Trigger

Ein Trigger ist eine Bedingung, die während der Laufzeit erfüllt ist oder nicht. Mithilfe von Triggern wird bestimmt, ob die zugehörigen Tags ausgelöst oder blockiert werden.

Übersicht

Jedem Tag muss mindestens ein Trigger zugeordnet sein, damit es ausgelöst werden kann. Trigger werden während der Laufzeit überprüft, und die Tags, die ihnen zugeordnet sind, werden ausgelöst oder blockiert, wenn die Bedingungen des Triggers erfüllt sind. Zum Beispiel wird auf der Startseite von example.com ein Tag mit einem Trigger ausgelöst, der auf einem Seitenaufruf mit dem folgenden Filter basiert:

url ist gleich example.com/index.html

Ein Trigger setzt sich aus einem Ereignis und einem oder mehreren Filtern zusammen. Für benutzerdefinierte Ereignisse ist kein Filter erforderlich. Jeder Filter ist folgendermaßen aufgebaut: [Variable] [Operator] [Wert]

Variable Operator Wert
Wählen Sie zwischen url, referrer usw. aus. Wählen Sie zwischen ist gleich, enthält usw. aus. Den Wert geben Sie an. Der Google Tag Manager vergleicht diesen Wert mit dem Laufzeitwert in der Variablen.

In unserem Beispiel wird die Variable "url" während der Laufzeit überprüft. Die Variable "url" ist so definiert, dass sie die aktuelle Seiten-URL enthält. Daher wird während der Laufzeit die aktuelle Seiten-URL mit dem angegebenen Wert, also "example.com/index.html", verglichen. So wird festgestellt, ob die Bedingungen des Triggers erfüllt sind.

In Webcontainern können Sie integrierte Variablen wie page url, page hostname oder referrer aktivieren. Außerdem werden beim Einrichten eines klickbasierten Triggers in Google Tag Manager integrierte Variablen verwendet, die entsprechend den IDs und Klassen der angeklickten Elemente oder gemäß anderen Parametern automatisch ausgefüllt werden. Mit diesen Variablen lassen sich die Trigger erstellen, die Sie am häufigsten benötigen. Sie können jedoch auch eigene Variablen definieren und ihre Werte in Triggerfiltern verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Variablen.

Tag Manager enthält viele integrierte Variablen für gängige Schritte, zum Beispiel das Erfassen von URLs oder Klick-IDs. Die integrierten Variablen müssen im Tag Manager aktiviert werden, damit sie in den Drop-down-Menüs ausgewählt werden können. Weitere Informationen 

Sie haben die Möglichkeit, mehrere Filter ([Variable] [Operator] [Wert]) in einem einzigen Trigger anzugeben. Der Trigger wird aktiviert, wenn alle seine Bedingungen erfüllt sind.

Auslösende/blockierende Trigger für Tags

Ein Tag wird ausgelöst, wenn die Bedingungen eines zugehörigen Triggers erfüllt sind. Falls einem Tag beispielsweise zwei Trigger zugeordnet sind, einer für "alle Seiten" und ein weiterer für "nur Seite ABC", wird das Tag auf allen Seiten ausgelöst.

Trigger können durch andere Trigger, mit denen Tags blockiert werden, außer Kraft gesetzt werden. Wenn einem Tag beispielsweise der Trigger "alle Seiten" und der blockierende Trigger "URL ist gleich danke.html" zugeordnet sind, wird das Tag nie auf der Seite "danke.html" ausgelöst.

Triggertypen

Tags werden im Google Tag Manager ereignisbasiert ausgelöst. Immer, wenn im Google Tag Manager ein Ereignis registriert wird, werden die Trigger aus dem Container überprüft und die Tags entsprechend ausgelöst. Tags werden nur ausgelöst, wenn ein Ereignis eintritt.

