Erweiterte Conversions mit Google Tag Manager manuell einrichten (Beta)

Mithilfe von erweiterten Conversions lassen sich Conversions noch genauer erfassen. Mit dieser Funktion werden die vorhandenen Conversion-Tags ergänzt. Sie ermöglicht es Ihnen, eigene Conversion-Daten von Ihrer Website datenschutzkonform als Hash-Werte zu senden. Hierzu wird der sichere Einweg-Hash-Algorithmus SHA256 auf Ihre selbst erhobenen Kundendaten (z. B. E-Mail-Adressen) angewendet, bevor sie an Google gesendet werden. Die Hash-Daten werden dann mit angemeldeten Google-Konten abgeglichen, um die Conversions Ihrer Kampagne Anzeigenereignissen wie Klicks oder Aufrufen zuzuordnen. Weitere Informationen zur Funktionsweise von erweiterten Conversions

Sie können erweiterte Conversions mit geringfügigen oder gar keinen Änderungen an der Tagging-Konfiguration einrichten: Verwenden Sie hierzu entweder Google Tag Manager oder das allgemeine Website-Tag.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie erweiterte Conversions mithilfe von Google Tag Manager manuell einrichten und welche Probleme häufig bei der Überprüfung und Implementierung auftreten.

Wenn Sie erweiterte Conversions mit dem allgemeinen Website-Tag verwenden möchten, finden Sie hier eine Anleitung dazu.

Hinweise

Achten Sie darauf, dass das Google Ads-Conversion-Tracking mithilfe von Google Tag Manager eingerichtet wurde.

Hinweis: Conversions, die durch den Import von Google Analytics-Zielvorhaben erfasst werden, werden für erweiterte Conversions nicht unterstützt. Wenn Sie in diesem Fall dennoch erweiterte Conversions verwenden möchten, können Sie mithilfe des allgemeinen Website-Tags oder mit Google Tag Manager eine neue Conversion-Aktion in Google Ads einrichten.
  • Sie müssen die URL der Conversion-Seite kennen, auf der das Conversion-Tag ausgelöst wird, beispielsweise die Bestätigungsseite. Außerdem müssen Sie wissen, wie das Conversion-Ereignis ausgelöst wird, z. B. durch einen Klick auf eine Schaltfläche oder durch einen Seitenaufruf.
  • Auf der auslösenden Seite müssen selbst erhobene Kundendaten verfügbar sein, etwa die E-Mail-Adresse, der vollständige Name, die Privatadresse oder die Telefonnummer.
  • Um diese Implementierung durchzuführen, müssen Sie wissen, wie das Conversion-Tracking auf Ihrer Website eingerichtet ist und wie Sie Codeänderungen vornehmen. Gegebenenfalls sollten Sie Ihr Entwicklerteam zurate ziehen.
  • Lesen Sie sich die Richtlinien für Kundendaten zu erweiterten Conversions durch und stimmen Sie den Nutzungsbedingungen und Richtlinien für erweiterte Conversions in Google Ads zu. Diese Schritte werden weiter unten im Abschnitt „Anleitung“ beschrieben.
Hinweis: Wir haben verschiedene Aktualisierungen vorgenommen, damit Sie die Auswirkungen der erweiterten Conversions auf Ihre Berichte besser nachvollziehen können. In der Tabelle mit den Conversion-Aktionen sind die Auswirkungen der erweiterten Conversions jetzt enthalten. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von erweiterten Conversions
Hinweis: Bevor Sie die Nutzungsbedingungen akzeptieren, muss in Ihrem Google Tag Manager-Container, den Sie für erweiterte Conversions verwenden möchten, bereits ein Conversion-Tracking-Tag eingerichtet sein. Andernfalls wird der Container möglicherweise nicht korrekt für erweiterte Conversions aktiviert.

