Programmrichtlinien für Ad Manager und Ad Exchange

Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung einhalten

Optionen für die Anzeigenbereitstellung auswählen und Nutzereinwilligung einholen

Gemäß der aktualisierten Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung von Google müssen Sie Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bestimmte Informationen offenlegen und deren Einwilligung zur Verwendung von Cookies oder anderen lokalen Speicherverfahren, sofern gesetzlich erforderlich, sowie für das Erheben, Weitergeben und Verwenden personenbezogener Daten für personalisierte Anzeigen einholen. Die Richtlinie entspricht den Anforderungen der EU-Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation und der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Google bietet die unten beschriebenen Optionen zur Anzeigenbereitstellung für Nutzer im EWR an, um Publisher bei der Umsetzung dieser Richtlinie zu unterstützen. Wenn Sie keine Änderungen vornehmen, werden weiterhin die gängigen Anzeigentechnologie-Anbieter verwendet.

Dem EWR gehören die Mitgliedsstaaten der EU sowie Island, Liechtenstein und Norwegen an. Die Funktionsweise der Anzeigenbereitstellung basiert auf der IP-Adresse des Nutzers.

Vorgehensweise

  1. In Google Ad Manager anmelden
  2. Klicken Sie auf Admin und dann EU-Nutzereinwilligung.
    Die Seite "EU-Nutzereinwilligung" wird geöffnet. Aktualisieren Sie die Einstellungen in den Bereichen auf dieser Seite wie unten beschrieben.
    Hinweis: Nur für die vordefinierte Nutzerrolle "Administrator" ist standardmäßig die Bearbeitungsberechtigung aktiviert. Damit diese Seite für Nutzer mit einer benutzerdefinierten Rolle sichtbar ist, aktualisieren Sie die Berechtigungen zum Anzeigen der Optionen für die EU-Nutzereinwilligung oder zum Bearbeiten der Optionen für die EU-Nutzereinwilligung.

Anzeigentypen auswählen

Sie können allen Nutzern im EWR nicht personalisierte Anzeigen präsentieren, indem Sie die Einstellung "Nicht personalisierte Anzeigen" verwenden. Wenn Sie jedoch möchten, dass die Nutzer zwischen personalisierter und nicht personalisierter Werbung wählen können, entscheiden Sie sich für "Personalisierte Anzeigen" und folgen Sie der Anleitung zum Ausliefern nicht personalisierter Anzeigen für bestimmte Anfragen.

Personalisierte Anzeigen

Google kann den Nutzern im EWR weiterhin sowohl personalisierte als auch nicht personalisierte Anzeigen präsentieren. Das ist die Einstellung, die verwendet wird, sofern Sie keine Änderung auf dieser Seite vornehmen.

Personalisierte Anzeigen erreichen Nutzer auf Grundlage ihrer Interessen, demografischen Merkmale und anderer Kriterien. Anzeigentechnologie-Anbieter dürfen personenbezogene Daten von Nutzern erheben, empfangen und für personalisierte Anzeigen verwenden, deshalb müssen Sie alle entsprechenden Anbieter ausdrücklich angeben, wenn Sie die Nutzereinwilligung einholen, um personenbezogene Daten zu erheben, weiterzugeben und für personalisierte Anzeigen zu verwenden.

Personalisierte Anzeigen über programmatische Transaktionen von Google Ad Manager/Ad Exchange:
  • Anzeigen aus Anzeigenquellen von Google, wie etwa aus dem Google Displaynetzwerk (GDN) und aus Display & Video 360: Google schränkt die Auslieferung von Creatives und deren Berücksichtigung bei Auktionen basierend auf Pixeln aus Entitäten ein, für die keine Einwilligung vorliegt.
  • Anzeigen aus Anzeigenquellen, die nicht zu Google gehören, wie etwa Ad Exchange-Käufer, die Echtzeitgebote (Real-Time-Bidding, RTB) nutzen, und Partner für Anzeigenplattform- und Werbenetzwerk-Gebote: Es liegt in der Verantwortung des Drittanbieters, dass in den Creatives in seiner Anzeigenquelle nur Pixel aus Entitäten vorhanden sind, für die eine Einwilligung erteilt wurde. Bieter erhalten von Google eine Liste der Entitäten im RTB-Callout, für die eine Einwilligung vorliegt.

