Anzeigenposition und ‑rang

Die Anzeigenposition ist die Stelle, die eine Anzeige in den Auktionsergebnissen im Vergleich zu anderen belegt. So bedeutet die Anzeigenposition 1, dass die Anzeige an erster Stelle auf einer Seite ausgeliefert wird, über allen anderen Anzeigen. Die Anzeigenposition 2 besagt, dass die Anzeige an zweiter Stelle zu sehen ist, usw.

Die Anzeigenposition entspricht nicht unbedingt der Position auf der Suchergebnisseite. Beispielsweise bedeutet die Position 1 nicht zwangsläufig, dass die Anzeige über den organischen Suchergebnissen erscheint. Wenn oberhalb der Suchergebnisse keine Anzeigen eingeblendet werden, ist die Anzeige aber die erste, die unterhalb der Suchergebnisse zu sehen ist. Ebenso bedeutet die Anzeigenposition 2 lediglich, dass die Anzeige an zweiter Stelle erscheint. Bei Textanzeigen heißt das in der Praxis: Wenn die erste Anzeige oberhalb der Suchergebnisse eingeblendet wird, könnte die nächstplatzierte an zweiter Position über den Suchergebnissen oder an erster Stelle unterhalb der Suchergebnisse erscheinen. Wird die erste Anzeige ebenfalls unterhalb der organischen Suchergebnisse eingeblendet, ist die nächstplatzierte an zweiter Position unter den Suchergebnissen zu sehen.

Den Messwerten für Impressionen an oberer und oberster Position ist zu entnehmen, wo die Anzeigen auf der Suchergebnisseite eingeblendet werden.

Tipp

Die Position Ihrer Anzeigen auf den Suchmaschinenergebnisseiten im Suchnetzwerk ist den Messwerten für den Anteil an Impressionen an oberster Position zu entnehmen: "Impr. (oberste Pos.) %" und "Impr. (obere Pos.) %". Bei Geboten für die Seitenposition können Sie auf diese Messwerte zurückgreifen: "Ant. an mögl. Impr. an oberster Pos. im SN" und "Anteil mögl. Impr. obere Pos. im SN". Hierfür steht Ihnen die Gebotsstrategie "Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen" zur Verfügung. Dabei haben Sie die Option, auf eine obere oder die oberste Position zu bieten.

Bestimmung der Anzeigenposition

Elements of Ad Rank

Bei der Anzeigenauktion wird entschieden, welche Anzeigen an welcher Position ausgeliefert werden.

In Google Ads wird für jede Anzeige ein Anzeigenrang ermittelt, der maßgeblich für die Anzeigenposition ist und bestimmt, ob eine Anzeige überhaupt ausgeliefert werden kann. Generell erscheint die Anzeige mit dem höchsten Anzeigenrang an erster Position. Die anderen folgen entsprechend, sofern sie die jeweiligen Grenzwerte für die Auslieferung erreichen.

Grundsätzlich fließen sechs Faktoren in die Berechnung des Anzeigenrangs ein:

  1. Gebot: Damit geben Sie an, wie viel Sie maximal für einen Klick auf Ihre Google Ads-Anzeige bezahlen möchten. Die tatsächlichen Kosten liegen oft unter diesem Betrag und Sie können das Gebot jederzeit ändern.
  2. Qualität der Anzeige und der Landingpage: In Google Ads wird auch berücksichtigt, wie relevant und nützlich die Anzeige und die verknüpfte Website für den jeweiligen Nutzer sind. Die Anzeigenqualität wird über den Qualitätsfaktor ausgedrückt. Sie können diesen Wert in Ihrem Google Ads-Konto überwachen und weiter optimieren.
  3. Grenzwerte für den Anzeigenrang: Damit qualitativ hochwertige Anzeigen ausgeliefert werden, legen wir Mindestwerte fest, die Anzeigen erreichen müssen.
  4. Wettbewerbsfähigkeit einer Auktion: Wenn zwei Anzeigen mit ähnlichen Anzeigenrängen um dieselbe Position konkurrieren, stehen die Gewinnchancen für beide in etwa gleich. Sobald sich die Anzeigenränge stärker unterscheiden, wird ein Gewinn der Anzeige mit dem höheren Rang wahrscheinlicher. Aufgrund der gesteigerten Gewinnsicherheit muss dafür jedoch unter Umständen ein höherer Cost-per-Click gezahlt werden.
  5. Kontext der Suchanfrage des Nutzers: Der Kontext spielt bei Anzeigenauktionen eine wichtige Rolle. Bei der Berechnung des Anzeigenrangs berücksichtigen wir die verwendeten Suchbegriffe, den Standort der Person zum Zeitpunkt der Suche, den Typ des verwendeten Geräts (z. B. Mobilgerät oder Computer), den Zeitpunkt der Suche, die Art der Suchbegriffe, weitere Anzeigen und Suchergebnisse auf der Seite sowie andere Nutzersignale und -attribute.
  6. Erwartete Auswirkungen der Anzeigenerweiterungen und anderer Anzeigenformate: Wenn Sie eine Anzeige erstellen, können Sie weitere Informationen hinzufügen, etwa eine Telefonnummer oder zusätzliche Links zu bestimmten Seiten der Website. Das nennen wir Anzeigenerweiterungen. In Google Ads wird berücksichtigt, wie sich die verwendeten Anzeigenerweiterungen und anderen Anzeigenformate voraussichtlich auf die Anzeigenleistung auswirken.