Anleitung

  1. Melden Sie sich in Ihrem Google Ads-Konto an.
  2. Klicken Sie rechts oben auf das Werkzeugsymbol Google Ads | Werkzeugsymbol und dann unter „Messung“ auf Conversions.
  3. Öffnen Sie die Conversion-Aktion, die Sie zum Einrichten erweiterter Conversions verwenden möchten.
  4. Klicken Sie unten im Bereich „Erweiterte Conversions“ auf Erweiterte Conversions aktivieren.
  5. Klicken Sie auf Zustimmen, um die Compliance-Erklärung zu akzeptieren. Indem Sie erweiterte Conversions aktivieren, bestätigen Sie, dass Sie die Richtlinien von Google befolgen werden. Für die Verwendung erweiterter Conversions gelten die Datenverarbeitungsbedingungen für Google Ads.
  6. Klicken Sie auf URL überprüfen, um zu ermitteln, ob Ihre Website ein Google-Tag enthält.
  7. Für „Tag-Typ“ sollte standardmäßig die Option Google Tag Manager aktiviert sein, wenn Sie Conversions für diese Conversion-Aktion erfassen. Weil Sie Website-Tags mit Google Tag Manager eingerichtet haben, müssen Sie dieses Tool auch zum Einrichten erweiterter Conversion verwenden. Folgen Sie der Anleitung unten, um erweiterte Conversions mit Google Tag Manager manuell einzurichten.
  8. Klicken Sie auf Speichern.

Hinweis: Nachdem Sie die Nutzungsbedingungen akzeptiert haben, kann es bis zu fünf Tage dauern, bis erweiterte Conversions im Google Tag Manager-Konto aktiviert werden. Das Conversion-Tracking-Tag muss in Google Tag Manager aktiviert sein. Prüfen Sie nach 5 Tagen, ob die Funktion „Erweiterte Conversions“ aktiviert ist.

Erweiterte Conversions mit Google Tag Manager manuell einrichten

Wenn Sie derzeit Google Tag Manager für das Conversion-Tracking verwenden, lassen sich erweiterte Conversions mit geringfügigen Änderungen an der Konfiguration implementieren. Dafür haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  1. Sie nutzen die Option „Automatisch" für die Erfassung“ (falls verfügbar). Weitere Informationen zum Einrichten automatischer erweiterter Conversions
  2. Sie nutzen die Option "Manuelle Konfiguration" mit CSS-Selektoren oder vorhandenen Datenschichtenvariablen. Dies wird empfohlen, wenn die automatische Erfassung nicht zur Verfügung steht, denn dabei muss der Code auf der Seite nicht geändert werden.
    • Das ist die einfachste Methode, um mithilfe von Google Tag Manager erweiterte Conversions hinzuzufügen. Der Grund: In der Regel sind keine Codeänderungen auf Ihrer Seite erforderlich, sofern auf Ihrer Conversion-Seite Kundendaten (z. B. eine E-Mail-Adresse) zur Verfügung stehen.
    • Wenn Sie häufig den Websitecode ändern, insbesondere die Formatierung/CSS-Selektoren auf Ihrer Conversion-Seite, sollten Sie den Einsatz von Datenschichtenvariablen statt der Option „Code“ in Betracht ziehen, weil eine Änderung der Websiteformatierung die CSS-Selektor-Methode beeinträchtigen könnte.
  3. Wenn Sie über die Methode „Code“ alle Daten in einem einzelnen Datenobjekt senden, muss vermutlich der Code auf Ihrer Seite angepasst werden.
    • Sie können erweiterte Conversions mithilfe von JavaScript-Variablen als einzelnes Datenobjekt auf Ihrer Conversion-Seite einbinden. Hierfür müssen die Kundendaten, die Sie an das Tag für erweiterte Conversions übergeben möchten (z. B. E-Mail-Adressen oder Telefonnummern), auf Ihrer Conversion-Seite in globalen JavaScript-Variablen definiert sein.
    • Diese Methode ist nützlich, wenn Sie die Informationen lieber mithilfe von JavaScript-Variablen weitergeben möchten oder die Kundendaten auf der Conversion-Seite nicht verfügbar sind, z. B. weil sie auf vorherigen Seiten gespeichert wurden und erst an die Conversion-Seite gesendet werden müssen. Das ist auch die zu bevorzugende Methode, wenn Sie die Formatierung auf Ihrer Website häufig ändern, weil die Wahrscheinlichkeit von Beeinträchtigungen durch Codeänderungen dann geringer ist.

