Autorisierte Verkäufer mit "ads.txt" deklarieren

Führen Sie autorisierte Verkäufer in einer Textdatei auf der Stammdomain auf

Authorized Digital Sellers oder "ads.txt" ist eine IAB-Initiative, um die Transparenz beim Programmatic Advertising zu verbessern. Publisher haben die Möglichkeit, eigene ads.txt-Dateien zu erstellen und darin festzulegen, wer zum Verkauf ihres Inventars autorisiert ist. Die Dateien sind öffentlich verfügbar und können von Käufern, Drittanbietern und Plattformen gecrawlt werden.

Die Verwendung von "ads.txt" ist nicht obligatorisch, wird aber dringend empfohlen. Mithilfe der Datei "ads.txt" können Sie Ihre Marke vor gefälschtem Inventar schützen, das mit falschen Labels versehen ist, um vorzugeben, aus bestimmten Domains, Apps oder Videos zu stammen. Durch Deklarieren autorisierter Verkäufer können Sie mehr Einnahmen durch Werbetreibende erzielen, die andernfalls gefälschtes Inventar gekauft hätten.

Sie können jetzt Content für "ads.txt" auf der Ad Manager-UI generieren.

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Datei "ads.txt" erstellen

In der Datei "ads.txt" sollte öffentlich das Konto für jede Anzeigenplattform oder Supply-Side-Plattform (SSP) deklariert werden, die zum Verkauf Ihres Inventars autorisiert ist. Erstellen Sie diese Datei als Textdatei (.txt) und hosten Sie diese auf der Stammverzeichnisebene Ihrer Domain, z. B. https://example.com/ads.txt.

Die Stammdomain ist gemäß der IAB-Spezifikation für ads.txt die Ebene unter den in dieser Liste genannten öffentlichen Suffixen. Beispielsweise ist "google.co.uk" eine Stammdomain, da sich "co.uk" ist dieser Liste befindet. Auf "maps.google.co.uk" trifft dies jedoch nicht zu.

In diesem Artikel wird beschrieben, wie Sie die Datei "ads.txt" für Google-Publisher erstellen. Die Vorgehensweise für andere SSPs/Anzeigenplattformen finden Sie in der entsprechenden Dokumentation zum Erstellen der Datei "ads.txt". Sie können sich auch an den jeweiligen Anbieter wenden.

Welche Informationen enthält die Datei "ads.txt"?

Fügen Sie für jeden autorisierten Verkäufer eine eigene Zeile in die Datei ein. Jede Zeile der ads.txt-Datei eines Publishers muss drei Angaben enthalten (optional kann ein viertes Feld eingefügt werden):

<Field #1>, <Field #2>, <Field #3>, <Field #4>

  • <Field #1>: Domainname des Werbesystems (erforderlich)

    Der kanonische Domainname der SSP, der Anzeigenplattform, des Header-Bidding-Systems usw., mit dem sich Auktionssysteme verbinden. Dabei kann es sich um die operative Domain des Systems handeln, wenn diese von der übergeordneten Domain des Systems abweicht, um WHOIS und Reverse DNS Lookups zu unterstützen und den Eigentümer des Systems eindeutig zu bestimmen. Idealerweise wird für die SSP oder Anzeigenplattform ein Dokument mit dem Domainnamen veröffentlicht, der verwendet werden soll. 

    Bei Google-Verkäuferkonten ist der Domainname immer google.com.

  • <Field #2>: Konto-ID des Publishers (erforderlich)

    Die ID des Verkäufer- oder Reseller-Kontos innerhalb des Werbesystems in Feld 1. Sie muss dem Wert entsprechen, der bei Transaktionen wie OpenRTB-Gebotsanfragen von der SSP oder Anzeigenplattform angegeben wird. In OpenRTB handelt es sich in der Regel um das Feld publisher.id. Bei OpenDirect ist es normalerweise die Organisations-ID des Publishers. 

