Anforderungen an Apps im Zusammenhang mit dem Coronavirus bzw. der Krankheit COVID-19

Dieser Artikel wurde zuletzt am 17. August 2021 aktualisiert. Das betraf die folgenden Stellen:

  • Dem Abschnitt „Anforderungen an Apps“ wurde ein neuer Schritt hinzugefügt:
    • „1. Abschnitt ‚Apps zur Kontaktaufzeichnung sowie Apps zum COVID-19-Status‘ auf der Seite ‚App-Inhalte‘ ausfüllen“

Aufgrund der nie dagewesenen weltweiten Notlage beschleunigt Google Play die Überprüfung von Apps, damit offizielle Apps, die als Reaktion auf die Pandemie entwickelt wurden („COVID-19-Apps“), schneller im Google Play Store veröffentlicht werden können. Google nimmt diese Verantwortung sehr ernst. Im Interesse der öffentlichen Sicherheit, der Informationsintegrität und des Datenschutzes sind nur COVID-19-Apps im Google Play Store zulässig, die den unten aufgeführten Anforderungen entsprechen.

Welche Apps unterliegen den Anforderungen in Zusammenhang mit COVID-19?

Apps, die diesen Anforderungen unterliegen, sind unter anderem:

  1. Apps, die beispielsweise medizinische Informationen zur Verfügung stellen oder Informationen zu Behandlungen, Impfungen, Tests oder Sonstigem im Zusammenhang mit COVID-19 anbieten.
  2. Apps, die die Umsetzung von Coronamaßnahmen oder -hilfen erleichtern, die zur Eindämmung des Coronavirus beitragen und solche, die Forschung sowie Ausbildungs- und Schulungsmaßnahmen unterstützen.
  3. Apps, die speziell als Reaktion auf die Coronakrise entwickelt wurden und Dienste wie soziale Unterstützung (Lebensmittelmarken, Zahlungsdienste), Gesundheitsfürsorge oder Kredite anbieten.

Hinweis: Nur bei Apps, die in diese Kategorien fallen, dürfen für den Titel und/oder das Symbol im Google Play Store Suchbegriffe wie beispielsweise „Coronavirus“, „COVID-19“ oder „Pandemie“ genutzt werden.

Bei anderen Apps dürfen COVID-19-bezogene Begriffe innerhalb der App, in der App-Beschreibung oder in Screenshots verwendet werden, aber nicht im Titel und/oder Symbol. Wenn es sich nicht um eine Gesundheits-App handelt, sind Verweise auf COVID-19 auf nicht gesundheitsbezogene Angaben beschränkt (z. B. Änderungen von Öffnungszeiten, Tipps für Aktivitäten zu Hause oder Meinungen zu den wirtschaftlichen/sozialen Auswirkungen der Coronakrise). Diese Apps dürfen keine gesundheitsbezogenen Angaben enthalten (z. B. Informationen zu Prävention, Behandlungen oder Impfungen).

Zulässige App-Kategorien für COVID-19-Apps

Apps in den oben genannten Kategorien 1 bis 3 müssen die folgenden Kriterien erfüllen:

1. Offizielle Apps von Behörden: Diese können im Google Play Store in bestimmten Abschnitten des Bereichs „Infomaterialien zum Coronavirus bzw. zu COVID-19“ präsentiert werden

Um Nutzern verlässliche Informationen und Dienstleistungen zu bieten, dürfen dort nur COVID-19-Apps präsentiert werden, die von offiziellen Behörden veröffentlicht oder in Auftrag gegeben wurden. Nur Apps dieser Kategorie dürfen als öffentlich verfügbare Apps zur Kontaktaufzeichnung oder zum COVID-19-Status veröffentlicht werden (siehe unten).

2. Bestätigte Gesundheits-Apps: Im Google Play Store-Eintrag dieser Apps können Titel, Symbole und Marketing mit Bezug auf COVID-19 verwendet werden

Zum Schutz der Nutzer dürfen im Google Play Store nur für offizielle Apps von Behörden sowie für Apps der folgenden Kategorien im App-Titel oder App-Symbol Begriffe wie „COVID-19“ als Keywords und Marketing verwendet werden:

