Zugriff auf Websites zulassen oder blockieren

Dieser Artikel bezieht sich auf verwaltete Chrome-Browser und Chrome OS-Geräte.

Als Chrome Enterprise-Administrator können Sie URLs auf eine schwarze oder weiße Liste setzen, damit Nutzer nur bestimmte Websites besuchen können. Wenn Sie den Internetzugriff der Nutzer einschränken, wird dadurch möglicherweise die Produktivität gesteigert und Ihr Unternehmen ist besser vor Viren und schädlichen Inhalten einiger Websites geschützt.

URLs auf die schwarze oder weiße Liste setzen

Mithilfe einer schwarzen und einer weißen Liste können Sie URLs grundlegend verwalten. Wenn Sie stärker filtern möchten, verwenden Sie einen Inhaltsfilter, einen Web-Proxy-Server oder eine Erweiterung.

Mit einer schwarzen und einer weißen Liste der URLs können Sie Folgendes tun:

  • Zugriff auf alle URLs mit Ausnahme der von Ihnen blockierten zulassen: Verwenden Sie die schwarze Liste, um zu verhindern, dass Nutzer bestimmte Websites besuchen, wobei sie weiterhin Zugriff auf alle anderen Websites haben.
  • Zugriff auf alle URLs mit Ausnahme der von Ihnen erlaubten blockieren: Verwenden Sie die schwarze Liste, um den Zugriff auf alle URLs zu blockieren. Setzen Sie dann eine begrenzte Anzahl von URLs auf die weiße Liste, um den Zugriff auf diese Websites zu ermöglichen. 
  • Ausnahmen für stark einschränkende schwarze Listen definieren: Blockieren Sie mithilfe der schwarzen Liste den Zugriff auf alle URLs. Verwenden Sie dann die weiße Liste, damit Nutzer auf bestimmte Schemata, Subdomains anderer Domains, Ports oder bestimmte Pfade zugreifen können.
  • Chrome-Browser zum Öffnen von Apps zulassen: Setzen Sie einzelne externe Protokoll-Handler auf die weiße Liste, damit bestimmte Apps automatisch im Chrome-Browser geöffnet werden können.

Manchmal funktionieren die schwarze und die weiße Liste nicht wie erwartet. Wenn Sie beispielsweise eine gesamte Website auf die schwarze Liste und eine bestimmte Webseiten-URL für diese Website auf die weiße Liste setzen, kann es passieren, dass Nutzer auch auf andere Inhalte dieser Website zugreifen können.

Schritt 1: Richtlinien überprüfen

Richtlinie Beschreibung

URLBlacklist

Verhindern Sie, dass Nutzer auf eine Liste blockierter URLs zugreifen. Nutzer können auf alle URLs zugreifen, mit Ausnahme derer, die Sie auf die schwarze Liste setzen.

Nicht festgelegt: Nutzer können uneingeschränkt alle Websites besuchen.

URLWhitelist

Verwenden Sie diese Richtlinie zusammen mit der URLBlacklist, um bestimmte URLs als Ausnahmen von der schwarzen Liste festzulegen und den Zugriff zu ermöglichen. Die weiße Liste hat Vorrang vor der schwarzen Liste. Damit die weiße Liste funktioniert, muss die schwarze Liste mindestens einen Eintrag enthalten. 

Nicht festgelegt: Es gibt keine Ausnahmen von der schwarzen Liste der URLs.

Schritt 2: Erlaubte URLs festlegen

Klicken Sie auf die gewünschte Anleitung, um die Richtlinien zu konfigurieren.

Admin-Konsole

Gilt, wenn Nutzer sich in einem Chrome-Browser oder auf einem Gerät mit Chrome OS in einem verwalteten Google-Konto anmelden.

  1. Melden Sie sich in der Google Admin-Konsole an.

    Melden Sie sich mit Ihrem Administratorkonto an. Dieses Konto endet nicht auf @gmail.com.

  2. Klicken Sie in der Startseite der Admin-Konsole auf Geräte und dann Chrome-Verwaltung.

    Möglicherweise müssen Sie unten auf Mehr Widgets klicken, damit Geräte angezeigt werden.

  3. Klicken Sie auf Nutzer- und Browsereinstellungen.
  4. Wählen Sie links die Organisationseinheit mit den Nutzern oder registrierten Browsern aus, für die Sie Richtlinien festlegen möchten.

    Wenn die Richtlinien für alle Nutzer und Browser in der Organisation gelten sollen, ist das die oberste Organisationsebene. Wählen Sie andernfalls eine untergeordnete Ebene aus.

  5. Scrollen Sie zu URL-Blockierung und geben Sie die ausgewählten URLs ein:

    Sie können bis zu 1.000 URLs auf die schwarze und die weiße Liste setzen.

  6. Klicken Sie auf Speichern.
Wenn Sie in Ihrer Organisation Android-Apps auf unterstützten Chrome-Geräten aktiviert haben, gilt Folgendes:
  • Die schwarze Liste der URLs wird nicht von Apps erkannt, die Android System WebView verwenden. Sie können die schwarze Liste für diese Apps erzwingen, indem Sie die URLs auf der schwarzen Liste in einer Textdatei definieren und die schwarze Liste für jede Android-App einzeln anwenden. Für Apps, die Android System WebView nicht verwenden, finden Sie weitere Informationen zur vergleichbaren Einschränkung des Zugriffs in der jeweiligen App-Dokumentation.
  • Ausnahmen von der schwarzen Liste der URLs werden normalerweise von Android-Apps erkannt, die Android System WebView verwenden. Bei anderen Apps werden die Vorgaben der schwarzen Liste jedoch möglicherweise nicht eingehalten. Sie können die Apps, die Android System WebView verwenden, auf die weiße Liste setzen, und die anderen Apps weglassen. Weitere Informationen zur Verwendung der weißen Liste bei Android-Apps finden Sie unter Installation genehmigter Apps zulassen.
Windows

Gilt für Windows-Nutzer, die in einem verwalteten Konto im Chrome-Browser angemeldet sind.