Ein Ereignis kann ein Seitenaufruf, das Anklicken einer Schaltfläche, das Senden eines Formulars oder ein beliebiges benutzerdefiniertes Ereignis sein. Im Google Tag Manager sind sechs integrierte Ereignistypen sowie eine Option für benutzerdefinierte Ereignisse verfügbar. Der erste Schritt beim Einrichten eines Triggers ist die Auswahl des zugehörigen Ereignistyps. Die integrierten Ereignistypen werden im Folgenden erläutert:

Seitenaufruf (Web)

Dieses Ereignis entspricht der Darstellung einer Seite im Browser des Nutzers. Es kann über das Drop-down-Menü "Triggertyp" weiter konfiguriert werden, um im Google Tag Manager festzulegen, wann das Tag ausgelöst wird: unmittelbar, nachdem im Browser mit dem Parsing der Seite begonnen wurde ("Seitenaufruf"), nachdem im Browser der Aufbau des vollständigen Seiten-DOMs abgeschlossen ist ("DOM ist bereit") oder nachdem die Seite vollständig geladen wurde, einschließlich eingebetteter Elemente wie Bilder oder Skripts ("Fenster geladen"). Es bietet sich an, die Zeiteinstellung eines auf Seitenaufrufen basierenden Triggers anzupassen, wenn zur Erfassung dynamischer Werte für das Tag DOM- oder JavaScript-Variablen verwendet werden. Alle auf Seitenaufrufen basierenden Tags, die mit dem DOM interagieren, um Variablen auszufüllen, sollten "DOM ist bereit" als Triggertyp verwenden. So lässt sich sicherstellen, dass die Variablen einheitlich konfiguriert werden.

Klick (Web)

Wenn ein Tag ausgelöst werden soll, sobald der Nutzer auf einen Link oder ein Element auf der Seite klickt, wählen Sie den Ereignistyp "Klick" aus.

Es empfiehlt sich, im Triggerfilter die URL (oder das URL-Muster) der Seiten anzugeben, für die Sie Klicks erwarten. Dadurch kann die Leistung des Google Tag Managers optimiert werden.

Wenn der Nutzer auf Seiten, die dem Filter entsprechen, auf ein beliebiges Element klickt, werden folgende Variablen über Google Tag Manager automatisch ausgefüllt (sofern Sie diese integrierten Variablen aktiviert haben):

  • Click Element: das HTML-Element, auf das geklickt wurde
  • Click Classes: ein Array der Werte im Klassenattribut des Elements
  • Click ID: das ID-Attribut des angeklickten Elements
  • Click Target: das Zielattribut des angeklickten Elements
  • Click URL: das HREF-Attribut des angeklickten Elements, falls vorhanden
  • Click Text: der sichtbare Text im angeklickten Element

Sie können diese Variablen dann in Ihren Triggerfilter für Klicks aufnehmen. Auf der Seite "www.example.com/einkaufswagen.html" befindet sich beispielsweise folgender Code für eine Schaltfläche:

<button type="submit" id="cart-add" class="addToCart" >In den Einkaufswagen</button>

Mit der folgenden Triggerkonfiguration wird ein Tag ausgelöst, wenn der Nutzer auf diese Schaltfläche klickt:

Triggerkonfiguration

Triggertyp: Klick – Alle Elemente
Diesen Trigger auslösen bei: einige Klicks
Klick-ID ist gleich cart-add
Seiten-URL enthält example.com/einkaufswagen.html

Sie können einen klickbasierten Trigger weiter konfigurieren, um festzulegen, ob nur Klicks auf reguläre Links (Option "Nur Links") oder Klicks auf jedes beliebige HTML-Element auf der Seite (Option "Alle Elemente") erfasst werden sollen.

Da nach dem Anklicken von Links im Browser normalerweise eine neue Seite geladen wird und alle ausstehenden HTTP-Anfragen unterbrochen werden, können Sie eine kurze Verzögerung hinzufügen. Durch diese ist sichergestellt, dass Tags, die durch den Google Tag Manager ausgelöst werden, richtig ausgeführt werden, bevor die neue Seite geöffnet wird. Wenn Sie die Option "Auf Tags warten" auswählen, verzögert sich das Öffnen von Links, bis alle Tags ausgelöst wurden oder das festgelegte Zeitlimit überschritten wurde – je nachdem, was zuerst eintritt.

Bei Auswahl der Option "Bestätigung überprüfen" werden Tags nur ausgelöst, wenn das Öffnen des Links als gültige Aktion eingestuft wurde. Ist diese Option deaktiviert, werden Tags jedes Mal ausgelöst, wenn ein Nutzer auf den Link klickt. Unten finden Sie weitere Informationen zur Option "Bestätigung überprüfen".

