Richtlinien für Absender von Massen-E-Mails

Mit den folgenden Richtlinien stellen Sie sicher, dass Ihre Massenmails richtig klassifiziert und an die Gmail-Empfänger übermittelt werden.

Hinweis:

  • Wenn die Fehlermeldung "Die Nachricht wurde von Google Groups abgelehnt" angezeigt wird, gehen Sie zu diesem Hilfeartikel für Konten von Unternehmen und Bildungseinrichtungen.
  • Wenn Sie E-Mails an eine Einzelperson senden, finden Sie Informationen im Hilfeartikel Unzustellbare oder abgelehnte E-Mails.

So werden eingehende E-Mails in Gmail klassifiziert

  • Spam: Spam wird im Spam-Ordner abgelegt, alle anderen E-Mails im Posteingang.
  • Kategorien des Posteingangs: Beim Standardlayout für den Posteingang in Gmail werden Nachrichten in die folgenden Kategorien unterteilt:
    • Allgemein
    • Soziale Netzwerke
    • Werbung
    • Updates
    • Foren

E-Mail-Klassifizierungen werden automatisch an die Einstellungen und Aktionen von Nutzern angepasst. So können Nutzer zum Beispiel die Markierung als Spam aufheben, Nachrichten in eine andere Kategorie verschieben oder Kategorien aktivieren und deaktivieren. Im Lauf der Zeit werden die Klassifizierungen automatisch an diese Änderungen angepasst. Weitere Informationen zu den Kategorien des Posteingangs

Schritt 1: Postmaster Tools verwenden

Postmaster Tools umfasst Messwerte zu Parametern wie Reputation, Spamrate, Feedback Loop usw., die Ihnen dabei helfen, Probleme bei der Zustellung oder mit dem Spamfilter zu erkennen und zu beheben.

Schritt 2: Sicherstellen, dass Massen-E-Mails richtig klassifiziert werden

  • Verwenden Sie für jede E-Mail-Kategorie immer dieselbe Adresse. Senden Sie zum Beispiel Werbe-E-Mails immer von einer Absenderadresse und E-Mails zu Finanztransaktionen von einer anderen.
  • Vermeiden Sie es, verschiedene Kategorien in einer Nachricht zu mischen. Wenn eine E-Mail mit einer Finanztransaktion zum Beispiel Werbung enthält, kann sie als Werbe-E-Mail klassifiziert werden.

Schritt 3: Vermeiden, dass Massen-E-Mails als Spam markiert werden

E-Mails authentifizieren

E-Mails ohne Authentifizierung werden oft abgelehnt oder als Spam markiert, um Empfänger vor Phishing-Betrug zu schützen. Nicht authentifizierte E-Mails mit Anhang werden aus Sicherheitsgründen oft sofort abgelehnt.

So sorgen Sie dafür, dass Ihre E-Mails authentifiziert werden können:

  • Senden Sie E-Mails nur von einer IP-Adresse.
  • Speichern Sie gültige Reverse-DNS-Einträge für Ihre IP-Adresse, die auf Ihre Domain verweisen.
  • Verwenden Sie für jede Massen-E-Mail dieselbe Absenderadresse unter "Von:".

Weitere Empfehlungen

  • Signieren Sie Nachrichten mit einer DKIM-Signatur. Wir authentifizieren nur Nachrichten, die mit mindestens 1.024 Bit signiert wurden.
  • Veröffentlichen Sie einen SPF-Eintrag.
  • Veröffentlichen Sie eine DMARC-Richtlinie.

Weitere Informationen über die Authentifizierung von E-Mails

IPv-Richtlinien

  • Die sendende IP-Adresse muss einen PTR-Eintrag aufweisen, d. h. eine Reverse-DNS der sendenden IP, und mit der IP-Adresse übereinstimmen, die über die Forward-DNS-Auflösung des im PTR-Eintrag genannten Hostnamens ermittelt wird.
  • Die Domain des Absenders muss die Anforderungen einer SPF- oder DKIM-Prüfung erfüllen.

Option zum Abonnieren einschließen

  1. Sie können für die Empfänger in Ihrer Verteilerliste eine der folgenden Opt-in-Optionen angeben:
    • Eine E-Mail, in der sie zum Abonnieren aufgefordert werden
    • Ein Kästchen in einem Webformular oder in einer Software, das sie anklicken müssen
  2. Überprüfen Sie die E-Mail-Adressen der Empfänger, bevor Sie sie aufnehmen.
  3. Vermeiden Sie Folgendes:
    • E-Mail-Adressen von Drittanbietern kaufen
    • Nutzer standardmäßig anmelden, indem Sie ein bereits angeklicktes Kästchen in einem Webformular oder in einer Software verwenden

Option zum Abbestellen

Wenn ein Nutzer sehr viele E-Mails erhält, die er nicht öffnet, wird ihm in Gmail eine Infokarte angezeigt, über die er solche E-Mails abbestellen kann. 
Wir geben Nutzern die Möglichkeit, nicht erwünschte E-Mails abzubestellen, und erhöhen so den Anteil der Nachrichten, die geöffnet werden, verbessern die Klickrate und steigern die Ausgabeneffizienz. Weitere Informationen zum Abbestellen von E-Mails.

Sie müssen dafür sorgen, dass Nutzer Ihre Mailinglisten einfach abbestellen können.