Erweiterte Conversions manuell in Google Tag Manager einrichten

Variablen für erweiterte Conversions auf Ihrer Conversion-Seite finden

  1. Rufen Sie im Chrome-Browser Ihre Conversion-Seite auf.
    • Auf der Conversion-Seite wird die Conversion, die Sie mithilfe der erweiterten Conversions erfassen möchten (z. B. ein Kauf auf einer Internetseite), mithilfe Ihres bestehenden Conversion-Tracking-Tags erfasst. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Seite die richtige ist, wenden Sie sich an Ihren Entwickler. Geben Sie die Kundendaten auf der Seite an, die an Google gesendet werden sollen. Auf Ihrer Seite könnte beispielsweise eine Dankesnachricht mit der E-Mail-Adresse des Kunden angezeigt werden, der gerade etwas gekauft hat.

      Hinweis: Damit die erweiterten Conversions richtig funktionieren, muss mindestens eine der folgenden Variablen bereitgestellt werden:

      • E-Mail-Adresse (bevorzugt)
      • Vollständiger Name und Adresse (Pflichtangaben: Vorname, Nachname, Adresse, Stadt, Region, Postleitzahl, Land)
      • Optional: Zusammen mit einer E-Mail-Adresse oder einem vollständigen Namen und einer Adresse kann auch eine Telefonnummer angegeben werden. Es genügt allerdings nicht, ausschließlich die Telefonnummer anzugeben.
  2. Sobald Sie die Kundendaten auf der Seite ermittelt haben, müssen Sie im nächsten Schritt die CSS-Selektoren kopieren und die Daten in Google Tag Manager eingeben oder ggf. bereits vorhandene Datenschichtenvariablen nutzen. So wird dem erweiterten Conversion-Tag mitgeteilt, welche Daten gehasht und an Google gesendet werden sollen. Lassen Sie den Tab mit der Conversion-Seite unbedingt geöffnet.

Erweiterte Conversions im Tag von Google Tag Manager aktivieren

Öffnen Sie Google Tag Manager in einem separaten Tab.

  1. Melden Sie sich in Ihrem Google Tag Manager-Konto an.
  2. Klicken Sie auf Arbeitsbereich und dann im Navigationsmenü auf Tags.
  3. Wählen Sie das Conversion-Tracking-Tag von Google Ads aus, das Sie für die erweiterten Conversions verwenden möchten, und bearbeiten Sie das Tag.
    • Wenn Sie das Google Ads-Conversion-Tracking-Tag noch nicht in Ihrem Google Tag Manager-Konto eingerichtet haben, lesen Sie den Artikel Google Ads-Conversions.
    • Diese Conversion-Aktion muss dieselbe Conversion-Tracking-ID und dasselbe Label haben wie die Aktion, für die Sie erweiterte Conversions in Ihrem Google Ads-Konto aktiviert haben.
  4. Klicken Sie auf Von Nutzern übermittelte Daten von Ihrer Website einbeziehen.
  5. Klicken Sie im Drop-down-Menü „Von Nutzern übermittelte Datenvariable auswählen“ auf Neue Variable.
  6. Wir empfehlen, die Option Manuelle Konfiguration auszuwählen.
    • Sie können „Code“ auswählen, wenn Sie Ihre Daten über benutzerdefinierten JavaScript-Code oder andere Datenobjekte über Google Tag Manager weitergeben möchten. Bei Verwendung dieser Methode müssen die Daten speziell formatiert sein. Lesen Sie dazu unten die Anleitung zur Methode „Code“. Hier Sie oben auf der Seite „Von Nutzern gelieferte Daten einbeziehen“, gefolgt von allen Kundendaten, die Sie in das Tag für erweiterte Conversions einfügen können.
  7. Um auf das Datenfeld zu gelangen, das Sie über erweiterte Conversions bereitstellen möchten, klicken Sie auf das Drop-down-Menü und wählen Sie Neue Variable aus.
    Hinweis: Wenn Ihre Datenschicht bereits nicht gehashte Variablen enthält (unabhängig davon, ob Sie CSS-Selektoren oder andere Variablentypen verwenden), können Sie sie auswählen, statt neue Variablen zu erstellen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, folgen Sie weiterhin der Anleitung.
  8. Wählen Sie im Bildschirm „Variable konfigurieren“ die Option Wählen Sie einen Variablentyp aus, um mit der Einrichtung zu beginnen aus. Wählen Sie im Bildschirm „Variablentyp auswählen“ die Option DOM-Element aus.
  9. Ändern Sie im Bildschirm „Variable konfigurieren“ im Drop-down-Menü die Option „Auswahlmethode“ in „CSS-Selektor“ um.
  10. Geben Sie Ihrer Variable einen Namen.
  11. Geben Sie in das Eingabefeld „Element-Selektor“ den CSS-Selektor ein, der auf Ihre Nutzerdaten verweist. Wie Sie den CSS-Selektor finden, wird weiter unten beschrieben. Sie können das Feld „Attributname“ leer lassen. Weitere Informationen finden Sie unten.