    Für Google-Verkäuferkonten verwenden Sie die Publisher-ID des jeweiligen Kontos (z. B. pub-0000000000000000). So ermitteln Sie die ID:

    Geben Sie nur das Präfix pub- sowie den 16-stelligen numerischen Code an. Löschen Sie das produktspezifische Präfix (z. B. ca- oder ca-video-). Wenn Sie mehrere Ad Manager- und/oder AdSense-Konten für die Monetarisierung verwenden, müssen Sie für jedes Konto eine eigene Zeile mit dem entsprechenden pub-Code einfügen.
    Domains, in deren ads.txt-Datei die Publisher-ID des Verkäufers fehlt, dürfen nicht mehr über Ad Manager monetarisiert werden. Google kauft auf solchen Websites keine Anzeigen mehr. Um negative Auswirkungen auf Ihre Einnahmen zu vermeiden, sollten Sie Ihre ads.txt-Dateien aktualisieren und die Publisher-IDs für jede Website hinzufügen, die Sie monetarisieren möchten. Weitere Informationen zum Aktualisieren von ads.txt-Dateien in Ad Manager finden Sie hier. Wenn Sie die skalierte Partnerverwaltung verwenden, empfehlen wir Ihnen, die Publisher-ID gemeinsam mit Ihren Netzwerkpartnern zu deren ads.txt-Dateien hinzuzufügen.
  • <Field #3>: Art des Kontos bzw. der Beziehung (erforderlich)

    Hier wird die Kontoart angegeben.

    • DIRECT gibt an, dass der Publisher (Rechteinhaber) das in Feld 2 angegebene Konto im System in Feld 1 selbst verwaltet. Dies deutet in der Regel auf einen direkten Geschäftsvertrag zwischen dem Publisher und dem Werbesystem hin.

      Google-Publisher, die das Konto in Feld 2 selbst verwalten, müssen DIRECT auswählen.

    • RESELLER gibt an, dass der Publisher eine andere Entität autorisiert hat, das Konto in Feld 2 zu verwalten und seine Werbefläche über das System in Feld 1 zu monetarisieren. Zukünftig können eventuell noch weitere Arten hinzugefügt werden. Bei der Auswertung der Daten in diesem Feld wird die Groß-/Kleinschreibung nicht berücksichtigt.

      Google-Publisher, die das Konto in Feld 2 nicht selbst verwalten, müssen RESELLER angeben. Beispiel: Wird für ein Ad Manager-Konto die Funktion zur Verwaltung von Werbenetzwerkpartnern verwendet, muss für Inventar, das nicht direkt über das Konto verwaltet wird, RESELLER ausgewählt werden.

  • <Field #4>: ID der Zertifizierungsstelle (optional)

    Eine ID, die das Werbesystem innerhalb einer Zertifizierungsstelle eindeutig identifiziert. Diese ID entspricht der Angabe in Feld 1. Die Trustworthy Accountability Group (TAG) ist eine aktuelle Zertifizierungsstelle und Feld 4 würde die TAG-ID enthalten.

    Bei Google-Verkäuferkonten ist die TAG-ID f08c47fec0942fa0.

Beispiele für "ads.txt"-Dateien

Beispiel für Publisher, die mit Google-Produkten arbeiten

Die Datei "ads.txt" von Publishern, die mit Google-Produkten arbeiten, sollte drei Zeilen im unten angegebenen Format enthalten, wobei immer google.com als Domainname verwendet wird. Ausführliche Informationen zu den Werten in der Datei erhalten Sie im Video oben. Die folgenden Beispielzeilen basieren auf dem obigen Format:

google.com, pub-0000000000000000, DIRECT, f08c47fec0942fa0
google.com, pub-0000000000000000, RESELLER, f08c47fec0942fa0

Beispiel für Publisher, die andere SSPs oder Anzeigenplattformen verwenden

Für "example.com" wird eine "ads.txt"-Datei auf dem Webserver veröffentlicht, in der drei Anzeigenplattformen als für den Inventarverkauf autorisiert angegeben sind. Die Datei enthält die Kontonummer der Verkäufer für "example.com" in den einzelnen Anzeigenplattformen.

