Auf der neu überarbeiteten Meine AdMob-Seite finden Sie neben individuellen Tipps zur Optimierung Ihres Kontos auch personalisierte Informationen zum Kontozustand und Hinweise zur Einrichtung.

AdMob- und AdSense-Programmrichtlinien

Publisher beim Einhalten des California Consumer Privacy Act (CCPA) unterstützen

CCPA-Einstellungen in AdMob verwalten

Bei Google haben wir schon immer den Nutzer in den Mittelpunkt gestellt. Dazu gehört auch, dass wir niemals personenbezogene Daten verkaufen und Nutzern über ihr Google-Konto Transparenz und Kontrolle rund um die Werbung bieten, die sie sehen. Außerdem stellen wir diverse andere Funktionen für eine effiziente Kontoverwaltung zur Verfügung. Gemäß unserer Richtlinie für personalisierte Anzeigen verwenden wir zur Personalisierung von Werbung keine vertraulichen Informationen. Wir engagieren uns auch in Initiativen wie der Coalition for Better Ads, der Google News Initiative sowie im Projekt ads.txt, um ein funktionierendes und nachhaltiges Werbeumfeld zu schaffen.

Wir bei Google setzen uns für Datenschutzgesetze zur Sicherheit der Nutzer ein. Im Mai 2018 haben wir mehrere Neuerungen eingeführt, um Publisher bei der Einhaltung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im EWR zu unterstützen.

Heute bauen wir auf diesen Funktionen auf und bieten eine eingeschränkte Datenverarbeitung an, die wir unten näher erläutern. So möchten wir Werbetreibende, Publisher und Partner bei der Einhaltung des kalifornischen Gesetzes zum Schutz von Verbraucherdaten (California Consumer Privacy Act, CCPA) unterstützen.

California Consumer Privacy Act

Das kalifornische Gesetz zum Schutz von Verbraucherdaten (California Consumer Privacy Act, CCPA) ist ein neues Datenschutzgesetz, in dem verschiedene Rechte für die Einwohner Kaliforniens festgelegt werden. Das Gesetz gilt für Unternehmen, die in Kalifornien tätig sind und eines von mehreren Kriterien bezüglich Umsatz, Datenverarbeitung und anderen Faktoren erfüllen. Gemäß CCPA muss Einwohnern das Recht eingeräumt werden, dem „Verkauf“ ihrer „personenbezogenen Daten“ zu widersprechen (laut gesetzlicher Definition der Begriffe „sale“ und „personal information“). Dazu muss auf der Website des „Verkäufers“ (selling party) ein gut sichtbarer Link mit dem Text „Do Not Sell My Personal Information“ (Meine personenbezogenen Daten sollen nicht verkauft werden) vorhanden sein. Im CCPA werden bestimmte Ausnahmen der Definition von „Verkauf“ anerkannt, sodass nicht jede Weitergabe personenbezogener Daten als Verkauf gilt. Beispielsweise ist die Weitergabe personenbezogener Daten an einen „Dienstanbieter“ laut geltendem Gesetz kein Verkauf.

Bestimmungen für Dienstanbieter

Google hat seine Datenschutzerklärung bereits gemäß der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für Europa angepasst. Jetzt haben wir die Bestimmungen für Dienstanbieter entsprechend dem CCPA aktualisiert. Ab dem 1. Januar 2020 gelten diese ergänzend zu den bisherigen Datenschutzbestimmungen, die gemäß CCPA überarbeitet wurden. Bei Kunden mit Onlineverträgen und aktualisierten Plattformvereinbarungen werden die Datenschutzbestimmungen der bestehenden Verträge um die Nutzungsbedingungen des Dienstanbieters erweitert. Sie müssen Ihre Verträge mit diesen Kunden daher nicht selbst um die Bestimmungen ergänzen.

CCPA-Datenverarbeitungseinstellung auswählen

In AdMob ist die Datenverarbeitung standardmäßig nicht eingeschränkt und Nutzern wird personalisierte Werbung auf Ihrer Website oder in Ihrer App gezeigt. Wenn Sie die Datenverarbeitung einschränken und relevanten Nutzern in Kalifornien ausschließlich nicht personalisierte Anzeigen präsentieren möchten, müssen Sie die CCPA-Einstellungen ändern. Diese Einstellungen haben keinen Einfluss auf Daten, die Sie außerhalb Ihres Kontos freigeben, z. B. durch die Vermittlung.

So ändern Sie die CCPA-Datenverarbeitungseinstellungen für Ihr gesamtes Konto:

  1. Melden Sie sich unter https://apps.admob.com in Ihrem AdMob-Konto an.
  2. Klicken Sie in der Seitenleiste auf Blockierungen.
  3. Klicken Sie auf den Tab CCPA-Einstellungen.
  4. Wählen Sie die Option aus, die Sie auf Ihr AdMob-Konto anwenden möchten.
  5. Klicken Sie auf Speichern.
Wenn Sie die Datenverarbeitung nicht auf Kontoebene einschränken möchten, können Sie auch eine Einschränkung auf Ebene der Anzeigenanfragen einrichten.

Datenverarbeitung nicht einschränken

Diese Option ist ab dem 8. Juni 2020 verfügbar.

Wenn Sie „Datenverarbeitung nicht einschränken“ auswählen, können Sie die Werbepartner auswählen, die zum Empfang von Gebotsanfragen für Nutzer berechtigt sind, die laut Google in Kalifornien wohnhaft sind.

Führen Sie die nachfolgenden Schritte aus, um berechtigte Werbepartner festzulegen.