Gruppenrichtlinien verwenden

Rufen Sie im Gruppenrichtlinien-Editor von Microsoft Windows den Ordner "Computerkonfiguration" oder "Nutzerkonfiguration" auf und tun Sie Folgendes:

  1. Klicken Sie auf Richtlinien und dann Administrative Vorlagen und dann Google und dann Google Chrome.
  2. Aktivieren Sie die Einstellung Zugriff auf aufgelistete URLs blockieren.
    Tipp: Wenn Sie die Richtlinie nicht sehen, laden Sie die aktuelle Richtlinienvorlage herunter.
  3. Geben Sie die URLs ein, die Sie blockieren möchten.
    Wenn Sie diese Richtlinie nicht konfigurieren, gilt das oben für Nicht festgelegt beschriebene Verhalten.
  4. Aktivieren Sie Zugriff auf aufgelistete URLs erlauben.
  5. Geben Sie die URLs ein, auf die Nutzer Zugriff erhalten sollen.
    Wenn Sie diese Richtlinie nicht konfigurieren, gilt das oben für Nicht festgelegt beschriebene Verhalten.
  6. Stellen Sie die Aktualisierung für Ihre Nutzer bereit.

Sie können bis zu 1.000 URLs auf die schwarze und weiße Liste setzen. Informationen zur URL-Syntax finden Sie unter URL Blacklist filter format (Filterformat für die schwarze Liste der URLs).

Mac

Dieser Artikel bezieht sich auf AppleMac-Nutzer, die in einem verwalteten Konto im Chrome-Browser angemeldet sind.

Gehen Sie in Ihrem Konfigurationsprofil für Chrome-Richtlinien (.plist-Datei) folgendermaßen vor:

  1. Fügen Sie die folgenden Schlüssel hinzu oder aktualisieren Sie sie.
    • Fügen Sie dem Schlüssel "URLBlacklist" die URLs hinzu, die Sie blockieren möchten.
    • Fügen Sie dem Schlüssel "URLWhitelist" die URLs hinzu, auf die Nutzer Zugriff erhalten sollen.
  2. Stellen Sie die Änderungen für Ihre Nutzer bereit.

Sie können bis zu 1.000 URLs auf die schwarze und weiße Liste setzen. Informationen zur URL-Syntax finden Sie unter URL Blacklist filter format (Filterformat für die schwarze Liste der URLs).

Das Beispiel zeigt, wie Sie alle URLs außer mail.example.com, wikipedia.org und google.com blockieren können.

<key>URLBlacklist</key>
<dict>
 <array>
  <string>*</string>
</array>
</dict>
<key>URLWhitelist</key>
<dict>
<array>
  <string>mail.example.com</string>
  <string>wikipedia.org</string>
  <string>google.com</string>
</array>
</dict>

Linux

Dieser Artikel bezieht sich auf Linux-Nutzer, die in einem verwalteten Konto im Chrome-Browser angemeldet sind.

Gehen Sie in einem JSON-Dateieditor so vor:

  1. Öffnen Sie den Ordner /etc/opt/chrome/policies/managed.
  2. Erstellen oder aktualisieren Sie eine JSON-Datei und geben Sie die ausgewählten URLs ein:
    • Fügen Sie in URLBlacklist die URLs hinzu, die Sie blockieren möchten.
    • Fügen Sie in URLWhitelist die URLs hinzu, auf die Nutzer Zugriff erhalten sollen.
  3. Stellen Sie die Aktualisierung für Ihre Nutzer bereit.

Sie können bis zu 1.000 URLs auf die schwarze und weiße Liste setzen. Informationen zur URL-Syntax finden Sie unter URL Blacklist filter format (Filterformat für die schwarze Liste der URLs).

Das Beispiel zeigt, wie Sie alle URLs außer mail.example.com, wikipedia.org und google.com blockieren können.

Erstellen Sie zuerst eine Datei mit den URLs auf der schwarzen Liste.

{
  "URLBlacklist": ["*"]
}

Erstellen Sie dann eine Datei mit den URLs auf der weißen Liste.

{
    "URLWhitelist": ["mail.example.com", "wikipedia.org", "google.com"]
}

Schritt 3: Anwendung der Richtlinien überprüfen

Wenn Sie Chrome-Richtlinien anwenden, müssen Nutzer den Chrome-Browser neu starten, damit die Einstellungen wirksam werden. Sie können die Nutzergeräte überprüfen, um festzustellen, ob die Richtlinie wie vorgesehen angewendet wurde.

  1. Rufen Sie auf einem verwalteten Gerät chrome://policy auf.
  2. Klicken Sie auf Richtlinien neu laden.
  3. Der Status für URLBlacklist und URLWhitelist sollte auf OK gesetzt sein.
  4. Klicken Sie für URLBlacklist und URLWhitelist auf Wert zeigen und überprüfen Sie, ob die Werte mit denen übereinstimmen, die Sie in der Richtlinie festgelegt haben.
War das hilfreich?
Wie können wir die Seite verbessern?