Wenn Sie Ihre Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators, KPIs) kennen und Ihre Zielvorhaben klar definieren, schaffen Sie die Grundlage für die erfolgreiche automatische Gebotseinstellung in Search Ads 360. Wenn Sie diese Best Practices befolgen, sind Ihre Gebotsstrategien perfekt auf Ihre Unternehmensziele abgestimmt. Außerdem wird Google AI für eine optimale Leistung eingesetzt und die Ergebnisse werden maximiert.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie Zielvorhaben auf Geschäfts-KPIs abstimmen und den richtigen Gebotsstrategietyp auswählen, und lernen die Best Practices für Conversion-Daten kennen.
Themen in diesem Hilfeartikel
- Zielvorhaben auf Geschäfts-KPIs abstimmen
- Die richtige Conversion-Aktion auswählen
- Zielvorhaben mit der Auswahl der Gebotsstrategie verknüpfen
- Best Practices für Conversion-Daten
Zielvorhaben auf Geschäfts-KPIs abstimmen
Die Zielvorhaben Ihrer Gebotsstrategie sollten möglichst genau mit Ihren Geschäfts-KPIs übereinstimmen. Bei der Gebotseinstellung sind drei grundlegende Arten von Zielvorhaben zu berücksichtigen:
- Conversions oder Umsatz (ROI): Wenn Sie möchten, dass Kunden eine unmittelbare Aktion auf Ihrer Website ausführen (z. B. einen Kauf oder Lead), und Sie Conversion-Tracking nutzen, sollten Sie sich auf Conversions konzentrieren. Diese Strategie ist ideal, um die Anzahl der Conversions oder den generierten Umsatz zu maximieren.
- Traffic (Klicks): Wenn Sie mehr Traffic für Ihre Website generieren möchten, ist es ideal, sich auf Klicks zu konzentrieren.
- Sichtbarkeit (Anteil an möglichen Impressionen): Wenn Sie die Sichtbarkeit Ihrer Anzeigen maximieren möchten, sollten Sie sich auf die Gebote für die besten Placements auf der Suchergebnisseite konzentrieren.
Die richtige Conversion-Aktion auswählen
Bei der Entscheidung zwischen Zielvorhaben für den oberen und unteren Trichterbereich müssen Sie Kompromisse eingehen, die hauptsächlich das Volumen und die Conversion-Verzögerung betreffen.
- Conversion-Volumen: Die Gesamtzahl der erfassten Conversions. Aktionen im oberen Trichterbereich (z. B. „Lead“- oder „In den Einkaufswagen“-Aktionen) erfolgen früher im Kaufprozess und liefern daher in der Regel mehr Datenpunkte. Aktionen im unteren Trichterbereich (z. B. „Verkauf“- oder „Kauf“-Aktionen) kommen dagegen seltener vor, was zu einem geringeren Volumen führt.
- Conversion-Verzögerung: Die Zeit zwischen dem ersten Klick eines Nutzers und dem Abschluss der Conversion-Aktion. Aktionen im oberen Trichterbereich haben naturgemäß eine geringere Conversion-Verzögerung, da sie früher nach dem Klick erfolgen, etwa das Ausfüllen eines kurzen Lead-Formulars. Aktionen im unteren Trichterbereich, die mehr Überlegung oder Zeit erfordern (z. B. ein Kauf), führen zu einer längeren Conversion-Verzögerung.
Conversion-Aktionen können in Zielvorhaben im oberen Trichterbereich und Zielvorhaben im unteren Trichterbereich gruppiert werden. Diese haben jeweils Vor- und Nachteile in Bezug auf das Volumen und die Conversion-Verzögerung:
| Typ des Conversion-Zielvorhabens | Beispiel | Wichtige Merkmale |
| Oberer Trichterbereich | „Lead“ oder „In den Einkaufswagen“ | Höheres Volumen und geringere Conversion-Verzögerung |
| Unterer Trichterbereich | „Verkauf“ oder „Kauf“ | Geringeres Volumen und längere Conversion-Verzögerung |
Beispiel
Eine Kauf-Conversion ist wichtig, um den Return on Investment (ROI) zu erfassen, da sie den Umsatz misst. Käufe sind jedoch Zielvorhaben im unteren Trichterbereich. Das bedeutet, dass sie ein geringeres Volumen und eine längere Conversion-Verzögerung haben. Wenn Sie für „Leads“ optimieren, ist das Datenvolumen höher. So lässt sich die Gebotsstrategie optimieren. „Leads“ spiegeln jedoch möglicherweise den tatsächlichen Umsatz nicht direkt wider.
