Programmrichtlinien für Ad Manager und Ad Exchange

Senden personenidentifizierbarer Informationen vermeiden

Zum Schutz der Daten von Endnutzern dürfen Publisher gemäß den Produktrichtlinien für Google Anzeigen keine Daten an Google senden, die von Google als personenidentifizierbare Informationen erkannt oder verwendet werden könnten. In diesem Artikel finden Sie einige Best Practices für verschiedene Aspekte der Webseitenentwicklung, mit denen Sie das Risiko verringern können, dass die an Google übertragene URL personenidentifizierbare Informationen enthält.

  1. Formulare (POST statt GET verwenden)
  2. URL-Schemas
  3. Links in E-Mails
  4. Keywords für Targeting-Zwecke

Formulare (POST statt GET verwenden)

Mit dem HTTP-Protokoll können Formulare per GET oder POST gesendet werden. Die bevorzugte Methode für das Übertragen von Formularen ist POST. Wenn GET verwendet wird, werden die Parameter des Formulars als Teil der URL in der Adressleiste sichtbar (detaillierte Erläuterung). Werden auf der Folgeseite Google Anzeigen ausgeliefert, wird die URL, die die Formularparameter enthält, als Teil der Anzeigenanfrage an Google gesendet.

Methode zur Formularübertragung herausfinden

Suchen Sie im Formular-HTML nach method="get". Wenn keine Methode definiert ist, wird standardmäßig get verwendet. In den meisten Fällen lässt sich das durch Aufrufen des Quellcodes prüfen.

Wenn das Formular gesendet wird, sind die eingegebenen Werte in der URL der Folgeseite zu sehen.

Lösung: Methode zur Formularübertragung ändern

Geben Sie im FORM-Tag method="post" statt method="get" an. Überprüfen Sie anschließend, ob das Formular weiterhin wie gewünscht funktioniert. 

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URL-Schemas

Auf einigen Websites werden URL-Muster verwendet, die personenidentifizierbare Informationen enthalten. Dies ist häufig der Fall, wenn Nutzerprofile angelegt werden oder Nutzer sich auf der Website anmelden müssen. Eine Website, für die eine Anmeldung erforderlich ist, könnte beispielsweise die Seite „Meine Einstellungen“ mit der URL IhrUnternehmen.de/einstellungen/name@beispiel.de enthalten.

Über Anzeigen auf den entsprechenden Seiten könnten dann die in solchen URLs enthaltenen personenidentifizierbaren Informationen an Google gesendet werden.

URLs auf personenidentifizierbare Informationen überprüfen

Rufen Sie verschiedene Seiten der Website auf und sehen Sie nach, ob die URLs personenidentifizierbare Informationen enthalten. Personenidentifizierbare Informationen im URL-String findet man am häufigsten auf Seiten mit Angaben zum Profil und Konto sowie in den Einstellungen, in Benachrichtigungen, Warnmeldungen, Nachrichten und E-Mails, bei der Registrierung oder Anmeldung und in anderen Links, die mit den Benutzerinformationen verknüpft sind.

Lösung: personenidentifizierbare Informationen durch UUIDs ersetzen

In den meisten Fällen lassen sich personenidentifizierbare Informationen in der URL durch einen eindeutigen Identifikator für die Website (Hintergrundinformationen) oder eine UUID ersetzen.

Beispielsweise könnte IhrUnternehmen.de/einstellungen/name@beispiel.de in IhrUnternehmen.de/einstellungen/43231 geändert werden. Das Konto mit der Adresse name@beispiel.de wird dabei eindeutig über die Zahl 43231 identifiziert.

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Links in E-Mails

Nutzer erhalten E-Mails oft, um ihre Identität bei einer Registrierung oder der Anmeldung zu bestätigen. Einige dieser Verifizierungs-E-Mails enthalten personenidentifizierbare Informationen im Bestätigungs-/Registrierungslink. Beispiel: IhrUnternehmen.de/confirm?email=name@beispiel.de&token=413203.

Wenn die URL der Bestätigungsseite personenidentifizierbare Informationen enthält und auf der Seite Anzeigen präsentiert werden, sind möglicherweise auch in den Anzeigenanfragen solche Informationen zu finden. Dasselbe gilt für Newsletter-Anmeldungen und Links vom Typ „Passwort vergessen“.

E-Mails auf personenidentifizierbare Informationen überprüfen

Erstellen Sie ein Konto auf Ihrer Website. Überprüfen Sie, ob die URL in der Bestätigungs-E-Mail die E-Mail-Adresse oder andere personenidentifizierbare Informationen enthält.

Lösung: URL-Schema ändern

Lösung: Die im Abschnitt URL-Schemas dieses Artikels beschriebene Lösung gilt auch hier. Die personenidentifizierbaren Informationen sollten aus dem Link entfernt und stattdessen sollten Identifikatoren oder Token verwendet werden, um die Bestätigungs-E-Mail mit dem Nutzerkonto zu verknüpfen.

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Keywords für Targeting-Zwecke

Publisher verwenden oft Schlüssel/Wert-Paare und das Keyword-Targeting, um Anzeigen auf bestimmte Placements auf einer Seite oder auf bestimmte Nutzer auszurichten. Weil die Parameter der Keywords, die Schlüssel/Wert-Paare und die an die Parameter übergebenen Werte von den Publishern ausgewählt werden, muss darauf geachtet werden, dass darin keine personenidentifizierbaren Informationen enthalten sind.

Schlüssel/Wert-Paare mithilfe von Berichten überprüfen

Generieren Sie auf Ihrem Ad-Server einen Bericht, um die Werte des Targeting-Feldes „Schlüssel/Wert-Paare“ abzurufen. Sehen Sie im Quellcode Ihrer Seiten nach, welche Daten mit den Schlüssel/Wert-Paaren der Tags erhoben werden.

Lösung: Targeting-Parameter entfernen

Entfernen Sie die Targeting-Parameter sowohl aus den Anzeigen-Tags als auch vom Ad-Server oder ändern Sie die Targeting-Werte, sodass keine personenidentifizierbaren Informationen in der Anzeigenanfrage übergeben werden.

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