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Richtlinien für Absender von Massen-E-Mails

Probleme bei der Zustellung mithilfe von Postmaster Tools beheben

Gmail Postmaster Tools stellt Absendern Messwerte zu Parametern wie Reputation, Spamrate, Feedback Loop usw. bereit. Diese Tools helfen Ihnen bei der Überprüfung der Einhaltung der Richtlinien für Absender von Massen-E-Mails von Gmail und der Ermittlung von Problemen, die zu Schwierigkeiten mit dem Spamfilter führen könnten.

Dieser Artikel enthält ausführliche Informationen für Absender von Massen-E-Mails, die wissen möchten, wie sich am besten sicherstellen lässt, dass ihre E-Mails auch im Posteingang der Gmail-Nutzer ankommen. Gmail klassifiziert eingehende E-Mails wie folgt:

  • Spam und Nicht-Spam: Spam-Nachrichten werden im Spam-Ordner abgelegt, während alle anderen Nachrichten im Posteingang eingehen.
  • E-Mail-Kategorien: Die meisten Nutzer verwenden den Standardposteingang von Gmail, der eingehende Nachrichten, bei denen es sich nicht um Spam handelt, in eine der folgenden Kategorien einordnet: "Allgemein", "Soziale Netzwerke", "Werbung", "Benachrichtigungen" und "Foren". Die Kategorien "Allgemein", "Soziale Netzwerke" und "Werbung" sind standardmäßig aktiviert. Gmail-Nutzer haben jedoch die freie Wahl, ob sie alle fünf Kategorien, nur einige davon oder gar keine verwenden möchten. Der Bereich "Allgemein" enthält persönliche Konversationen und Nachrichten aus derzeit deaktivierten Kategorien.

Wie Gmail Nachrichten klassifiziert, hängt stark von den Rückmeldungen unserer Nutzer ab. Gmail-Nutzer können E-Mails jederzeit als Spam markieren oder solche Markierungen wieder aufheben, und sie können Nachrichten, die nicht als Spam eingestuft wurden, in andere Tabs des Posteingangs verschieben. Gmail lernt in beiden Fällen aus den Nutzerentscheidungen und passt mit der Zeit die Klassifizierung von E-Mails an die Präferenzen des Nutzers an.

Die folgenden Richtlinien können Ihnen dabei helfen, die Klassifizierung Ihrer E-Mails im Voraus richtig einzuschätzen und so Ihre Empfänger zufriedenzustellen.

Klassifizierung im Posteingang

Kategorien des Posteingangs

Spam-Einstufung

Authentifizierung und Identifikation
Abonnements
Kündigung von Abonnements
Format
Übermittlung
Dritte als Absender
Partner-Marketingprogramme
 

Keine passenden Informationen gefunden?

 
Kategorien des Posteingangs

Die Kategorien des Gmail-Posteingangs helfen Nutzern, den Überblick zu behalten, indem jede eingehende Nachricht einer bestimmten Kategorie zugeordnet wird und dann im entsprechenden Tab erscheint.

Gmail-Nutzer können einstellen, dass bestimmte Nachrichten oder E-Mails von bestimmten Absendern immer derselben Kategorie zugeordnet werden sollen. Die einzelnen Kategorien können jederzeit aktiviert oder deaktiviert werden. Wird eine Nachricht markiert, wird sie in den Bereich "Allgemein" verschoben. Gmail lernt aus Nutzerentscheidungen und passt mit der Zeit die Klassifizierung von E-Mails an die Präferenzen des Nutzers an.

So stellen Sie sicher, dass Gmail Ihre Nachrichten richtig klassifiziert:

  • Verwenden Sie verschiedene Absenderadressen für E-Mails unterschiedlicher Art (zum Beispiel Werbung, Benachrichtigungen über Transaktionen, Updates aus sozialen Netzwerken) und behalten Sie diese möglichst langfristig konsequent bei.
  • Vermeiden Sie, verschiedene Inhalte in einer einzigen E-Mail miteinander zu vermischen. Werbetexte in einer E-Mail, die eigentlich über eine Transaktion benachrichtigen soll, können beispielsweise dazu führen, dass die E-Mail als Werbung eingestuft wird.

 

Authentifizierung und Identifikation

Warum ist es wichtig, Nachrichten zu authentifizieren?

Die Authentifizierung stellt sicher, dass Ihre Nachrichten richtig klassifiziert werden. E-Mails ohne Authentifizierung werden meist abgelehnt oder im Spamordner abgelegt, da es sich dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit um gefälschte Phishing-Nachrichten handelt.

Nicht authentifizierte E-Mails mit Anhang werden aus Sicherheitsgründen in der Regel sofort abgelehnt.

Um zu gewährleisten, dass Gmail Sie identifizieren kann, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Verwenden Sie zum Senden von Massen-E-Mails eine gleichbleibende IP-Adresse.
  • Speichern Sie gültige Reverse-DNS-Daten für die IP-Adressen, von denen Sie E-Mails senden und die auf Ihre Domain verweisen.
  • Verwenden Sie in jeder gesendeten Massen-E-Mail dieselbe "Von:"-Adresse in der Kopfzeile.

