Floodlight ist das Conversion-Tracking-System für die Google Marketing Platform (GMP). Es dient als gemeinsame Datenschicht, mit der Sie Conversions und Nutzerereignisse in Campaign Manager 360, Display & Video 360 und Search Ads 360 mit einer einzigen Reihe von Tags erfassen können.
Themen in diesem Hilfeartikel
- Vorteile von Floodlight
- Funktionsweise von Floodlight
- Hauptfunktionen von Floodlight
- Erweiterte Anpassungen
- Berichte zu Floodlight
Vorteile von Floodlight
Floodlight bietet eine ganzheitliche Übersicht der Nutzeraktivitäten und verhindert so Datensilos zwischen Ihren Such- und Displaykampagnen.
- Kanalübergreifende Analyse: Da Floodlight-Aktivitäten in der gesamten Google Marketing Platform (GMP) genutzt werden, können Sie doppelte Conversions effektiv ausschließen. Wenn ein Nutzer beispielsweise auf eine Displayanzeige und dann auf eine Suchanzeige klickt, bevor er eine Conversion ausführt, wird die Conversion in Floodlight entsprechend Ihrem Attributionsmodell genau erfasst und nicht doppelt gezählt.
- Zielgruppen erstellen: Sie können Zielgruppenlisten auf Grundlage bestimmter Aktionen erstellen, die Nutzer auf Ihrer Website ausführen (z. B. „In den Einkaufswagen gelegt“), und diese Nutzer sowohl über Such- als auch Displaykampagnen ansprechen.
- Gebotsoptimierung: Floodlight-Daten sind die Grundlage für die automatischen Gebotsstrategien in Search Ads 360 und Display & Video 360. So werden Gebote für Aktionen optimiert, die einen echten Mehrwert bieten.
Funktionsweise von Floodlight
Floodlight basiert auf einem Code-Snippet, dem sogenannten Tag, das auf Ihrer Website oder in Ihrer App platziert wird. Wenn ein Nutzer eine Seite besucht, auf der das Tag installiert ist, z. B. eine „Danke“-Seite, wird durch das Tag eine Floodlight-Impression generiert.
Das System prüft dann, ob dieser Nutzer innerhalb des von Ihnen angegebenen Lookback-Windows eine Ihrer Anzeigen gesehen oder angeklickt hat. Wenn eine Übereinstimmung gefunden wird, wird eine Conversion gezählt.
Konfiguration und Freigabe
In den meisten Workflows ist Campaign Manager 360 das übergeordnete Element für Floodlight-Einstellungen. Die Floodlight-Konfiguration (der Container für Ihre Tags) muss in Campaign Manager 360 eingerichtet werden. Bei den Conversion-Aktionen haben Sie jedoch mehr Flexibilität. Sie können Floodlight-Aktivitäten (die spezifischen Ereignisse, die Sie erfassen) entweder in Campaign Manager 360 oder in Search Ads 360 erstellen.
Diese Einstellungen werden dann mit Search Ads 360 synchronisiert. Beachten Sie beim Verknüpfen dieser Plattformen Folgendes:
- Berechtigungen: Sie benötigen die richtigen Nutzerprofil-Berechtigungen auf beiden Plattformen, um die Verknüpfung einzuleiten oder Aktivitäten in Search Ads 360 zu erstellen.
- Synchronisierungszeit: Es kann einige Stunden dauern, bis in Campaign Manager 360 vorgenommene Änderungen (z. B. das Erstellen einer neuen Aktivität) in Search Ads 360 angezeigt werden.
- Einschränkungen beim Bearbeiten: Ihre Floodlight-Konfiguration und globalen Einstellungen (z. B. Lookback-Windows) werden in Campaign Manager 360 verwaltet. Die Hauptfunktion von Search Ads 360 besteht darin, spezifische Aktivitäten zu erstellen, zu verwalten und sie Kampagnen zuzuweisen.