Sichtbarkeit von Elementen (Web)

Mit diesem Trigger können Sie festlegen, dass Tags ausgelöst werden, sobald bestimmte Elemente sichtbar werden. Der Trigger wird ausgelöst, wenn ein ausgewähltes Element im Darstellungsbereich sichtbar oder aufgrund des Stils sichtbar (d. h. nicht ausgeblendet) ist. Zu den Aktionen, die dazu führen können, dass ein Element sichtbar wird, gehören das Laden der Seite, das Scrollen auf der Seite, das Wechseln zu einem Hintergrund-Tab im Browserfenster und das Durchführen einer codebasierten Änderung an der Position oder am Stil eines Elements.

Der Trigger für die Elementsichtbarkeit kann basierend auf der Sichtbarkeit eines oder mehrerer Elemente ausgelöst werden. Legen Sie über das Menü Auswahlmethode fest, ob Elemente über ein ID-Attribut oder einen CSS-Selektor ausgewählt werden sollen:

  • ID: Wählt ein einzelnes Element basierend auf dem Wert seines ID-Attributs aus.
  • CSS-Selektor: Wählt ein oder mehrere Elemente basierend auf einem vorgegebenen CSS-Selektormuster aus.

Bestimmen Sie als Nächstes, wann der Trigger ausgelöst werden soll:

  • Einmal pro Seite: Der Trigger wird nur einmal pro Seite ausgelöst. Wenn für mehrere Elemente auf einer Seite Übereinstimmungen mit der ID oder dem CSS-Selektor erkannt werden, wird der Trigger nur beim ersten Element ausgelöst, das auf der entsprechenden Seite sichtbar ist.

    Wenn der Nutzer die Seite neu lädt oder eine andere Seite aufruft, wird der Trigger zurückgesetzt. Er kann dann basierend auf der Sichtbarkeit des ausgewählten Elements wieder ausgelöst werden.

  • Einmal pro Element: Der Trigger wird auf jeder Seite nur einmal pro ausgewähltem Element ausgelöst. Wenn für mehrere Elemente auf einer Seite Übereinstimmungen mit dem CSS-Selektor erkannt werden, wird der Trigger immer dann ausgelöst, wenn eines dieser Elemente auf der entsprechenden Seite sichtbar ist.

    Wenn Sie die ID-Auswahlmethode verwenden, entspricht die Funktionsweise dieser Option normalerweise genau der von Einmal pro Seite. Falls mehrere Elemente auf einer Seite dieselbe ID haben, wird der Trigger nur durch das erste übereinstimmende Element ausgelöst. Sollten Sie jedoch in den Einstellungen im Bericht Erweitert die Option DOM-Änderungen beobachten ausgewählt haben und weisen mehrere Elemente auf der Seite dieselbe ID auf, kann diese Option dazu führen, dass der Trigger wieder ausgelöst wird, wenn das erste übereinstimmende Element durch eine erfasste DOM-Änderung entfernt wird.

    Wenn der Nutzer die Seite neu lädt oder eine andere Seite aufruft, wird der Trigger zurückgesetzt. Er kann dann basierend auf der Sichtbarkeit des ausgewählten Elements wieder ausgelöst werden.

  • Jedes Mal, wenn ein Element auf dem Bildschirm zu sehen ist: Der Trigger wird immer ausgelöst, wenn ein übereinstimmendes Element sichtbar wird. Ist beispielsweise festgelegt, dass der Trigger basierend auf der Sichtbarkeit eines Elements mit der ID "foo" ausgelöst wird und der Nutzer auf der Seite nach unten scrollt, wird er ausgelöst, sobald das Element foo zu sehen ist. Scrollt der Nutzer auf der Seite wieder nach oben, sodass foo im nicht sichtbaren Bereich (below the fold) ist, und dann wieder nach unten, wird der Trigger ein weiteres Mal ausgelöst.

Erweiterte Optionen

  • Mindestsichtbarkeit in Prozent: Geben Sie an, wie viel vom ausgewählten Element auf dem Bildschirm sichtbar sein muss (in Prozent), bevor der Trigger ausgelöst wird. Standardmäßig müssen Elemente zu 50 % sichtbar sein, damit der Trigger ausgelöst wird. Scrollt ein Nutzer beispielsweise auf der Seite nach unten, sodass ein ausgewähltes Element teilweise im Darstellungsbereich ist, wird der Trigger ausgelöst, sobald mindestens 50 % des Elements sichtbar sind. Wenn Sie den Wert in diesem Feld in "100" ändern, wird der Trigger erst ausgelöst, wenn das Element vollständig (zu 100 %) im Darstellungsbereich sichtbar ist.

