Standardrouting einrichten

Als Administrator können Sie über das Standardrouting domainweite Routingrichtlinien für eingehende Nachrichten einrichten.

So richten Sie das Standardrouting ein:

  1. Geben Sie Empfängeradressen an.
  2. Legen Sie Aktionen fest, die für Nachrichten an diese Empfänger ausgeführt werden sollen.

Sie können damit beispielsweise eine getrennte Zusendung konfigurieren. Hierbei werden Nachrichten für bestimmte Nutzer an Ihren lokalen E-Mail-Server weitergeleitet. Das ist hilfreich, wenn Sie Nutzer von einem bisherigen E-Mail-Server auf Gmail umstellen. Beim Standardrouting können Sie ein Konto auch als Catchall-Adresse angeben.Catchall-Adressen werden mit einer Standardroute konfiguriert, mit der Nachrichten für unbekannte Nutzer weitergeleitet werden. Das Standardrouting für nicht erkannte Nutzer betrifft Nutzer, die nicht vorhanden sind, gesperrte Nutzer und Nutzer, bei denen Gmail deaktiviert ist.

Das konfigurierte Standardrouting hat eine geringere Priorität als andere erweiterte Gmail-Einstellungen, z. B. zur Compliance von Inhalten oder Anhängen. Wenn Sie mehrere Routingeinstellungen erstellen, können Sie sie nach Priorität sortieren. Weitere Informationen finden Sie unter Priorität für Routingeinstellungen festlegen.

Detaillierte Informationen zum Einrichten der getrennten Zusendung, zu Catchall-Adressen und zu anderen Routingoptionen erhalten Sie im Hilfeartikel Optionen zum Weiterleiten und Zustellen von E-Mails in Google Workspace.

Standardrouting einrichten
  1. Melden Sie sich in der Google Admin-Konsole an.

    Melden Sie sich mit Ihrem Administratorkonto an. Dieses Konto endet nicht auf @gmail.com.

  2. Klicken Sie auf der Startseite der Admin-Konsole auf Appsund dannGoogle Workspaceund dannGmailund dannStandardrouting.
  3. Klicken Sie auf Konfigurieren, um das Standardrouting einzurichten. Wenn Sie hingegen eine neue Standardroutingregel hinzufügen möchten, klicken Sie auf Weitere Regel hinzufügen.
  4. Geben Sie die Envelope-Empfänger an für Abgleich mit:
    • Einzelnem Empfänger: Legen Sie einen einzelnen Empfänger fest. Geben Sie dafür dessen E-Mail-Adresse ein, z. B. max-mustermann@beispiel.de.
    • Schemaabgleich: Geben Sie einen regulären Ausdruck ein, um mehrere Empfänger in der Domain anzugeben.
    • Gruppenmitgliedschaft: Wählen Sie Empfänger aus einer Gruppe bzw. aus mehreren Gruppen in der Liste aus. Erstellen Sie Gruppen auf dem Tab Gruppen.
      Hinweis: Diese Option betrifft sowohl direkte als auch untergeordnete Gruppenmitglieder. Wenn z. B. Gruppe B Mitglied der Gruppe A ist, sind Nutzer in Gruppe B untergeordnete Mitglieder der Gruppe A.
    • Allen Empfängern: Diese Option umfasst alle Empfänger in Ihrer Domain und betrifft nur nicht erkannte Adressen.Gesperrte Nutzer, Nutzer mit deaktiviertem Gmail und nicht vorhandene Nutzer werden als nicht erkannte Adressen behandelt.

  5. Geben Sie im Abschnitt Wenn der Envelope-Empfänger mit dem Obenstehenden übereinstimmt, Folgendes ausführen an, ob Nachrichten bearbeitet oder abgelehnt werden sollen, wenn die Bedingungen mit der Einstellung übereinstimmen. 

    Nachricht bearbeiten

    Mit dieser Option können Sie Nachrichten anpassen, indem Sie Header hinzufügen, die Route oder den Envelope-Empfänger ändern, weitere Empfänger angeben oder Anhänge entfernen.

    Weitere Informationen zu den Steuerelementen für das Routing:

    Header X-Gm-Original-To hinzufügen

    Mit dieser Option wird ein Header-Tag hinzugefügt, falls der Empfänger geändert wird. Dadurch kennen Downstreamserver den ursprünglichen Envelope-Empfänger, z. B. X-Gm-Original-To: max-mustermann@beispiel.de.

    Der Header „X-Gm-Original-To“ ist nützlich, wenn Sie eine Kopie der Nachricht an einen anderen Empfänger weiterleiten möchten. Die Empfängeradresse wird geändert, der neue Empfänger kann aber den ursprünglichen Envelope-Empfänger im Nachrichtenheader X-Gm-Original-To sehen.

