Gebotsfunktionen in Displaykampagnen

Bei Displaykampagnen gibt es verschiedene Möglichkeiten, Gebote festzulegen. Bei Google Ads werden Ihre Gebote in der Auktion verwendet, um Ihre Anzeigen möglichst effizient auszuliefern.

Falls eine Ihrer Anzeigen geschaltet werden kann, wird in Google Ads geprüft, ob Sie benutzerdefinierte Gebote oder das Standardgebot verwenden möchten und ob es Gebotsanpassungen gibt.

  • Standardgebote: Gibt es kein benutzerdefiniertes Gebot für die Auslieferung Ihrer Anzeige in einem Placement, das Ihrer Ausrichtung entspricht, wird in Google Ads das Standardgebot für Ihre Anzeigengruppe verwendet.
  • Benutzerdefinierte Gebote: Wenn Sie benutzerdefinierte Gebote für eine einzelne Ausrichtungsmethode aktiviert haben, z. B. für Themen, wird in Google Ads dieses Gebot verwendet, falls Ihre Anzeigen auf Websites ausgeliefert werden, die sich auf dieses Thema beziehen.
  • Gebotsanpassungen: Sollten Sie Gebotsanpassungen auf Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene verwenden, können Sie genauer steuern, wann und wo Ihre Anzeigen ausgeliefert werden.

In diesem Artikel werden die Unterschiede zwischen den bei Displaykampagnen verfügbaren Gebotsfunktionen erläutert. Außerdem erfahren Sie, wie in Google Ads für Ihre Anzeigen eine bestimmte Gebotsoption ausgewählt wird.

Funktionsweise von Gebotsfunktionen

Standardgebote

Wenn Sie die manuelle Gebotseinstellung verwenden, haben Sie bereits ein Gebot auf Anzeigengruppenebene festgelegt. Wenn Sie eine Portfoliostrategie verwenden, haben Sie ein Gebot auf Portfolioebene festgelegt. Sollten Sie keine benutzerdefinierten Gebote aktiviert haben oder Ihre benutzerdefinierten Gebote gelten nicht für den Ort, an dem Ihre Anzeige ausgeliefert wird, wird in Google Ads Ihr Standardgebot verwendet. Standardgebote können vom Anzeigengruppengebot oder vom Portfoliogebot übernommen werden.

Haben Sie beispielsweise ein Anzeigengruppengebot in Höhe von 1 € festgelegt, aber keine benutzerdefinierten Gebote aktiviert, ist in der Spalte „Maximales CPC-Standardgebot“ das Anzeigengruppengebot angegeben. Es kann dann in der Statistiktabelle nicht bearbeitet werden.

Benutzerdefinierte Gebote

Möchten Sie Gebote für einzelne Ausrichtungsmethoden innerhalb einer Anzeigengruppe festlegen, können Sie dafür benutzerdefinierte Gebote verwenden. Dabei handelt es sich um das maximale CPC-Gebot oder das maximale vCPM-Gebot, das Sie festgelegt haben.

Wenn Sie beispielsweise für Placements benutzerdefinierte Gebote aktivieren, können Sie für einzelne Placements, die Sie hinzufügen, maximale CPC-Gebote festlegen. Sind für eine Ausrichtungsmethode benutzerdefinierte Gebote aktiviert, werden diese Gebote im Displaynetzwerk verwendet.

Wichtig: Benutzerdefinierte Gebote können pro Anzeigengruppe nur für eine Ausrichtungsmethode festgelegt werden.

Gebotsanpassungen

Mit Gebotsanpassungen können Sie die Höhe Ihrer Gebote variieren und so noch genauer steuern, wann und wo Ihre Anzeigen geschaltet werden.

Mit Gebotsanpassungen werden Gebote prozentual geändert. Sie gelten für Gebote, die in Google Ads zur Anzeigenschaltung verwendet werden, also benutzerdefinierte Gebote oder Anzeigengruppengebote, sofern keine benutzerdefinierten Gebote festgelegt wurden. Gebotsanpassungen für Ausrichtungsmethoden auf Anzeigengruppenebene können zwischen -90 % und +900 % liegen.

Sie können Gebotsanpassungen auf Kampagnenebene (für Uhrzeiten, Tage und Standorte) und auf Anzeigengruppenebene für einzelne Ausrichtungsmethoden festlegen. Es ist jedoch pro Ausrichtungsmethode nur möglich, entweder Gebotsanpassungen oder benutzerdefinierte Gebote zu verwenden. Gebotsanpassungen für Geräte sind sowohl auf Kampagnenebene als auch auf Anzeigengruppenebene verfügbar.

