Chromebooks für den Fernunterricht vorbereiten

Für Administratoren, die Chrome-Geräte in einer Bildungseinrichtung verwalten.

Die Schließung von Bildungseinrichtungen – etwa bei Unwettern, Naturkatastrophen, Gesundheitskrisen oder anderen Notfällen – kann für Administratoren eine große Herausforderung darstellen. Sie möchten, dass die Schüler weiterhin lernen und ihre Aufgaben machen können, während sie und ihre Lehrkräfte zu Hause sind.

Chromebooks eignen sich hervorragend für den Fernunterricht zu Hause. Gemeinsam mit einigen unserer erfahrensten IT-Administratoren für Google for Education haben wir eine Checkliste mit Fragen, Tools und Einstellungen für die Google Admin-Konsole zusammengestellt, die Sie bei der Vorbereitung von Chromebooks für Ihre Schüler zu Hause berücksichtigen sollten.

Hinweis: Für den Fernunterricht gelten möglicherweise länderspezifische Anforderungen und Einschränkungen. Wenden Sie sich an die zuständigen Behörden, damit Sie wissen, welche Richtlinien Sie einhalten müssen.

Wer kann Geräte zu Hause verwenden und wann?

Mit Richtlinien für den Kontozugriff schulische und persönliche Nutzung ermöglichen

Viele Bildungseinrichtungen beschränken die Chromebook-Anmeldung auf Konten innerhalb ihrer Domain, um eine persönliche Nutzung während des Schultages zu verhindern. Wenn Sie Chromebooks für den Fernunterricht mit nach Hause schicken, können Sie den Schülern die Möglichkeit geben, ihre privaten Konten zu nutzen. So lassen sich beispielsweise Zeiträume mit geringeren Einschränkungen für das Gerät festlegen. Die Schüler können sich dann nach der Schule oder an Wochenenden mit ihrem eigenen Konto anmelden. Oder Sie entfernen die Anmeldebeschränkungen ganz.

Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen für Zeiträume mit geringeren Einschränkungen für das Gerät und für die Anmeldebeschränkung.

Gastmodus zulassen oder blockieren

Überlegen Sie beim Festlegen von Kontoeinschränkungen, ob Sie zulassen möchten, dass Nutzer auf verwalteten Chrome-Geräten den Gastmodus nutzen. Im Gastmodus kann jeder ein Chromebook ohne Konto verwenden. Wenn die Sitzung beendet ist, werden alle Daten aus der Sitzung automatisch gelöscht.

Weitere Informationen

Lokale Nutzerdaten verwalten

Viele Bildungseinrichtungen, die Chromebooks als gemeinsam verwendete Geräte nutzen, löschen nach der Abmeldung alle lokalen Nutzerdaten, um den Speicherplatz zu maximieren. Wenn Sie Kursteilnehmern Geräte mit nach Hause geben, können Sie auch festlegen, dass die lokalen Daten beibehalten werden. So können die Kursteilnehmer effizienter damit arbeiten.

Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel "Chrome-Geräterichtlinien festlegen" im Abschnitt Nutzerdaten.

Wie aktiviere ich die Netzwerkverbindung und stelle eine verantwortungsvolle Nutzung sicher?

Netzwerkbeschränkungen entfernen, damit Kursteilnehmer zu Hause eine Verbindung herstellen können

Viele Geräte in Bildungseinrichtungen sind auf die Netzwerke dieser Bildungseinrichtungen beschränkt. Wenn Sie Kursteilnehmern Geräte mit nach Hause geben, müssen Sie diese Einschränkungen entfernen, damit die Teilnehmer eine Verbindung mit ihrem Heimnetzwerk herstellen können.

Weitere Informationen finden Sie unter Netzwerke und Netzwerkschnittstellen beschränken.

