Programmrichtlinien für Anzeigenmanager und Ad Exchange

IAB Transparency and Consent Framework v2.0

IAB Europe hat die mit dem IAB Tech Lab und gemeinsamen Partnerunternehmen entwickelte Version 2.0 seines Transparency and Consent Framework nun fertiggestellt. Google wird die Version 2.0 einbinden. Unser Zeitplan für die Einführung richtet sich nach dem von IAB für den vollständigen Wechsel von v1.1 zu v2.0 des TCF. Wir gehen derzeit davon aus, dass dies Ende des ersten Quartals 2020 erfolgen wird. In den kommenden Monaten werden wir weitere Details zu unserem Integrationsansatz vorstellen.

Was Sie vor der Registrierung wissen sollten

Wenn Sie die Version 2.0 des IAB TCF integrieren, lesen Sie sich bitte die folgenden Informationen durch. Sie beschreiben die Interoperabilität von Google mit dem IAB TCF v2.0 auf Grundlage des darin enthaltenen Transparenz- und Einwilligungs-Strings (TC-Strings). Diese Informationen können bei Bedarf aktualisiert werden.

Der Einfachheit halber umfasst im Folgenden der Ausdruck "Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen" mehrere Aspekte der Interoperabilität unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0, etwa im Hinblick auf folgende Punkte:

  • Gebote für Gebotsanfragen, die Google erhält
  • Senden von Gebotsanfragen von Publishern, die Google verwenden, an Bieter
  • Zulassen von Anzeigen-Tracking und -bereitstellung durch Drittanbieter

Google-Richtlinien

Die folgenden Interoperabilitätsrichtlinien sollen die bestehenden Anforderungen gemäß den Richtlinien von Google widerspiegeln, insbesondere die Anforderungen unserer Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung und unserer Richtlinien gegen die Verwendung von Geräte-IDs zur Identifizierung, z. B. in unseren Anforderungen für die Anzeigenbereitstellung durch Drittanbieter. Beachten Sie, dass unsere Richtlinien weiterhin gelten und in einigen Fällen strenger sind als die des TCF v2.0.

Zwecke

Damit Google mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammenarbeiten kann, muss der TC-String für jeden der folgenden Zwecke angeben, dass die Einwilligung des Nutzers erteilt wurde oder ein berechtigtes Interesse in Bezug auf diesen Nutzer festgestellt wurde.

Informationen auf einem Gerät speichern und/oder darauf zugreifen (Zweck 1)

Wenn Sie Cookies, mobile Anzeigen-IDs oder andere lokale Speicher verwenden, arbeitet Google mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für die Einwilligung für Zweck 1 registriert sind.

In einigen Ländern, z. B. Deutschland und Norwegen, darf der Publisher in bestimmten Situationen die Einwilligung für Zweck 1 nicht über die CMP anfordern. Solange der TC-String dies angemessen darstellt, besteht in diesen Situationen Interoperabilität mit Google. Gemäß unserer Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung unterliegt diese Position künftigen Änderungen in Bezug auf rechtliche und regulatorische Bestimmungen.

Grundlegende Anzeigen auswählen (Zweck 2)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für Zweck 2 für "Einwilligung", "berechtigtes Interesse", "Einwilligung oder berechtigtes Interesse" oder "nicht verwendet" registriert sind.

Erstellen eines personalisierten Anzeigenprofils und Auswählen personalisierter Anzeigen (Zwecke 3 und 4)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für die Zwecke 3 und 4 für "Einwilligung" registriert sind, solange im TC-String angegeben ist, dass der Nutzer seine Zustimmung zu diesen beiden Zwecken erteilt hat.

Google arbeitet auch mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für diese Zwecke als "nicht verwendet" registriert sind, solange der Nutzer personalisierten Anzeigen über RTB zugestimmt hat (siehe Hinweis am Ende dieses Abschnitts).