  • Mindestdauer für Bildschirmsichtbarkeit festlegen: Klicken Sie dieses Kästchen an, um festzulegen, wie lang ein ausgewähltes Element auf dem Bildschirm sichtbar sein muss, bevor der Trigger ausgelöst wird. Für die Sichtbarkeit wird der minimale Prozentsatz zugrunde gelegt, der von einem Element sichtbar sein muss. Standardmäßig ist diese Option nicht aktiviert, sodass der Trigger sofort ausgelöst wird, wenn ein ausgewähltes Element sichtbar ist.

    Hinweis: Die Darstellungsdauer eines ausgewählten Elements wird auf jeder einzelnen Seite addiert. Wenn also ein Element 5.000 ms lang sichtbar ist, verschwindet und danach weitere 5.000 ms lang sichtbar ist, beträgt die Gesamtdauer 10.000 ms. Wenn der Nutzer die Seite neu lädt oder eine andere Seite aufruft, werden der Trigger und die Darstellungsdauer auf dem Bildschirm zurückgesetzt.

  • DOM-Änderungen beobachten: Klicken Sie dieses Kästchen an, wenn der Trigger übereinstimmende Elemente erfassen soll, die als DOM-Änderungen angezeigt werden.

Hinweis: Wenn Sie eine Mindestanzeigedauer festlegen oder den Trigger so konfigurieren, dass DOM-Änderungen beobachtet werden, muss von Google Tag Manager der Status der ausgewählten Elemente überwacht werden. Wenn mehrere Elemente auf einer bestimmten Seite übereinstimmen, kann die Websiteleistung (nach dem Seitenaufbau) geringer sein. Die höchste Leistung erzielen Sie, wenn der CSS-Selektor nicht mit sehr vielen Elementen übereinstimmt oder Sie die ID als Auswahlmethode verwenden.

Wenn ein Trigger für die Elementsichtbarkeit ausgelöst wird, werden die folgenden integrierten Variablen automatisch ausgefüllt:

  • Percent Visible: Ein numerischer Wert (0–100), der angibt, wie viel des ausgewählten Elements sichtbar ist, wenn der Trigger ausgelöst wird.

  • On-Screen Duration: Ein numerischer Wert, der angibt, wie lange (in Millisekunden) das ausgewählte Element sichtbar ist, wenn der Trigger ausgelöst wird.

Hinweis: Diese integrierten Variablen müssen hierfür unter Variablen aktiviert sein.

Sie können darüber hinaus benutzerdefinierte Variablen für automatische Ereignisse konfigurieren, um Informationen zum ausgewählten Element zu erfassen, wenn der Trigger ausgelöst wird.

Formular senden (Web)

Wählen Sie "Formular" als Triggerereignis aus, damit ein Tag ausgelöst wird, wenn der Nutzer ein Formular sendet.

Es empfiehlt sich, im Triggerfilter die URL oder das URL-Muster der Seiten anzugeben, über die die Formulare gesendet werden sollen. Dadurch kann die Leistung von Tag Manager optimiert werden.

Wenn ein Trigger durch das Senden eines Formulars ausgeführt wird, werden die folgenden Variablen automatisch ausgefüllt:

  • Form Element: das Formularelement, auf das geklickt wurde
  • Form Classes: ein Array der Werte im Klassenattribut des Formulars
  • Form ID: das ID-Attribut des Formularelements
  • Form Target: das Zielattribut des Formularelements
  • Form URL: das HREF-Attribut des Formularelements, falls vorhanden
  • Form Text: der sichtbare Text im Formular

Mit der Option "Auf Tags warten" können Sie das Senden des Formulars so lange hinauszögern, bis alle Tags, die von diesem Trigger abhängig sind, ausgelöst wurden oder das angegebene Zeitlimit überschritten wurde – je nachdem, was zuerst eintritt. Ist diese Option deaktiviert, werden langsame Tags eventuell erst dann ausgelöst, wenn durch das Absenden des Formulars das Laden der nächsten Seite veranlasst wird.

Wenn Sie die Option "Bestätigung überprüfen" auswählen, werden Tags nur ausgelöst, wenn das Formular erfolgreich gesendet wird. Ist diese Option deaktiviert, werden jedes Mal Tags ausgelöst, wenn der Nutzer versucht, das Formular zu senden.