Nicht personalisierte Anzeigen

Google präsentiert den Nutzern im EWR bei offenen Auktionen, Vorschauen, privaten Auktionen, Preferred Deals und programmatisch garantierten Deals nur nicht personalisierte Anzeigen. Außerdem werden sonstige Werbebuchungen mit Zielgruppen-Targeting für Nutzer im EWR nicht berücksichtigt. Wenn Sie Nicht personalisierte Anzeigen auswählen und bestimmte Werbebuchungen verwenden, werden auch die Personalisierungsoptionen deaktiviert.

Bei nicht personalisierten Anzeigen werden Kontextinformationen herangezogen und nicht das bisherige Verhalten eines Nutzers. Für solche Anzeigen werden zwar keine Cookies für personalisierte Anzeigen eingesetzt, aber Cookies, die für das Frequency Capping, für zusammengefasste Anzeigenberichte und zum Bekämpfen von Betrug und Missbrauch notwendig sind. Für die Zwecke, die Nutzer in den Ländern betreffen, die den Cookiebestimmungen der EU-Datenschutzrichtlinie für die elektronische Kommunikation unterliegen, muss die Einwilligung zum Verwenden von Cookies eingeholt werden.

Wenn ein angemeldeter Google-Nutzer im EWR Google direkt Altersangaben zur Verfügung gestellt und das gemäß DSGVO erforderliche Mindestalter für die Einwilligung in die Verarbeitung von Daten noch nicht erreicht hat, liefert Google nur nicht personalisierte Anzeigen für diesen Nutzer aus. Das geschieht unabhängig von den Einstellungen der EU-Nutzereinwilligung des Publishers in Google Ad Manager und davon, ob ein Signal für nicht personalisierte Anzeigen im Tag übergeben wird.

Beachten Sie Folgendes:
  • Wenn Sie bereits Regeln zum Blockieren nutzerbasierter Daten eingerichtet haben, sollten Sie dennoch die Option Nicht personalisierte Anzeigen auswählen, damit nur solche Anzeigen ausgeliefert werden. Google wendet die restriktiveren Einstellungen an.
  • Die Option Nicht personalisierte Anzeigen wird derzeit nicht für Käufer mit Echtzeitgeboten unterstützt. Hierzu zählen auch Drittanbieter-Käufer in Ad Exchange und Partner für Anzeigenplattform- und Werbenetzwerk-Gebote.

Anzeigentechnologie-Anbieter auswählen (für personalisierte Anzeigen)

Um die aktualisierte Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung von Google einzuhalten, können Sie Ihre bevorzugten Anzeigentechnologie-Anbieter aus einer Liste von Unternehmen auswählen, die uns darüber informiert haben, dass sie die DSGVO einhalten. Außerdem müssen sie auch unsere Datennutzungsrichtlinien einhalten, damit die Daten der Publisher geschützt werden.

Wenn Sie diese Anzeigentechnologie-Anbieter (einschließlich Google sowie andere Bieter und Anbieter) auswählen, dürfen sie die Daten Ihrer Nutzer verwenden, um ihnen personalisierte Anzeigen zu präsentieren oder Berichte zu Conversions zu generieren.

Beachten Sie Folgendes:
  1. Sie können sich für gängige Anzeigentechnologie-Anbieter entscheiden oder die Auswahl selbst treffen:
    • Auswahl gängiger Anzeigentechnologie-Anbieter: Dies ist die Einstellung, die verwendet wird, sofern Sie keine Änderung auf dieser Seite vornehmen.
    • Anzeigentechnologie-Anbieter selbst auswählen: Hiermit wählen Sie Ihre bevorzugten Anbieter selbst aus.
  2. Geben Sie für Nutzer deutlich an, welche Anbieter Sie auswählen, und holen Sie die Einwilligung der Nutzer gemäß der Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung ein.
    Sie können hierbei die ausgewählten Anzeigentechnologie-Anbieter direkt im entsprechenden Dialogfeld auflisten oder die Nutzer auf eine separate Seite Ihrer Website weiterleiten, auf der Sie die Anbieter aufführen. In beiden Fällen sollten Sie zur Einhaltung der Google-Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung einen Link zu den von den einzelnen Anbietern gemachten Angaben hinzufügen. Die Aktivitäten der Anbieter müssen daraus klar hervorgehen. 