Im nächsten Schritt erfahren Sie, wie Sie die CSS-Selektoren von der Conversion-Seite kopieren und sie in die Variablen für erweiterte Conversions einfügen. Lassen Sie diesen Tab unbedingt geöffnet.

CSS-Selektoren für erweiterte Conversions ermitteln und in Google Tag Manager eingeben

Gehen Sie wie im Folgenden beschrieben vor, um die CSS-Selektoren zu ermitteln, die in die Tag-Felder für erweiterte Conversions einzugeben sind (z. B. E-Mail-Adresse oder Telefonnummer). Wenn Ihre Datenschicht bereits nicht gehashte Variablen enthält, können Sie sie auswählen, statt neue Variablen zu erstellen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, folgen Sie weiterhin der Anleitung:

  1. Wechseln Sie wieder zum Tab mit der Conversion-Seite (die Google Tag Manager-Seite nicht schließen).
  2. Wenn Sie auf der Conversion-Seite die entsprechenden Kundendaten gefunden haben, die Sie für erweiterte Conversions verwenden möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste oben darauf und wählen Sie Prüfen aus.
    • Falls Sie z. B. eine E-Mail-Adresse erfassen möchten, müssen Sie auf der Conversion-Seite mit der rechten Maustaste auf die E-Mail-Adresse klicken (z. B. beispiel@IhrUnternehmen.de).
  3. Die Chrome-Entwicklertools öffnen sich im Chrome-Browser.
  4. Im Quellcode auf der Seite der Chrome-Entwicklertools sind bestimmte Abschnitte hervorgehoben. Dieser hervorgehobene Code ist das Seitenelement, dem Sie CSS-Selektoren für die Kundendaten entnehmen, auf die Sie im zweiten Schritt mit der rechten Maustaste geklickt haben.
  5. Bewegen Sie den Mauszeiger auf den hervorgehobenen Code und klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf.
  6. Scrollen Sie nach unten bis zu Kopieren und wählen Sie dann Selektor kopieren aus.
  7. Fügen Sie diesen Text auf dem anderen Tab mit geöffneter Google Tag Manager-Benutzeroberfläche in das Feld „Element-Selektor“ ein.
    • Das sollte nicht exakt, aber in etwa so aussehen:

      tsf > div:nth-child(2) > div.A8SBwf > div.RNNXgb > div > div.a4bIc > custEmail

  8. Klicken Sie auf Speichern.
  9. Wiederholen Sie den zweiten bis achten Schritt in diesem Abschnitt für alle unterschiedlichen Arten von Kundendaten (z. B. für E-Mail-Adressen, Namen oder Adressen). Kopieren Sie dazu den CSS-Selektor für jede Kundendatenvariable in Google Tag Manager in eine neue Variable.
  10. Klicken Sie in Google Tag Manager auf Speichern.