  1. Offizielle Apps von Behörden gemäß der Definition oben in Abschnitt (1) oder
  2. Apps, die von oder in direkter Verbindung mit folgenden Organisationen veröffentlicht wurden:
    1. einem Gesundheitssystem oder einem Gesundheitsdienstleister (z. B. CVS Health, UK National Health Service, UnitedHealth Group, Kaiser Permanente, das französische nationale Gesundheitssystem, Netcare (Südafrika) oder One Medical); 
    2. einer staatlich anerkannten medizinischen oder epidemiologischen Forschungsorganisation (einschließlich staatlich anerkannter medizinischer Fakultäten), die intensiv medizinische Forschung betreibt. Die jeweilige Forschungsorganisation muss von einer registrierten Behörde anerkannt sein (z. B. vom Institutional Review Board in den USA oder vom National Health Service (NHS) im Vereinigten Königreich). Im Streitfall ist die Genehmigung durch eine Landesregierung oder Kommunalverwaltung oder eine nachweisbare Empfehlung durch eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die im Gesundheitswesen tätig ist, erforderlich. Oder die jeweilige App muss direkt von einer offiziellen Behörde empfohlen worden sein. 

* Bitte beachten Sie, dass Apps, die die Kriterien oben in Unterabschnitt (b) erfüllen, direkt von oder in direkter Partnerschaft mit einer der genannten Organisationen veröffentlicht werden müssen – z. B. indem die autorisierende Einrichtung oder Organisation mit uneingeschränkter Erlaubnis im Titel, Logo oder der Beschreibung der App im Google Play Store erwähnt wird. Die Empfehlung durch eine Nichtregierungsorganisation allein reicht nicht aus. Für eine App, die beispielsweise von Mitarbeitern einer medizinischen Fakultät empfohlen wird, dürfen keine Begriffe wie „COVID-19“ verwendet werden, wenn sie nicht von oder in direkter Zusammenarbeit mit der entsprechenden Fakultät veröffentlicht wurde.

Anforderungen an Apps

Apps der folgenden Kategorien müssen von offiziellen Behörden veröffentlicht, in Auftrag gegeben oder direkt empfohlen worden sein. Die Gerichtsbarkeit (anwendbare geografische Region) für diese Empfehlung muss im Rahmen des Berechtigungsnachweises angegeben und im Play Store-Eintrag der App gut sichtbar offengelegt werden.
  1. Öffentlich verfügbare Apps zur Kontaktaufzeichnung, einschließlich aller Apps, die infizierte oder durch eine Begegnung gefährdete Personen zur Eindämmung von COVID-19 erfassen oder überwachen.
  2. Öffentlich verfügbare Apps zum COVID-19-Status, einschließlich aller Apps, mit denen der Impfstatus, eine aktuelle Infektion oder frühere Infektionen von Personen überprüft werden können. Durch sie kann beispielsweise bestimmt werden, ob eine Person eine Reise antreten oder öffentliche Bereiche betreten darf. Hinweis: Apps, in denen die Impf- oder Testdaten einer Person nur gespeichert, jedoch nicht analysiert und für Entscheidungen bezüglich der öffentlichen Gesundheit verwendet werden, unterliegen nicht dieser Anforderung. Sie können von oder in direkter Verbindung mit den oben in Abschnitt 2(.2.) aufgeführten Organisationen veröffentlicht werden.

1. Abschnitt „Apps zur Kontaktaufzeichnung sowie Apps zum COVID-19-Status“ auf der Seite „App-Inhalte“ ausfüllen

Öffnen Sie in der Play Console die Seite App-Inhalte (Richtlinie > App-Inhalte) und geben Sie im Abschnitt „Apps zur Kontaktaufzeichnung sowie Apps zum COVID-19-Status“ die erforderlichen Informationen ein.

2. Berechtigungsnachweis über das Vorabankündigungsformular einreichen

Bevor Sie eine zulässige App über die Play Console einreichen, verwenden Sie bitte das Vorabankündigungsformular, um nachzuweisen, dass Ihre App die Kriterien des Abschnitts 1 oder 2 erfüllt.

Beispiele für einen ausreichenden Nachweis:

  • Eine detaillierte Mitteilung mit dem offiziellen Briefkopf der zuständigen Behörde oder Organisation, die den genauen Titel und Paketnamen der App enthält.
  • Falls verfügbar, müssen Gesundheitseinrichtungen auch ihre nationale Registrierungsnummer angeben, z. B. die NPI (USA) oder die NIN (Indien).