    Header X-Gm-Spam und X-Gm-Phishy hinzufügen

    Über Gmail weitergeleitete Nachrichten werden automatisch auf Spam und Phishing geprüft. Klicken Sie das Kästchen neben Header X-Gm-Spam und X-Gm-Phishy hinzufügen an, damit den Nachrichten die folgenden Header hinzugefügt werden, die den Spam- bzw. Phishingstatus der Nachricht anzeigen:

    Spam:

    • Der Wert 0 gibt an, dass es sich bei der Nachricht nicht um Spam handelt: X-Gm-Spam: 0
    • Der Wert 1 gibt an, dass es sich bei der Nachricht um Spam handelt: X-Gm-Spam: 1

    Phishing:

    • Der Wert 0 gibt an, dass es sich bei der Nachricht nicht um Phishing handelt: X-Gm-Phishy: 0
    • Der Wert 1 gibt an, dass es sich bei der Nachricht um Phishing handelt: X-Gm-Phishy: 1

    Hinweis: Jede als Phishing markierte Nachricht wird automatisch auch als Spam gekennzeichnet.

    Wenn die Option Header X-Gm-Spam und X-Gm-Phishy hinzufügen ausgewählt wird, können Administratoren von Downstreamservern spezifische Regeln für den Umgang mit Spam und Phishing festlegen.

    Benutzerdefinierte Header hinzufügen

    Sie können Nachrichten, die mit Ihren Routingeinstellungen übereinstimmen, einen oder mehrere benutzerdefinierte Header hinzufügen.

    Ein Beispiel ist ein Header, der der von Ihnen eingegebene Beschreibung in der Einstellung entspricht. So können Sie bestimmen, wie eine Nachricht weitergeleitet oder warum ein Filter ausgelöst wurde.

    Benutzerdefinierten Betreff voranstellen

    Sie können eine Zeichenfolge festlegen, die dem Betreff bestimmter Nachrichten vorangestellt werden soll. Beispielsweise haben Sie die Möglichkeit, in die Betreffzeile Vertraulich einzufügen. Die Empfänger der Nachricht sehen dann einen Betreff wie [Vertraulich] Monatlicher Bericht.

    Route ändern, Spam umleiten und Zurückweisungen unterdrücken

    Route ändern

    Mit der Option Route ändern können Sie das Ziel der Nachricht ändern.

    Gmail ist immer das primäre Zustellungsziel für Nachrichten. Hiermit lässt sich aber das Ziel für E-Mails ändern. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, das Ziel in einen lokalen E-Mail-Server wie Microsoft Exchange zu ändern.

    Bevor Sie das Ziel für E-Mails ändern, fügen Sie E-Mail-Routen für die erweiterte Gmail-Zustellung hinzu. Routen, die Sie auf dem Tab „Hosts“ hinzufügen, werden in der Routenliste unter der Option Route ändern angezeigt.

    Spam ebenfalls umleiten

    Die Option Spam ebenfalls umleiten ist verfügbar, wenn Sie die Option Route ändern auswählen. Mit Spam ebenfalls umleiten werden alle E-Mails umgeleitet, die den Kriterien der Einstellung entsprechen. Das schließt auch Nachrichten ein, die als Spam markiert wurden.

    Ist das Kästchen neben der Option Route ändern angeklickt, die Option Spam ebenfalls umleiten aber nicht aktiviert, werden gültige E-Mails umgeleitet, Spam jedoch nicht. Spam wird 30 Tage lang in Google Workspace gespeichert.

    Hinweise:

    • Offensichtlicher Spam wird nie umgeleitet und wird bei der Zustellung gelöscht. 
    • Falls eine E-Mail zwar als Spam eingestuft wird, diese Regelung aber von einer Gmail-Einstellung überschrieben wird, z. B. wenn der Absender auf einer Zulassungsliste steht, wird sie in Gmail nicht als Spam behandelt. Die Nachricht wird dann als gültige E-Mail umgeleitet.

    Zurückweisungen von diesem Empfänger unterdrücken

    Die Option Zurückweisungen von diesem Empfänger unterdrücken ist verfügbar, wenn Sie die Option Route ändern auswählen. Klicken Sie das Kästchen neben dieser Option an, um zu verhindern, dass Unzustellbarkeitsnachrichten umgeleitet werden. So können sie beispielsweise verhindern, dass Unzustellbarkeitsnachrichten an ein automatisiertes System umgeleitet werden.

    Entfernen Sie das Häkchen neben dieser Option, wenn Unzustellbarkeitsnachrichten an den empfangenden E-Mail-Server gesendet werden sollen. So werden Absender informiert, dass ihre Nachricht nicht zugestellt wurde.

    Envelope-Empfänger ändern

    Wenn Sie den Envelope-Empfänger ändern möchten, klicken Sie auf die Option neben dem Feld Empfänger ersetzen und geben Sie dann die E-Mail-Adresse des neuen Empfängers ein.

    Wird der Envelope-Empfänger einer Nachricht für die primäre Zustellung geändert, so entspricht dies einer Weiterleitung der Nachricht an einen anderen Empfänger. Sie können den Envelope-Empfänger auch für die zusätzliche bzw. sekundäre Zustellung ändern. Dies entspricht dem Hinzufügen eines Empfängers zum Bcc-Feld der Nachricht.

