Richtlinie "ExtensionSettings" konfigurieren

Dieser Artikel bezieht sich auf verwaltete Chrome-Browser unter Windows, Mac und Linux.

Mit der Richtlinie "ExtensionSettings" werden verschiedene Einstellungen festgelegt, darunter solche, die von anderen auf Erweiterungen bezogenen Richtlinien geregelt werden. Wenn solche Richtlinien ebenfalls festgelegt sind, werden sie von der Richtlinie "ExtensionSettings" überschrieben.

Wenn Sie benutzerdefinierte Richtlinien auf eine einzelne Erweiterung anwenden möchten, verwenden Sie die Erweiterungs-ID. Mit dem Wert *können Sie die Standardrichtlinie für alle Erweiterungen festlegen, für die Sie keine benutzerdefinierten Konfigurationen eingerichtet haben.

So finden Sie die ID einer App oder Erweiterung:

  1. Rufen Sie den Chrome Web Store auf.
  2. Suchen Sie die gewünschte App oder Erweiterung und wählen Sie sie aus.
  3. Sehen Sie sich die URL an. Die ID ist die lange Zeichenfolge am Ende der URL.
    Beispiel: nckgahadagoaajjgafhacjanaoiihapd ist die ID für Google Hangouts.

Die Richtlinie "ExtensionSettings" kann die in der Tabelle aufgeführten Felder enthalten.

Feld Beschreibung und Einstellungen

allowed_types

Kann nur zum Einrichten der Standardkonfiguration * verwendet werden.

Gibt an, welche Arten von Apps oder Erweiterungen Nutzer im Chrome-Browser installieren dürfen. Wählen Sie mindestens eine der folgenden Optionen aus:

blocked_install_message

Wenn Sie Nutzer daran hindern, bestimmte Erweiterungen zu installieren, können Sie eine benutzerdefinierte Nachricht im Browser anzeigen lassen, wenn Nutzer versuchen, die Erweiterungen zu installieren.

Fügen Sie dazu Text zur allgemeinen Fehlermeldung hinzu, die im Chrome Web Store zu sehen ist. Darin können Sie den Nutzern beispielsweise mitteilen, wie sie ihre IT-Abteilung kontaktieren oder warum eine bestimmte Erweiterung nicht verfügbar ist. Die Nachricht kann bis zu 1.000 Zeichen lang sein.

blocked_permissions

Damit lässt sich verhindern, dass Nutzer Erweiterungen installieren und ausführen, für die bestimmte API-Berechtigungen angefordert werden, die in Ihrer Organisation nicht zulässig sind. Sie können beispielsweise Erweiterungen blockieren, die auf Cookies zugreifen.

Wenn für eine Erweiterung eine von Ihnen blockierte Berechtigung erforderlich ist, kann der Nutzer die Erweiterung nicht installieren. Wenn Nutzer die Erweiterung zuvor installiert hatten, wird sie nicht mehr geladen. Wenn für eine Erweiterung eine blockierte Berechtigung optional erforderlich ist, wird die Erweiterung wie gewohnt installiert. Wird die Erweiterung dann ausgeführt, werden blockierte Berechtigungen automatisch abgelehnt.

Eine Liste der verfügbaren Berechtigungen finden Sie hier.

installation_mode

Damit wird gesteuert, ob und wie von Ihnen angegebene Erweiterungen dem Chrome-Browser hinzugefügt werden. Sie können für den Installationsmodus Folgendes festlegen:

