Sie können benutzerdefinierte Variablen für Mobilgeräte in Google Tag Manager erstellen, um bestimmte Anforderungen zu erfüllen, die von integrierten Variablen möglicherweise nicht abgedeckt werden.
So erstellen Sie eine benutzerdefinierte Variable:
- Öffnen Sie den Tag Manager-Container, den Sie bearbeiten möchten.
- Klicken Sie auf dem Tab „Arbeitsbereich“ in der linken Navigationsleiste auf Variablen.
- Klicken Sie unter „Benutzerdefinierte Variablen“ auf Neu.
- Klicken Sie auf Variable konfigurieren und wählen Sie den gewünschten Variablentyp aus.
- Machen Sie die erforderlichen Angaben für den ausgewählten Variablentyp.
- Benennen Sie die Variable. Verwenden Sie ein Benennungsschema, mit dem die Funktion der Variable beschrieben wird, zum Beispiel Datenschichtvariable – Produktname.
- Klicken Sie auf Speichern.
Folgende benutzerdefinierte Variablentypen für Mobilgeräte werden von Tag Manager unterstützt:
Firebase
Ereignisname
Der Wert wird auf eventNameXYZ festgelegt, wenn folgender Code in Ihrer App ausgeführt wird:
Android:
FirebaseAnalytics.getInstance(mContext).logEvent("eventNameXYZ", null);
iOS:
[FIRAnalytics logEventWithName:@"ereignisnameXYZ" parameters:parameters];
In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Ereignisparameter:
Der Wert wird auf den Wert eines Google Analytics-Ereignisparameters (Firebase) für den vorgegebenen Schlüssel festgelegt.
Firebase-Nutzer-Property
Der Wert wird auf den Wert einer Google Analytics-Nutzer-Property (Firebase) für den vorgegebenen Schlüssel festgelegt.
Dienstprogramme
Werbetreibenden-Tracking aktiviert
Bei Android wird für diese Variable "true" zurückgegeben, wenn das Anzeigen-Tracking aktiviert ist, und "false", wenn der Nutzer interessenbezogene Werbung deaktiviert hat. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Android Developer Center. Für SDKs vor Version 4 wird immer "false" zurückgegeben. Ab iOS-Version 6 ist der Wert auf die Property advertisingTrackingEnabled gesetzt. Ansonsten ist er auf true festgelegt. In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Konstante
Der Wert wird auf den von Ihnen angegebenen String festgelegt.
Suchtabelle
Der Wert wird entsprechend den Anleitungen in der Suchtabelle festgelegt. Die Suchtabelle hat zwei Spalten. Die folgende Tabelle ist noch leer, da weiter unten dargestellt wird, wie Daten verwendet werden.
| Wenn [Variable auswählen] gleich | [Diese Variable] festlegen auf |
|---|
Mit dem Variablentyp "Suchtabelle" können Sie eine Variable erstellen, deren Wert sich nach dem Wert einer anderen Variable richtet. Dies ist sinnvoll, wenn Ihre App so eingerichtet ist, dass der entsprechende Wert (z. B. eine Conversion-Tracking-ID) dem App-Versionscode oder einem anderen Aspekt der App zugeordnet werden kann. In diesem Beispiel wird die Variable Conversion-ID erstellt. Wenn der App-Versionscode 1.0 ist, wird der Wert auf „12345“ festgelegt. Wenn der App-Versionscode 1.1 ist, wird der Wert auf „34567“ festgelegt. Die Anzahl der Zeilen in der Suchtabelle ist nicht begrenzt. Bei den Feldern wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.
