“
- Wie bei allen anderen Methoden zur Datenerfassung müssen Sie eventuell anschließend Daten entfernen, die auf diese Weise hochgeladen wurden.
- Bei diesem Importtyp können keine neuen Ereignisse erstellt werden.
- Einschränkungen beim Löschen einer benutzerdefinierten Dimension, die im Import von benutzerdefinierten Ereignisdaten verwendet wird
- Falls sie als Schlüsselfeld festgelegt ist, führt das Löschen dazu, dass der Import fehlschlägt.
- Wenn die Dimension als Importfeld festgelegt ist und gelöscht wird, schlägt der Import nicht fehl, doch ist die Dimension in Berichten nicht mehr verfügbar.
- Eingegebene Artikelparameter sind in Berichten nicht enthalten, weil sie keiner benutzerdefinierten Dimension zugeordnet sind. Wenn für einen importierten Artikelparameter eine neue benutzerdefinierte Dimension erstellt wird, ersetzt Google Analytics in Berichten zurückliegende und zukünftige Ereignisse durch die neue benutzerdefinierte Dimension.
- Sie können bis zu fünf Datenquellen für Artikeldaten erstellen. Die Gesamtgröße aller Artikeldatenquellen darf 1 GB nicht überschreiten.
- Ausnahmen für datenquellenübergreifende Daten
- Vorhandene Importfelder für Datenquellen können nur dann als neue Importfelder für Datenquellen zugeordnet werden, wenn der Satz der zusammengesetzten Schlüsselfelder identisch ist.
- Vorhandene Importfelder für Datenquellen können nicht als neue Schlüsselfelder für Datenquellen zugeordnet werden.
- Vorhandene Schlüsselfelder für Datenquellen können nicht als neue Importfelder für Datenquellen zugeordnet werden.