Sie haben jetzt erweiterte Conversions für diese Conversion-Aktion eingerichtet. Im nächsten Schritt kontrollieren Sie, ob alles richtig funktioniert. Springen Sie zum Abschnitt Implementierung validieren weiter unten.

Erweiterte Conversions mithilfe der Methode „Code“ in Google Tag Manager einrichten

Variablen für erweiterte Conversions ermitteln und festlegen

Zuerst müssen Sie sich sicher sein, dass die benötigten Variablen wie E-Mail-Adresse, Adresse und Telefonnummer auf der Conversion-Seite verfügbar sind, auf der das Google Ads-Conversion-Tag ausgelöst wird. Dies ist wahrscheinlich auf Conversion-Seiten für Käufe, Registrierungen und andere ähnliche Conversion-Typen der Fall, für die häufig Kundendaten erforderlich sind. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Seite die richtige ist, wenden Sie sich an Ihren Entwickler.

Sobald Sie bestätigt haben, dass die Informationen verfügbar sind, müssen Sie diese Kundendaten als globale JavaScript-Variablen auf Ihrer Seite speichern, damit sie vom Tag für erweiterte Conversions verwendet werden können (darauf wird im nächsten Abschnitt eingegangen).

Hinweis: Es muss mindestens eine der folgenden Variablen verfügbar sein:

  • E-Mail-Adresse (bevorzugt)
  • Vollständiger Name und Anschrift (Pflichtangaben: Vor- und Nachname, Straßenname und Hausnummer sowie Ort, Postleitzahl und Land)
  • Telefonnummer (optional, zusammen mit einer E-Mail-Adresse oder dem vollständigen Namen und der Adresse)

In der folgenden Tabelle finden Sie weitere Informationen zu den Kundendatenvariablen, die definiert werden können. Sie können den Variablen einen beliebigen Namen geben. Die Spalte „Schlüsselname“ gibt an, wie im Tag für erweiterte Conversions auf sie verwiesen wird. Im nächsten Schritt erfahren Sie dazu mehr. Alle Daten müssen als Variable vom Typ „String“ übergeben werden. Definieren Sie außerdem jede Komponente als einzelne Variable (z. B. Vor- und Nachname), wenn Sie Name und Adresse festlegen.

Datenfeld Schlüsselname (in benutzerdefinierter JavaScript-Variable weiter unten) Beschreibung
E-Mail-Adresse email E-Mail-Adresse (Nutzer)
Telefonnummer phone_number Telefonnummer des Nutzers. Symbole und Bindestriche werden entfernt, aber die Ländervorwahl muss angegeben werden.
Vorname first_name Vorname des Nutzers (z. B. Max)
Nachname last_name Nachname des Nutzers (z. B. Mustermann)
Adresse home_address.street Straßenname und Hausnummer des Nutzers (z. B. Hauptstraße 123)
Ort home_address.city Wohnort des Nutzers (z. B. Hamburg)
Region home_address.region Provinz, Bundesland oder Region des Nutzers (z. B. Rheinland)
Postleitzahl home_address.postal_code Fünfstellige Postleitzahl des Nutzers (z. B. 12345)
Land home_address.country Ländercode des Nutzers (zweistellige Version gemäß ISO 3166-1 ALPHA-2, z. B. „US“)

Im nächsten Schritt aktivieren Sie die erweiterten Conversions in Google Tag Manager und verweisen auf die soeben erstellten Kundendatenvariablen. Möglicherweise ist es sinnvoll, die Namen Ihrer Kundendatenvariablen griffbereit zu halten, da Sie sie in späteren Schritten benötigen.