  • allowed: Nutzer dürfen die Erweiterung installieren. Wenn kein Installationsmodus definiert ist, ist das der Standardwert.
  • blocked: Nutzer dürfen die Erweiterung nicht installieren.
  • force_installed: Die Erweiterung wird automatisch ohne Nutzerinteraktion installiert. Nutzer können sie nicht entfernen. Sie müssen außerdem den Speicherort für den Download der Erweiterung mithilfe von "update_url" festlegen.
    Hinweis: Sie können die Standardkonfiguration nicht mit * festlegen. Der Chrome-Browser kann damit nicht bestimmen, welche Erweiterung automatisch installiert werden soll.
  • normal_installed: Die Erweiterung wird automatisch ohne Nutzerinteraktion installiert. Nutzer können sie deaktivieren. Sie müssen außerdem den Speicherort für den Download der Erweiterung mithilfe von "update_url" festlegen.
    Hinweis: Sie können die Standardkonfiguration nicht mit * festlegen. Der Chrome-Browser kann damit nicht bestimmen, welche Erweiterung automatisch installiert werden soll.
  • removed (Chrome-Version 75 oder höher): Nutzer können die Erweiterung nicht installieren. Wenn Nutzer die Erweiterung bereits installiert haben, wird sie vom Chrome-Browser entfernt.

install_sources

Kann nur zum Einrichten der Standardkonfiguration * verwendet werden.

Hier geben Sie an, über welche URLs Erweiterungen installiert werden dürfen. Sie müssen den Speicherort der *.crx-Datei und die Seite zulassen, über die der Download gestartet wird, also die Verweis-URL.

Beispiele für URL-Muster finden Sie auf der Entwicklerwebsite für Chrome.

minimum_version_required

Damit lässt sich festlegen, dass der Chrome-Browser Erweiterungen deaktiviert – auch solche mit erzwungener Installation –, die älter als die angegebene Mindestversion sind.

Das Format des Versionsstrings ist dasselbe wie im Manifest der Erweiterung. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation für Chrome-Entwickler.

update_url

Gilt nur für force_installed und normal_installed.

Gibt an, wo der Chrome-Browser eine Erweiterung herunterladen soll.

Wenn die Erweiterung im Chrome Web Store gehostet wird, geben Sie https://clients2.google.com/service/update2/crx ein.

Chrome verwendet die URL, die Sie für die Erstinstallation der Erweiterung angegeben haben. Für spätere Updates wird die URL im Manifest der Erweiterung verwendet.

override_update_url

Seit Chrome 89

Gibt an, dass Chrome die URL im Feld update_url oder die in der Richtlinie ExtensionInstallForcelist angegebene update-URL für nachfolgende Updates der Erweiterung verwendet.

Wenn die Richtlinie nicht konfiguriert oder auf „false“ gesetzt ist, wird für Updates stattdessen die URL verwendet, die im Manifest der Erweiterung angegeben ist.

runtime_allowed_hosts

Erweiterungen dürfen mit bestimmten Websites interagieren, auch dann, wenn sie in "runtime_blocked_hosts" definiert sind.

Sie können bis zu 100 Einträge angeben. Weitere Einträge werden verworfen.

Das Musterformat für Hosts ähnelt Übereinstimmungsmustern, allerdings können Sie den Pfad nicht definieren. Beispiel:

  • *://*.beispiel.de

runtime_blocked_hosts

Damit können Sie verhindern, dass Erweiterungen mit von Ihnen angegebenen Websites interagieren oder diese ändern. Dazu gehören das Blockieren von JavaScript-Einschleusungen, der Cookiezugriff sowie Änderungen an Webanfragen.

Sie können bis zu 100 Einträge angeben. Zusätzliche Einträge werden verworfen.

Das Musterformat für Hosts ähnelt Übereinstimmungsmustern, allerdings können Sie den Pfad nicht definieren. Beispiel:

  • *://*.beispiel.de
toolbar_pin

Damit wird gesteuert, ob das Erweiterungssymbol an die Symbolleiste angepinnt wird. Sie haben folgende Möglichkeiten:

  • force_pinned: Das Erweiterungssymbol wird an der Symbolleiste angepinnt und ist immer sichtbar. Der Nutzer kann es im Erweiterungsmenü nicht ausblenden.
  • default_unpinned: Die Erweiterung ist im Erweiterungsmenü zunächst ausgeblendet und der Nutzer kann sie an die Symbolleiste anpinnen.

Wenn Sie nichts festlegen, wird das Feld auf das Standardverhalten default_unpinned gesetzt.

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