Hauptfunktionen von Floodlight
Sie können Floodlight mit dem Google-Tag oder Google Tag Manager implementieren. Wir empfehlen das Google-Tag, eine websiteweite Tagging-Bibliothek, die eine genaue Analyse und eine einfachere Integration mit anderen Google-Produkten ermöglicht. Wenn Sie ältere iFrame- oder Bild-Tags verwenden, sollten Sie auf das Google-Tag umstellen, um Datenverlust zu vermeiden.
Alternativ können Sie Tags mit Google Tag Manager verwalten, ohne den Websitecode direkt bearbeiten zu müssen.
Informationen zum Erstellen von Floodlight-Conversion-Aktionen und zum Verwenden von Google Tag Manager zum Verwalten von Tags für Floodlight-Conversion-Aktionen
Offline-Conversion-Tracking
Für Conversions, die online beginnen, aber offline abgeschlossen werden (z. B. Verkäufe über ein Callcenter), können Sie Offlinedaten in Floodlight hochladen. Dadurch kann die Verbindung zwischen Anzeigenklicks und dem tatsächlichen Umsatz hergestellt werden.
Eine gängige Best Practice ist die Verwendung einer Platzhalter-Floodlight-Aktivität (die nicht auf Ihrer Live-Website implementiert ist). So werden Ihre Offlinedaten von Ihren Online-Pixel-Auslösungen getrennt.
Weitere Informationen zum Hochladen von Offline-Conversions
Erweiterte Conversions
Erweiterte Conversions verbessern die Genauigkeit, da selbst erhobene Daten wie E‑Mail-Adressen bei einer Conversion erfasst werden. Diese Daten werden aus Datenschutzgründen mit SHA256 gehasht und mit Google-Konten abgeglichen. So lassen sich Conversions nachvollziehen, die aufgrund von Browsereinschränkungen für Cookies nicht erfasst werden.
Erweiterte Anpassungen
Benutzerdefinierte Floodlight-Variablen
Mit Standard-Floodlight-Tags wird das Conversion-Volumen erfasst, mit benutzerdefinierten Floodlight-Variablen lässt sich der Kontext erfassen. Sie können sie einrichten, um Dimensionen wie „Filmgenre“ oder Messwerte wie „Versandkosten“ zu erfassen.
In Campaign Manager 360 können Sie bis zu 100 benutzerdefinierte Variablen erstellen und mit Search Ads 360 synchronisieren, um sie in Ihren Berichtsspalten und Gebotsstrategien zu verwenden.
Floodlight-Anweisungen
Mit Floodlight-Anweisungen können Sie Ihre Daten in Search Ads 360 bereinigen oder ändern, ohne den Code auf Ihrer Website zu ändern. Sie können damit beispielsweise Umsätze in eine andere Währung umrechnen, bestimmte Testaktivitäten aus Berichten ausschließen oder einen Umsatzwert korrigieren, wenn ein Tag fälschlicherweise ausgelöst wurde.
Weitere Informationen zu Floodlight-Anweisungen
Berichte zu Floodlight
Wenn Sie sich Floodlight-Daten in Search Ads 360 ansehen, ist es wichtig, zwischen den beiden Hauptspalten in Ihrer Berichtstabelle zu unterscheiden:
- Alle Conversions: In dieser Spalte wird alles erfasst, einschließlich aller Floodlight-Aktivitäten und plattformspezifischen Zielvorhaben. Sie eignet sich am besten für eine grobe Analyse und die Überprüfung von Rohdaten.
- Conversions: In dieser Spalte werden nur die Aktionen erfasst, die Sie explizit für die Einbeziehung in „Conversions“ ausgewählt haben. Diese Spalte dient als Grundlage für Gebotsstrategien. Sie sollten hier nur Ihre wichtigsten Leistungskennzahlen angeben, damit der Schwerpunkt bei der Gebotsabgabe auf den relevanten Daten liegt.
Wenn Sie detailliertere Daten wie bestimmte Floodlight-Aktivitäten oder benutzerdefinierte Variablen sehen möchten, müssen Sie eine benutzerdefinierte Spalte erstellen.