Die Beispieldatei unter https://example.com/ads.txt könnte folgende Zeilen enthalten:

greenadexchange.com, 12345, DIRECT, AEC242
blueadexchange.com, 4536, DIRECT
silverssp.com, 9675, RESELLER

Häufig gestellte Fragen

Ich kann keine Datei in meine Stammdomain einfügen. Was soll ich tun?

Die ads.txt-Datei muss nicht verwendet werden. Falls Sie der Stammdomain jedoch eine ads.txt-Datei hinzugefügt haben, sollten Sie Ihren Webmaster bitten, der Datei Ihre Publisher-ID hinzuzufügen.

Wie wird die Verwendung von ads.txt-Dateien seitens Google durchgesetzt?

Falls eine ads.txt-Datei in einer Stammdomain vorhanden ist, stellt Google anhand ihres Inhalts fest, über welche Google-Verkäuferkonten Anzeigen in dieser Stammdomain ausgeliefert werden dürfen.

Bei einer Anzeigenanfrage für eine Website überprüfen wir, ob die Stammdomain dieser Website eine ads.txt-Datei enthält. Ist das nicht der Fall, findet keine zusätzliche Richtliniendurchsetzung statt. Wenn eine ads.txt-Datei vorhanden und Ihre Publisher-ID darin korrekt enthalten ist, findet eine Auktion statt und die erfolgreiche Anzeige wird ausgeliefert. Falls es die Datei zwar gibt, Ihre Publisher-ID aber nicht korrekt ist, wird keine Auktion für diese Anfrage durchgeführt.

Unser System prüft automatisch, ob neue oder aktualisierte ads.txt-Dateien vorhanden sind. Wenn Sie die ads.txt-Datei aktualisieren oder entfernen, kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis die Änderungen erfasst werden.

Werden von Google ads.txt-Dateien nur auf Stammdomains oder gemäß Aktualisierung der ads.txt-Spezifikationen vom September 2017, Version 1.0.1, auch auf Subdomains unterstützt?

Im Jahr 2017 wird Google ads.txt-Dateien nur auf Stammdomains crawlen und auch nur dort ihre Verwendung durchsetzen. Auf Subdomains werden diese Dateien ignoriert. Verkäufer mit Autorisierung für Ihre Subdomains müssen in der ads.txt-Datei enthalten sein, die Sie auf Ihrer Stammdomain einfügen. Wir arbeiten daran, ab Anfang 2018 ads.txt-Dateien auch auf Subdomains crawlen und ihre Verwendung durchsetzen zu können. Weitere Informationen erhalten Sie bei Einführung dieser Funktion.

Werden von Google Weiterleitungen gemäß Aktualisierung der ads.txt-Spezifikationen vom September 2017, Version 1.0.1, unterstützt?

Gemäß Aktualisierung der ads.txt-Spezifikationen, Version 1.0.1 (auf Englisch), unterstützt Google eine HTTP-Weiterleitung an ein Ziel außerhalb der ursprünglichen Stammdomain. Bei example1.com/ads.txt erfolgt die Weiterleitung z. B. an example2.com/ads.txt.

Auch mehrere Weiterleitungen sind möglich, solange das jeweilige Ziel auf der Stammdomain zu finden ist. Beispiel:

  • Bei example.com/ads.txt erfolgt die Weiterleitung an www.example.com/ads.txt.
  • Bei example.com/ads.txt erfolgt die Weiterleitung an subdomain.example.com/ads.txt.
  • Bei example.com/ads.txt erfolgt die Weiterleitung an example.com/page/ads.txt.

Wie kann ich eine ads.txt-Datei für Blogger einrichten?

Werfen Sie einen Blick in die Blogger-Hilfe. Dort finden Sie eine entsprechende Anleitung.

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