Optionen zum Weiterleiten und Zustellen von E-Mails in Google Workspace

Als Administrator können Sie festlegen, wie E-Mails angepasst an Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation weitergeleitet oder gespeichert werden. Beispielsweise können Nachrichten für unbekannte Nutzer an ein spezielles Postfach oder einen speziellen Server weitergeleitet werden. Bei Nachrichten, die an einen bestimmten Nutzer gesendet werden, kann automatisch ein anderer Nutzer in CC gesetzt werden. Außerdem können Sie die Nachrichten bestimmter Nutzer in Gmail zustellen lassen, während andere Nutzer ihre E-Mails von lokalen Servern abrufen müssen. Eingehende E-Mails können von Gmail auch auf Ihrem externen Server auf Spam und Compliance geprüft werden.

Routingeinstellungen verwenden

Mithilfe der Einstellung "Routing" können Sie eingehende, ausgehende und interne Zustellungsoptionen konfigurieren, z. B. die zweifache oder die getrennte Zusendung. Sie lassen sich mithilfe von Organisationseinheiten auch für verschiedene Personen und Teams anpassen. Im Folgenden finden Sie Beschreibungen der verschiedenen Optionen. 

Informationen zum Einrichten der Optionen erhalten Sie im Hilfeartikel E-Mail-Routing für Ihre Domain oder Organisation einrichten.

Hinweis

Bevor Sie die Einstellungen für das Routing und die Zustellung einrichten, sollten Sie eine Liste der E-Mail-Hosts (Routen) erstellen. Fügen Sie die Routen in der Google Admin-Konsole hinzu.

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Eingehende E-Mails weiterleiten

Sie können eingehende Nachrichten mit verschiedenen Zustellungsmethoden weiterleiten. Wenn Ihre Organisation nur Gmail verwendet, wählen Sie die direkte Zustellung (Standardkonfiguration) aus. Gmail stellt Nachrichten, die an Nutzer gerichtet sind, im jeweiligen Posteingang des Empfängers zu. Nachrichten, die an Personen gerichtet sind, die keine Nutzer in Ihrer Domain sind, werden entfernt. Sie können jedoch eine Catchall-Adresse für diese Nachrichten einrichten.

Wenn Ihre Organisation einen externen E-Mail-Server zur Speicherung und Zustellung von Nachrichten verwendet, z. B. einen Microsoft Exchange-Server, verarbeitet Gmail eingehende Nachrichten zuerst. Dort werden Spam- und andere Problemmeldungen herausgefiltert und Nachrichten an den externen Server weitergeleitet.

Nachrichten mit getrennter Zusendung weiterleiten

Bei der getrennten Zusendung wird eine eingehende Nachricht je nach Empfänger entweder in einen Gmail-Posteingang oder im Posteingang eines bestehenden Systems zugestellt. Diese Methode empfiehlt sich, wenn einige Ihrer Nutzer Gmail und manche ein anderes E-Mail-System verwenden. Beispielsweise kann es sein, dass Sie Nachrichten, die an Ihre Rechtsabteilung gesendet werden, auf Ihrem alten E-Mail-Server speichern müssen.

Wenn Sie von einem alten Server zu Gmail migrieren, können Sie diese Methode auch verwenden, um Gmail mit einem Teil der Nutzer zu testen. Während des Tests verweisen die MX-Einträge für Ihre Domain auf Gmail. Nutzer, die in der Admin-Konsole hinzugefügt wurden, erhalten Nachrichten in ihren Gmail-Posteingängen. Richten Sie eine Catchall-Weiterleitungsregel für nicht registrierte Nutzer ein, die Nachrichten vom alten E-Mail-Server abrufen müssen. In diesem Hilfeartikel erfahren Sie, wie das geht.

So richten Sie die getrennte Zusendung ein:

  1. Falls Sie dies noch nicht getan haben, fügen Sie die Route des externen Servers hinzu.

  2. Melden Sie sich bei Google an und wählen Sie ggf. die Organisation aus. Öffnen Sie dann die Einstellung "Routing" und geben Sie eine Beschreibung für die neue Einstellung ein.

  3. Wählen Sie unter Betroffene E-Mails die Einstellung Eingehend und/oder Intern – Empfangen aus.

  4. Richten Sie einen Envelope-Filter ein, wenn die Regel nur für bestimmte Envelope-Absender und -Empfänger gelten soll. Geben Sie dazu einfach die E-Mail-Adressen der einzelnen Empfänger oder die einer Gruppe ein.

  5. Wählen Sie unter Gehen Sie für die oben angegebenen E-Mail-Arten wie folgt vor die Option Nachricht ändern aus und konfigurieren Sie die Einstellungen für Ihr Szenario.

  6. Klicken Sie auf Route ändern und wählen Sie den externen Server aus der Liste aus. Scrollen Sie dann nach unten und klicken Sie auf Speichern.

