Suche
Suche löschen
Suche schließen
Google-Apps
Hauptmenü
true

Unerwünschte, irreführende mobile Weiterleitungen erkennen und entfernen

Wenn eine Website die Nutzer eines Mobilgeräts an andere Inhalte weiterleitet, die einem Suchmaschinen-Crawler nicht zur Verfügung stehen, wird das als irreführende mobile Weiterleitung bezeichnet. Diese irreführenden Weiterleitungen verstoßen gegen die Google-Richtlinien für Webmaster. Damit Nutzer hochwertige Suchergebnisse erhalten, kann das Google Search Quality Team bei Websites, die gegen die Regeln verstoßen, bestimmte Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört auch das Entfernen von URLs aus unserem Index.

In vielen Fällen ist es kein Problem, auf verschiedenen Geräten Inhalte mit geringfügigen Unterschieden darzustellen. So kann es bei der Optimierung der Darstellung für kleinere Displays wie denen von Smartphones erforderlich sein, bestimmte Inhalte wie z. B. Bilder entsprechend zu bearbeiten. Es ist auch häufig sinnvoll, mobilen Nutzern Weiterleitungen einzurichten, um ihnen eine bessere mobile Erfahrung zu bieten. So können Sie beispielsweise eine mobile Weiterleitung von example.com/url1 an m.example.com/url1 einrichten. Die irreführende Weiterleitung mobiler Nutzer an andere Inhalte sorgt jedoch für eine negative Nutzererfahrung.

Sneaky Mobile Redirect

Eine frustrierende Nutzererfahrung: Auf den Suchergebnisseiten auf Desktop-Computern und auf Mobilgeräten erscheint dieselbe URL. Wenn ein Nutzer auf seinem Desktop-Computer auf dieses Ergebnis klickt, wird die URL wie gewünscht geöffnet. Tippt er jedoch auf einem Smartphone darauf, wird er an eine ganz andere URL weitergeleitet.

Irreführende mobile Weiterleitungen können von Website-Inhabern absichtlich erstellt werden. Es gibt allerdings auch Fälle, bei denen es Website-Inhabern nicht bewusst ist, dass es bei Mobilgeräten irreführende Weiterleitungen gibt. Folgende Beispiele zeigen Konfigurationen, bei denen es zu irreführenden mobilen Weiterleitungen kommen kann:

  • Code wird hinzugefügt, mit dem Weiterleitungsregeln für Nutzer von Mobilgeräten erstellt werden.
  • Für die Einblendung von Werbung und die Monetarisierung von Inhalten wird ein Skript oder Element verwendet, das mobile Nutzer weiterleitet.
  • Von Hackern wird ein Skript oder Element hinzugefügt, das mobile Nutzer an schädliche Websites weiterleitet.

Irreführende Weiterleitungen auf Ihrer Website erkennen

Anhand der folgenden Schritte können Sie Ihre Website auf irreführende mobile Weiterleitungen überprüfen:

  1. Überprüfen Sie, ob Sie beim Aufrufen Ihrer Website auf einem Smartphone weitergeleitet werden

    Wir empfehlen, die mobile Nutzererfahrung Ihrer Website zu prüfen, indem Sie Ihre Website auf dem Smartphone über die Google-Suchergebnisse aufrufen. Bei der Problembehebung ist die Mobilgeräte-Emulationsfunktion in Desktopbrowsern sehr hilfreich, da Sie damit viele verschiedene Geräte testen können. In Chrome, Firefox oder Safari können Sie dies direkt im Browser testen. Achten Sie bei Safari darauf, dass die Option "Menü "Entwickler" in der Menüleiste anzeigen" aktiviert ist.

  2. Hören Sie auf Ihre Nutzer

    Die Nutzer sehen möglicherweise eine ganz andere Version Ihrer Website als Sie. Nutzerbeschwerden sollten Sie unbedingt ernst nehmen, denn dadurch erfahren Sie von Problemen mit der mobilen Nutzererfahrung.

  3. Überprüfen Sie mithilfe der Analysedaten Ihrer Website das Nutzerverhalten

    Sie können ungewöhnliche Aktivitäten mobiler Nutzer unter Umständen anhand bestimmter Analysedaten Ihrer Website erkennen. Ein gutes Indiz ist beispielsweise die durchschnittliche Zeit, die mobile Nutzer auf Ihrer Website verbringen: Wenn ausschließlich die mobilen Nutzer plötzlich sehr viel weniger Zeit auf Ihrer Website verbringen als zuvor, könnte dies auf ein Problem im Zusammenhang mit mobilen Weiterleitungen hindeuten.

    Wenn Sie die Aktivitäten Ihrer mobilen Nutzer auf signifikante Änderungen überwachen, können Sie irreführende mobile Weiterleitungen proaktiv ermitteln. Sie können Benachrichtigungen von Google Analytics einrichten, durch die Sie bei einem starken Rückgang der Anzahl der mobilen Nutzer oder der durchschnittlich von mobilen Nutzern auf Ihrer Website verbrachten Zeit gewarnt werden. Solche Benachrichtigungen bedeuten zwar nicht zwingend, dass tatsächlich irreführende mobile Weiterleitungen vorhanden sind, aber eine Überprüfung lohnt sich hier auf jeden Fall.

Anleitung zum Entfernen irreführender mobiler Weiterleitungen

  1. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Website nicht gehackt wurde

    Überprüfen Sie dazu in der Search Console im Tool "Sicherheitsprobleme", ob Google auf Ihrer Website Probleme erkannt hat. Falls Ihre Website gehackt wurde, lesen Sie die Hilfe für Webmaster bei gehackten Websites.

  2. Überprüfen Sie Skripts und Elemente von Drittanbietern auf Ihrer Website

    Falls Ihre Website nicht gehackt wurde, sollten Sie überprüfen, ob die Weiterleitungen durch Skripts oder Elemente von Drittanbietern verursacht werden. Gehen Sie dazu so vor:

    1. Entfernen Sie nacheinander die Skripts oder Elemente von Drittanbietern, über die Sie keine Kontrolle haben, von den Weiterleitungsseiten.
    2. Überprüfen Sie nach jedem Entfernen eines Skripts oder Elements auf einem Mobilgerät oder mithilfe der Emulationsfunktion, ob die Weiterleitung noch besteht.
    3. Wenn Sie der Ansicht sind, dass ein bestimmtes Skript oder Element für die irreführende Weiterleitung verantwortlich ist, sollten Sie es eventuell von Ihrer Website entfernen. Wenden Sie sich dann zur Problembehebung an den entsprechenden Anbieter.

Irreführende mobile Weiterleitungen künftig vermeiden

Das Risiko, dass Nutzer ohne Ihr Wissen weitergeleitet werden, können Sie senken, indem Sie Werbetreibende auswählen, die offenlegen, wie sie mit dem Nutzer-Traffic umgehen. Wenn Sie das Vertrauen der Nutzer in die Onlinewerbung stärken möchten, informieren Sie sich über die branchenüblichen Best Practices für die Teilnahme an Werbenetzwerken. Einen guten Einstieg bietet hier beispielsweise die Trustworthy Accountability Group (Interactive Advertising Bureau) mit ihren Inventory Quality Guidelines. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie Ihre Inhalte durch mobile Lösungen, die eine hochwertige Nutzererfahrung bieten, monetarisieren können. Setzen Sie sie unbedingt ein.

War dieser Artikel hilfreich?
Wie können wir die Seite verbessern?