Verlaufsänderung (Web)

Durch Trigger, die auf einer Verlaufsänderung basieren, werden Tags ausgelöst, wenn sich das URL-Fragment (Hash) ändert oder für eine Website die HTML5-pushState-APIs verwendet werden. Dieser Trigger ist beispielsweise zum Auslösen von Tags sinnvoll, mit denen virtuelle Seitenaufrufe in einer Ajax-Anwendung erfasst werden.

Im Falle einer Verlaufsänderung werden folgende Variablen durch den Google Tag Manager ausgefüllt:

  • History Old URL Fragment: das bisherige URL-Fragment
  • History New URL Fragment: das neue URL-Fragment
  • History Old State: das bisherige Verlaufsstatusobjekt, das über die Aufrufe von pushState der Website gesteuert wird
  • History New State: das neue Verlaufsstatusobjekt, das über die Aufrufe von pushState der Website gesteuert wird

JavaScript-Fehler (Web)

Mit diesem Triggertyp werden Tags ausgelöst, wenn eine nicht erfasste JavaScript-Ausnahme mit window.onError auftritt. Bei Ausführung des Triggers werden die folgenden Variablen ausgefüllt:

  • Error Message: ein String mit dem Text der JavaScript-Fehlermeldung
  • Error URL: die URL, unter der der Fehler gemeldet wurde
  • Error Line Number: die Nummer der Codezeile, in der der Fehler gemeldet wurde

Vom JavaScript-Fehlertrigger werden keine Fehler gemeldet, die vor dem Laden von Google Tag Manager auftreten, und es werden nur nicht erfasste Ausnahmen gemeldet.

Scrolltiefe (Web)

Mit dem Scrolltiefen-Trigger können je nachdem, wie weit der Nutzer auf einer Seite gescrollt hat, Tags ausgelöst werden. Zu den Optionen gehören:

  • Vertikale Scrolltiefen: Wird basierend darauf ausgelöst, wie weit der Nutzer auf der Seite nach unten gescrollt hat.

  • Horizontale Scrolltiefen: Wird basierend darauf ausgelöst, wie weit der Nutzer auf der Seite nach rechts gescrollt hat.

Sie können mit demselben Trigger sowohl Tags für vertikale als auch Tags für horizontale Scrolltiefenwerte auslösen. Legen Sie die Scrolltiefen, bei denen der Trigger ausgelöst werden soll, als Prozentwerte (im Hinblick auf die Seitenhöhe und -breite) oder als Pixelwerte fest. Geben Sie mindestens eine positive Ganzzahl ein, die Prozent- oder Pixelwerte darstellt. Falls Sie mehrere Ganzzahlen angeben, trennen Sie diese durch Kommas.

Wenn beispielsweise die Option "Prozentsätze" für vertikale Scrolltiefen ausgewählt ist, können Sie "10, 50, 90" eingeben, um Triggerpunkte bei 10 %, 50 % und 90 % der Seitenhöhe festzulegen. Wenn dieser Trigger auf ein Tag angewendet wird und ein Nutzer vom oberen Ende der Seite bis über die 90-%-Marke nach unten scrollt, wird das Tag dreimal ausgelöst – für jeden Schwellenwert einmal. Der Trigger wird nur einmal pro Grenzwert und Seite ausgelöst. Scrollt der Nutzer dann auf der Seite nach oben und unten, wird der Trigger erst wieder ausgelöst, wenn die Seite neu geladen wurde oder der Nutzer eine andere Seite aufgerufen hat.

Bei unendlich scrollbaren Seiten oder Seiten mit stark unterschiedlichen Größen eignet sich der Trigger für die Elementsichtbarkeit vermutlich besser.

Hinweis: Wenn beim Laden der Seite im Darstellungsbereich eine bestimmte Scrolltiefe sichtbar ist, wird der Trigger ohne Scrollen ausgelöst. Jeder Trigger wird nur einmal pro Grenzwert und Seite ausgelöst.

Wenn ein Trigger für die Scrolltiefe ausgelöst wird, werden die folgenden Variablen automatisch ausgefüllt:

  • Scroll Depth Threshold: Ein numerischer Wert für die Scrolltiefe, die zum Auslösen des Triggers geführt hat. Bei prozentualen Schwellenwerten ist dies ein numerischer Wert (0–100). Bei Pixeln ist es ein numerischer Wert, der die Anzahl der als Schwellenwert angegebenen Pixel darstellt.