  1. Melden Sie sich unter https://apps.admob.com in Ihrem AdMob-Konto an.
  2. Klicken Sie in der Seitenleiste auf Blockierungen.
  3. Klicken Sie auf den Tab CCPA-Einstellungen.
  4. Wählen Sie im Bereich „Werbepartner auswählen“ die gewünschte Liste aus.
    • Alle aktiven Werbepartner verwenden: Es wird die Liste aller verfügbaren Werbepartner verwendet, die in den Einstellungen dieser Funktion bereitgestellt wird. Bei Gebotsanfragen von Nutzern, die laut Google in Kalifornien wohnhaft sind, werden grundsätzlich alle aktiven Werbepartner berücksichtigt. Neue Werbepartner werden automatisch hinzugefügt und können dann bei diesen Anfragen ein Gebot abgeben. Nutzer in Ihrem AdMob-Konto werden benachrichtigt, wenn neue Werbepartner hinzugefügt werden.
    • Benutzerdefinierte Liste verwenden: Sie können die Liste aller verfügbaren Werbepartner anpassen, um eine eigene benutzerdefinierte Liste zu erstellen. Bei Gebotsanfragen von Nutzern, die laut Google in Kalifornien wohnhaft sind, dürfen nur die ausgewählten Werbepartner berücksichtigt werden. Mit dieser Option werden Nutzer in Ihrem AdMob-Konto benachrichtigt, wenn neue Werbepartner zur Plattform hinzukommen. Neue Werbepartner werden nicht automatisch in Ihre benutzerdefinierte Liste aufgenommen und können stattdessen manuell hinzugefügt werden.
  5. Klicken Sie auf Speichern.

Datenverarbeitung einschränken

Wenn ein Publisher die eingeschränkte Datenverarbeitung aktiviert, schränkt Google auf Anweisung des Publishers die Datennutzung weiter ein und liefert nur noch nicht personalisierte Anzeigen aus. Nicht personalisierte Anzeigen basieren nicht auf früherem Nutzerverhalten. Beim Targeting werden Kontextinformationen herangezogen, unter anderem ein grobes (z. B. auf Stadt-, aber nicht auf Postleitzahl-Ebene) geografisches Targeting basierend auf dem aktuellen Standort, der Content auf der aktuellen Website oder in der App sowie aktuelle Suchbegriffe. Google unterbindet jedwedes interessenbasiertes Zielgruppen-Targeting, also auch demografisches Targeting und Targeting auf Basis von Nutzerlisten, wenn der Modus für die eingeschränkte Datenverarbeitung aktiviert ist.

Optionen für die eingeschränkte Datenverarbeitung:

Publisher sollten auf Grundlage ihrer eigenen Compliance-Verpflichtungen und rechtlichen Analysen entscheiden, wann und wie der eingeschränkte Datenverarbeitungsmodus aktiviert werden soll. Hier zwei häufige Szenarien:

  1. Möglicherweise möchten einige Publisher den Link „Meine personenbezogenen Daten sollen nicht verkauft werden“ auf ihren Properties nicht einblenden. Diese Publisher können die eingeschränkte Datenverarbeitung für ihren programmatischen Traffic für Nutzer in Kalifornien über eine Netzwerksteuerung aktivieren. Wenn sie diese Option auswählen, ermittelt Google anhand der IP-Adressen den Standort der Nutzer und aktiviert den Modus für die eingeschränkte Datenverarbeitung für diejenigen, bei denen eine kalifornische IP-Adresse erkannt wird.
  2. Als Alternative können Publisher den Link „Meine personenbezogenen Daten sollen nicht verkauft werden“ einblenden. Diese Publisher haben die Möglichkeit, auf Anfrage ein Signal senden zu lassen, das die eingeschränkte Datenverarbeitung aktiviert, sobald der Nutzer sich gegen den Verkauf seiner personenbezogenen Daten entschieden hat. Weitere Informationen finden Sie in der Entwicklerdokumentation für Android und iOS.
    Wenn Sie sich zum Aktivieren der eingeschränkten Datenverarbeitung entscheiden und dazu entweder die Netzwerksteuerung nutzen oder auf Anfragenbasis ein entsprechendes Signal senden, treten diese Änderungen um 8:00 Uhr (MEZ) am 13. Dezember 2019 in Kraft.

Außerdem können Partner, die Global Privacy Control implementiert haben, die eingeschränkte Datenverarbeitung aktivieren, nachdem sie ein Deaktivierungssignal von GPC erhalten haben.

Eingeschränkte Datenverarbeitung für Drittanbieternachfrage

Wird der Modus für die eingeschränkte Datenverarbeitung durch die Netzwerksteuerung oder das Senden eines entsprechenden Signals über das SDK aktiviert, geschieht bei der Verwendung von Open Bidding und der Vermittlung für Apps Folgendes:

  • Open Bidding wird deaktiviert und es werden keine Callouts an Open Bidding-Bieter gesendet.
  • Authorized Buyers wird für Drittanbieter deaktiviert und es werden keine RTB-Callouts an Authorized Buyers gesendet.
  • Die Vermittlung wird nicht deaktiviert*
* Auch wenn Sie die eingeschränkte Datenverarbeitung aktiviert haben, sendet Ihre App Daten an Vermittlungspartner. Die vertraglichen Verpflichtungen von Google hinsichtlich der eingeschränkten Datenverarbeitung gelten jedoch nicht für Daten, die an Drittanbieter gesendet werden. Sie müssen daher selbst dafür sorgen, dass Sie in Bezug auf Drittanbieter die Anforderungen zur Einhaltung des CCPA erfüllen.
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