Beispiel

Hier sehen Sie ein vereinfachtes Beispiel für die Funktionsweise von Anzeigenrängen. Dabei werden nicht alle oben genannten Faktoren berücksichtigt, es soll ihnen aber einen allgemeinen Überblick über unsere Algorithmen verschaffen:

Fünf Werbetreibende konkurrieren auf der Suchergebnisseite von Google um maximal vier Anzeigenpositionen über den Suchergebnissen. Der Anzeigenrang der Werbetreibenden ist 80, 50, 30, 10 und 5.

Wenn mindestens ein Anzeigenrang von 40 erforderlich ist, damit Anzeigen über den Suchergebnissen zu sehen sind, erfüllen nur die ersten beiden Werbetreibenden (mit den Anzeigenrängen 80 und 50) diese Vorgabe.

Ist mindestens ein Anzeigenrang von 8 erforderlich, damit Anzeigen unter den Suchergebnissen ausgeliefert werden, kommen zwei der drei verbleibenden Werbetreibenden (mit den Anzeigenrängen 30 und 10) infrage. Da der Werbetreibende mit dem Anzeigenrang 5 den Mindestwert nicht erreicht, erscheint seine Anzeige überhaupt nicht.

Bei den Messwerten für Impressionen an oberer und oberster Position erzielt der Werbetreibende mit dem Anzeigenrang 80 (erste Position über den Suchergebnissen) eine Impression, die sowohl für eine obere und als auch für die oberste Position zählt, und der Werbetreibende mit dem Anzeigenrang 50 (zweite Position über den Suchergebnissen) erzielt eine Impression an oberer Position. Die Werbetreibenden mit den Anzeigenrängen 30 (erste Position unter den Suchergebnissen) und 10 (zweite Position unter den Suchergebnissen) erzielen beide null Impressionen an oberer oder oberster Position.

  Anzeigenrang Impr. an oberster Position Impr. an oberen Positionen Impr. (oberste Pos.) % Impr. (obere Pos.) %
Werbetreibender A 80 1 1 100 % 100 %
Werbetreibender B 50 0 1 0 % 100 %
Werbetreibender C 30 0 0 0 % 0 %
Werbetreibender D 10 0 0 0 % 0 %

Sie haben folgende Möglichkeiten, den Anteil der Impressionen an oberer und oberster Position auf der Suchergebnisseite zu erhöhen:

  • Qualität der Anzeigen und Nutzererfahrung mit der Landingpage verbessern
  • Gebot erhöhen

Bessere Anzeigen führen zu einem höheren Anzeigenrang

Wenn die Suchanfrage eines Nutzers zur Auslieferung von Anzeigen führt, die an einer Auktion teilnehmen, wird der Anzeigenrang berechnet. Dabei werden Ihr Gebot, die voraussichtliche Klickrate (CTR), die Anzeigenrelevanz, die Nutzererfahrung mit der Landingpage sowie andere Faktoren zum Zeitpunkt der Auktion berücksichtigt. Verschiedene Faktoren fließen bei der Bestimmung der auktionsrelevanten Qualitätskomponenten ein. Durch die Optimierung der folgenden Elemente lassen sich die Qualitätskomponenten des Anzeigenrangs verbessern:
  • Voraussichtliche Klickrate der Anzeige: Diese basiert teilweise auf den Klicks und Impressionen, die bisher mit der Anzeige erzielt wurden. Dabei erfolgt eine Bereinigung um bestimmte Faktoren, die unter Umständen die Sichtbarkeit einer Anzeige beeinflusst haben, auf die ein Nutzer geklickt hat (z. B. die Anzeigenposition, Erweiterungen oder andere Formate).
  • Relevanz der Anzeige für die Suchanfrage: Mit diesem Faktor wird berücksichtigt, wie relevant die Anzeige für die Suche eines Nutzers ist.
  • Qualität der Landingpage: Diese Komponente gibt an, wie relevant, transparent und nutzerfreundlich Ihre Seite ist.

Warum die Anzeigenqualität wichtig ist

Die Qualitätskomponenten des Anzeigenrangs werden in vielfältiger Hinsicht verwendet und können folgende Elemente beeinflussen:
  • Qualifizierung für die Anzeigenauktion: Wir bewerten die Qualität von Anzeigen, um herauszufinden, ob sie die Grenzwerte für den Anzeigenrang erfüllen und damit für die Auslieferung infrage kommen.
  • Tatsächlicher Cost-per-Click (CPC): Hochwertigere Anzeigen führen häufig zu niedrigeren CPCs. Sie bezahlen also weniger, wenn Ihre Anzeigen einen höheren Qualitätsfaktor haben.
  • Anzeigenposition: Mit hochwertigeren Anzeigen erreichen Sie oft Positionen weiter oben auf der Seite.
  • Verwendung von Anzeigenerweiterungen und anderen Formaten: Über den Anzeigenrang wird bestimmt, ob die Anzeige mit Erweiterungen und anderen Anzeigenformaten wie Sitelinks ausgeliefert werden kann.
Hochwertige Anzeigen führen also in der Regel zu niedrigeren Kosten, besseren Anzeigenpositionen und größerem Werbeerfolg. Sowohl Werbetreibende, Nutzer, Publisher als auch Google profitieren davon, wenn relevante Anzeigen ausgeliefert werden, die den Suchanfragen der Nutzer möglichst genau entsprechen.
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