| Wenn {{Code der App-Version}} gleich | {{Conversion-ID}} festlegen auf |
|---|---|
| 1.0 | 12345 |
| 1.1 | 34567 |
| 1.2 | 56789 |
Zufallszahl
Als Wert wird eine Zufallszahl zwischen 0 und 2147483647 festgelegt. In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Containerdaten
Container-ID
Der Wert ist die öffentliche ID des Containers (z. B. GTM-ABC42). In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Containerversionsnummer
Wenn der Container im Vorschaumodus angezeigt wird, ist der Wert dieser Variablen eine Vorschau der Nummer der Containerversion. Andernfalls ist der Wert dieser Variablen die aktuelle Versionsnummer des veröffentlichten Containers. In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Anwendung
App-ID
Der Wert wird auf den Paketnamen (Android) oder auf die App-ID (iOS) festgelegt. In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
App-Name
Der Wert ist auf den Namen der App festgelegt. In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Code der App-Version
Der Wert wird auf die Version der aktuell laufenden App gesetzt. In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Werbetreibenden-ID
Für Android wird der Wert auf die Werbe-ID festgelegt. Bei SDKs vor Version 4 wird immer ein leerer String zurückgegeben. Ab iOS-Version 6 wird der Wert auf den Identifier for Advertising (IDFA) festgelegt. Ansonsten wird er auf einen leeren String festgelegt.
SDK-Version
Der Wert wird auf die SDK-Version des Betriebssystems gesetzt, in dem die App installiert ist. In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Gerät
Gerätename
Der Wert wird auf den Gerätenamen der derzeit laufenden Anwendung gesetzt (z. B. Samsung Android oder Pixel 2). In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Sprache
Der Wert wird auf den aus zwei Buchstaben bestehenden Sprachcode für die vom Nutzer eingestellte Gerätesprache festgelegt. In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Betriebssystemversion
Der Wert wird auf die Version des Betriebssystems gesetzt, in dem die App installiert ist. In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Plattform
Der Wert wird auf die Plattform der derzeit laufenden Anwendung gesetzt (z. B. Android, iOS). In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Bildschirmauflösung
Der Wert wird auf die Bildschirmauflösung des Geräts festgelegt, auf dem die App derzeit ausgeführt wird. Das Format ist Breite × Höhe, z. B. 1.920 × 1.080. In den meisten Fällen sollten Sie die entsprechende integrierte Variable verwenden.
Sonstige
Funktionsaufruf
Der Wert wird auf den Rückgabewert eines Aufrufs an eine vorregistrierte Funktion gesetzt. Weitere Informationen finden Sie in der SDK-Dokumentation Android oder iOS.
Werterfassung (nur alte Container)
Diese Variable enthält mehrere Schlüssel/Wert-Paare im JSON-Format. Mit der Werterfassung legen Sie die Konfigurationswerte Ihrer App fest. Für ein Autorennspiel können Sie beispielsweise eine Variable "App-Einstellungen" des Typs "Werterfassung" so definieren:
{
}
"fuel-burn-rate": 20
}
Ihre mobile App kann durch Angabe des Schlüssels einen Wert in der Variablen abrufen. Beispiel:
public class MainActivity {
// ID des öffentlichen Containers hinzufügen
private static final String CONTAINER_ID = "XXX-YYY";
// Wertschlüssel der Containerkonfiguration, die später
// zum Abrufen von Werten verwendet werden.
private static final String MAX_FUEL_KEY = "max-fuel";
private static final String INIT_FUEL_KEY = "init-fuel";
private static final String FUEL_BURN_KEY = "fuel-burn-rate";
// Rest Ihres onCreate-Codes
}
}
/*
* Methode zum Update von Konfigurationswerten für Spiele mithilfe eines
* Google Tag Manager-Containers.
*/
public void updateConfigurationFromContainer(Container container) {
// Referenz zum Container abrufen
Container container = mFutureContainer.get();
// Spieleinstellungen mithilfe von Wertschlüsseln der
// Containerkonfiguration aktualisieren.
maxFuel = mContainer.getDoubleValue(MAX_FUEL_KEY);
startingFuel = mContainer.getDoubleValue(INIT_FUEL_KEY);
burnRate = mContainer.getDoubleValue(FUEL_BURN_KEY);
}
Variablen des Typs "Werterfassung" sind Trigger zugeordnet. Stellen Sie für Konfigurationswerte, die für alle Instanzen und Versionen Ihrer App gelten, den auslösenden Trigger auf den vordefinierten Wert "Immer" ein. In der Entwicklerdokumentation für Android oder iOS finden Sie weiterführende Informationen zur Verwendung von Variablen des Typs "Werterfassung".