  • Scroll Depth Units: Entspricht entweder "Pixel" oder "Prozentsatz". Dies ist die Einheit des Schwellenwerts, der zum Auslösen des Triggers geführt hat.

  • Scroll Direction: Entspricht entweder "Vertikal" oder "Horizontal". Dies ist die Richtung des Schwellenwerts, der zum Auslösen des Triggers geführt hat.

Timer (Web)

Mithilfe von Triggern mit diesem Ereignistyp können Sie in benutzerdefinierten Intervallen Ereignisse an den Google Tag Manager senden, damit in gewünschten Abständen ein Ereignis darin ausgelöst wird. Wenn Sie diesen Trigger verwenden, wird im Google Tag Manager ein Countdowntimer gestartet, mit dem ein Ereignis im festgelegten Intervall (in Millisekunden) ausgelöst wird. Bei einem Intervall von 5.000 wird alle fünf Sekunden ein Ereignis ausgelöst. Das Ereignis erhält automatisch den Namen, den Sie als Ereignisnamen definiert haben. Anschließend können Sie diesen Namen zum Erstellen eines benutzerdefinierten Ereignistriggers verwenden. Wenn Sie beispielsweise den Ereignisnamen "timer5" in einem timerbasierten Trigger angeben, sollten Sie danach einen benutzerdefinierten ereignisbasierten Trigger erstellen, dessen Ereignisbedingung "event ist gleich timer5" lautet. Beispiele finden Sie in diesem Hilfeartikel. Unter "Limit" ist die maximale Häufigkeit angegeben, mit der das Ereignis ausgelöst werden kann. Wenn Sie das Feld "Limit" leer lassen, wird das Ereignis immer wieder ausgelöst, bis der Nutzer die Seite verlässt.

Benutzerdefiniertes Ereignis (Web und Mobilgeräte)

Mithilfe von benutzerdefinierten Ereignissen können Interaktionen auf Ihrer Website oder in Ihren mobilen Apps verfolgt werden, für die es keine Standardmethoden gibt. Ein typischer Anwendungsfall hierfür: Sie möchten das Senden von Formularen verfolgen, aber die Standardverhaltensregeln für das Formular wurden geändert (z. B. das Ereignis "submit browser" wurde überschrieben).

Im Folgenden finden Sie eine Beispielkonfiguration für das Web, mit der ein Tag gelöst wird, wenn ein benutzerdefiniertes Ereignis wie "button1-click" in die Datenschicht übertragen wird:

  1. Fügen Sie Code hinzu, durch den das Ereignis beim Anklicken der Schaltfläche in die Datenschicht übertragen wird. 
    Beispiel: <a href="#" name="button1" onclick="dataLayer.push({'event': 'button1-click'});" >Button 1</a>
  2. Erstellen Sie das Tag. Legen Sie im Abschnitt Triggerkonfiguration des neuen Tags ein neues Ereignis mit folgenden Einstellungen an:
    Triggertyp: benutzerdefiniertes Ereignis
    Ereignisname: button1-click
    Diesen Trigger auslösen bei: alle benutzerdefinierten Ereignisse

Damit kann das Tag auch dann ausgelöst werden, wenn das standardmäßige Sendeereignis überschrieben wird. Wenn Sie auf die Schaltfläche klicken, wird ein benutzerdefiniertes Ereignis mit dem Wert von "button1-click" in die Datenschicht übertragen. Im Google Tag Manager wird dann "button1-click" als benutzerdefinierter Ereigniswert erkannt und das Tag ausgelöst.

Tipp: Sowohl Standardereignisse als auch benutzerdefinierte Ereignisse werden der Warteschlange der Datenschicht hinzugefügt. Um sich die Reihenfolge der Ereignisse anzusehen, die auf einer bestimmten Seite in die Datenschicht übertragen wurden, öffnen Sie die JavaScript-Konsole Ihres Webbrowsers und geben Sie "dataLayer" ein.

data layer screenshot from Google Chrome
Tipp: Mithilfe von dataLayer.push() können Sie mehrere Variablen zusammen mit dem Ereignis senden und so beispielsweise den Conversion-Wert beim Klicken auf die Schaltfläche übertragen (zum Beispiel dataLayer.push({'event':'button1-click','conversionValue':25});). Sie könnten dann die Datenschichtvariable im Tag Manager erstellen und diese Variable im Feld "Conversion-Wert" Ihres Conversion-Tracking-Tags von AdWords verwenden.