Wenn Sie für Zweck 3 und/oder Zweck 4 für "berechtigtes Interesse" registriert sind:

  • Wenn im TC-String angegeben ist, dass personalisierte Anzeigen (zu Zwecken 3 und/oder 4) unter "berechtigtem Interesse" zulässig sind, arbeitet Google nicht unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 mit Ihnen zusammen.
  • Wenn im TC-String angegeben ist, dass personalisierte Anzeigen nicht zulässig sind, arbeitet Google unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 mit Ihnen zusammen, mit Ausnahme von RTB (siehe Hinweis am Ende dieses Abschnitts).

Wenn Sie für "Einwilligung oder berechtigtes Interesse als Rechtsgrundlage" für Zwecke 3 und/oder 4 registriert sind, gilt:

  • Wenn es keine Publisher-Einschränkungen gibt, arbeitet Google mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, solange Ihre standardmäßige Rechtsgrundlage die Einwilligung ist.
  • Bei Publisher-Einschränkungen:
    • Wenn die Publisher-Einschränkung darin besteht, dass Sie auf Grundlage von Einwilligungen arbeiten müssen, arbeitet Google in diesem Fall mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen.
    • Wenn die Publisher-Beschränkung auf berechtigtem Interesse basiert, arbeitet Google in diesem Fall nicht unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 mit Ihnen zusammen.

Hinweis: Wenn im TC-String (nur bei RTB) angegeben ist, dass der Nutzer zu den Zwecken 3 und 4 keine Einwilligung erteilt hat, übergibt Google keine Gebotsanfrage an Ihren Bieter, unabhängig von Ihrer Registrierung. Dies entspricht unserem aktuellen Umgang mit nicht personalisierten Anzeigen für RTB.

Erstellen eines Profils für personalisierten Content und Auswählen personalisierten Contents (Zwecke 5 und 6)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für die Zwecke 5 und/oder 6 für "Einwilligung", "berechtigtes Interesse", "Einwilligung oder berechtigtes Interesse" oder "nicht verwendet" registriert sind.

Anzeigenleistung messen (Zweck 7)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für Zweck 7 für "Einwilligung", "berechtigtes Interesse", "Einwilligung oder berechtigtes Interesse" oder "nicht verwendet" registriert sind.

Inhaltsleistung messen (Zweck 8)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für Zweck 8 für "Einwilligung", "berechtigtes Interesse", "Einwilligung oder berechtigtes Interesse" oder "nicht verwendet" registriert sind.

Marktforschung zur Generierung von Zielgruppeninformationen (Zweck 9)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für Zweck 9 für "Einwilligung", "berechtigtes Interesse", "Einwilligung oder berechtigtes Interesse" oder "nicht verwendet" registriert sind.

Produkte entwickeln und verbessern (Zweck 10)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für Zweck 10 für "Einwilligung", "berechtigtes Interesse", "Einwilligung oder berechtigtes Interesse" oder "nicht verwendet" registriert sind.

Sonderzwecke

Sicherheit gewährleisten, Betrug verhindern und Fehler beheben (Sonderzweck 1)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für Sonderzweck 1 für "berechtigtes Interesse" oder "nicht verwendet" registriert sind.

Technische Bereitstellung von Anzeigen oder Content (Sonderzweck 2)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für Sonderzweck 2 für "berechtigtes Interesse" oder "nicht verwendet" registriert sind.

Funktionen

Offline-Datenquellen zusammenführen und kombinieren (Funktion 1)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie sich für Funktion 1 registrieren, solange dem Nutzer entsprechende Informationen zur Verfügung gestellt wurden.

Verschiedene Geräte verknüpfen (Funktion 2)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie sich für Funktion 2 registrieren, solange dem Nutzer entsprechende Informationen zur Verfügung gestellt wurden.

Automatisch Geräteeigenschaften zur Identifizierung empfangen und senden (Funktion 3)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie für Funktion 3 registriert sind. Wir weisen jedoch darauf hin, dass unsere Richtlinien die Verwendung von Geräte-IDs zur Identifizierung untersagen (siehe z. B. Anforderungen für Anzeigenbereitstellung durch Drittanbieter). Zudem erfordern wir, dass Sie unsere Richtlinien, die in manchen Fällen restriktiver als das TCF v2.0 sein können, bei der Zusammenarbeit mit uns jederzeit einhalten.

