Die Bedeutung von Kontext

Der Kontext ist für alle Videos wichtig, besonders aber für Videos mit extremen Inhalten. Pädagogische oder wissenschaftliche Videos sowie Nachrichten oder Dokumentationen können häufig grausame Inhalte aufweisen. Diese Art von Inhalten ist auf YouTube zulässig, wenn sie entsprechenden Kontext enthalten. Wenn du Details hinzufügst, die dein Video erklären, können Nutzer deine Inhalte besser finden und verstehen. Außerdem kann das YouTube-Team dein Video so einfacher prüfen, wenn es gemeldet wird.

Zum Beispiel ist es wahrscheinlich zulässig, wenn Augenzeugen selbst aufgenommenes Videomaterial veröffentlichen, das Gewaltakte gegen Menschen auf einer Demonstration zeigt, solange diese Inhalte um relevante Informationen ergänzt werden. Das könnten in diesem Fall beispielsweise diverse Tipps, wie man bei einer Demonstration in Sicherheit bleibt, zu Beginn des Videos sein. Möglich wäre auch ein Voiceover über die Hintergründe der Demonstration. Das Video sollte auch einen eindeutigen Titel oder eine eindeutige Beschreibung haben, die darauf hinweisen, dass es sich um einen Bericht oder eine Dokumentation des Geschehens handelt.

Richtlinien für Kontextinformationen

YouTube ist keine Plattform, um Gewalt zu verherrlichen oder Hass zu schüren. Grausames oder potenziell verstörendes Filmmaterial ist möglicherweise zulässig, wenn es einen pädagogischen Wert hat. Solche Videos können jedoch mit Altersbeschränkungen und Warnungen versehen werden.

Tipps

Das solltest du tun:

  • Denk über den Zweck deines Videos nach – soll es deine Zuschauer informieren oder schockieren und provozieren?
  • Füge deinem Video ein Voiceover oder einen erklärenden Text hinzu. Dies kannst du während der Aufnahme oder später bei der Bearbeitung tun.
  • Achte darauf, dass der Kontext von den Zuschauern des Videos direkt gesehen oder gehört werden kann. Am besten weist du daher nicht nur in der Beschreibung und im Titel darauf hin, sondern auch im Videoinhalt selbst.
In diesem Video der Creator Academy erfährst du mehr über Kontext.

Das solltest du nicht tun:

  • Gewalt in den Vordergrund deines Videos stellen.
  • Gewalttätige Inhalte durch Zoomen, Wiederholung oder andere Bearbeitungstechniken hervorheben, sodass diese von deinem eigentlichen Inhalt ablenken.
  • Versuchen, deine Zuschauer zu schockieren oder zu empören.
  • Dein Video dazu verwenden, Gewalt zu verherrlichen oder zu zelebrieren.
  • Dich ausschließlich auf Metadaten als Kontextquelle verlassen. Metadaten können unterstützend verwendet werden, die Zuschauer sollten jedoch alleine durch Zuhören oder Ansehen des Videos in der Lage sein, den Kontext zu verstehen.

Tipps zum Hinzufügen von Kontext vor und nach dem Hochladen

So kannst du deinem Video vor dem Hochladen Kontext hinzufügen

Durch das Hinzufügen von Kontext zu deinem Video können wir den Hintergrund und Zweck deines Videos besser verstehen. Füge bei Inhalten mit Gewaltdarstellungen oder terroristischem Hintergrund eine Einführung, einen Voiceover-Kommentar oder Text-Overlays als Zusatzinformation hinzu. Es ist unerlässlich, dass du vor dem Hochladen deines Videos informative oder klärende Informationen hinzufügst. Dies hilft unseren Teams dabei, den Kontext besser zu verstehen. Du solltest dich nicht ausschließlich darauf verlassen, dass der Titel oder die Beschreibung des Videos deine Absichten ausreichend verdeutlichen.

Du solltest es außerdem vermeiden, die extremsten Szenen deines Videos heranzuzoomen oder hervorzuheben, da die Darstellung grundloser Gewalt strengstens untersagt ist.

Es gibt sowohl für Computer als auch für Mobilgeräte zahlreiche Drittanbieter-Apps zum Bearbeiten von Videos. Du kannst beispielsweise Text-Overlays, Titelbildschirme und Audiospuren hinzufügen. Sobald du mit der Bearbeitung fertig bist, kannst du das Video speichern oder direkt in YouTube exportieren.

So kannst du deinem Video nach dem Hochladen Kontext hinzufügen

Wenn du beim Hochladen deines Videos nicht genug Kontext hinzufügen konntest, hast du die Möglichkeit, später zusätzlichen Kontext hinzuzufügen. Dieser zusätzliche Kontext ist wichtig, aber wenn dein Video sensible Inhalte enthält, musst du auch im Video selbst noch Kontext hinzufügen.

  • Wähle einen informativen und relevanten Titel. Im Titel kannst du eine Menge Informationen angeben, selbst unterwegs oder auf einem Mobilgerät.
  • Erwähne im Titel, in der Beschreibung, in Tags und Thumbnails nicht die provokativsten oder schockierendsten Aspekte deines Videos.
  • Verwende YouTube-Tools, um deinem Video Informationen hinzuzufügen. Du kannst zum Beispiel angeben, was wann wo und weshalb passiert ist und wer beteiligt war.
  • Verwende Infokarten, um Links zu relevanten Websites einzufügen, zum Beispiel zu einem Artikel zum Thema oder einer Anmerkung des Künstlers.
  • Wenn in deinem Videomaterial die Privatsphäre beteiligter Personen geschützt werden muss, kannst du das Tool zur Unkenntlichmachung von Gesichtern von YouTube nutzen.
  • Organisationen wie Witness bieten kostenlose Ressourcen für Videoaktivisten, Trainer sowie deren Partner an.
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