Wenn Sie in einer Kampagne mehrere Anpassungen vornehmen, wird der Wert, um den sich das Gebot erhöht oder verringert, durch Multiplikation aller Gebotsanpassungen berechnet. Weitere Informationen zu Gebotsanpassungen

Für Keywords können unabhängig vom Kampagnentyp keine Gebotsanpassungen festgelegt werden. Stattdessen sind benutzerdefinierte Gebote oder Standardgebote möglich.

Smart Pricing

Wenn Sie den auto-optimierten Cost-per-Click mit manueller Gebotseinstellung verwenden, werden Ihre CPC-Gebote (Cost-per-Click) bei Smart Bidding unter Umständen für Displaykampagnen oderSuchkampagnen mit Displaynetzwerk-Aktivierung angepasst. Das spart Zeit und Arbeit, da der Wert von Klicks geschätzt und Gebote automatisch angepasst werden, um die Leistung im Hinblick auf Ihre Zielvorhaben zu verbessern.

Bei Smart Pricing kann das Gebot für eine bestimmte Webseite gesenkt werden, wenn aus den Google Ads-Daten hervorgeht, dass hier ein Klick auf eine Anzeige nur mit geringer Wahrscheinlichkeit zu einer für das Unternehmen relevanten Aktion führt – also beispielsweise zu einem Onlineverkauf, einer Registrierung, einem Anruf oder einer Anmeldung für einen Newsletter. Hierbei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle, z. B. die Frage, aufgrund welcher Keyword-Listen oder Konzepte die Anzeige ausgeliefert wurde, sowie die Art der Webseite oder App, auf bzw. in der sie zu sehen ist.

Wie Gebotsoptionen für Anzeigen in Google Ads festgelegt werden

Wenn eine Anzeige im Displaynetzwerk geschaltet werden kann, wird in Google Ads erst nach einem benutzerdefinierten Gebot gesucht. Falls ein relevantes benutzerdefiniertes Gebot für eine Ausrichtungsmethode vorliegt, wird es in der Anzeigenauktion verwendet. Andernfalls wird in Google Ads nach dem Standardgebot gesucht. Als Standardgebot wird das Anzeigengruppengebot verwendet.

Gebotsanpassungen werden angewendet, nachdem das anfängliche Gebot festgelegt wurde. Wenn eine Ihrer Gebotsanpassungen relevant ist. Wenn sich ein Nutzer beispielsweise Content auf einem Mobilgerät ansieht und Sie eine Gebotsanpassung für Mobilgeräte einrichten, wird diese Anpassung zusätzlich zum Gebot angewendet, das im ersten Schritt ausgewählt wurde (benutzerdefiniert oder standardmäßig).

Sie können Gebotsanpassungen nicht nur für einzelne Kampagnen festlegen, sondern auch für Mobilgeräte und Ausrichtungsmethoden wie Themen oder Placements in allen Anzeigengruppen. Diese Anpassungen werden mit den standardmäßigen oder benutzerdefinierten Geboten multipliziert sowie mit einer beliebigen Gebotsanpassung, die Sie für die gesamte Kampagne festgelegt haben.

Beispiel

Sie legen für Ihre Displaykampagne ein benutzerdefiniertes Gebot von 1 € für die Zielgruppe mit gemeinsamen Interessen "Fußballfans", eine Gebotsanpassung von +20 % für das demografische Merkmal "männlich" und eine Gebotsanpassung für Standorte auf Kampagnenebene von +10 % für Nutzer in Argentinien fest. Das benutzerdefinierte Gebot von 1 € wird vom Google Ads-System immer dann verwendet, wenn die Anzeige für Nutzer aus der ausgewählten Zielgruppe geschaltet wird. Wird die Anzeige außerdem für einen Nutzer mit dem demografischen Merkmal „männlich“ geschaltet, werden +20 % des benutzerdefinierten Gebots zu Ihrem maximalen CPC-Gebot addiert und dieses somit auf 1,20 € erhöht. Und wenn sich diese Nutzer in Argentinien befinden, wird die Gebotsanpassung von +10 % mal die Anpassung für das demografische Merkmal addiert, was zu einem maximalen CPC-Gebot von 1,32 € führt.

Hier die Berechnung: Benutzerdefiniertes Gebot: 1 € Gebotsanpassung nach demografischen Merkmalen: 1 € × (+20 %) = 1,20 € Gebotsanpassung für Standort: 1,20 € × (+10 %) = 1,32 € Daraus resultierendes Gebot für männliche Fußballfans in Argentinien: 1,32 €.

Anzeigengruppengebote, benutzerdefinierte Gebote und Gebotsanpassungen für Anzeigengruppen aktivieren

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