Erweiterte Conversions im Google Tag Manager-Tag aktivieren und benutzerdefinierte JavaScript-Variable erstellen

  1. Melden Sie sich in Ihrem Google Tag Manager-Konto an.
  2. Klicken Sie auf Arbeitsbereich und dann im Navigationsmenü auf Tags.
  3. Wählen Sie das Conversion-Tracking-Tag von Google Ads aus, das Sie für die erweiterten Conversions verwenden möchten, und bearbeiten Sie das Tag.
    • Wenn Sie das Google Ads-Conversion-Tracking-Tag noch nicht in Ihrem Google Tag Manager-Konto eingerichtet haben, lesen Sie den Artikel Google Ads-Conversions.
    • Diese Conversion-Aktion muss dieselbe Conversion-Tracking-ID und dasselbe Label haben wie die Aktion, für die Sie erweiterte Conversions in Ihrem Google Ads-Konto aktiviert haben.
  4. Klicken Sie auf Von Nutzern übermittelte Daten von Ihrer Website einbeziehen.
  5. Klicken Sie auf Von Nutzern übermittelte Datenvariable auswählen und dann auf Neue Variable.
  6. Wählen Sie unten im neuen Bereich „Von Nutzern übermittelte Datenvariable“ die Option Code aus.
  7. Wählen Sie unter „Variablentyp auswählen“ die Option Benutzerdefiniertes JavaScript aus.
  8. Kopieren Sie folgenden Code in die benutzerdefinierte JavaScript-Variable:

    function () {

    return {

    "email": E-Mail_Variable , // Ersetzen Sie „E-Mail_Variable“ durch die Bezeichnung der Variable, über die die E-Mail-Adresse des Nutzers erfasst wird.

    "phone_number": Telefonnummer_Variable , // Wiederholen Sie diese Zeile für „Telefonnummer_Variable“ und die folgenden Variablenbezeichnungen unten.

    "first_name": Vorname_Variable

    "last_name": Nachname_Variable , "home_address": {

    "street": Adresse_Variable ,

    "city": Ort_Variable ,

    "region": Region_Variable ,

    "postal_code": PLZ_Variable ,

    "country": Land_Variable

    }

    }

    }

  9. Tauschen Sie für jede Art von Kundendaten im Code oben die Platzhaltervariablen (z. B. „E-Mail_Variable“) aus und ersetzen Sie sie durch den Namen der globalen JavaScript-Variablen, in der die entsprechenden Kundendaten von der Conversion-Seite stehen.
    • Zur Erinnerung: Es muss mindestens eine der folgenden Variablen angegeben werden:
      • E-Mail-Adresse (bevorzugt)
      • Vollständiger Name und Anschrift (Vor- und Nachname, Straßenname und Hausnummer sowie Ort, Postleitzahl und Land)
      • Telefonnummer (muss zusätzlich zu einer der beiden oben bereitgestellten Informationen angegeben werden)
    • Wenn Ihre Website eines dieser Felder nicht erfasst, entfernen Sie das Feld vollständig, anstatt es leer zu lassen. Beispielsweise erstellt eine Website, die nur E-Mails und Telefonnummern erfasst, eine benutzerdefinierte JavaScript-Variable, die in etwas so aussieht:

      function () {

      return {

      "email": E-Mail_Variable ,

      "phone_number": Telefonnummer_Variable

      }

      }

  10. Klicken Sie auf Speichern.

Sie haben jetzt erweiterte Conversions für diese Conversion-Aktion eingerichtet. Im nächsten Schritt kontrollieren Sie, ob alles richtig funktioniert. Springen Sie zum Abschnitt Implementierung validieren weiter unten.

Implementierung validieren

Implementierung mit dem Google Tag Manager-Vorschaumodus validieren

Wenn Sie die oben genannten Schritte ausgeführt haben, können Sie mithilfe dieser Anleitung die Implementierung Ihrer erweiterten Conversions in Google Tag Manager validieren. Sie sollten dies möglichst direkt nach der Implementierung der erweiterten Conversions tun. Dann können Sie Änderungen vornehmen, falls etwas nicht richtig funktioniert.