YouTube Video (Web)

Der YouTube Video-Trigger kann verwendet werden, um Tags basierend auf verschiedenen Interaktionen mit eingebetteten YouTube-Videos auf Ihren Websites auszulösen.

Bei jeder Interaktion werden Daten zum Video- und Wiedergabestatus in die Datenschicht geschoben. Diese Videodaten können über integrierte Videovariablen erfasst werden.

Grundlegende Erfassungsoptionen

  • Start: Wird ausgelöst, wenn die Videowiedergabe beginnt.
  • Complete: Wird ausgelöst, wenn die Videowiedergabe abgeschlossen ist.
  • Pause, Seeking, and Buffering: Wenn das Video pausiert, die Scrubbing-Leiste zum Suchen oder Verschieben innerhalb eines Videos bewegt oder das Video zwischengespeichert wird, wird der Trigger ausgelöst.
  • Progress: Wird nach einem bestimmten Videofortschritt ausgelöst, der als Prozentsatz oder als Zeitstempel in Sekunden konfiguriert ist:
    • Percentages: Geben Sie Prozentsätze als eine durch Kommas getrennte Liste einer oder mehrerer Ganzzahlen ein, die den Prozentsatz des Videos darstellen, der bereits abgespielt wurde. Beispiel: 5, 20, 50, 80 für 5 %, 20 %, 50 % und 80 %
    • Time Thresholds: Geben Sie die zeitlichen Grenzwerte als durch Kommas getrennte Liste einer oder mehrerer Ganzzahlen ein, die für die Anzahl der Sekunden stehen, die beim Abspielen des Videos bereits vergangen sind. Beispiel: 5, 15, 60, 120 für 5 Sekunden, 15 Sekunden, 60 Sekunden und 120 Sekunden
Hinweis: Der Trigger wird nur dann ausgelöst, wenn die jeweiligen prozentualen und zeitlichen Grenzwerte zum ersten Mal erreicht werden. Sprint der Nutzer direkt an eine Stelle nach einem bestimmten Schwellenwert im Video (Prozentsatz oder Zeitangabe), wird der Trigger nicht ausgelöst.

Erweiterte Optionen

  • Alle Videos um JavaScript API-Unterstützung erweitern: Klicken Sie dieses Kästchen an, um die YouTube iFrame Player API zu aktivieren. So wird der Parameter enablejsapi mit dem Wert 1 an die URLs des YouTube-Videoplayers angehängt, sodass der Player über iFrame oder JavaScript gesteuert werden kann. Hinweis: Falls das Video beim Laden von Google Tag Manager bereits wiedergegeben wird, wird es durch diesen Vorgang neu geladen.

Hinweis: YouTube Video-Trigger funktionieren für Videos, die sowohl bei als auch nach dem Seitenaufbau geladen werden. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens eines der folgenden Elemente vorhanden ist, wenn Google Tag Manager geladen wird:

  • Ein eingebettetes YouTube-Video
  • Die YouTube iFrame API <script>
  • Code zum Erstellen der YouTube iFrame API <script>, wie in diesem Beispiel

Reguläre Ausdrücke und CSS-Selektoren

Sie können reguläre Ausdrücke und CSS-Selektoren als Operatoren zum Einrichten von Triggern verwenden. Wenn Sie einen regulären Ausdruck oder einen CSS-Selektor als Operator für einen Trigger einrichten, können Sie festlegen, dass der Trigger der angewendeten Regel entsprechen muss oder nicht entsprechen darf. Beispiel für einen regulären Ausdruck, der für eine Variable für die URL oder den URL-Pfad übernommen wird:

/pro/

entspricht allen Seiten, deren URL-Pfad den String "pro" enthält, einschließlich "products", "promotions, "professionals" und "processes".

Mit CSS-Selektoren kann eine Ausrichtung auf bestimmte HTML-Elemente vorgenommen werden. Beispiel für einen Selektor, der auf eine Variable für Klicks auf Elemente angewendet wird:

#promo .purchase

Dies entspricht Klicks für alle Elemente, deren class-Attribut-Wert "purchase" ist und die untergeordnete Elemente des übergeordneten Elements mit dem ID-Attribut-Wert "promo" sind.

