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Malware und unerwünschte Software

Google überprüft Websites dahingehend, ob darauf ausführbare Dateien heruntergeladen werden können, die sich negativ auf die Nutzererfahrung auswirken. Sie können sich eine Liste verdächtiger Dateien auf Ihrer Website im Bericht zu Sicherheitsproblemen ansehen.

Bericht zu Sicherheitsproblemen öffnen

Was ist Malware?

Malware ist Software, die speziell dazu entwickelt wurde, einem Computer, der darauf ausgeführten Software oder ihren Nutzern zu schaden. Malware weist bösartiges Verhalten auf und installiert unter anderem Software ohne das Einverständnis des Nutzers und schädliche Software wie Viren. Webmaster sind sich gelegentlich nicht bewusst, dass ihre zum Download verfügbaren Dateien als Malware angesehen werden, und hosten diese Binärprogramme weiterhin.

Was ist unerwünschte Software?

Bei unerwünschter Software handelt es sich um ausführbare Dateien, die ein irreführendes oder unerwartetes Verhalten zeigen oder sich negativ auf die Surferfahrung oder Computernutzung des Nutzers auswirken. So kann zum Beispiel Ihre Startseite im Browser zu einer unerwünschten Seite geändert werden oder es können andere unterwünschte Browsereinstellungen vorgenommen werden.

  • Weitere Informationen dazu, wie Google Nutzer vor unerwünschter Software schützt, finden Sie in unserem Google-Blog zur Onlinesicherheit (auf Englisch) im Blogpost That's not the download you're looking for... (Das ist nicht das, was sie eigentlich herunterladen wollten...).

Wenn Downloads auf Ihrer Website als Malware oder unerwünschte Software identifiziert wurden

Uns ist bewusst, dass es frustrierend sein kann, wenn Sie erfahren, dass einer Ihrer Downloads Malware oder unerwünschte Software enthält. Daher möchten wir Sie bei der Behebung des Problems unterstützen. Wir können nicht für jedes Szenario eine ausführliche Anleitung bereitstellen, aber hier finden Sie einige Empfehlungen, um das Problem rasch zu erkennen. Feedback speziell für Ihre Software erhalten Sie im Forum für Webmaster.

Sie können eine Überprüfung Ihres Status beantragen, nachdem Sie sich vergewissert haben, dass Ihr zum Download angebotenes Programm den folgenden Richtlinien entspricht. Es kann zwei bis drei Tage dauern, bis die Überprüfung abgeschlossen ist. Im Folgenden finden Sie allgemeine Richtlinien für bewährte Vorgehensweisen beim Anbieten von Software. Beispiele für speziellere Fälle erhalten Sie im Artikel Häufige Verstöße gegen die Richtlinie zu unerwünschter Software.