  1. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Änderungen gespeichert haben. Sie müssen sie aber noch nicht veröffentlichen.
  2. Klicken Sie rechts oben auf der Startseite des Arbeitsbereichs in Google Tag Manager auf Vorschau.
  3. Sie werden aufgefordert, eine URL einzugeben, bevor die Test-Conversion starten kann. Geben Sie die URL ein, über die man Ihre Webseite erreicht.
    Hinweis: Dabei muss es sich nicht um die tatsächliche Conversion-URL handeln. Sie haben die Möglichkeit, von der von Ihnen angegebenen URL auf die Conversion-Seite zu gehen.
  4. Klicken Sie auf Start.
  5. Daraufhin erscheint ein Pop-up mit dem Hinweis, dass „Tag Assistant“ eine Verbindung zu Ihrer Webseite herstellt. Wenn „Verbunden“ angezeigt wird, klicken Sie auf Weiter.
  6. Daraufhin öffnen sich zwei neue Tabs in Ihrem Browser: zum einen die von Ihnen eingegebene URL und zum anderen das Tag Assistant-Fenster. Klicken Sie sich auf dem Tab mit der von Ihnen eingegebenen URL durch Ihre Webseite und schließen Sie eine Conversion ab.
  7. Sehen Sie sich dann das Tab mit dem Tag Assistant-Fenster an.
  8. Hier können Sie prüfen, ob das Google Conversion-Tag ausgelöst wurde. Kontrollieren Sie im Abschnitt „Tags“, ob das Conversion-Ereignis aufgeführt wird. Suchen Sie nach einem Tag mit demselben Namen wie das Tag, für das Sie in Google Tag Manager erweiterte Conversions eingerichtet haben.
  9. Klicken Sie auf das Tag, um zu bestätigen, das die Variablen für erweiterte Conversions richtig verarbeitet werden.
  10. Wechseln Sie zum Tab „Variablen“.
  11. Kontrollieren Sie, ob die Kundendaten richtig ans Tag übergeben wurden. Überprüfen Sie jede Variable anhand ihres Namens (Sie haben in einem vorherigen Schritt den Variablen direkt in Google Tag Manager Namen gegeben).
    • Falls Sie die CSS-Selektor-Methode verwendet haben, sollte Ihnen für jedes Kunden-Datenelement eine Variable angezeigt werden (z. B. E-Mail-Adresse, Vorname oder Nachname), wobei der Name der Benennung entspricht, die Sie in Google Tag Manager und dem gleichen DOM-Element vergeben haben. Sie können außerdem kontrollieren, ob die Werte in der Spalte „Wert“ denjenigen entsprechen, die Sie in der Conversion-Seite eingegeben haben. Die Daten Ihrer Nutzer werden mithilfe von SHA256 gehasht, wenn sie an Google gesendet werden.
    • Falls Sie die Methode mit der JavaScript-Variable angewendet haben, sollte Ihnen eine Variable vom Typ „Benutzerdefiniertes JavaScript“ angezeigt werden. Diese Variable sollte ein Array enthalten, in dem in der Spalte Wert alle spezifischen Kundendaten in diesem Format aufgeführt sind: {email: email@IhrUnternehmen.de, phone_number: 123456789 usw.}. Die Daten Ihrer Nutzer werden mithilfe von SHA256 gehasht, wenn sie an Google gesendet werden.

Nach 72 Stunden: Diagnosebericht zum Tag ansehen und Implementierung überprüfen

Etwa 72 Stunden nach der Implementierung der erweiterten Conversions können Sie den Diagnosebericht zum Tag in Google Ads aufrufen und überprüfen, ob die Implementierung korrekt funktioniert. Das geht so:

  1. Melden Sie sich in Ihrem Google Ads-Konto an.
  2. Klicken Sie rechts oben auf das Werkzeugsymbol Google Ads | Werkzeugsymbol und dann unter „Messung“ auf Conversions.
  3. Klicken Sie auf die Conversion-Aktion, für die erweiterte Conversions aktiviert wurden.
  4. Klicken Sie im Seitenmenü oben auf Diagnose. Daraufhin werden der Diagnosebericht zum Tag für erweiterte Conversions und die dazugehörigen Messwerte für die einzelnen Bereiche angezeigt.
  5. Prüfen Sie die verschiedenen Systemdiagnosen, um sicherzustellen, dass alles wie erwartet funktioniert.
  6. Wenn im Diagnosebericht zum Tag aufgeführt ist, dass unter Umständen etwas nicht stimmt, befolgen Sie die Anleitung in der Benachrichtigung und in der Google Ads-Hilfe zur Fehlerbehebung.