In Search Ads 360 werden die folgenden Conversion-Quellen unterstützt:
Zielvorhaben mit der Auswahl der Gebotsstrategie verknüpfen
Nachdem Sie Ihre Zielvorhaben festgelegt haben, können Sie den entsprechenden Gebotsstrategietyp auswählen:
| Zielvorhaben | Gebotsstrategie |
|---|---|
|
Mit dem Ziel-CPA mehr Conversions erhalten. |
Bei der Strategie Ziel-CPA werden die Gebote automatisch so festgelegt, dass Sie mit Ihrem Ziel-CPA (Cost-per-Action) möglichst viele Conversions erzielen. Bei einigen Conversions können die Kosten über oder unter dem Zielwert liegen. |
|
Einen Ziel-ROAS erreichen, wenn den einzelnen Conversions unterschiedliche Werte beigemessen werden |
Ziel-ROAS: Die Gebote werden automatisch so festgelegt, dass Sie mit Ihrem Ziel-ROAS (Return on Advertising Spend) einen möglichst hohen Conversion-Wert erzielen. Der ROAS einzelner Conversions kann dabei über oder unter dem Zielwert liegen. |
| Sichtbarkeit erhöhen |
Bei der Strategie Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen werden Gebote automatisch so festgelegt, dass Ihre Anzeige an oberster Position, oben auf der Seite oder auf der ersten Seite der Suchergebnisse ausgeliefert wird. Weitere Informationen zur Gebotsstrategie „Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen“ |
|
Anzahl der Klicks steigern, indem Sie Ihr Budget ausgeben. |
Bei der Budget-Gebotsstrategie: Klicks maximieren werden Ihre Gebote und Ihr Budget automatisch so festgelegt, dass Sie mit Ihrem Ausgabenziel möglichst viele Klicks erzielen. |
|
Mehr Conversions bei gleichem Budget erzielen |
Bei Budget-Gebotsstrategie: Conversions maximieren werden Gebote und Budget automatisch so festgelegt, dass Sie mit Ihrem Budget möglichst viele Conversions für Ihre Kampagne erzielen. Weitere Informationen zu Budget-Gebotsstrategien |
| Bei gleichem Budget einen höheren Conversion-Wert erreichen |
Bei Budget-Gebotsstrategie: Conversion-Wert maximieren werden Gebote und Budgets automatisch so festgelegt, dass Sie mit Ihrem Budget einen möglichst hohen Conversion-Wert für Ihre Kampagne erzielen. Weitere Informationen zu Budget-Gebotsstrategien |
| Wenn Sie Ihre Gebotsstrategien zu einer Gruppe zusammenfassen und dabei individuelle Ziele beibehalten, können Sie den Conversion-Wert maximieren. |
Bei der Gebotsstrategie „Mehrere Ziel-ROAS“ werden Gebote mithilfe von maschinellem Lernen für die gesamte Gruppe automatisch auf den Ziel-CPA oder darunter festgelegt, um die potenziellen Conversions zu maximieren. |
| Wenn Sie Ihre Gebotsstrategien zu einer Gruppe zusammenfassen und dabei individuelle Ziele beibehalten, können Sie die Zahl der Conversions maximieren. |
Bei der Gebotsstrategie „Mehrere Ziel-CPAs“ werden Gebote mithilfe von maschinellem Lernen für die gesamte Gruppe automatisch auf den Ziel-CPA oder darunter festgelegt, um den Conversion-Wert zu maximieren. |
Best Practices für Conversion-Daten
Um mit Ihrer Gebotsstrategie die optimale Leistung zu erzielen, benötigen Sie ausreichend konsistente Conversion-Daten.
Mindest-Conversion-Volumen
Die Mindestanforderungen an Daten hängen vom verwendeten Gebotssystem ab:
- Automatische Gebotseinstellung in Google Ads: Es gibt kein erforderliches Mindest-Conversion-Volumen.