2. Anforderungen an den Datenschutz

COVID-19-Apps müssen allen Google Play-Richtlinien entsprechen und unter anderem folgende Anforderungen erfüllen:

  • Wenn Ihre App personenbezogene oder sensible Nutzerdaten abruft, erhebt, verwendet oder freigibt – einschließlich Funktionen oder Daten, die an gefährliche Berechtigungen oder Laufzeitberechtigungen gebunden sind (z. B. Berechtigungen zu Standort, Adressbuch, BSSID, BLE, Fotos, Mikrofon und Sensoren) –, muss die App unsere Anforderungen zur deutlichen Offenlegung und Zustimmung erfüllen, bevor Sie personenbezogene oder sensible Nutzerdaten erheben oder verarbeiten dürfen. Bei dieser Offenlegung muss auch auf die COVID-19-bezogene Verwendung von Daten und auf eine Verwendung von Daten eingegangen werden, die zur Einhaltung rechtlicher Bestimmungen erforderlich ist.
    • Wenn in nachfolgenden Versionen Ihrer App neue Arten von personenbezogenen oder sensiblen Nutzerdaten erhoben werden, müssen Sie die Nutzer mit einer neuen Benachrichtigung und einer Begründung darüber informieren.
  • Apps müssen eine öffentlich zugängliche Datenschutzerklärung haben, in der der Zugriff auf sowie die Erhebung, Verwendung und Weitergabe von personenbezogenen und sensiblen Nutzerdaten umfassend offengelegt wird.
  • Apps, die speziell als Reaktion auf die Pandemie entwickelt wurden, dürfen nur auf personenbezogene und sensible Daten zugreifen, die zur direkten Unterstützung von Maßnahmen bei Krisenfällen im Bereich der öffentlichen Gesundheit erforderlich sind. Es dürfen dabei nur Daten verwendet werden, die zur Bekämpfung von COVID-19, zur epidemiologischen Forschung oder in Verbindung mit rechtlichen Bestimmungen erhoben wurden. Die Datenschutzerklärung der App muss diese eingeschränkte Nutzung widerspiegeln. Wenn Daten in Verbindung mit rechtlichen Bestimmungen verwendet oder weitergegeben werden können, muss das in der Datenschutzerklärung deutlich offengelegt werden. Außerdem müssen über einen Link Informationen zur gesetzlichen Grundlage und zu den Einspruchsmöglichkeiten der Nutzer gegen gesetzliche Auskunftsersuchen verfügbar gemacht werden.
  • Apps, die Nutzern neben Maßnahmen als Reaktion auf COVID-19 einen bestimmten Dienst bieten (z. B. Mehrzweck-Apps von Behörden oder Tele-Gesundheits-Apps), dürfen die im Zusammenhang mit COVID-19 erhobenen Daten nur im Rahmen des Verwendungszwecks der App nutzen. 
    • Beispielsweise sollte für den Nutzer klar erkennbar sein, welche Verbindung zwischen der Kernfunktion der App und den im Zusammenhang mit COVID-19 erhobenen Daten besteht. 
    • Wenn Ihre App diese Anforderungen derzeit nicht erfüllt, müssen Sie entsprechende Anpassungen vornehmen, damit die Erhebung und Verwendung von Daten im Zusammenhang mit COVID-19 eindeutig Teil des Kernzwecks der App ist. Außerdem müssen Sie die Änderung den bestehenden App-Nutzern deutlich machen, bevor diese Daten erhoben werden, z. B. durch eine deutlich sichtbare Offenlegung in der App. Alternativ können Sie eine App veröffentlichen, die speziell als Reaktion auf COVID-19 entwickelt wurde.
    • Sie müssen die Verwendung von Daten, die im Zusammenhang mit COVID-19 erhoben werden, in den für Nutzer sichtbaren Datenschutzhinweisen Ihrer App (z. B. Datenschutzerklärung und/oder Offenlegungen in der App) deutlich machen.
  • Apps müssen alle personenbezogenen oder sensiblen Nutzerdaten auf sichere Weise verarbeiten und diese mit moderner Kryptografie (z. B. über HTTPS) übertragen.

