Vor Malware schützen

Es wäre schön, wenn das Internet ein für alle sicherer Ort wäre, an dem es ehrlich zugeht. Es gibt jedoch durchaus Online-Kriminelle und Hacker, die für Ärger sorgen. Dazu gehört auch das Verbreiten von Malware. Sie können sich schützen, indem Sie sich darüber informieren, was Malware ist, wie diese verbreitet wird und wie Sie sich wehren können.

Was ist Malware?

Unter Malware versteht man jede Art von Software, die darauf abzielt, einen Computer zu schädigen. Mit Malware lassen sich vertrauliche Informationen von Ihrem Computer stehlen. Daneben kann Malware den Computer extrem verlangsamen oder sogar ohne Ihr Wissen gefälschte E-Mails von Ihrem E-Mail-Konto senden. Dies sind einige Malwaretypen, von denen Sie vermutlich schon gehört haben:

  • Virus: Bei einem Virus handelt es sich um ein schädliches Computerprogramm, das sich selbst kopieren und einen Computer infizieren kann.
  • Wurm: Bei einem Wurm handelt es sich um ein schädliches Computerprogramm, das sich selbst über ein Netzwerk auf andere Computer kopiert.
  • Spyware: Bei Spyware handelt es sich um Malware, die Informationen von anderen Personen ohne deren Wissen sammelt.
  • Adware: Bei Adware handelt es sich um Software, die automatisch Werbung auf einem Computer abspielt, anzeigt oder auf diesen herunterlädt.
  • Trojaner: Bei einem Trojaner handelt es sich um ein zerstörerisches Programm, das eine nützliche Anwendung zu sein scheint, Ihren Computer aber, sobald es installiert ist, beschädigt oder Informationen stiehlt.

So wird Malware verbreitet

Malware kann auf ganz unterschiedliche Weise auf Ihren Computer gelangen. Nachfolgend einige Beispiele:

  • Kostenlose Software aus dem Internet herunterladen, die versteckte Malware enthält
  • Legitime Software herunterladen, die mit Malware gebündelt ist
  • Websites besuchen, die mit Malware infiziert sind
  • Auf eine gefälschte Fehlermeldung oder ein Pop-up-Fenster klicken, wodurch der Download von Malware gestartet wird
  • E-Mail-Anhänge öffnen, die Malware enthalten

Es gibt viele Möglichkeiten, Malware zu verbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass Sie dem hilflos gegenüberstehen. Sie wissen nun, was Malware ist und was sie anrichten kann. Kommen wir nun zu einigen praktischen Schritten, mit denen Sie sich vor Malware schützen können.

So schützen Sie sich vor Malware

  1. Halten Sie Ihren Computer und Ihre Software auf dem aktuellen Stand.

    Microsoft und Apple bieten regelmäßig Updates ihrer Betriebssysteme an. Sobald diese verfügbar sind, sollten Sie sie auf Ihren Windows- und Mac-Computern installieren. Die Updates enthalten häufig Aktualisierungen und Korrekturen, die die Sicherheit Ihres Systems erhöhen. Einige Betriebssysteme unterstützen auch automatische Updates, sodass Sie automatisch Updates erhalten, sobald diese verfügbar sind.

    Windows-Nutzer können Updates mithilfe der Funktion "Windows Update" installieren, während Mac-Nutzer ihr System mit der Funktion "Softwareaktualisierung" aktualisieren können. Falls Sie mit diesen Funktionen nicht vertraut sind, können Sie auf den Websites von Microsoft und Apple nach weiteren Informationen zum Installieren von Systemupdates auf Ihrem Computer suchen.

    Neben dem Betriebssystem Ihres Computers sollten Sie auch die darauf installierte Software aktualisieren und immer die neueste Version verwenden. Neuere Versionen enthalten oftmals weitere Updates und Korrekturen, um Angriffe über Malware zu verhindern.

  2. Verwenden Sie nach Möglichkeit kein Administratorkonto.

    Bei den meisten Betriebssystemen können mehrere Nutzerkonten auf einem Computer angelegt werden, sodass für unterschiedliche Nutzer unterschiedliche Einstellungen möglich sind. Für diese Nutzerkonten können auch unterschiedliche Sicherheitseinstellungen festgelegt werden.