Wir setzen unsere Richtlinien aktiv durch und investieren weiterhin in Technologien, mit denen die Verwendung von Geräte-IDs zur Identifizierung auf unseren Plattformen erkannt werden kann.

Sonderfunktionen

Exakte Geolokalisierungsdaten verwenden (Sonderfunktion 1)

Google arbeitet mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie sich für diese Funktion registrieren, solange die Nutzer angemessen informiert werden und die Sonderfunktion 1 entsprechend aktivieren.

Gerätemerkmale aktiv zu Identifizierungszwecken scannen (Sonderfunktion 2)

Wenn im TC-String angegeben ist, dass ein Nutzer diese spezielle Funktion aktiviert hat,

  • arbeitet Google nicht mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie sich für die Sonderfunktion 2 registriert haben.

Wenn im TC-String angegeben ist, dass ein Nutzer diese Sonderfunktion nicht aktiviert hat,

  • arbeitet Google mit Ihnen unter Berücksichtigung der Spezifikationen des TCF v2.0 zusammen, wenn Sie sich für Sonderfunktion 2 registriert haben. Wenn nämlich der Nutzer die Option nicht aktiviert hat, wird im TC-String angegeben, dass eine Verarbeitung unter dieser Sonderfunktion nicht möglich ist.

Wir erinnern daran, dass unsere Richtlinien die Verwendung von Geräte-IDs zur Identifizierung untersagen (siehe z. B. Anforderungen für Anzeigenbereitstellung durch Drittanbieter). Zudem erfordern wir, dass Sie unsere Richtlinien, die in manchen Fällen restriktiver als das TCF v2.0 sein können, bei der Zusammenarbeit mit uns jederzeit einhalten.

Wir setzen unsere Richtlinien aktiv durch und investieren weiterhin in Technologien, mit denen die Verwendung von Geräte-IDs zur Identifizierung auf unseren Plattformen erkannt werden kann.

Makro-Anforderungen

Das IAB TCF v2.0 erfordert die Verwendung eines Makros in Pixel-URLs von Creatives. Dieses gibt an, wo in der URL der TC-String eingefügt und weitergesendet werden soll, und ermittelt, welche Anbieter präsent sind. In Übereinstimmung mit dem TCF v2.0 erfordert Google den Einsatz dieses Makros. Stellen Sie sicher, dass Werbetreibende, mit denen Sie zusammenarbeiten, dieses Makro ordnungsgemäß einbinden, da die Anzeigenschaltung andernfalls unterbrochen werden kann.

Wenn Sie Fragen zur IAB TCF v2.0-Integration von Google haben, kontaktieren Sie uns bitte über dieses Formular.

Bei allgemeinen Fragen zur TCF v2.0-Registrierung, die sich nicht auf die Google-Integration beziehen, wenden Sie sich bitte unter framework@iabeurope.eu an IAB Europe.

FAQ

Wird Google nach der Integration des IAB TCF v2.0 verlangen, dass der Verwendung von Cookies zugestimmt wird? 

Die Einhaltung unserer Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung ist weiterhin verpflichtend. Dazu gehört die Erfordernis, der Verwendung von Cookies (oder anderer Formen lokaler Datenspeicherung) zuzustimmen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben ist.

Wird sich dies unmittelbar auf die Anzeigenprodukte von Google auswirken?

Nein, es gibt keine unmittelbaren Auswirkungen. Wir arbeiten an den Einzelheiten der technischen Integration und werden in den kommenden Monaten weitere Informationen bereitstellen.

Können Publisher nach der Integration weiterhin mit Anbietern zusammenarbeiten, die nicht in der Global Vendor List (GVL) registriert sind?

Ja, wir werden weiterhin Anzeigentechnologie-Anbieter unterstützen, die in den vorhandenen Publisher-Einstellungen ausgewählt sind. Weitere Informationen dazu, wie dies künftig funktionieren wird, erhalten Sie in den kommenden Monaten.
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