Zugriff auf Websites zulassen oder blockieren

Viele Bildungseinrichtungen haben Inhaltsbeschränkungen für ihre Netzwerke festgelegt. Im Heimnetzwerk der Schüler können sie das nicht tun. Allerdings lässt sich mithilfe von Sperrlisten verhindern, dass Nutzer auf ihren Chromebooks zu Hause und in der Bildungseinrichtung auf dieselben Inhalte zugreifen. Sperrlisten sind Nutzerrichtlinien, die für verschiedene Organisationen eingerichtet werden können. Sie können also verschiedene Sperrlisten für Lehrkräfte und Schüler oder für Schüler in verschiedenen Bildungseinrichtungen und Klassenstufen erstellen.

Ein Beispiel ist Hangouts Meet, ein hervorragendes Tool für den Fernunterricht. Dazu müssen Bildungseinrichtungen den Hangouts-Dienst aktivieren, wodurch auch Hangouts Chat aktiviert wird. Diese Funktion ist möglicherweise nicht in allen Bildungseinrichtungen erwünscht. Wenn Sie sowohl https://hangouts.google.com als auch https://chat.google.com für Organisationseinheiten mit Schülern auf die Sperrliste setzen und die Chrome-App im Chrome Web Store und die Android-App in Google Play blockieren, können Sie die Chat-Funktion für Schüler deaktivieren, sie aber weiterhin Lehrkräften zur Verfügung stellen und Hangouts Meet für alle Nutzer aktivieren.

Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel „Chrome-Richtlinien für Nutzer oder Browser festlegen“ im Abschnitt URL-Blockierung.

Druckereinschränkungen aufheben, damit Kursteilnehmer zu Hause drucken können

Viele Geräte in Bildungseinrichtungen sind auf die Drucker dieser Bildungseinrichtungen beschränkt. Wenn Sie Kursteilnehmern Geräte mit nach Hause geben, können Sie solche Druckereinschränkungen entfernen, damit die Teilnehmer eine Verbindung mit dem Drucker in ihrem Heimnetzwerk herstellen können.

Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel "Chrome-Richtlinien für Nutzer und Browser festlegen" im Abschnitt Verwaltung nativer Drucker.

Welche Apps und Inhalte kann unsere Bildungseinrichtung bereitstellen, damit zu Hause zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stehen?

Lesezeichen für wichtige Inhalte erstellen

Über die Admin-Konsole haben Sie die Möglichkeit, Lesezeichen für Websites per Fernzugriff festzulegen. So können Kursteilnehmer ganz einfach auf die Websites der Bildungseinrichtung, den digitalen Lehrplan, Web-Apps und andere Onlineressourcen zugreifen.

Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel "Chrome-Richtlinien für Nutzer und Browser festlegen" im Abschnitt Verwaltete Lesezeichen.

Wichtige Tools oder Dienste als "Beim Start"-Seiten laden

Neben den Lesezeichen können Sie auch "Beim Start"-Seiten im Browser vorab laden lassen, damit wichtige Inhalte wie die Kursseite eines Kursteilnehmers oder die Startseite der Lernplattform bei der Anmeldung im Vordergrund stehen.

Weitere Informationen finden Sie unter Beim Start zu ladende Seiten.

Web- und Android-Apps auf Geräten bereitstellen

Kursteilnehmer zu Hause haben möglicherweise keinen Zugriff auf viele der Ressourcen und Tools, die für gewöhnlich im Unterricht verfügbar sind. Sie können einige dieser Lücken mit Apps schließen, z. B. Graphrechner, digitale Notizbücher, Zeichentools und Publishing-Tools.

Der Chromebook App Hub ist eine hervorragende Ressource für Pädagogen, die hochwertige, für Chromebooks optimierte Apps für den Unterricht (und zusätzliche Ressourcen) suchen. Alle diese Apps können über die Admin-Konsole auf den Geräten der Schüler bereitgestellt werden. Für einige wird auch das neue App-Lizenzierungssystem von Google verwendet, mit dem Lizenzen einfach erworben und bereitgestellt werden können.

Weitere Informationen erhalten Sie im Hilfeartikel Apps und Erweiterungen automatisch installieren.