Außerdem empfehlen wir Ihnen Folgendes:

  • Verschlüsseln Sie Nachrichten mit einer DKIM-Signatur. Wir authentifizieren nur Signaturen, die mit mindestens 1.024 Bit verschlüsselt wurden.
  • Veröffentlichen Sie einen SPF-Datensatz.
  • Veröffentlichen Sie eine DMARC-Richtlinie.

Weitere Informationen über die Authentifizierung von E-Mails

Zusätzliche Richtlinien für IPv6

  • Die sendende IP-Adresse muss einen PTR-Eintrag aufweisen, d. h. eine Reverse-DNS der sendenden IP, der mit der IP-Adresse übereinstimmen sollte, die über die Forward-DNS-Abfrage des im PTR-Eintrag genannten Hostnamens ermittelt wird. Andernfalls werden die E-Mails als Spam eingestuft oder möglicherweise sogar zurückgewiesen.
  • Die Domain des Absenders sollte den Anforderungen einer SPF- oder DKIM-Prüfung genügen. Ansonsten kann es vorkommen, dass E-Mails als Spam eingestuft werden.

 

Abonnements

Jeder Nutzer auf Ihrer Verteilerliste muss zustimmen, Nachrichten von Ihnen zu erhalten. Dies sollte auf eine der folgenden Arten geschehen:

  • Über eine E-Mail, in der er zum Abonnieren Ihrer Liste aufgefordert wird
  • Indem er manuell ein Kontrollkästchen in einem Webformular oder in einer Software aktiviert

Wir empfehlen Ihnen außerdem, jede E-Mail-Adresse zu überprüfen, bevor Sie sie in Ihre Verteilerliste aufnehmen.

Die folgenden Methoden des Sammelns von Adressen werden nicht als "Zustimmung" angesehen und deshalb nicht empfohlen:

  • Das Verwenden einer Liste mit E-Mail-Adressen, die von einem Dritten gekauft wurde
  • Standardmäßige Anmeldung aller Nutzer durch Aktivieren eines Kontrollkästchens in einem Webformular oder in einer Software, wodurch sich die Nutzer explizit gegen E-Mail-Nachrichten entscheiden müssen

 

Kündigung von Abonnements

Nutzer müssen sich über eine der folgenden Methoden von Ihrer Mailing-Liste abmelden können:

  • Ein gut sichtbarer Link im Text einer E-Mail, der die Nutzer auf eine Seite weiterleitet, auf der das Kündigen des Abonnements bestätigt wird. Es sollten außer der Bestätigung durch den Nutzer keine weiteren Aktionen erforderlich sein.
  • Durch Antwort auf Ihre E-Mail mit einer Bitte um Kündigung des Abonnements

Da Nutzer mithilfe von Gmail Ihre E-Mails automatisch abbestellen können, empfehlen wir Ihnen dringend die folgende Vorgehensweise:

  • Stellen Sie einen Header "Von der Mailing-Liste abmelden" bereit, der auf eine E-Mail-Adresse oder eine URL verweist, über die sich die Nutzer einfach von zukünftigen E-Mails abmelden können. Hinweis: Dies ist keine Ersatzmethode für das Kündigen eines Abonnements.

Um sicherzustellen, dass Ihre Nachrichten nicht als Spam markiert werden, empfehlen wir auch Folgendes:

  • Melden Sie einen Nutzer automatisch ab, wenn dessen Adresse mehrfach E-Mails zurückschickt.
  • Senden Sie regelmäßig Bestätigungsnachrichten an die Nutzer.
  • Nehmen Sie jede Mailingliste, für die die Nutzer angemeldet sind, in die Bestätigung auf und geben Sie den Nutzern die Möglichkeit, sich von den Listen abzumelden, an denen sie kein Interesse mehr haben.

Es ist möglich, dass Ihre Nutzer E-Mails von anderen Konten weiterleiten; daher empfehlen wir Folgendes:

  • Geben Sie ausdrücklich die E-Mail-Adresse an, die in Ihrer Liste angegeben ist.
  • Bieten Sie eine Möglichkeit zur Abonnementkündigung über eine URL an. Dies ist hilfreich, wenn die zuständige Person für die Verwaltung des Verteilers anhand der "Antwort an:"-Adresse nicht herausfinden kann, wer sein Abonnement kündigt.