  • Setzen Sie Antivirensoftware ein. Scannen Sie Binärprogramme und andere Inhalte, die Sie auf Ihrer Website hosten, mit einer Antivirensoftware. Antivirensoftware erkennt viele Arten von Malware und unerwünschter Software, jedoch nicht alle. Indem Sie Ihre Software von einem Antivirenprogramm oder einem Antiviren-Konsolidierungsdienst wie VirusTotal überprüfen lassen, können Sie Hinweise darauf erhalten, welche Probleme möglicherweise bei Ihrer Software bestehen. Bei Google Safe Browsing wird anhand spezieller Kriterien ermittelt, ob es sich bei einem Programm oder einer Binärdatei um unerwünschte Software oder Malware handelt.
  • Erklären Sie dem Nutzer klar und deutlich, welche Änderungen im Browser und im System durch die Verwendung Ihrer Software vorgenommen werden. Sie sollten Nutzern erlauben, alle wichtigen Installationsoptionen und Änderungen zu überprüfen und zu genehmigen. Auf der Standardbenutzeroberfläche Ihres Programms sollten die Komponenten des Binärprogramms und ihre hauptsächlichen Funktionen klar angegeben werden. Im Binärprogramm sollten Nutzer die Installation zusätzlicher Komponenten problemlos überspringen können. Es ist zum Beispiel nicht zu empfehlen, die jeweiligen Optionen auszublenden oder entsprechenden Text auszugrauen.
  • Falls über Ihr Binärprogramm ein Browser-Add-on installiert wird oder die Standardeinstellungen des Browsers geändert werden, sollten dabei der browserspezifische Installationsablauf eingehalten sowie die entsprechende API eingesetzt werden. Wenn durch Ihr Binärprogramm zum Beispiel eine Chrome-Erweiterung installiert wird, sollte diese im Chrome Web Store zu finden sein und den Richtlinien des Entwicklerprogramms von Chrome entsprechen. Ihr Binärprogramm wird als Malware eingestuft, wenn es eine Chrome-Erweiterung installiert, die gegen unsere Richtlinien zu alternativen Vertriebsmöglichkeiten von Chrome-Erweiterungen verstößt.
  • Beeinträchtigen Sie die Nutzererfahrung nicht. Ihr Binärprogramm darf die Nutzung des Browsers nicht behindern. Vergewissern Sie sich, dass Ihre herunterladbaren Binärprogramme den folgenden allgemeinen Richtlinien entsprechen:
    • Behindern Sie die Funktion zum Zurücksetzen des Browsers nicht. Weitere Informationen zur Schaltfläche für das Zurücksetzen der Browsereinstellungen in Chrome finden Sie hier in englischer Sprache.
    • Umgehen oder unterdrücken Sie die Steuerelemente des Browsers oder des Betriebssystems nicht für Änderungen an den Einstellungen. Ihr Programm sollte Nutzer angemessen auf Änderungen an den Einstellungen im Browser hinweisen und ihnen eine Möglichkeit bieten, diese zu ändern. Nutzen Sie zum Ändern von Chrome-Einstellungen die Settings API. Weitere Informationen erhalten Sie in diesem Beitrag im Chromium-Blog (auf Englisch).
    • Verwenden Sie Erweiterungen, um Google Chrome-Funktionen zu ändern. Ändern Sie das Browserverhalten nicht über andere Hilfsmittel. Ihr Programm sollte beispielsweise keine DLLs (Dynamically Linked Libraries) verwenden, um Werbung in den Browser einzuschleusen. Verwenden Sie außerdem keine Proxys, um Zugriffe abzufangen, und keine Mehrschicht-Dienstanbieter, um Nutzeraktionen abzufangen. Fügen Sie keine neue Benutzeroberfläche in Webseiten ein, indem Sie das Chrome-Binärprogramm patchen.
    • Ihre Produkt- und Komponentenbeschreibungen sollten Nutzer nicht verschrecken bzw. keine falschen, irreführenden Behauptungen enthalten. Ihr Produkt sollte zum Beispiel nicht fälschlicherweise behaupten, dass das System sich in einem kritischen Sicherheitszustand befindet oder mit Viren infiziert ist. Programme zum Bereinigen der Registry und ähnliche Programme sollten dem Nutzer keine Warnmeldungen über den Zustand seines Computers oder Geräts anzeigen und nicht behaupten, sie könnten den PC des Nutzers optimieren.
    • Stellen Sie sicher, dass die Option zur Deinstallation für Nutzer leicht auffindbar und intuitiv gestaltet ist und den Nutzer nicht bedroht. Ihr Programm sollte eine klar gekennzeichnete Anleitung enthalten, wie der Browser bzw. das System auf die vorherigen Einstellungen zurückgesetzt werden kann. Mit dem Deinstallationsprogramm sollten alle Komponenten entfernt werden. Versuchen Sie nicht, den Nutzer von der Deinstallation abzuhalten, indem Sie zum Beispiel erklären, dass die Deinstallation der Software möglicherweise negative Auswirkungen auf das System oder den Datenschutz des Nutzers hat.
  • Bieten Sie nur vertrauenswürdige Komponenten an. Falls Ihre Software weitere Softwarekomponenten enthält, sind Sie dafür verantwortlich, dass keine dieser Komponenten gegen die genannten Empfehlungen verstößt.

Wenn Downloads auf Ihrer Website als "Selten heruntergeladen" erkannt werden

Falls Google Safe Browsing ein bestimmtes Binärprogramm zum ersten Mal findet, gibt Chrome möglicherweise eine Warnung aus, dass diese Datei selten heruntergeladen wird und gefährlich sein könnte. Wenn Google Safe Browsing ermittelt hat, dass die Datei ungefährlich ist, werden die Warnungen automatisch aufgehoben.

Sollten derartige Warnungen über seltene Downloads für Ihre Website angezeigt werden, können Sie in der Search Console eine Überprüfung beantragen.

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