Option zum Ausliefern der Werbebuchung auswählen

Wenn Sie keine Änderung auf dieser Seite vornehmen, können sämtliche infrage kommenden Werbebuchungen für alle Nutzer im EWR von Google präsentiert werden. Einige Werbebuchungen enthalten jedoch eventuell personalisiertes Targeting oder die zugehörigen Creatives umfassen Anbieter-Callouts, für die gemäß der aktualisierten Google-Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung möglicherweise die Zustimmung der Nutzer erforderlich ist. In diesem Fall können Sie auswählen, welche Werbebuchungen für EWR-Nutzer im personalisierten und/oder nicht personalisierten Modus ausgeliefert werden sollen, und dann die erforderliche Einwilligung des Nutzers einholen.

Beachten Sie Folgendes:
  • Diese Werbebuchungen sind von der Einstellung betroffen:
    • Werbebuchungen vom Typ "Standard" und "Sponsorship", die nicht Bestandteil von programmatisch garantierten Deals oder programmatischen Deals in Google Ad Manager sind
    • Werbebuchungen vom Typ "Werbenetzwerk", "Bulk", "Preispriorität", "Hausinterne Anzeige" und "Nur Klick-Tracking"
  • Ertragsgruppen, die die Vermittlung nutzen, sind von der Einstellung nicht betroffen.
  • Programmatisch garantierte Deals und Preferred Deals in Google Ad Manager werden durch die Einstellungen gesteuert, die oben unter Anzeigentypen auswählen beschrieben sind. Damit die Werbebuchungen weiterhin berücksichtigt werden, müssen Sie für die zugehörigen Creatives die Anzeigentechnologie-Anbieter einschließen, wenn Sie wie oben beschrieben Anzeigentechnologie-Anbieter auswählen.

Wählen Sie eine Option zum Ausliefern der Anzeigen einer Werbebuchung aus:

  • Werbebuchungen nicht beschränken: Google kann Nutzern im EWR weiterhin Anzeigen aus allen infrage kommenden Werbebuchungen präsentieren. Diese Einstellung wird verwendet, sofern Sie keine Änderung auf dieser Seite vornehmen.
  • Werbebuchungen beschränken: Für Nutzer im EWR werden Werbebuchungen nicht berücksichtigt, es sei denn, Sie haben sie in den Einstellungen für Werbebuchungen eigens aktiviert:
    1. Rufen Sie die Einstellungen für die Werbebuchung auf, die Sie verwenden möchten.
    2. Aktualisieren Sie die Einstellung EWR-Auslieferung einschränken, um anzugeben, wie die Anzeigen der Werbebuchung bei Zugriffen der Nutzer im EWR ausgeliefert werden.

Einholen von Einwilligungen einrichten

Sie können einen eigenen Dialog zur Einholung von Einwilligungen erstellen, um Nutzer im EWR mithilfe einer Nachricht auf Ihren Websites oder in Ihren Apps um deren Einwilligung zu bitten.

Einwilligung für Apps

Im Google Developers-Leitfaden (für Android und für iOS) wird erläutert, wie Sie einen eigenen Dialog zur Einholung von Einwilligungen erstellen oder das Dialogfeld von Google verwenden.

Nachdem Sie den App-Code aktualisiert haben, laden Sie Ihre App wieder in den Google Play Store oder den App Store hoch. Möglicherweise benötigen Sie dafür Ihre Netzwerk-ID.

Einwilligung für das Web

Weitere Informationen zum Übertragen von Signalen zur Einwilligung an Google Ad Manager

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