  7. Wählen Sie Optionen anzeigen aus und ändern Sie Betroffene Kontotypen in Unbekannte/Catchall-Konten.

  8. Speichern Sie die Konfiguration.

Nachrichten mit zweifacher Zusendung weiterleiten

Richten Sie die zweifache Zusendung ein, wenn Sie Nachrichten an zwei oder mehr Posteingänge zustellen müssen. Nutzer erhalten dann beispielsweise E-Mails im Gmail-Posteingang und im Posteingang von einem anderen Anbieter, z. B. in Microsoft Exchange oder einem Archivierungsserver. Weitere Informationen zum Einrichten der doppelten Zusendung von E-Mails

Catchall-Adresse einrichten

Dank Catchall-Adressen werden ursprünglich für eine Domain bestimmte, aber versehentlich an einen falschen Empfänger gesendete E-Mails dennoch zugestellt.

So richten Sie eine Catchall-Adresse ein:

  1. Melden Sie sich an und wählen Sie ggf. die Organisation aus. Öffnen Sie dann die Einstellung "Routing" und geben Sie eine Beschreibung für die neue Einstellung ein.

  2. Wählen Sie unter Betroffene E-Mails die Einstellung „Eingehend“ und/oder „Intern – Empfangen“ aus.

  3. Wählen Sie unter Folgende Schritte ausführen, wenn es Übereinstimmungen mit den oben genannten Ausdrücken gibt die Option Nachricht ändern aus.

  4. Klicken Sie unter Envelope-Empfänger das Kästchen Envelope-Empfänger ändern an.

  5. Wählen Sie Nutzernamen ersetzen aus.

  6. Geben Sie einen neuen Nutzernamen in das leere Feld ein.

  7. Scrollen Sie nach unten und klicken Sie auf Optionen anzeigen.

  8. Tun Sie unter Betroffene Kontotypen Folgendes: 
    1. Klicken Sie das Kästchen Unbekannte/Catchall-Konten an. 

    2. Entfernen Sie die Häkchen bei Nutzer und Gruppen.

  9. Optional: Wenn die Regel nur für bestimmte Envelope-Absender und -Empfänger gelten soll, richten Sie einen Envelope-Filter ein.

  10. Klicken Sie auf Speichern.

Nachrichten an zusätzliche Empfänger weiterleiten

Sie können mehrere Routingeinstellungen einrichten, um Nachrichten automatisch an andere Empfänger weiterzuleiten.Anschließend haben Sie die Möglichkeit, für jeden Nutzer eigene Richtlinien zu erstellen.

So leiten Sie Nachrichten an zusätzliche Empfänger weiter:

  1. Melden Sie sich an und wählen Sie ggf. die Organisation aus. Öffnen Sie dann die Einstellung "Routing" und geben Sie eine Beschreibung für die neue Einstellung ein.

  2. Wählen Sie unter Betroffene E-Mails die Einstellung Eingehend und/oder Intern – Empfangen aus.

  3. Richten Sie einen Envelope-Filter ein, wenn die Regel nur für bestimmte Envelope-Absender und -Empfänger gelten soll. Geben Sie dazu einfach die E-Mail-Adresse des Nutzers oder die einer Gruppe ein.

  4. Wählen Sie unter Gehen Sie für die oben angegebenen E-Mail-Arten so vor die Option Nachricht ändern aus.

  5. Klicken Sie unter Auch senden an das Kästchen Weitere Empfänger hinzufügen an.

  6. Klicken Sie auf Hinzufügen.

  7. Vergewissern Sie sich, dass in der Liste unter Empfänger die Option Einfach ausgewählt ist.

  8. Geben Sie die E-Mail-Adresse des Empfängers ein und klicken Sie auf Speichern.

  9. Klicken Sie auf Einstellung hinzufügen oder auf Speichern. Die neue Einstellung wird der Seite "Erweiterte Einstellungen" hinzugefügt.

  10. Speichern Sie die Konfiguration.

Zustellung an ein Postfach bei einem anderen Anbieter einrichten

Sie können mit der Einstellung "Postfach bei einem anderen Anbieter" Nachrichten, die kein Spam sind, an einen externen Server weiterleiten und Spam im Message Center oder in der Quarantäne aufbewahren. Diese Einstellung bietet auch noch weitere Funktionen, nicht nur Routingregeln.

Nutzer können anschließend entscheiden, ob die Nachrichten sicher sind und an den externen Server weitergeleitet werden sollen. Sie können sich im Message Center anmelden oder regelmäßige Berichte mit Spam-Nachrichten abonnieren. Dann können sie festlegen, welche dieser Nachrichten sicher sind und an ihr externes Postfach weitergeleitet werden sollen.  Diese Nutzer haben keinen Zugriff auf Gmail. Sie erhalten ihre Nachrichten von einem lokalen E-Mail-Server.

Hinweis: Seit Oktober 2019 werden das Message Center und die Quarantänezusammenfassung nicht mehr unterstützt. Hier erhalten Sie weitere Informationen dazu. Nachdem das Message Center eingestellt wurde, können Sie die in diesem Artikel beschriebenen Methoden verwenden, um Spam zu verwalten.

