Rückbuchungen

Eine Rückbuchung wird veranlasst, wenn ein Kunde bei der Bank, die seine Kreditkarte ausgestellt hat, Widerspruch gegen eine Händlerabbuchung einlegt. In diesem Artikel finden Sie weitere Informationen über die Gründe, aus denen Kunden bei kartenausstellenden Banken die Rückbuchung einer Händlerabbuchung beantragen, sowie Tipps zur Vermeidung und Anfechtung von Rückbuchungen.

Das Rückbuchungsverfahren

Das Rückbuchungsverfahren besteht in der Regel aus den folgenden Schritten:

  1. Der Kunde bittet die Bank, die seine Kreditkarte ausgestellt hat, eine bestimmte Abbuchung zu widerrufen.
  2. Die kartenausstellende Bank wendet sich an das Kreditkartenunternehmen, das Google dann über die Rückbuchung informiert.
  3. Google informiert Sie per E-Mail über die Rückbuchung und fordert von Ihnen entsprechende Unterlagen als Beweisdokumente an, um die Rückbuchung in Ihrem Namen anzufechten. Damit Google eine Rückbuchung für Sie anficht, müssen Sie die E-Mail innerhalb der darin angegebenen Frist beantworten.
  4. Google überprüft die Details der Rückbuchung sowie die von Ihnen eingereichten Dokumente bzw. "Beweise".
  5. Google reicht diese Dokumente bei der kartenausstellenden Bank ein, um die Rückbuchung nach Möglichkeit rückgängig zu machen.
  6. Wenn der Kartenaussteller zu Ihren Gunsten entscheidet, sind keine weiteren Schritte erforderlich.
    Entscheidet die Bank nicht zu Ihren Gunsten, können Sie für den vollständigen Betrag der Rückbuchung haftbar gemacht werden. Sie verlieren in diesem Fall den rückgebuchten Betrag und müssen außerdem die Rückbuchungsgebühr übernehmen.

Hinweis: Ob eine Rückbuchung rückgängig gemacht wird, entscheidet nicht Google, sondern der Kartenaussteller.

Wenn ein Kunde eine Rückbuchung anfordert, geschieht Folgendes: 

  • Wir schreiben Ihnen die Transaktionsgebühr gut.
  • Der Kartenaussteller bucht den vollständigen Rückbuchungsbetrag von Ihrem Konto ab und erstattet ihn dem Kunden.
  • Sie sehen die Erstattung inklusive aller anfallenden Gebühren auf Ihrer Abrechnung. Sie wird mit dem Transaktionstyp "Rückbuchung" gekennzeichnet. 
Was muss ich bei Erhalt einer Rückbuchungsbenachrichtigung beachten?

Wenn Sie eine Rückbuchungsbenachrichtigung erhalten, beachten Sie bitte Folgendes:

  • Kartenausstellende Banken setzen für die Einreichung von Dokumenten ("Beweisen") eine Frist von einer bestimmten Anzahl von Tagen. Wenn Ihnen wichtige Informationen zur Anfechtung der Rückbuchung vorliegen, antworten Sie bitte umgehend auf unsere Anfrage. Entscheidet die Bank nach Ablauf dieser Frist hinsichtlich einer Rückbuchung zugunsten des Kunden, werden nachträglich eingereichte Dokumente nicht mehr berücksichtigt.
  • Nachdem ein Kunde eine Rückbuchung angefordert hat, kann es einige Wochen oder sogar Monate dauern, bis der Kartenaussteller eine Entscheidung trifft. Sobald Ihr Konto belastet wird, teilen wir Ihnen dies aber per E-Mail mit.
  • Letztendlich entscheidet der Kartenaussteller über die Rückbuchung. Google kann lediglich versuchen, die Rückbuchung in Ihrem Namen rückgängig zu machen, indem wir von Ihnen Beweisdokumente anfordern und diese bei der Bank einreichen. 
Tipps zum Vermeiden und Anfechten von Rückbuchungen

Um Rückbuchungen zu vermeiden und rückgängig zu machen, empfehlen wir Folgendes:

  • Reagieren Sie so schnell wie möglich auf unsere Anfrage nach zusätzlichen Informationen, damit wir die Rückbuchung für Sie anfechten können.
  • Fügen Sie die gesamte Kommunikation mit Ihrem Käufer bei, wenn Sie auf unsere Bitte um weitere Informationen antworten.
  • Nennen Sie die Tracking-Nummer der jeweiligen Bestellung. Geben Sie diese in Ihrer Antwort an uns an.
  • Weisen Sie Kunden deutlich auf Ihre Geschäftsbedingungen hin, bevor diese eine Bestellung aufgeben. Käufer sind gemäß Fair Credit Billing Act (FCBA) berechtigt, unabhängig von den Geschäftsrichtlinien des Händlers Rückbuchungen zu veranlassen. Kann jedoch nachgewiesen werden, dass der Käufer vor der Bestellung die Gelegenheit hatte, die Richtlinien des Händlers zu lesen, erhöhen sich Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Anfechtung der Rückbuchung.

Fair Credit Billing Act

Der Fair Credit Billing Act (FCBA) ist ein US-amerikanisches Bundesgesetz, das Kunden dazu berechtigt, jegliche Rechnungsfehler anzufechten. Als Rechnungsfehler gelten beispielsweise nicht autorisierte Transaktionen, der Nichterhalt der Ware bzw. der Erhalt von Ware, die nicht der Beschreibung entspricht oder fehlerhaft ist, sowie Fehler bei nachträglichen Zahlungen/Gutschriften für Rückgaben. Wichtig zu berücksichtigen ist, dass Bestellungen gemäß dem FCBA ungeachtet der Geschäftsbedingungen des Händlers angefochten werden können. Weitere Informationen zu Verbraucherrechten gemäß FCBA erhalten Sie auf der Website der US-amerikanischen Federal Trade Commission.
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