Wie Sie Android-Apps auf Geräten aktivieren können, erfahren Sie in den Richtlinien für die Bereitstellung von Android-Apps auf Chromebooks.

Wie lässt sich verhindern, dass Schüler die Richtlinien der Bildungseinrichtung umgehen?

Erzwungene erneute Registrierung aktivieren

Am einfachsten können Kursteilnehmer Einschränkungen durch die Bildungseinrichtung umgehen, indem sie ein Powerwash auf dem Gerät durchführen und sich mit ihrem Privatnutzerkonto anmelden – vor allem, wenn sie nicht in der Einrichtung sind und direkt beaufsichtigt werden. Das lässt sich verhindern, indem Sie die erzwungene erneute Registrierung aktivieren. Geräte werden damit automatisch erneut in Ihrer Domain registriert und Ihre Geräteeinstellungen werden übernommen, falls Kursteilnehmer zu Hause ein Powerwash durchführen.

Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel Nach dem Löschen der Gerätedaten erneute Registrierung von Chrome-Geräten erzwingen.

Was sollte ich Kursteilnehmern, Eltern und Kursleitern mitteilen?

Informationen zu Chromebooks mit Familien teilen

Einige Eltern kennen Chromebooks möglicherweise nicht und wissen nicht, wie sie sich von anderen Computern unterscheiden. Senden Sie ihnen eine E-Mail, in der Sie erläutern, wie diese Geräte funktionieren und wie sie Kursteilnehmern zu Hause helfen können.

Verhaltenskodex Ihrer Bildungseinrichtung auf dem Desktop anzeigen lassen

Viele Bildungseinrichtungen hängen einen Verhaltenskodex in den Klassenzimmern aus, in dem sie die Schüler über Regeln und Erwartungen bezüglich der Gerätenutzung informieren. Für Tage mit Fernunterricht haben Sie die Möglichkeit, einen benutzerdefinierten Hintergrund für Konten der Schüler einzurichten, auf dem der Verhaltenskodex als Erinnerung auch zu Hause angezeigt wird.

Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel "Chrome-Geräterichtlinien festlegen" im Abschnitt Hintergrundbild des Geräts.

Eltern über Google-Konten informieren, die mit Family Link verwaltet werden

Google bietet Eltern viele der gleichen Content-Management-Tools für zu Hause, die auch von Administratoren in der Bildungseinrichtung verwendet werden. Wenn Eltern ein Family Link-Konto für Kinder erstellen, können sie Einschränkungen für Webinhalte festlegen, Apps und Erweiterungen genehmigen und Zeitlimits für die Geräte ihrer Kinder festlegen – und das alles über die Family Link App auf ihrem Smartphone. Sie haben auch die Möglichkeit, ein Konto einer Bildungseinrichtung für einen Family Link-Nutzer auf einem Chromebook hinzuzufügen. So können Schüler über Apps und Websites wie Google Classroom, für die eine Anmeldung im Konto einer Bildungseinrichtung erforderlich ist, auf ihre Schulaufgaben zugreifen, während Eltern die Kinder online im Auge behalten.

Wenn Sie ein Konto einer Bildungseinrichtung für einen Family Link-Nutzer hinzufügen, hat das keine Auswirkungen auf das Google Workspace-Konto des Schülers. Auch die Eltern erhalten dadurch keinen Zugriff auf Informationen der Bildungseinrichtung. Schüler können sich dadurch lediglich mit dem Konto ihrer Bildungseinrichtung in Apps, auf Websites und in Erweiterungen anmelden, während sie zu Hause unter der Aufsicht der Eltern arbeiten. Apps und Erweiterungen werden für das Family Link-Konto des Kindes installiert – nicht für das Konto der Bildungseinrichtung. Eltern haben dabei immer die volle Kontrolle darüber, was ihr Kind zu Hause tut. Auf das Konto der Bildungseinrichtung hat das keine Auswirkungen.

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