    Ein "Admin"- oder "Administrator"-Konto berechtigt in der Regel zum Installieren neuer Software, während dies bei "eingeschränkten" oder "Standard"-Konten normalerweise nicht der Fall ist. Wenn Sie nur sporadisch im Internet surfen, müssen Sie möglicherweise keine neue Software installieren. In diesem Fall empfehlen wir, möglichst ein "eingeschränktes" oder "Standard"-Nutzerkonto zu verwenden. Dadurch kann verhindert werden, dass Malware auf Ihrem Computer installiert wird und systemweite Änderungen durchgeführt werden.

  3. Überlegen Sie gut, ehe Sie auf einen Link klicken oder etwas herunterladen.

    In der realen Welt würden viele vermutlich nicht bedenkenlos ein heruntergekommenes Gebäude betreten, an dem eine Leuchtreklame mit der Aufschrift "Kostenlose Computer!" angebracht ist. Im Internet sollten Sie ähnlich vorsichtig sein, wenn Sie auf unbekannte Websites mit kostenlosen Angeboten zugreifen.

    Natürlich ist es verlockend, ein kostenloses Bearbeitungsprogramm für Videos oder ein Rollenspiel herunterzuladen, aber vertrauen Sie wirklich der Website, auf der dieses angeboten wird? Manchmal hilft es, die Website erst einmal zu verlassen und nach Informationen über diese Website oder das Programm zu suchen, ehe etwas heruntergeladen oder installiert wird. Ein Großteil der Malware wird über Downloads verbreitet. Überlegen Sie es sich also immer gut, bevor Sie etwas herunterladen.

  4. Öffnen Sie nicht unbedacht den Anhang von E-Mails oder Bilder.

    Wenn Ihnen jemand willkürlich eine Schachtel Pralinen per Post zuschickt, würden Sie diese ohne Vorbehalte essen? Vermutlich nicht. Ähnlich misstrauisch sollten Sie auch sein, wenn Sie von einer unbekannten Person eine verdächtige E-Mail mit Anhang oder Bildern erhalten. Oftmals handelt es sich bei diesen E-Mails nur um Spam, manchmal enthalten Sie aber auch schädliche Malware. Wenn Sie mit Gmail arbeiten, melden Sie uns diese Spam-Nachrichten, sodass wir solche E-Mails in Zukunft aussortieren können.

  5. Seien Sie misstrauisch bei Pop-up-Fenstern, die Sie zum Download von Software auffordern.

    Beim Surfen im Internet stoßen Sie gelegentlich auf Websites mit Pop-up-Fenstern, die Ihnen weismachen wollen, dass Ihr Computer infiziert ist und Sie deshalb zum Herunterladen einer bestimmten Software auffordern. Fallen Sie auf diesen Trick nicht herein. Schließen Sie das Fenster und achten Sie darauf, nicht in das Pop-up-Fenster zu klicken.

  6. Tauschen Sie möglichst wenige Dateien mit anderen.

    Einige Websites und Anwendungen unterstützen ein problemloses Teilen von Dateien mit anderen Nutzern. Viele dieser Websites und Anwendungen bieten nur wenig Schutz vor Malware. Achten Sie auf Malware, wenn Sie mit diesen Methoden zur Dateifreigabe Dateien austauschen oder herunterladen. Malware kann in einem beliebten Film, Album, Spiel oder Programm versteckt sein.

  7. Verwenden Sie Antivirenprogramme.

    Wenn Sie etwas herunterladen möchten, verwenden Sie ein Antivirenprogramm, das den Download vor dem Öffnen auf Malware prüft. Mit einem Antivirenprogramm können Sie auch Ihren gesamten Computer auf Malware prüfen. Wir empfehlen, den Computer regelmäßig zu überprüfen, damit Malware rechtzeitig entdeckt und nicht weiterverbreitet wird. Google produziert selbst keine Antivirenprogramme. Im folgenden Artikel finden Sie jedoch eine Liste von geeigneten Antivirenprogrammen: Malware von Ihrem Computer entfernen

Die nächsten Schritte