3. Sichtbarkeit der App und Inkenntnissetzung der Nutzer

COVID-19-Apps, die personenbezogene oder sensible Nutzerdaten erheben, abfragen, überwachen oder verarbeiten, müssen allen Anforderungen der Google Play-Richtlinien entsprechen. Dazu gehört Folgendes: 

  • Bei Apps zur Kontaktaufzeichnung sowie Apps zum COVID-19-Status (siehe Definitionen oben) muss die entsprechende Funktionalität im Play Store-Eintrag der App deutlich offengelegt werden. Apps, die einer vorhandenen App Funktionen zur Kontaktaufzeichnung oder für den Immunitätsnachweis hinzufügen, müssen die oben aufgeführten Anforderungen erfüllen, z. B. zum Berechtigungsnachweis, zu den Datenschutzfunktionen und zur deutlich sichtbaren Offenlegung neuer Funktionen für bestehende Nutzer.
  • Apps sollten gut bedienbar sein. Sie müssen beispielsweise ein deutlich erkennbares Symbol für die App-Ablage, App-Einstellungen und Benachrichtigungssymbole haben.
  • Apps müssen dem Nutzer mit einer der folgenden Methoden eine permanente Benachrichtigung anzeigen, je nachdem, ob die App im Hintergrund oder Vordergrund ausgeführt wird:
    1. Für Apps, die Daten im Vordergrund erheben oder als Dienst im Vordergrund ausgeführt werden den Vordergrundzugriff verwenden: 
      • Die App muss dem Nutzer eine permanente Benachrichtigung anzeigen, wenn sie ausgeführt wird und automatisch Daten erheben kann (z. B. wenn sie BLE-Handshakes überwacht oder Standortdaten erhebt).
    2. Für Apps, die Daten erheben, wenn sie als Hintergrunddienst ausgeführt werden:
      • Die App muss täglich eine Benachrichtigung anzeigen, die vom Nutzer geschlossen werden kann und ihn darüber informiert, wie diese Daten erhoben, abgefragt oder verarbeitet werden. 
      • Sie können Nutzern anbieten, stattdessen eine wöchentliche Benachrichtigung zu erhalten (über ein In-App-Kästchen oder die Einstellungen). Die Standardeinstellung muss jedoch eine tägliche Benachrichtigung sein. 

4. API-Anforderungen

Gemäß der Richtlinie zum Missbrauch von Geräten und Netzwerken von Google Play darf Ihre App nicht auf APIs zugreifen, die gegen diese Bedingungen verstoßen, oder sie verwenden.

5. Redaktionelle Anforderungen und Qualitätsanforderungen

Gemäß den Google Play-Richtlinien bezüglich sensibler Ereignisse, Falschdarstellung und betrügerischem Verhalten dürfen Apps, die Inhalte im Zusammenhang mit COVID-19 zur Verfügung stellen, keine Verschwörungstheorien, irreführenden Behauptungen, „Wunderheilmittel“ oder gefährlichen Behandlungsmethoden oder offenkundig falsche oder nicht überprüfbare Informationen zum Thema COVID-19 (einschließlich Informationen zu Behörden, die Maßnahmen in Bezug auf COVID-19 koordinieren) enthalten oder verbreiten, unabhängig davon, zu welcher Kategorie die App gehört.

Überprüfung und Sichtbarkeit von Apps

Da die Bereitstellung von Apps im Zusammenhang mit der Reaktion auf COVID-19 eine äußerst dringliche und sensible Angelegenheit ist, kann die Durchsetzung gemäß den Bestimmungen der Vertriebsvereinbarung für Entwickler sowie der Richtlinie zur Durchsetzung strenger ausfallen als gewöhnlich, um die Sicherheit der Nutzer und von Google Play zu gewährleisten. Entwickler sind dafür verantwortlich, besondere Sorgfalt walten zu lassen, um sicherzustellen, dass ihre Apps jederzeit den Richtlinien entsprechen.


Wir werden uns bemühen, dass die zur Reaktion auf COVID-19 verwendeten Apps im Google Play Store verbleiben. Eine Ausnahme bilden Apps, die Risiken hinsichtlich Datenschutz, Falschinformationen oder der Gesundheit der Nutzer darstellen, die den öffentlichen Nutzen übertreffen. Wenn eine App einen weniger schwerwiegenden Richtlinienverstoß aufweist und einen klaren Vorteil für die öffentliche Gesundheit bietet, kann sie weiterhin im Google Play Store angeboten werden, während die Verstöße behoben werden. Solange der Richtlinienverstoß besteht, können diese Apps möglicherweise nicht bei Google Play beworben werden. Dies gilt auch für die Aufnahme in den Bereich Infomaterialien zum Coronavirus bzw. zu COVID-19 des Google Play Store.

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