Was ist ein Antrag auf geplante Deaktivierung wegen Urheberrechtsverletzung?

Wenn ein Urheberrechtsinhaber feststellt, dass du sein urheberrechtlich geschütztes Werk ohne Genehmigung auf YouTube veröffentlicht hast, kann er eine zeitlich verzögerte Deaktivierung deines Videos beantragen. Du hast dann sieben Tage Zeit, bevor der Deaktivierungsantrag in Kraft tritt und die betreffenden Inhalte entfernt werden.

Während dieser Frist kannst du verschiedene Maßnahmen ergreifen:

  • Nichts unternehmen: Du kannst warten, bis nach sieben Tagen die Deaktivierung erfolgt. Dans entsprechende Video wird dann entfernt und dein Konto erhält eine Urheberrechtsverwarnung.
  • Das Video entfernen: Wenn du das Video innerhalb der nächsten sieben Tage löschst, wird es von der Website entfernt und dein Kanal erhält keine Urheberrechtsverwarnung.
  • Den Rechteinhaber kontaktieren, der die Entfernung deines Videos beantragt hat. Weitere Informationen zum Widerruf von Urheberrechtsansprüchen
  • Wenn der zeitlich verzögerte Deaktivierungsantrag die Folge eines Einspruchs gegen einen Content ID-Anspruch war, kannst du deinen Einspruch innerhalb von sieben Tagen zurückziehen. Dadurch kannst du eine Deaktivierung vermeiden und der urheberrechtliche Anspruch auf dein Video bleibt weiterhin aktiv. Weitere Informationen zu Einsprüchen gegen Content ID-Ansprüche

Nach sieben Tagen entfernt YouTube das Video und dein Kanal erhält eine Urheberrechtsverwarnung. Diese Verwarnung wird nicht aufgehoben, wenn du das entsprechende Video dann löschst. Verwarnungen werden nach 90 Tagen aufgehoben. Voraussetzung dafür ist, dass du den Kurs zum Urheberrecht absolvierst. Das Video wird allerdings nicht reaktiviert, nachdem die Verwarnung aufgehoben wurde.

Wenn du der Meinung ist, dass dein Video zu Unrecht entfernt wurde, kannst du auch eine Gegendarstellung einreichen. Diese Möglichkeit besteht zum Beispiel, wenn du die Inhalte im Sinne der US-Rechtsdoktrin "Fair Use" ("angemessene Verwendung") eingesetzt hast oder wenn der Vorwurf einer Urheberrechtsverletzung auf einem Irrtum beruht. Weitere Informationen zu Urheberrechtsverwarnungen

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