Compliance-Routing

Inhaltscompliance und anstößige Inhalte

Möglicherweise möchten Sie, dass bestimmte Nachrichtentypen immer auf eine bestimmte Art und Weise behandelt werden. Beispielsweise könnten Sie Nachrichten mit bestimmten Inhalten an Ihre Rechtsabteilung weiterleiten.

Legen Sie dazu ein neues primäres Ziel fest (das Standardziel ist Gmail) oder erstellen Sie zusätzliche Ziele, die bestimmten Textstrings oder Mustern entsprechen. Sie können z. B. eine inhaltsbezogene Übereinstimmung auf Wörter wie "vertraulich" einrichten und anschließend einstellen, dass das primäre Ziel ein Server ist, der Verschlüsselung unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie in den Hilfeartikeln Regeln für die Inhaltscompliance einrichten und Regeln für anstößige Inhalte einrichten.

Anhangscompliance

Wenn Sie ein neues primäres Ziel definieren (das Standardziel ist Gmail) oder zusätzliche Ziele für Nachrichten hinzufügen möchten, die einem bestimmten Anhangstyp entsprechen, verwenden Sie die Einstellung "Anhangscompliance". Sie können z. B. ein sekundäres Ziel einrichten, das alle Nachrichten mit Bildanhängen an die Personalabteilung übermittelt.

Regeln für die Compliance von Anhängen einrichten

Sichere Verbindung erzwingen, bevor E-Mails weitergeleitet werden

Sie können festlegen, dass Nachrichten an bzw. von bestimmten Domains und E-Mail-Adressen über TLS übertragen werden sollen. Die Einstellung "TLS-Compliance (sichere Übertragung)" lässt sich nach Organisationseinheiten für eingehende und ausgehende E-Mails konfigurieren. Sollte TLS in einer von Ihnen angegebenen Domain nicht verfügbar sein, werden eingehende E-Mails zurückgewiesen und ausgehende werden nicht übertragen. Weitere Informationen zum Einrichten der TLS-Compliance

Hinweis: Wenn Sie einen Ausgangs-Gateway-Server einrichten, der TLS verwendet, werden ausgehende Nachrichten in der erzwungenen TLS-Liste an Domains gesendet, die TLS nicht unterstützen.

Ausgehende E-Mails weiterleiten

Alle E-Mails über einen Gatewayserver senden

Wenn Sie ausgehende Nachrichten weiterleiten möchten, richten Sie einen Gatewayserver ein. Dort findet in der Regel eine Vorverarbeitung der E-Mails statt, bevor sie zugestellt werden. 

Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel Ausgangsgateway für E-Mails einrichten.

SMTP-Relay-Dienst einrichten, um E-Mails über den Gmail-Server weiterzuleiten

Wenn in Ihrer Organisation E-Mail-Serversoftware von Drittanbietern verwendet wird, z. B. Microsoft oder ein anderer externer SMTP-Dienst, können Sie den SMTP-Relay-Dienst so konfigurieren, dass ausgehende E-Mails über den Gmail-Server weitergeleitet werden.

In den Einstellungen des SMTP-Relay-Diensts lässt sich festlegen, dass Nachrichten vor der Zustellung an externe Empfänger auf Spam und Viren gefiltert werden. Außerdem können Sie in der Admin-Konsole E-Mail-Sicherheitseinstellungen auf ausgehende Nachrichten anwenden. Weitere Informationen zum Einrichten des SMTP-Relay-Diensts

Fehler bei der Routingeinrichtung beheben

In Konflikt stehende Routen

Sie können domainweite Routingrichtlinien für eingehende Nachrichten einrichten und Zustellrouten auf Grundlage des Inhalts oder der Anhänge definieren. In diesem Hilfeartikel erfahren Sie, wie Sie Gmail-Einstellungen für Ihre Organisation anpassen.

Alte Routingeinstellungen, die mit den hier beschriebenen in Konflikt stehen, werden überschrieben. Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel E-Mail-Weiterleitung und -Zustellung.

Nachrichtenweiterleitung oder -zustellung schlägt fehl

Wenn eine Nachricht von einem Gmail- oder Google Workspace-Server an einen externen Server weitergeleitet wird und die Verbindung aufgrund eines Zeitlimits, einer zurückgewiesenen Verbindung oder eines Fehlers der Kategorie „400“ nicht hergestellt werden kann, wird die Nachricht aufbewahrt. Bis zu sieben Tage lang wird alle paar Minuten versucht, die Nachricht zu senden. Danach wird sie an den Absender zurückgesendet.

Wenn Sie einen neuen Server hinzufügen, während Gmail noch einmal versucht, die Nachricht zu senden, wird die Nachricht an den ursprünglichen und nicht an den neuen Server weitergeleitet. 

Bei einem Fehler der Kategorie "500" wird die Nachricht sofort abgelehnt. 

Weitere Informationen finden Sie in den Hilfeartikeln SMTP-Fehlermeldungen und Referenz zu SMTP-Fehlern.

 

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