 

Format
  • Alle Nachrichten müssen entsprechend dem Standard RFC 5322 formatiert sein. Wenn Sie HTML verwenden, muss die Formatierung auch die HTML-Standards erfüllen.
  • Nachrichten müssen ein gültiges Feld "Message-ID:" im Header aufweisen.
  • In den Nachrichten sollte darauf hingewiesen werden, dass es sich um Massen-E-Mails handelt. Verwenden Sie dazu den Header "Precedence: bulk".
  • Versuche, den tatsächlichen Absender der Nachricht oder die tatsächliche Zielseite eines Weblinks in der Nachricht zu verbergen, können zum Fehlschlagen der Übermittlung führen.
  • Der Betreff jeder Nachricht sollte sich auf deren Inhalt beziehen und den Nutzer nicht in die Irre führen.
  • Die authentifizierende Domain, die zum Senden verwendete "Von"-Domain, die im E-Mail-Text angegebene "Von"-Domain, die "Antworten an"-Domain und die Domain des Absenders müssen den besonders strengen Unicode-Sicherheitsprofil-Richtlinien für internationale Domainnamen entsprechen.

 

Übermittlung

Obwohl wir bei Gmail daran arbeiten, alle seriösen E-Mails an die Posteingänge der Nutzer zu übermitteln, kann es passieren, dass einige seriöse Nachrichten als Spam markiert werden. Gmail setzt keine Massen-E-Mail-Absender auf "Weiße Listen" und wir können nicht garantieren, dass alle Ihre Nachrichten durch unsere Spamfilter kommen. Unsere Nutzer haben die Möglichkeit, uns Feedback zu Nachrichten zu senden, die als Spam eingeordnet wurden, damit sie alle gewünschten Nachrichten erhalten. Dies geschieht über die Schaltfläche "Kein Spam", die bei jeder Nachricht zur Verfügung steht, die durch unsere Spamfilter als Spam gekennzeichnet wurde. Wir nehmen die Meldungen unserer Nutzer ernst und beheben Probleme, um ihnen größtmögliche Nutzerfreundlichkeit zu bieten. Solange unsere Nutzer Ihre Nachrichten nicht als Spam empfinden, sollten auch keine Probleme bei der Zustellung auftreten.

Es gibt zwei wichtige Faktoren, die unter normalen Umständen dazu beitragen, dass Nachrichten an die Posteingänge der Gmail-Nutzer übermittelt werden:

  • Die "Von:"-Adresse ist in der Kontaktliste des Nutzers enthalten.
  • Ein Nutzer klickt auf "Kein Spam", um Gmail darauf hinzuweisen, dass Nachrichten von dieser Adresse erwünscht sind.

Wenn Sie sowohl Werbe-E-Mails als auch E-Mails zu bestimmten Transaktionen in Ihrem Unternehmen versenden, empfehlen wir Ihnen, diese E-Mails so klar wie möglich zu trennen. Dazu haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Verwenden Sie separate E-Mail-Adressen für jeden E-Mail-Zweck.
  • Senden Sie die E-Mails je nach Zweck von unterschiedlichen Domains und/oder IP-Adressen.

Wenn Sie diese Tipps befolgen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass E-Mails zu wichtigen Transaktionen in den Posteingängen der Nutzer ankommen. Unsere Richtlinien sollen Ihnen dabei helfen, sich im Gmail-System einen guten Ruf zu sichern, um zu gewährleisten, dass Ihre E-Mails stets an die Gmail-Posteingänge übermittelt werden.

Dritte als Absender

Wenn Dritte Ihren Dienst verwenden, um E-Mails zu versenden (z. B. ISPs), sind Sie dafür verantwortlich, das Verhalten Ihrer Nutzer und/oder Kunden zu überwachen.  

  • Sie müssen den Nutzern und/oder Kunden eine E-Mail-Adresse zur Verfügung stellen, an die sie Missbrauchsmeldungen senden können (missbrauch@ihrebeispielurl.de).
  • Sie müssen Ihre Kontaktinformationen in Ihrem WHOIS-Eintrag und bei abuse.net stets auf dem neuesten Stand halten.
  • Sie müssen rechtzeitig die Aktivitäten aller Nutzer und/oder Kunden beenden, die Ihren Dienst zum Versenden von Spam nutzen.

 

Partner-Marketingprogramme

Partner-Marketingprogramme belohnen Dritte dafür, dass sie Besucher auf Ihre Website leiten. Leider sind diese Programme für Hardcore-Spammer attraktiv und daher möglicherweise eher schädlich als hilfreich. Beachten Sie Folgendes:

  • Wenn Ihre Marke mit Marketingspam eines Partners in Verbindung gebracht wird, kann dies Einfluss auf die von Ihnen versendeten E-Mails und die Ihrer anderen Partner haben.
  • Es liegt in Ihrer Verantwortung, Ihre Partner zu überwachen und sich von ihnen zu trennen, falls sie Spam versenden.


Wenn Ihre Nachrichten von Gmail immer noch als Spam eingestuft werden, obwohl Sie sich beim Senden von E-Mails an unsere Richtlinien halten, lesen Sie unsere Tipps zur Fehlerbehebung.

Michelle ist Gmail-Expertin. Sie hat diese Hilfeseite verfasst. Geben Sie ihr unten Feedback zu diesem Artikel.

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