Filter zu einem Trigger hinzufügen

Nachdem Sie das Ereignis ausgewählt haben, auf dem Ihr Trigger basiert, können Sie die Bedingungen, unter denen Tags durch den Trigger ausgelöst werden sollen, in Abhängigkeit von den Werten der Tag Manager-Variablen weiter spezifizieren. Bei jedem integrierten Ereignis wird mindestens eine Variable automatisch durch Google Tag Manager ausgefüllt, z. B. die Seiten-URL bei einem Seitenaufruf oder die ID des angeklickten Elements bei einem Klickereignis. Sie erstellen Filter für Ihre Trigger mit Variablen, die dem ausgewählten Ereignistyp zugeordnet sind, oder mit anderen benutzerdefinierten Variablen.

Mit Ausnahme der benutzerdefinierten ereignisbasierten Trigger müssen Sie mindestens einen Filter angeben, wenn Sie einen Trigger erstellen.

Schließlich können Sie einen Namen für den Trigger angeben und weitere Konfigurationsoptionen einrichten, die je nach gewähltem Triggertyp variieren.

Trigger und Variablen

Wenn für das Tag Variablen verwendet werden, entsprechen die Werte, die in das Tag übernommen werden, den Werten, die diese Variablen aufwiesen, als das Tag durch das Ereignis ausgelöst wurde.

Nachfolgend ein Beispiel für aufeinanderfolgende Datenschichtaktualisierungen:

Screenshot of chrome devtools showing objects in data layer

Ein Tag mit einem Trigger, der auf dem Ereignis "productView" basiert, würde zweimal ausgelöst werden. Wenn für das Tag Variablen verwendet werden, die der Datenschichtvariablen "productId" zugeordnet sind, lautet sein Wert "ABCD" beim ersten und "EFGH" beim zweiten Auslösen. Wird die Datenschichtvariable verwendet, die "loggedInUser" zugeordnet ist, lautet der Wert bei beiden Auslösevorgängen des Tags "no", da der Wert anfangs auf "no" gesetzt ist. Dazu wird er nicht überschrieben, wenn das Tag zum zweiten Mal ausgelöst wird.

Ein Tag mit einem auf dem Ereignis "addToCart" basierenden Trigger würde mit dem Wert "XYZ" für "productId" und mit dem Wert "yes" für "loggedInUser" ausgelöst werden, da die Variable "loggedInUser" gegenüber dem vorherigen Wert "no" bei einer "dataLayer"-Aktualisierung geändert wurde. Diese fand vor dem Ereignis "addToCart" statt. Die Aktualisierung der Datenschicht, durch die die Variable "loggedInUser" auf "yes" gesetzt wird, kann nicht zum Auslösen von Tags verwendet werden, da dieser Aktualisierung kein Ereignis zugeordnet ist.

Tags pausieren

Wenn Sie Tags pausieren, können Sie vorübergehend verhindern, dass diese ausgelöst werden. Dazu werden die zugehörigen Trigger blockiert. Diese Funktion bietet sich bei der Fehlerbehebung, bei zeitlich begrenzten Kampagnen und immer dann an, wenn Sie verhindern möchten, dass ein Tag ausgelöst wird, ohne es zu löschen oder seine Trigger in der Containerkonfiguration anzupassen.

Sie müssen Tags, die Sie pausiert bzw. deren Pausierung Sie aufgehoben haben, speichern und veröffentlichen, damit diese Änderung wirksam wird.

So pausieren Sie ein Tag:

  1. Klicken Sie auf Tags, suchen Sie das Tag, das Sie pausieren möchten, und klicken Sie auf den Namen in der Liste, um es zu öffnen.
  2. Klicken Sie auf das Dreipunkt-Menü Mehr und wählen Sie Pausieren aus.
  3. Speichern und veröffentlichen Sie die Änderungen.

Pausierte Tags werden mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet: yellow circular pause icon

So heben Sie die Pausierung eines Tags auf:

  1. Klicken Sie auf Tags, suchen Sie nach dem Tag, das Sie wieder aktivieren möchten, und klicken Sie auf den Namen in der Liste, um es zu öffnen.
  2. Klicken Sie unter SPEICHERN auf PAUSIEREN AUFHEBEN oder klicken Sie auf das Dreipunkt-Menü Mehr und wählen Sie Pausieren aufheben aus.
  3. Speichern und veröffentlichen Sie die Änderungen.