- Gebote, die mehrmals täglich optimiert werden (für ROI-Portfolios): Das Portfolio sollte mindestens 20 Conversions pro Woche erzielen (Empfehlung).
- ROAS-Gebote: Für optimale Ergebnisse bei ROAS-Geboten für die automatische Gebotseinstellung in Google Ads und mehrmals täglich optimierte Gebote werden Conversion-Wert-Daten von mindestens 4 Wochen empfohlen. Bei geringem Conversion-Volumen sollte der Zeitraum länger sein.
- Klicks maximieren und angestrebter Anteil an möglichen Impressionen: Für diese Portfolios gibt es keine Mindestanforderungen an Daten.
- Häufigkeit: Die Conversions, für die optimiert wird, sollten häufig verfügbar sein, idealerweise täglich.
Für einige Systeme wie die automatische Gebotseinstellung in Google Ads ist kein Mindest-Conversion-Volumen erforderlich. Im Allgemeinen gilt jedoch: je mehr Conversions, desto besser die Leistung.
- Bessere Optimierung: Mit einem höheren Conversion-Volumen lässt sich eine bessere und stabilere Leistung erzielen. Bei einem hohen Volumen stehen dem Gebotssystem mehr Datenpunkte zur Verfügung. So lassen sich Trends erkennen, das Nutzerverhalten vorhersagen und Gebote effektiv optimieren.
- Weniger Schwankungen: Bei Gebotsstrategien mit einem sehr geringen Conversion-Volumen kann es zu größeren Leistungsschwankungen kommen. Außerdem kann es für das System schwieriger sein, sie für ein bestimmtes Zielvorhaben zu optimieren.
Conversion-Verzögerung
Die Conversion-Verzögerung ist die Zeitspanne zwischen dem Klick eines Nutzers und dem Abschluss einer Conversion-Aktion durch diesen Nutzer.
Auswirkungen auf die Gebotsstrategie
Die Dauer dieser Verzögerung hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie schnell Ihre automatische Gebotsstrategie lernen und sich anpassen kann:
- Längere Verzögerung, langsameres Lernen: Wenn eine Conversion-Aktion eine längere Verzögerung hat (z. B. eine „Kauf“-Conversion), die für Ziele im unteren Trichterbereich üblich ist, dauert es länger, bis die Gebotsstrategie genügend Leistungsdaten erfasst hat, um Gebote effektiv zu optimieren.
- Stabilisierungszeit: Nach größeren Änderungen an einer Kampagne oder Strategie dauert es in der Regel zwei bis drei vollständige Conversion-Verzögerungszyklen, bis sich die Leistung vollständig stabilisiert hat.
Auswirkungen auf die Leistungsbewertung
Daher dauert die Leistungsbewertung auch länger:
- Datenreife: Wenn Sie die Ergebnisse analysieren, müssen Sie den letzten Conversion-Verzögerungszeitraum ausschließen, da die Leistungsdaten möglicherweise noch nicht zuverlässig sind. Es ist wichtig, dass Sie warten, bis die Daten ausgereift sind, damit Sie genaue Analysen durchführen können.
- Strategische Entscheidung: Die Länge der Conversion-Verzögerung sollte bei der Auswahl einer Conversion-Aktion ein wichtiger Faktor sein. Sie wirkt sich auf den Kompromiss zwischen Zielvorhaben mit hohem Volumen und geringer Verzögerung sowie Zielvorhaben mit niedrigem Volumen und langer Verzögerung aus. Das hat direkten Einfluss darauf, wie schnell Ihre Gebotsstrategie lernen und sich anpassen kann.
Erste Schritte mit Gebotsstrategien
Informationen zum Erstellen einer Search Ads 360-Portfolio-Gebotsstrategie
Weitere Informationen
- Gebotsstrategie „Ziel-CPA“
- Gebotsstrategie „Ziel-ROAS“
- Budget-Gebotsstrategien
- Gebotsstrategie „Mehrere Ziel-ROAS“
- Gebotsstrategie „Mehrere Ziel-CPAs“
- Automatische Gebotseinstellung in Search Ads 360
- Gebotsstrategie „Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen“
- Search Ads 360-Portfolio-Gebotsstrategie erstellen