    Spamfilter für diese Nachricht umgehen

    Wählen Sie diese Option aus, damit eingehende Nachrichten an die Empfänger zugestellt werden, auch wenn sie als Spam erkannt wurden.

    Anhänge aus der Nachricht entfernen

    Wählen Sie diese Option aus, damit alle Anhänge aus Nachrichten entfernt werden. Optional können Sie einen Text einfügen, in dem die Empfänger darüber informiert werden.

    Weitere Empfänger hinzufügen

    Klicken Sie das Kästchen neben der Option Weitere Empfänger hinzufügen an, um zusätzliche Zusendungen für die zweifache oder mehrfache Zusendung einzurichten.

    Wählen Sie Grundlegend aus, um einzelne E-Mail-Adressen hinzuzufügen, und klicken Sie dann auf Speichern. Wenn Sie mehrere Empfängeradressen hinzufügen möchten, klicken Sie auf Hinzufügen.

    Wählen Sie aus der Liste die Option Erweitert aus, um erweiterte Optionen für die sekundäre Zustellung festzulegen. Ähnlich wie bei den Einstellungen für die primäre Zustellung können Sie für sekundäre Zustellungen den Envelope-Empfänger ändern, Header hinzufügen, einen benutzerdefinierten Betreff voranstellen und Anhänge entfernen.

    Hinweise:

    • Jede Regel ist auf 100 zusätzliche Empfänger beschränkt. Für große Listen sollten Sie Gruppen verwenden.
    • Jede Einstellung, die Sie für die primäre Zustellung festlegen, wirkt sich auch auf sekundäre Zustellungen aus. Wenn Sie z. B. den Envelope-Empfänger ändern und einen benutzerdefinierten Betreff voranstellen, werden diese Einstellungen ebenso auf die sekundären Zustellungen angewendet.
    • Bei sekundären Zustellungen sind die Kästchen neben den Optionen An diesen Empfänger keinen Spam übermitteln und Zurückweisungen von diesem Empfänger unterdrücken standardmäßig angeklickt. Mit der Einstellung Zurückweisungen von diesem Empfänger unterdrücken verhindern Sie, dass Unzustellbarkeitsnachrichten an den ursprünglichen Absender gesendet werden.

    Nachricht ablehnen

    Mit dieser Option wird die Nachricht abgelehnt, bevor sie den angegebenen Empfänger erreicht. Hier haben Sie die Möglichkeit, einen individuellen Kommentar einzugeben.

    Hinweis: Routingeinstellungen mit der Aktion Nachricht ablehnen werden auf der Prioritätenliste für das Standardrouting automatisch ganz oben angeordnet. Weitere Informationen finden Sie unter Priorität für Routingeinstellungen festlegen.

  6. Wählen Sie im Abschnitt Optionen aus, ob Sie diese Aktion nur bei nicht erkannten Adressen oder bei erkannten und nicht erkannten Adressen ausführen möchten.Gesperrte Nutzer und Nutzer mit deaktiviertem Gmail haben nicht erkannte Adressen.
  7. Klicken Sie auf Speichern.
  8. Klicken Sie unten auf Speichern.

Es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis Änderungen wirksam werden. Im Audit-Log für die Admin-Konsole können Sie die Änderungen überwachen.

Priorität für Routingeinstellungen festlegen

Sie können auf der Seite Standardrouting bis zu 1.000 Routingeinstellungen für Ihre Domain erstellen. Passen Sie auf dieser Seite die Reihenfolge (d. h. Priorität) der Einstellungen an:

  1. Klicken Sie neben der Einstellung auf Neu anordnen.
  2. Geben Sie die neue Stufe ein (z. B. „1“, um die höchste Priorität zuzuweisen).
  3. Klicken Sie auf Speichern.
  4. Wiederholen Sie diese Schritte, um den Einstellungen weitere Prioritäten zuzuweisen.

Einstellungen mit der Aktion Nachricht ablehnen haben immer die höchste Priorität. Dies gilt auch, wenn Sie bereits eine andere Einstellung mit einer höheren Priorität konfiguriert haben.

Wichtig: In Google Workspace werden alle Routingeinstellungen auf die betroffenen eingehenden Nachrichten angewendet. Wenn Einstellungen miteinander in Konflikt stehen, wird in Google Workspace die Einstellung mit der höheren Priorität angewendet und diejenige mit der niedrigeren Priorität ignoriert.

Weitere Informationen zu Gmail-Einstellungen finden Sie unter In Konflikt stehende Konsequenzen und Ausnahmen beim Vorrang.

Weitere Informationen

Optionen zum Weiterleiten und Zustellen von E-Mails in Google Workspace

 

 


Google, Google Workspace sowie zugehörige Marken und Logos sind Marken von Google LLC. Alle anderen Unternehmens- und Produktnamen sind Marken der Unternehmen, mit denen sie verbunden sind.

 

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