  1. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:
    • Ein gut sichtbarer Link im E-Mail-Haupttext, der zu einer Bestätigungsseite führt, auf der keine zusätzlichen Informationen eingegeben werden müssen
    • Eine Option, sich per Antwort auf Ihre E-Mail abzumelden
  2. Damit Empfänger Ihre Nachrichten abbestellen können, ohne Gmail zu verlassen, empfehlen wir Ihnen dringend, einen List-Unsubscribe-Header hinzuzufügen. Sie haben folgende Möglichkeiten:
    • Fügen Sie die folgenden Header entsprechend dem Standard RFC 8058 hinzu, um das Abbestellen mit nur einem Mausklick zu ermöglichen:

     List-Unsubscribe-Post: List-Unsubscribe=One-Click
     List-Unsubscribe: <https://example.com/unsubscribe/opaquepart>

            Wenn der Empfänger Ihre Nachrichten abbestellt, erhalten Sie die folgende POST-Anforderung:

     POST /unsubscribe/opaquepart HTTP/1.1
     Host: example.com
     Content-Type: application/x-www-form-urlencoded
     Content-Length: 26

     List-Unsubscribe=One-Click

  • Verweisen Sie mit mailto: auf eine E-Mail-Adresse, über die der Nutzer zukünftige Nachrichten einfach abbestellen kann. 
     

Hinweis: Wenn dem List-Unsubscribe-Header beide Optionen hinzugefügt werden, verwendet Gmail die zuerst angegebene Methode.

Weitere Empfehlungen

  • Melden Sie einen Nutzer automatisch ab, wenn E-Mails von seiner Adresse mehrfach zurückgeschickt werden.
  • Senden Sie regelmäßig Bestätigungsnachrichten an die Nutzer.
  • Nehmen Sie jede Mailingliste, für die die Nutzer angemeldet sind, in die Bestätigung auf und geben Sie den Nutzern die Möglichkeit, sich von den Listen abzumelden, an denen sie kein Interesse mehr haben.

Weitergeleitete E-Mails

Für E-Mails, die von den Empfängern weitergeleitet werden, empfehlen wir Folgendes:

  • Geben Sie ausdrücklich die E-Mail-Adresse an, die in Ihrer Liste angegeben ist.
  • Bieten Sie die Möglichkeit an, Ihre Mailingliste über eine URL abzubestellen. Das ist hilfreich, wenn die zuständige Person für die Verwaltung des Verteilers anhand der "Antwort an:"-Adresse nicht herausfinden kann, wer sein Abo kündigt.

E-Mails formatieren

Das darf in Ihren E-Mails nicht fehlen:

  • Die Formatierung gemäß RFC 5322. Wenn Sie HTML verwenden, muss die Formatierung auch die HTML-Standards erfüllen.
  • Ein gültiges Feld "Message-ID:" im Header.
  • Ein Hinweis darauf, dass es sich um Massen-E-Mails handelt. Verwenden Sie dazu den Header "Precedence: bulk".
  • Sichtbare Informationen über den wahren Absender und die wirkliche Landingpage für Links.
  • Relevante Betreffzeilen, die nicht irreführend sind.
  • Folgende Domains müssen den besonders strengen Unicode-Sicherheitsprofil-Richtlinien für internationale Domainnamen entsprechen:
    • die authentifizierende Domain
    • die zum Senden verwendete "Von"-Domain
    • die im E-Mail-Text angegebene Domain
    • die "Antworten an"-Domain
    • die Domain des Absenders

Tipps für die Zustellung

Wichtige Faktoren

Obwohl wir bei Gmail alles dafür tun, seriöse E-Mails richtig zu übermitteln, kann es passieren, dass einige Nachrichten als Spam markiert werden.

Dies sind zwei wichtige Faktoren, mit denen Sie dafür sorgen können, dass E-Mails an die Posteingänge der Gmail-Empfänger übermittelt werden:

  • Die "Von:"-Adresse ist in der Kontaktliste des Empfängers enthalten.
  • Wenn Ihre Nachricht versehentlich im Spam-Ordner landet, kann der Empfänger auf "Kein Spam" klicken und die Markierung dadurch aufheben.

Hinweis: Wir setzen Absender von Massen-E-Mails nicht auf die weiße Liste und können nicht garantieren, dass alle Ihre Nachrichten durch unsere Spamfilter kommen.

Werbe-E-Mails oder Finanztransaktionen

Wenn Sie sowohl Werbe-E-Mails als auch E-Mails zu bestimmten Transaktionen in Ihrem Unternehmen versenden, empfehlen wir Ihnen, diese E-Mails so klar wie möglich zu trennen, indem Sie

  • separate E-Mail-Adressen verwenden und
  • E-Mails von unterschiedlichen Domains und/oder IP-Adressen senden.

Dritte überwachen

Wenn Dritte Ihren Dienst verwenden, um E-Mails zu versenden (zum Beispiel ISPs), sind Sie dafür verantwortlich, das Verhalten Ihrer Nutzer und/oder Kunden zu überwachen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  • Stellen Sie den Nutzern und/oder Kunden eine E-Mail-Adresse zur Verfügung, an die sie Missbrauchsmeldungen senden können (missbrauch@yourdomain.com).
  • Halten Sie die Kontaktinformationen in Ihrem WHOIS-Eintrag und bei abuse.net auf dem neuesten Stand.
  • Unterbinden Sie umgehend die Aktivitäten aller Nutzer und/oder Kunden, die Ihren Dienst nutzen, um Spam zu versenden.

Partner überwachen

Partner-Marketingprogramme belohnen Dritte dafür, dass sie Besucher auf Ihre Website leiten. Leider können Spammer diese für sich nutzen.

Wenn Ihre Marke mit Marketingspam eines Partners in Verbindung gebracht wird, kann das Einfluss auf die von Ihnen versendeten E-Mails und die Ihrer anderen Partner haben. Es liegt in Ihrer Verantwortung, Ihre Partner zu überwachen und sich von ihnen zu trennen, falls sie Spam versenden.

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