Häufige Probleme

Falls sich bei der Überprüfung zeigt, dass erweiterte Conversions nicht richtig implementiert sind, sollten Sie herausfinden, ob die einzelnen Schritte der Anleitung korrekt ausgeführt wurden. Sollten danach weiterhin Probleme auftreten, finden Sie im Folgenden eine Liste mit häufigen Gründen für Fehler beim Verwenden von erweiterten Conversions.

Kein Tag gefunden

Beim Aktivieren von erweiterten Conversions wird unter Umständen eine Fehlermeldung angezeigt, die besagt, dass kein Tag erkannt wurde. In diesem Fall ist die Website-URL oder das Google-Tag fehlerhaft:
  • Prüfen Sie, ob die URL korrekt ist.
  • Falls Ihre Website keine Conversion-Tracking-Tags enthält (weder das allgemeine Website-Tag noch Google Tag Manager), sollten Sie Conversion-Tracking mithilfe einer dieser Methoden einrichten.
  • Wenn Sie ein Google-Tag auf Ihrer Website eingebunden haben, können Sie es manuell auswählen und angeben, ob es sich um das allgemeine Website-Tag oder ein Google Tag Manager-Tag handelt. Unter Umständen müssen Sie die Fehlerbehebung für das websiteweite Tagging durchführen, um sicherzustellen, dass Conversion-Tracking mithilfe einer dieser beiden Methoden korrekt implementiert ist.

Mehrere Tags gefunden

Wählen Sie eines der Tags im Dialogfeld aus. Falls Sie das allgemeine Website-Tag UND Google Tag Manager verwenden, wird die Option „Allgemeines Website-Tag“ empfohlen.

Zum Zeitpunkt der Conversion sind keine Daten zu erweiterten Conversions verfügbar

In manchen Fällen sind Daten zu erweiterten Conversions zum Zeitpunkt der Conversion nicht verfügbar. Dies kann vorkommen, wenn die Informationen über eine andere Domain (etwa bei Zahlung über eine Drittanbieter-Domain) oder an anderer Stelle im Conversion-Ablauf erfasst werden. So dürfen angemeldete Nutzer beispielsweise ihre eigenen Angaben nicht noch einmal bereitstellen oder diese Angaben werden auf der vorherigen Seite erfasst.

Für erweiterte Conversions werden vorab gehashte Daten bereitgestellt.

Die von Ihnen selbst erhobenen Daten, die Sie über erweiterte Conversions bereitstellen, werden mit dem SHA256-Algorithmus gehasht. SHA256 ist der Branchenstandard für das Einweg-Hashing von Daten. Derzeit unterstützen erweiterte Conversions das Vorab-Hashing von Daten durch Werbetreibende nicht. Stattdessen führen die Google-Tags diese Hash-Technologie aus.

Variablen für erweiterte Conversions wurden nicht richtig implementiert.

Für Google Tag Manager-Nutzer: Lesen Sie die oben beschriebenen Schritte zum Erstellen von Variablen durch, um sicherzustellen, dass sie richtig eingerichtet wurden. Kontrollieren Sie außerdem, ob diese Variablen diejenigen sind, auf die beim Konfigurieren erweiterter Conversions in Google Tag Manager verwiesen wird, und ob sie Daten enthalten, wenn die Conversion erfolgt.

Fehler beim Kopieren des Codes

Prüfen Sie ein weiteres Mal, ob der gesamte Code für erweiterte Conversions auf Ihrer Seite und/oder die in Google Tag Manager eingegebenen Variablennamen richtig sind. Beim Einbinden der erweiterten Conversions mithilfe von JavaScript-Variablen muss das benutzerdefinierte JavaScript-Snippet richtig kopiert werden. Außerdem müssen die Platzhalterinformationen an Ihre Variablennamen angepasst werden. Wenn Sie CSS-Selektoren verwendet haben, muss gewährleistet sein, dass Sie den richtigen Selektor ausgewählt und die Selektorinformationen wie oben beschrieben korrekt kopiert haben.

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